Nick Gumenick neuer Bezirksvorsteher von Feuerbach

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EBM Mayer führt Gumenick ins Amt ein

Dr. Fabian Mayer führte Nick Gumenick am 16. Oktober als neuen Bezirksvorsteher von Feuerbach ein. Gumenick will den Stadtbezirk weiterentwickeln, Gewerbeflächen umwandeln, den Einzelhandel stärken und bürgerschaftliches Engagement fördern.

Der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Fabian Mayer, hat am Donnerstag, 16. Oktober, im Bezirksrathaus Feuerbach den neuen Bezirksvorsteher Nick Gumenick in sein Amt eingeführt. Der Gemeinderat hatte ihn am 22. Mai mehrheitlich als Nachfolger von Johannes Heberle gewählt.

Als Bezirksvorsteher will Gumenick seine Erfahrungen in der kommunalen Verwaltung einbringen, um Feuerbach als attraktiven Wohn‐, Arbeits‐ und Lebensort weiterzuentwickeln und das vorhandene Potenzial im Stadtbezirk voll auszuschöpfen. Dazu gehört für ihn insbesondere die Aufwertung der Stuttgarter Straße, die Umwandlung ausgedienter Gewerbeflächen zu lebendigen Quartieren, die Stärkung des Einzelhandels und der Ausbau einer bürgernahen Verwaltung.

Als weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er die Unterstützung und Förderung des vielfältigen ehrenamtlichen Engagements im Stadtbezirk. „Gute Stadtentwicklung gelingt nur gemeinsam – mit dem Gemeinderat, der Verwaltung, dem Bezirksbeirat, mit einer engagierten Bürgerschaft und einer starken Vereinslandschaft“, betonte Gumenick in seiner Bewerbungsrede im Gemeinderat.

Nick Gumenick wurde am 15. Februar 1999 in Stuttgart geboren. Nach seinem Bachelor‐Studium „Public Management“ an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl leitete er von März 2022 bis August 2025 das Hauptamt der Gemeinde Steinmauern im Landkreis Rastatt. Seit 2024 absolviert er berufsbegleitend den Masterstudiengang „Public Management“.


Dr. Michael Leiters wird Vorstandsvorsitzender der Porsche AG

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Stuttgart.| Der Aufsichtsrat der Porsche AG ernennt Dr. Michael Leiters zum 1. Januar 2026 zum Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG. Dr. Oliver Blume, der die Porsche AG seit zehn Jahren als CEO leitet, führt weiterhin als Vorstandsvorsitzender den Volkswagen Konzern.

Dr. Wolfgang Porsche, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche AG: „Dr. Oliver Blume hat als Vorstandsvorsitzender der Porsche AG das Unternehmen in herausfordernden Zeiten mit großer Verantwortung übernommen und erfolgreich geführt. Der Aufsichtsrat der Porsche AG dankt Herrn Dr. Blume für seinen starken Einsatz. Wir freuen uns, mit ihm als CEO des Volkswagen Konzerns weiterhin eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.“

Als Vorstandsvorsitzender der Porsche AG war Oliver Blume Wegbereiter finanzieller Rekordjahre des Porsche Konzerns, des Porsche Börsengangs und der Expansion in weitere internationale Märkte sowie historischer Motorsporterfolge. Den Generationswechsel des Porsche Vorstands hat er langfristig und strategisch vorbereitet.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns und der Porsche AG: „Nach zehn Jahren Verantwortung für die Porsche AG habe ich mich entschieden, zum Jahresende meine Aufgabe im Sinne des Volkswagen Konzerns an meinen Nachfolger zu übergeben. Ich durfte ein großartiges Unternehmen mit einem fantastischen Team entwickeln. Ich freue mich, dass mit Michael Leiters ein erfahrener Profi im Sportwagengeschäft diese Funktion übernimmt. Er und das neue Vorstandsteam haben mein volles Vertrauen. Ich wünsche ihnen viel Erfolg.“

Mit Blick auf die aktuelle Unternehmenssituation sagt Oliver Blume: „Massive Veränderungen in den mit Abstand größten Porsche Einzelmärkten, USA und China, haben neue Anforderungen an unser Geschäftsmodell gestellt. Deshalb haben wir das Unternehmen in diesem Jahr strukturell neu ausgerichtet und die Produktstrategie umfassend erweitert. Mit voller Flexibilität in den Antriebsarten und verbesserter Kostenstruktur ist Porsche damit robust für die Zukunft aufgestellt. Aus meiner Konzernrolle werde ich die Weiterentwicklung von Porsche eng begleiten und unterstützen.“

