Dominanter Auftritt: Bietigheim gewinnt 35:25 gegen Großwallstadt

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Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim hat am Freitagabend eindrucksvoll ihre Heimstärke unter Beweis gestellt und den TV Großwallstadt am 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga mit 35:25 (18:14) geschlagen. Vor 2.266 Zuschauern in der EgeTrans Arena gelang der Mannschaft von Iker Romero die perfekte Revanche für das Pokalaus – und gleichzeitig der sechste Sieg im sechsten Heimspiel.

Alexander Pfeifer, einst Jugend- und Nachwuchsspieler des TVG, eröffnete die Partie mit dem Treffer zum 1:0. Von Beginn an zeigte die SG eine konzentrierte, dynamische Vorstellung, unterstützt von einer stabilen Defensive und einem starken Martin Tomovski im Tor. Nach elf Minuten führte Bietigheim 7:3, ehe ein 3:0Lauf die Gäste auf 8:7 heranbrachte. Romero reagierte umgehend mit seiner ersten Auszeit und die Ansprache zeigte Wirkung: Das Team um Kapitän Fabian Wiederstein fand schnell zurück in den Rhythmus. Fünf Minuten vor der Pause erzielte Moritz Strosack das 15:10, zur Halbzeit führte die SG mit 18:14.

Hrdlička setzt Ausrufezeichen – SG zieht davon

Nach dem Seitenwechsel übernahm Jan Hrdlička das Tor, sammelte neun Paraden und erreichte am Ende eine bemerkenswerte Quote von 45 Prozent. Alen Hadzimuhamedovic verwandelte alle vier Siebenmeter sicher, während Jonathan Fischer am Kreis kaum zu stoppen war und insgesamt neun Treffer erzielte. In der 50. Minute lag die SG bereits mit acht Toren vorn (28:20).

Großwallstadt, trainiert von Ex-Bietigheimer André Lohrbach, zeigte trotz personeller Engpässe immer wieder kämpferische Phasen, konnte den Bietigheimern jedoch nicht dauerhaft Paroli bieten. Die SG baute ihre Führung kontinuierlich aus. Fischer lobte im Anschluss die Leistung seines Teams: „So wie wir aufgetreten sind, sind wir nur schwer zu stoppen. Die Abwehr stand hervorragend und mit der Torhüterleistung – Martin in der ersten Halbzeit, Jan in der zweiten – war das heute überragend.“

Die EgeTrans Arena stand, Bietigheim ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. In der letzten Minute setzte Strosack per Tempogegenstoß den Treffer zum 35:25, Hrdlička krönte seine Leistung mit einer letzten Parade zehn Sekunden vor dem Ende. Damit sicherte sich die SG einen souveränen ZehnTore-Sieg.

Tabellenführung und Blick nach Hagen

Dank des deutlichen Erfolgs übernimmt Bietigheim zumindest bis Sonntag die Tabellenführung der 2. Handball-Bundesliga, da Balingen und Hagen erst später am Wochenende im Einsatz sind. Trotz der breiten Brust warnt Fischer vor Übermut – insbesondere mit Blick auf das bevorstehende Spitzenspiel: „Wir dürfen jetzt nicht zu selbstsicher nach Hagen fahren. Hagen ist eine unfassbar gute Mannschaft. Aber wenn wir so auftreten wie heute, wird das ein richtig gutes Handballspiel und eine starke Werbung für die zweite Liga.


SWS errichten Solarbank auf dem Hochschul-Campus

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  • Neues Angebot an der Hochschule der Medien in Stuttgart-Vaihingen
  • Stuttgarts 34. Standortprojekt in Kooperation mit BW-Bank realisiert

Stuttgart.| Eine neue Solarbank haben Stadtwerke Stuttgart (SWS) auf dem Campus der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart-Vaihingen aufgestellt. Fortan können Mitarbeitende und Studierende dort nicht nur eine neue Sitzmöglichkeit, sondern dabei gleichzeitig auch kostenlosen Sonnenstrom zum Laden mobiler Endgeräte nutzen. Mit dem Projekt wollen die Stadtwerke Stuttgart mit ihrem Kooperationspartner, der Baden-Württembergischen-Bank (BW-Bank), in möglichst vielen Stadtteilen die Energiewende für Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen. Initiator für die neue Bank in Stuttgart-Vaihingen ist die Hochschule der Medien, die sich auch aktiv an der Wahl des Standorts beteiligt hat.