Der Nachfolger von Oliver Blume wird Michael Leiters. Seit Juli 2022 ist Michael Leiters CEO von McLaren Automotive, zuvor war er mehr als acht Jahre lang als CTO für Ferrari verantwortlich. Bei der Porsche AG ist Leiters kein Unbekannter. Vor dem Amtsantritt als Ferrari-Vorstand war er mehr als 13 Jahre lang in Führungsfunktionen für Porsche tätig und zuletzt erfolgreich für die Baureihen Porsche Cayenne und Porsche Macan verantwortlich.

„Dr. Michael Leiters verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Automobilindustrie. Sein Führungsstil und seine tiefe inhaltliche Expertise sind ideale Voraussetzungen für den erfolgreichen Vorstandsvorsitz der Porsche AG. Er und das gesamte Vorstandsteam der Porsche AG genießen das Vertrauen des Aufsichtsrats in der Bewältigung der derzeitigen Herausforderungen“, sagt Dr. Wolfgang Porsche.


Schulklasse gewinnt Besuch bei der Hundeführerstaffel

Nürtingen.| Eine siebte Klasse der Karl-Eberhard-Scheufelen Werkrealschule in Lenningen hat als Gewinnerin eines bundesweiten Präventionsprogramms am Dienstag die Polizeihundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Reutlingen besucht.

Im Rahmen der seit 1997 bestehenden Kampagne “be smart – don’t start” verpflichteten sich teilnehmende Schulklassen, ein halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben. Für diejenigen mit dem besten Durchhaltevermögen wurden ganz unterschiedliche Preise ausgelobt. Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Reutlingen unterstützt als wichtiger Netzwerkpartner des Arbeitskreises Sucht im Landkreis Esslingen das Präventionsprogramm. Eine siebte Klasse der Karl-Erhard-Scheufelen Werkrealschule in Lenningen durfte daher als Gewinn die Polizeihundeführerstaffel in Nürtingen besuchen.

Am Dienstag, den 14. Oktober 2025, ging es für die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Klassenlehrer bei bestem Wetter ins schöne Tiefenbachtal, wo der Leiter der Staffel, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Nerbel, sie mit seinen zwei- und vierbeinigen Kolleginnen und Kollegen in Empfang nahm. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der Organisationseinheit durfte die Klasse zunächst die unterschiedlichen Ausrüstungsgegenstände der Hundeführer begutachten und teilweise sogar selbst anprobieren und testen.

Danach konnten die Polizeihunde ihre verschiedenen Talente unter Beweis stellen. Es folgten eindrucksvolle Darbietungen in den Kategorien Suchen und Gehorsam. Und natürlich durfte auch der “Schutzhund-Aspekt” nicht fehlen: Am Ende wurde ein als bewaffneter Täter verkleideter Beamter mithilfe eines Polizeihundes dingfest gemacht.

Die Besucher waren sichtlich beeindruckt von den Fähigkeiten der Polizeihunde. Es gab für die Beamten nicht nur so einige Fragen zu beantworten, einige der Schülerinnen und Schüler interessierten sich auch direkt für den Polizeiberuf.


Bahnhof der Zukunft: Bahn feiert Richtfest am Bonatzbau

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  • Rohbau am historischen Bonatzbau auf der Zielgeraden
  • Modernes Bahnhofsgebäude für täglich rund 300.000 Fahrgäste und Bahnhofsbesucher
  • Reisendenkomfort und -bedarf an erster Stelle
  • Ralf Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG: „Der Bonatzbau wird ein Paradebeispiel für einen Bahnhof der Zukunft.“ 

Stuttgart.| Eisenbahngeschichte trifft auf Eisenbahnmoderne: Die Deutsche Bahn erreicht bei der Sanierung des historischen Stuttgarter Bahnhofsgebäudes ein wichtiges Etappenziel und hat am Donnerstag, 16. Oktober 2025, Richtfest gefeiert. Der Rohbau am denkmalgeschützten Bonatzbau geht dem Ende entgegen, die Ausbauarbeiten laufen. Der Bonatzbau wird für die Reisenden fit gemacht als Bahnhof der Zukunft und für die Erfordernisse des modernen Eisenbahnverkehrs.

Bedarf und Komfort der Fahrgäste und Bahnhofsbesucher:innen stehen bei der Modernisierung an erster Stelle. Reisende gelangen künftig ebenerdig ins Bahnhofsgebäude und barrierefrei zum Bahnsteig. Die Wege verkürzen sich. Auf zwei Ebenen öffnet sich künftig eine hell gestaltete Halle. Zudem entstehen im Bonatzbau mehr als 30 Flächen für Einzelhandel und Gastronomie sowie ein neues Hotel mit rund 150 Zimmern. Der Umbau des Gebäudekomplexes schafft überdies Raum für einen verkehrsberuhigten Bahnhofsvorplatz, davon profitieren auch die Reisenden.

Architekt Christoph Ingenhoven ist es gelungen, den denkmalgeschützten Bonatzbau mit dem futuristischen neuen Durchgangsbahnhof, dem Herzstück von Stuttgart 21, zu verschmelzen. Der runderneuerte Bonatzbau verbindet als urbaner Treffpunkt die Stuttgarter Innenstadt mit dem Stadtentwicklungsprojekt Stuttgart Rosenstein.

Ralf Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO: „Der Bonatzbau wird ein Paradebeispiel für einen Bahnhof der Zukunft: kurze Wege zu und zwischen den Zügen gepaart mit einem reichhaltigen Angebot an Gastronomie, Einzelhandel und Serviceeinrichtungen. Somit wird der neue Bonatzbau eine moderne Funktionalität ausstrahlen und genau das bieten, was die Reisenden, unsere Kundinnen und Kunden, heute von einem zeitgemäßen, komfortablen Bahnhof erwarten.“

Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart: „Der traditionsreiche Bonatzbau ist zukünftig die Eingangspforte zu einem der architektonisch attraktivsten Bahnhöfe der Welt. Und er steht symbolisch für den Weg Stuttgarts in eine gute Zukunft als bedeutende Verkehrsdrehscheibe in Europa.“

Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Baden-Württemberg: „Generationen von Menschen sind durch die Eingänge des Bonatzbaus zu den Gleisen gegangen – zum Arbeiten, Reisen, Abschiednehmen oder Ankommen. Der Bahnhof war und ist für viele das Gesicht der Stadt Stuttgart. In seiner Halle wurde gewartet, innegehalten, eine Butterbrezel gegessen oder ein Buch gekauft. Mit dem inneren Umbau geht dieses besondere Gebäude in eine neue Zukunft. Der neue Bonatzbau steht in Stuttgart für die Geschichte des Reisens und wird hoffentlich bald wieder ein lebendiger Ort der Begegnung mitten in Stuttgart sein.“

Jens Borgschulte, Mitglied des Vorstands Ed. Züblin AG: „Der Bonatzbau ist ein Wahrzeichen Stuttgarts – seine markante Fassade und der beeindruckende, kathedralenartige Innenbereich stehen für das reiche historische Erbe dieser Stadt. Wir erhalten hier aber nicht nur ein wichtiges Stück architektonische Geschichte, sondern bauen gleichzeitig an der Infrastruktur für die Zukunft. Es freut uns, bei diesem wichtigen Projekt unsere besondere Kompetenz beim ressourcenschonenden Bauen im Bestand unter Beweis stellen zu können.“

Die nächsten Schritte

Die Arbeiten am Innenausbau schreiten im gesamten Gebäude zügig voran, ebenso die technische Gebäudeausrüstung. Zur geplanten Eröffnung des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs im Dezember 2026 wird der Bonatzbau die für eine Verkehrsstation notwendigen Funktionen erfüllen. Ende 2027 wird der Bonatzbau den Reisenden komplett mit allen Angeboten zur Verfügung stehen.