„Die Solarbänke im öffentlichen Raum sind eine hervorragende Gelegenheit, um an vielen Standorten in Stuttgart aufzuzeigen, wie der Einsatz erneuerbarer Energien den Alltag erleichtern kann,” sagt Denis Voigt, Abteilungsleiter Vertrieb Energiedienstleistungen und Marketing der Stadtwerke Stuttgart, anlässlich der Installation der 34. Solarbank in der Landeshauptstadt. Nicole Kuhn, Kanzlerin der Hochschule der Medien, ergänzt: „Wir freuen uns über die neue Solarbank auf unserem Campus und hoffen, dass sie von unseren Studierenden genauso häufig genutzt wird wie vom Kollegium. Damit setzen wir als HdM ein weiteres sichtbares Zeichen für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung auf dem Campus Vaihingen.“

Matthias Kindermann, Filialdirektor der BW-Bank in Stuttgart-Vaihingen, ist ebenfalls überzeugt von dem Projekt: „Nachhaltigkeit beginnt im eigenen Umfeld. Als Filialdirektor der BW-Bank in Vaihingen ist es mir wichtig, unseren öffentlichen Auftrag im Stadtteil mit Leben zu füllen. Die Solarbank ist so ein Beispiel und zeigt, wie aus Partnerschaft konkrete Wirkung entsteht: Sie lädt Geräte – und uns alle dazu ein, die Energiewende gemeinsam anzupacken.“

Die Bänke verfügen über Solarzellen in der Sitzfläche. Sonnenenergie macht es somit möglich, bis zu vier Mobiltelefone gleichzeitig mit Ökostrom zu laden. Praktisch ist zudem das kostenfreie WLAN, das rund um die Bank verfügbar ist: Die Wartezeit lässt sich so nutzen, um bereits ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr zu kaufen oder eine Fahrplanauskunft online einzuholen. Die Wartung der Solarbank übernimmt die Stadtwerke-Tochter Stuttgart Netze.

Solarbänke in allen Stuttgarter Stadtbezirken

In allen der 23 Stadtbezirke der Landeshauptstadt Stuttgart steht mittlerweile mindestens eine Solarbank der Stadtwerke Stuttgart. Neben den öffentlichen Standorten findet man sie inzwischen auch bei einigen Partnern der Energiewende der Stadtwerke Stuttgart, darunter der MTV Stuttgart, die Stuttgarter Kickers und der TV Cannstatt. Und die Solarbänke sind beliebt – knapp 85.000 mobile Endgeräte sind inzwischen mithilfe der Sonnenenergie der Solarbänke seit Januar 2020 geladen worden.


Vertrauensverlust nach erneuter Verzögerung bei Stuttgart 21

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Region diskutiert und fordert Klarheit und schnelle Lösungen

Fraktionen fordern Klarheit und Verlässlichkeit nach erneuter S21-Verzögerung, insbesondere hinsichtlich der Sperrpausen der S-Bahn.

Stuttgart.| Nach der überraschenden Mitteilung der Deutschen Bahn über eine erneute Verzögerung bei der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 reagiert der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart mit deutlicher Kritik, Sorgen und klaren Forderungen. Dr. Clarissa Freundorfer, DB-Konzernbevollmächtigte für das Land Baden-Württemberg, stellte sich den Fragen und Kritik der Regionalrätinnen und -räte. Sie betonte: „Spätestens Mitte 2026 wollen wir aussagefähig sein – wir arbeiten mit Hochdruck daran. Weitere Aussagen lassen sich aber erst treffen, nachdem der Aufsichtsrat sich im Dezember damit befasst hat. “ Zudem hielt sie es für möglich, dass beim Kopfbahnhof „in die Instandhaltung investiert werden muss“, machte aber sehr deutlich: „Er wird nicht bestehen bleiben.“

STIMMEN DER FRAKTIONEN

CDU/ÖDP
„Wir sind nicht getäuscht, sondern enttäuscht. Immer wieder wurde versprochen, dass es nun klappen werde – zuletzt mit einer gestuften Inbetriebnahme. Doch das Vertrauen ist komplett aufgebraucht. Der Eindruck verfestigt sich: Die DB kann es nicht“, so Elmar Steinbacher. Die entscheidende Frage sei jetzt: Wie gehen wir damit um? Der Verband Region Stuttgart stehe für die S-Bahn und für die Fahrgäste ein – da habe man keine sechs Monate Zeit, um zu überlegen, wie es weitergehen könnte. „Wenn man sich die Sperrpausen ansieht, wird den Fahrgästen das Maximum zugemutet. Das kann so nicht sein, wenn man weiß, dass man durch Streckung die Belastung verträglicher gestalten könnte“, betonte Steinbacher. Ein Sonderlenkungskreis sei nötig, ebenso eine Klärung mit der Vorstandsvorsitzenden. „Wir brauchen einen Plan. Denn das Problem liegt nicht nur bei S21 – die Bahn hat generell ein Thema mit der Digitalisierung“, so Steinbacher.