Zwischenbilanz der Bahnhofsmodernisierung

Seit Baubeginn hat die DB unter Beachtung der Vorgaben des Denkmalschutzes den Bonatzbau entkernt. Unter anderem blieben die Außenmauern erhalten. Sie wurden mit einem innen verankerten, dreidimensionalen Stahlgerüst stabilisiert. Der Innenbereich wurde mitsamt einem neuen Technikgeschoss komplett neu gebaut. Am noch teilweise eingerüsteten, 56 Meter hohen Bahnhofsturm haben Spezialisten die Fassade aus Muschelkalk Stein für Stein gereinigt und geprüft. Beschädigte Fassadensteine wurden ausgetauscht. Die Herausforderung bei der Modernisierung: Da der Bonatzbau mehr als 100 Jahre alt ist und im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, stimmten die vorliegenden Pläne oft nicht mit der Bausubstanz überein. Eine fortlaufende Aufnahme der bestehenden Bausubstanz war daher zwingend erforderlich und stellte alle Beteiligten vor eine große Herausforderung, die gemeinsam bewältigt werden konnte.


Bad Cannstatt: Neue Behelfsbrücke über den Neckar ab Ende Oktober

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Stuttgart.| Nach dem Abriss der Rosensteinbrücke entsteht an gleicher Stelle wieder eine Verbindung über den Neckar. Ende Oktober wird die neue Behelfsbrücke in Bad Cannstatt eingehoben und Mitte November freigegeben.

Nach dem Abriss der Rosensteinbrücke im Juli 2024 entsteht an gleicher Stelle in Bad Cannstatt wieder eine Verbindung über den Neckar: Ende Oktober wird dort eine neue Behelfsbrücke für den Fuß- und Radverkehr montiert. Sie stellt die wichtige Verbindung zwischen Bad Cannstatt, der Wilhelma, dem Rosensteinpark und dem Bereich um die Pragstraße wieder her.

Die rund 70 Meter lange und etwa 125 Tonnen schwere Stahlbrücke wurde in den vergangenen Wochen auf dem Gelände der Firma Kaatsch in Plochingen vormontiert. Dort wurden die vorgefertigten Stahlträger ausgerichtet und miteinander verbunden. Auch der Brückenbelag aus glasfaserverstärkten Platten, das Geländer sowie Leitungsrohre für Kabel wurden bereits angebracht.

Geplant ist folgender Ablauf: Am Freitag, 24. Oktober, wird die Brücke mit zwei Mobilkränen auf das Binnenschiff MS Oleander verladen. Am darauffolgenden Tag, Samstag, 25. Oktober 2025, erfolgt der Transport über den Neckar von Plochingen nach Bad Cannstatt.

Vor Ort wurde bereits der mehr als 1000 Tonnen schwere Mobilkran angeliefert, dessen etwa 100 Meter hoher Ausleger in den kommenden Tagen aufgebaut wird. Das Transportschiff positioniert sich anschließend in der Neckarfahrrinne, stabilisierende Stelzen halten es in seiner Position.

In der Nacht von Sonntag, 26. Oktober, auf Montag, 27. Oktober, wird die Behelfsbrücke eingehoben. Dabei hebt der Mobilkran die Konstruktion an, richtet sie mit Führungsleinen aus und setzt sie auf den vorbereiteten Widerlagern ab.

In den Tagen danach folgt der Rückbau des Krans und die Wiederherstellung der Rampenbereiche. Geplant ist, dass die Behelfsbrücke Mitte November für den Fuß- und Radverkehr freigegeben wird.

Die Arbeiten führt das Bauunternehmen Max Wild GmbH aus Berkheim im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart aus. Die Vormontage übernahm die Firma Kaatsch in Plochingen.


Verlegung des City‐Rings beschlossen

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Stadt der Zukunft

Stuttgart.| Der Arnulf-Klett-Platz soll zu einem attraktiven Bahnhofsvorplatz werden. Dazu soll der Stuttgarter City‐Ring auf seiner Achse Schillerstraße/Arnulf‐Klett‐Platz weiter nördlich auf die Wolframstraße verlegt werden. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen in seiner Sitzung vom 14. Oktober 2025 mehrheitlich beschlossen.

Der Beschluss dient als Grundlage für eine Umgestaltung des Arnulf‐Klett‐Platzes hin zu einem attraktiven Platz. Künftig soll die Fläche vor dem Hauptbahnhof vorrangig ein verkehrsberuhigter Platz werden, auf dem nur noch Fuß- und Radverkehr, Busse, Taxen und der örtliche Lieferverkehr zugelassen sind. Der motorisierte Individualverkehr soll in Zukunft über die Spange Wolframstraße geführt werden.

Mit der Verlegung des City-Rings wird das Vorfeld des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs deutlich entlastet und aufgewertet. Der Hauptbahnhof erhält dadurch einen angemessenen Vorplatz – ganz ohne die bislang trennende Wirkung einer stark frequentierten Hauptverkehrsstraße. Die neue Verkehrsführung verbessert zudem die Anbindung des Hauptbahnhofs an Stuttgart Rosenstein sowie an das Europaviertel und fördert eine engere Vernetzung der Innenstadt.

Durch die Verlegung des City-Rings eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten zur Umgestaltung und Aufwertung der neugewonnenen Flächen. Ein Ideenwettbewerb soll im nächsten Jahr stattfinden, um Gestaltungsmöglichkeiten für die Flächen zu konkretisieren und um einen Vorschlag für die Umgestaltung des Arnulf-Klett-Platzes und der Schillerstraße zu erhalten.


Rückgabeprotokoll schafft Klarheit

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Beim Auszug von Mieterinnen und Mietern kann mit einem Rückgabeprotokoll Streit vermieden werden. Aus ihm ergibt sich, welche Mängel vorhanden und von den Mieterinnen und Mietern zu beseitigen sind. Nicht aufgeführte Mängel können später nicht mehr reklamiert werden. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Landgerichts Essen (10 S 147/23) hin.

Im entschiedenen Fall reklamierte der Vermieter nach dem Auszug der Mieter vorhandene Mängel und unterbliebene Schönheitsreparaturen. Er verklagte die ausgezogenen Mieter, den zur Behebung notwendigen Betrag zu bezahlen. Die angeblichen Mängel waren jedoch in dem von den Mietparteien unterzeichneten Rückgabeprotokoll nicht aufgeführt. Die Klage wurde daher abgewiesen.

Laut dem Urteil stellt ein Rückgabeprotokoll eine rechtsverbindliche Einigung dar, mit der die Mietparteien auf alle Ansprüche verzichten, die sich nicht aus dem Protokoll ergeben. Außerdem stellte das Gericht klar, dass die Mieter nicht für eine übliche Abnutzung haften. Schönheitsreparaturen waren von ihnen nicht zu erbringen, da sie eine nicht renovierte Wohnung übernommen hatten. Es kam damit im entschiedenen Fall nicht darauf an, ob der Mietvertrag eine Klausel vorsah, beim Auszug Schönheitsreparaturen durchzuführen.


Bomben-Blindgänger wird am 19. Oktober entschärft

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Stuttgart-Weilimdorf.| Im Stadtbezirk Weilimdorf wird am Sonntag, 19. Oktober 2025, eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg (KMBD) im Regierungspräsidium Stuttgart hatte den Blindgänger bei einer Sondierung im Lindental im Stadtteil Weilimdorf entdeckt.

Bevor der KMBD mit der Entschärfung des circa 240 Kilogramm schweren Sprengkörpers beginnen kann, muss im Radius von 400 Metern um die Fundstelle ein Sicherheitsbereich evakuiert werden. Die rund 3.200 Personen, die von der Evakuierung betroffenen sind, wurden vom Amt für öffentliche Ordnung bereits schriftlich über die bevorstehende Maßnahme informiert.

Einsatzkräfte der Polizei werden am Sonntag, 19. Oktober, ab 9 Uhr mit der Evakuierung des Sicherheitsbereichs beginnen. Mit dem Beginn der Evakuierung wird der Sicherheitsbereich abgesperrt, so dass das Einfahren in den Sicherheitsbereich nicht mehr möglich ist. Die Bundesstraße B 295 verläuft durch den Sicherheitsbereich und muss vorübergehend gesperrt werden. Der Verkehr wird örtlich umgeleitet.

Für Personen, die während der Evakuierung keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, steht am 19. Oktober ab 9 Uhr in Weilimdorf die Sporthalle der Wolfbusch-Schule (Köstlinstraße 76, 70499 Stuttgart) als Sammelunterkunft zur Verfügung.

Personen, die bei der Evakuierung aufgrund körperlicher Einschränkungen Hilfe oder besondere Betreuung benötigen, werden gebeten, sich spätestens bis Mittwoch, 15. Oktober, beim Amt für öffentliche Ordnung unter der Rufnummer (0711) 216-91928 zu melden.