Bündnis 90/die Grünen
Die Region habe inzwischen sieben Jahre Stammstreckensperrung hinter sich – ursprünglich waren nur drei Jahre geplant. „Wir sind gebeutelt durch die Maßnahmen rund um S21“, so Michael Lateier. Die S-Bahn sei das zentrale Rückgrat des öffentlichen Verkehrs, deren Unterbrechung „extrem fahrlässig und schlicht ärgerlich“ sei. Lateier betonte, dass die Situation besonders frustrierend sei, da es nicht das erste Mal sei, dass die Bahn ihre Zeitpläne nicht einhalte. Besonders kritisch sei, dass die Panoramabahn als Ausweichstrecke nicht mehr zur Verfügung stehe. „Die Nerven liegen hier blank.“ Es könne nicht sein, so Lateier weiter, dass man einfach abwarte, wann die Inbetriebnahme vielleicht stattfindet, während die Baustellen unverändert bleiben. Die Schlagzeilen der DB würden das Vertrauen zusätzlich beschädigen: „Das verspielt gegangene Vertrauen ist kaum zurückzugewinnen.“ Mit Blick auf die kommende S-Bahn-Ausschreibung stelle sich für ihn die Frage, wie es überhaupt weitergehen könne.

Freie Wähler
Die Information der DB vom Mittwoch sei „ein Schlag ins Kontor“ gewesen, so Frank Buß. Man sei inzwischen gewohnt, dass das Gegenüber einen „kreativen Umgang mit der Wahrheit“ pflege – aber mittlerweile dränge sich der Eindruck auf, dass es schlicht an Kompetenz mangele: „Ich sehe niemanden an der Spitze, der das zusammenhält und ein in sich schlüssiges Konzept hat.“ Das Vertrauen sei massiv erschüttert – nicht nur bei den Fahrgästen, sondern auch bei Geschäftspartnern, „einschließlich der eigenen Konzerntöchter“. Die Unsicherheit rund um Sperrpausen, Schienenersatzverkehr und die Panoramabahn mache Planung kaum möglich. Auf solch schwammiger Grundlage könne man keine S-Bahn-Verlängerungen entwickeln, geschweige denn belastbare Ausschreibungen vorbereiten. „Wir brauchen Hinweise, um überhaupt fundierte Entscheidungen treffen zu können.“ Dafür müsse die Gesamtkoordination so aufgestellt sein, dass Ankündigungen künftig auch verlässlich seien.

AFD
Dr. Michael Mayer äußerte Sorgen angesichts der vielen gescheiterten Pläne rund um das Projekt und stellte eine zentrale Frage: „Wie konnte das passieren?“ Er fragte, ob Hitachi es nicht hinbekommen habe oder ob sich plötzlich die Regeln für die Zertifizierung geändert hätten. Nur wenn man genau verstehe, woran es lag, könne man die richtigen Schlüsse ziehen – und daraus lernen, wie man es in Zukunft besser machen könne.

SPD
Thomas Leipnitz zeigte sich unzufrieden mit der Informationslage: „Viel Auskunft war das nicht – und es ist inakzeptabel, dass wir erst in sechs Monaten wissen sollen, wie es weitergeht.“ Man müsse Beschlüsse fassen und könne nicht einfach abwarten, bis sich die Deutsche Bahn irgendwann entscheidet. Besonders kritisch sah er den Umgang mit der Panoramabahn: „Wir müssen wissen, wann sie außer Betrieb geht.“ Sein Appell: Die Bahn solle die Perspektive wechseln – weg von rein technischen Zeitplänen, hin zu den Menschen, die auf das System angewiesen sind. „Denken Sie von den Fahrgästen her – von ihrer Belastung, nicht von Terminen, die ohnehin nicht gehalten werden.“

FDP
„Unser Vertrauen – insbesondere in die Kommunikationspolitik der Bahn – hat massiv gelitten und ist mittlerweile bei null angekommen“, so Gabriele Heise.  Viel wichtiger als der Endtermin sei jetzt, was für Auswirkungen diese Verzögerungen habe. „Unsere Enttäuschung ist nicht das eigentliche Problem – das Problem sind die Fahrgäste, die das täglich aushalten müssen“, so Heise. Die Region habe ein starkes Interesse daran, dass das jetzt schnell gelöst werde – und die Bahn sollte dieses Interesse ebenfalls haben. „Wenn am Ende der Eindruck entsteht: Digitalisierung kann die Bahn nicht, Pünktlichkeit kann sie nicht, Kommunikation auch nicht – dann gute Nacht.“

Linke. Piraten. SÖS
„Als Projektgegner kann ich mir die Häme nicht verkneifen“, so Sebastian Stark. Es sei bemerkenswert, dass nun viele zum ersten Mal aussprechen, dass das Vertrauen in die DB erschöpft sei – obwohl es bisher immer hieß, man sei überzeugt, dass der Termin zu halten sei. „Ich will nicht sagen: Wir haben es Ihnen ja gesagt – aber wir haben es Ihnen gesagt.“ Für ihn sei klar: „Jetzt sollten wir die Kombilösung auf den Weg bringen.“


Aufwendungen für Ferienwohnung steuerlich absetzbar?