Wie lange die Evakuierungsmaßnahme am 19. Oktober dauern wird, kann nicht genau vorhergesagt werden. Dies hängt unter anderem von der Bauart und dem Zustand des Sprengkörpers ab.

Die Stadt und die Polizei Stuttgart informieren am 19. Oktober zum Stand der Maßnahmen über die jeweiligen Social-Media-Kanäle (Facebook, X, Instagram, etc.). Das Amt für öffentliche Ordnung richtet zudem am 19. Oktober ab 9 Uhr unter der Rufnummer (0711) 216-91928 ein Bürgertelefon ein.


Stadt Ostfildern bringt Haushalt 2026 ein

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Hohes Defizit, aber klare Investitionsschwerpunkte – Verwaltung setzt auf Stabilität und strategisches Gegensteuern

Ostfildern.| Mit einem Fehlbetrag von 8,3 Millionen Euro, Investitionen in Höhe von rund 19,7 Millionen Euro und einer Kreditaufnahme von 12,5 Millionen Euro hat die Stadt Ostfildern ihren Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 eingebracht.

Trotz des angespannten finanziellen Rahmens betonten Erster Bürgermeister Andreas Rommel und Stadtkämmerer Rolf Weisbarth in ihren Reden im Gemeinderat die Handlungsfähigkeit der Stadt und den Willen, auch unter schwierigen Bedingungen weiter in zentrale Projekte zu investieren. „Wir bauen heute am Haushalt von morgen“ – mit diesem Leitsatz eröffnete Erster Bürgermeister Andreas Rommel seine Haushaltsrede. Die Ausgangslage sei klar gewesen: Der vom Gemeinderat beschlossene Eckwertebeschluss hatte ein Defizit von maximal 7,9 Millionen Euro und Investitionen von 20 Millionen Euro vorgesehen. Im Laufe der Aufstellung habe sich jedoch ein Fehlbetrag von fast 13 Millionen Euro abgezeichnet.

„Es waren keine Luftschlösser und keine goldenen Wasserhähne enthalten“, betonte Rommel. Nach intensiven internen Verhandlungen sei es gelungen, das Defizit auf rund 8,3 Millionen Euro zu senken. „Wir sind natürlich alles andere als glücklich über dieses vielleicht sogar historische Defizit. Dennoch können wir heute einen gesetzmäßigen und genehmigungsfähigen Haushalt einbringen“, so Rommel.

Hauptursachen für die Schieflage seien – wie in den Vorjahren – steigende Transferaufwendungen, etwa durch die Kreisumlage, höhere Zuschüsse zur Kinderbetreuung und gestiegene Betriebskosten für die Stadtbahn. Auf der Kostenseite habe man die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um knapp eine Million Euro gegenüber dem Vorjahr reduzieren können.

Investitionen trotz knapper Mittel

Trotz der schwierigen Haushaltslage will Ostfildern auch 2026 weiter kräftig investieren. Rund 19,7 Millionen Euro sind vorgesehen – bis 2029 summieren sich die Investitionen auf über 80 Millionen Euro. Schwerpunkte liegen auf der Sanierung und Erweiterung der Pfingstweideschule in Kemnat, dem Ersatzneubau der Unterkunft in der Brunnwiesenstraße, der Ortskernsanierung in der Parksiedlung, der Erweiterung des Friedhofs in Ruit sowie Zuschüssen für ein neues Kinderhaus in Scharnhausen.

„Wir investieren weiter in unsere Stadt – aber wir können viele neue Projekte derzeit nicht oder nur mit Verzögerung beginnen“, erklärte Rommel. Große Vorhaben wie die Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule müssten bis zum Abschluss laufender Maßnahmen zurückgestellt werden.

Strategisches Gegensteuern

Mit Blick auf die Zukunft kündigte Rommel weitere strukturelle Anpassungen an. Die Haushaltsstrukturkommission habe wertvolle Grundlagen geschaffen, um die städtischen Finanzen langfristig zu stabilisieren. Dazu gehören regelmäßige Überprüfungen von Steuern und Gebühren, eine wirtschaftlichere Gestaltung bestehender Angebote sowie mittelfristig eine Neubewertung des kommunalen Gebäudebestands. „Wir werden nicht umhinkommen, vorhandene Angebote wirtschaftlicher auszugestalten, wenn wir sie dauerhaft aufrechterhalten wollen“, betonte Rommel.

Digitalisierung, Wohnbau und Stadtwerke als Zukunftsthemen

Trotz Spardrucks setzt die Stadt auf Aufbruchsthemen: Die Digitalisierungsstrategie werde mit neuen Mitteln vorangetrieben, der kommunale Wohnbau solle konzeptionell angegangen werden, und die Stadtwerke spielten künftig eine zentrale Rolle beim Ausbau von Wärmenetzen und bei den Klimazielen. „In Zeiten knapper Kassen braucht es die Fähigkeit, nach vorne zu schauen, kreative Lösungen zu finden und auch mal antizyklisch zu handeln“, sagte Rommel.

„Die Schere geht immer weiter auf“

Stadtkämmerer Rolf Weisbarth zeichnete in seiner Haushaltsrede ein nüchternes Bild der finanziellen Entwicklung. Zwar wiesen die landesweiten Orientierungsdaten stabile Steuereinnahmen auf, doch wüchsen die Erträge mit 1,8 Prozent deutlich langsamer als die Aufwendungen mit 4,9 Prozent. „Da geht eine Schere auf“, so Weisbarth.

Bundesweit hätten die Kommunen 2024 ein Rekorddefizit von 24,3 Milliarden Euro verzeichnet. Auch Ostfildern bleibe davon nicht verschont. Der Ergebnishaushalt für 2026 weist Erträge von 142,3 Millionen Euro und Aufwendungen von 150,6 Millionen Euro aus. „Wir können den Verlust aus Gewinnrücklagen der Vorjahre decken, aber das Schrumpfen unseres Sparbuchs ist absehbar“, warnte Weisbarth.

Steigende Transferaufwendungen, wachsende Schulden

Besonders ins Gewicht fielen die steigenden Transferaufwendungen, die um 5,8 Millionen Euro zulegen. Die Kreisumlage steige allein um 1,7 Millionen Euro, die Finanzausgleichsumlage um 0,6 Millionen Euro. Hinzu kämen steigende Zuschüsse für Kinderbetreuung. „Die Aufwendungen wuchsen in den letzten vier Jahren um 25 Prozent – die Erträge dagegen nur um 5,7 Prozent“, so Weisbarth.

Der Schuldenstand der Stadt werde bis 2029 voraussichtlich auf rund 80 Millionen Euro anwachsen. „Wir hoffen, die Kreditlinien nicht vollständig ausschöpfen zu müssen“, sagte Weisbarth und mahnte zu sparsamer Haushaltsbewirtschaftung.

Sperrvermerke und Haushaltssperre geplant

Um Risiken abzufedern, will die Verwaltung 10 Prozent der Ansätze bei Sach- und Dienstleistungen mit einer Haushaltssperre versehen. Zudem sollen drei Investitionsmaßnahmen – darunter der Schulhof der Schule im Park, die Mobilitätsstation Kreuzbrunnen sowie der hälftige Haushaltsansatz für die Sanierung des Gebäudes Schillerstraße 13 – zunächst gesperrt bleiben. Auch Stellennachbesetzungen in der Kernverwaltung sollen künftig kritisch geprüft werden.

Hoffnung auf Fördermittel

Ein Hoffnungsschimmer liegt für die Stadt in den angekündigten Bundes- und Landesprogrammen. Ostfildern rechnet mit Zuschüssen von jährlich ein bis zwei Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen Infrastruktur sowie weiteren Hilfen über den DigitalPakt Schule 2.0. „Wir sprechen hier von Schmerzlinderung, nicht von Heilung“, stellte Rommel klar.

Mit der Einbringung des Haushalts 2026 schlägt die Stadt Ostfildern ein weiteres Kapitel in einer Phase finanzieller Anspannung auf. Rommel und Weisbarth betonten gleichermaßen, dass der Kurs zwischen Sparsamkeit und Investition in die Zukunft sorgfältig austariert werden müsse.

„Wir werden Sie unterjährig über den Stand des Haushaltsvollzugs informieren und dort, wo es möglich ist, Sperrvermerke wieder aufheben“, versprach Rommel. Die Haushaltsberatungen sollen bis Dezember abgeschlossen werden.


Aquaplaning: Plötzlich im Schleudergang

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Welche Reaktion richtig ist, um im Auto die Kontrolle zu behalten

Aquaplaning kann jeden Autofahrer treffen, unabhängig von Fahrerfahrung oder Fahrzeugtyp. Schon wenige Millimeter Wasser auf der Straße reichen aus, um das Auto ins „Schwimmen“ zu bringen. Das Gefährliche daran ist, dass der Kontrollverlust abrupt und ohne Vorwarnung eintreten kann. Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO, erklärt, was im Ernstfall zu tun ist.

Wie entsteht Aquaplaning?

Aquaplaning entsteht, wenn sich bei nasser Fahrbahn ein Wasserfilm zwischen den Reifen eines Fahrzeugs und der Straßenoberfläche bildet. Dies passiert, wenn die Reifen das Wasser nicht mehr schnell genug verdrängen können – entweder weil die Wassermenge zu groß, das Reifenprofil zu abgefahren, oder die Geschwindigkeit zu hoch ist. Der Kontakt zwischen Reifen und Straße geht dabei verloren, sodass das Fahrzeug “auf dem Wasser schwimmt” und der Fahrer nicht mehr richtig lenken oder bremsen kann.

Typische Warnsignale

Bei heftigem Regen steigt das Risiko für Aquaplaning deutlich. Damit das eigene Fahrzeug bei Nässe nicht ins „Schwimmen“ gerät, sollten Autofahrer besonders aufmerksam auf Warnsignale achten. „Großflächige Gischt oder Wasserfontänen an den Reifen vorausfahrender Autos deuten auf viel Wasser auf der Fahrbahn hin. Auch ein lautes, ungewohntes Rauschen des Wassers im Radkasten oder unter dem Auto weist darauf hin, dass die Reifen an ihre Grenzen stoßen“, so Schnitzler. Ein häufiges Alarmsignal für bevorstehendes Aquaplaning ist zudem, wenn sich das Lenkrad plötzlich leichter dreht als gewohnt oder die Motordrehzahl sprunghaft steigt, obwohl das Auto nicht schneller fährt.

Richtig reagieren

Kommt es zu Aquaplaning, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und besonnen zu reagieren. „Autofahrer sollten unverzüglich, aber behutsam den Fuß vom Gas nehmen, um weitere Beschleunigung zu vermeiden“, rät Schnitzler. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe die Kupplung treten, um den Motor vom Antrieb zu entkoppeln. Bei Automatik-Getrieben auf N stellen. „Unbedingt hektische Lenkbewegungen und abruptes Bremsen vermeiden, das erhöht das Schleuderrisiko massiv“, ergänzt der ERGO Experte. Stattdessen ist geboten, das Lenkrad gerade zu halten und das Fahrzeug möglichst ohne Eingriffe ausrollen zu lassen, bis die Reifen wieder sicheren Kontakt zur Fahrbahn haben. Erst wenn das Auto wieder festen Kontakt zur Straße hat, sind vorsichtige Lenk- oder Bremsmanöver wieder sinnvoll und sicher.

Kluges Vorbeugen

Vorbeugung ist der beste Schutz vor Aquaplaning. Autobesitzer und Fahrer sollten den Zustand ihrer Reifen regelmäßig prüfen. „Ausreichendes Reifenprofil und korrekter Luftdruck sind unabdingbar, um Wasser auf der Fahrbahn effektiv zu verdrängen“, so Schnitzler. Abgefahrene oder falsch befüllte Reifen erhöhen das Risiko für Aquaplaning deutlich. Darüber hinaus gilt: Bei Regen oder auf sichtbar nassen Straßen die Geschwindigkeit stets deutlich reduzieren und genügend Abstand halten. Bei starkem Regen Musik, Podcast oder Radio leiser stellen, um Fahrzeug- und Wassergeräusche nicht zu überhören. Besonders kritisch sind tiefstehende Wasserflächen und Spurrillen. Wer hier langsamer fährt und immer ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden hält, gewinnt im Ernstfall wertvolle Reaktionszeit.

Kurz zusammengefasst: Aquaplaning vermeiden

  • Mit gutem Reifenmaterial unterwegs sein
  • Bei starkem Regen besonders vorausschauend und langsam fahren Abstand halten
  • Laute Musik oder Podcasts abschalten und auf die Fahrgeräusche achten
  • Gerät das Auto ins „Schwimmen“: Kupplung treten oder auf N schalten, nicht lenken, nicht bremsen, das Fahrzeug ohne Eingriffe ausrollen lassen.