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In einem Urteil vom August 2025 (IX R 23/24) hat sich der Bundesfinanzhof dazu geäußert, in welchen Fällen Aufwendungen für eine Ferienimmobilie von der Steuer abgesetzt werden können. Die Wüstenrot Bausparkasse hat sich den Fall angesehen.

Wer Aufwendungen für die eigene Ferienwohnung steuerlich absetzen will, muss die Vermietungszeit im Auge behalten. Denn Aufwendungen für eine Ferienimmobilie können nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn die jährliche Auslastung nicht erheblich unter den ortüblichen Vermietungszeiten liegt.

Im konkreten Fall wurde eine Ferienimmobilie nach Auszug eines Dauermieters renoviert. Danach folgten Vermietungen an wechselnde Feriengäste. Daraus ergab sich in den ersten Jahren ein steuerlicher Verlust, den das zuständige Finanzamt allerdings nicht anerkennen wollte. Es begründete dies damit, die Ferienwohnung sei zu selten vermietet worden. Zu dieser Zeit betrug die Vermietungszeit weniger als 75 Prozent der am Ferienort üblichen durchschnittlichen Vermietungsdauer.

In den Folgejahren wurde die Ferienimmobilie überdurchschnittlich gut vermietet. Das Finanzamt erkannte den steuerlichen Verlust aus den „schlechten“ Vermietungsjahren jedoch weiterhin nicht an. Es ermittelte die Vermietungsquote für jedes Kalenderjahr einzeln.

Mit dieser Betrachtung waren die Besitzer der Ferienimmobilie nicht einverstanden und zogen vor Gericht. Der Bundesfinanzhof, das höchste deutsche Finanzgericht, gab ihnen schließlich Recht. Nach seinem Urteil sind Vermietungszeiten für Ferienimmobilien nicht für einzelne Kalenderjahre, sondern über einen längeren Zeitraum von 3 bis 5 Jahren insgesamt zu beurteilen. Dabei zählen lokale Gegebenheiten: durchschnittliche Auslastungsquoten von Ferienimmobilien mehrerer umliegender Gemeinden oder auch nur des betreffenden Ferienkomplexes.

Zusammenfassend können Aufwendungen für eine Ferienimmobilie laut Gericht dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn die jährliche Auslastung nicht erheblich unter den ortüblichen Vermietungszeiten liegt – was bei eingehender Betrachtung hier gegeben war.


Bosch-Team gewinnt Deutschen Zukunftspreis für Brennstoffzellen-Antriebssystem

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Würdigung des Systems als Schlüsseltechnologie für klimaneutrale Mobilität

  • Deutscher Zukunftspreis 2025 geht an das Bosch-Team für die Entwicklung des Brennstoffzellen-Antriebssystems.
  • Bosch-Chef Hartung: „Der Preis ist eine herausragende Anerkennung für das Team und zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt.“
  • FCPM ermöglicht CO2-freien Betrieb von schweren Nutzfahrzeugen.
  • Hohe Robustheit, kurze Betankungszeiten und Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern mit einer Tankfüllung.

Berlin.| Zukunft braucht Antrieb – und Bosch liefert ihn mit seinem Brennstoffzellen-Antriebssystem. Für die Entwicklung des Fuel Cell Power Modules (FCPM) hat das Bosch-Team um Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu jetzt den Deutschen Zukunftspreis 2025 erhalten. Die Auszeichnung des Bundespräsidenten würdigt das System als Schlüsseltechnologie für eine klimaneutrale Mobilität.

„Der Preis ist eine herausragende Anerkennung für das gesamte Team. Er zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt – und welch entscheidende Rolle Bosch dabei spielt.“ sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

„Die Technologie steht bereit. Jetzt braucht es auch den politischen Willen, den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Wirtschaft konsequent voranzutreiben. Nur so können Brennstoffzellen-Antriebe für Nutzfahrzeuge zur Alltagstechnologie werden. Als Industrie haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Dr. Stefan Hartung.

Das prämierte Fuel Cell Power Module wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. So können Nutzfahrzeuge auf langen Strecken vollständig CO₂-frei betrieben werden – sofern sie grünen Wasserstoff im Tank haben. Die einzige verbleibende Emission ist Wasserdampf. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität im Güterverkehr. Schwere Lkw verursachen in der EU mehr als ein Viertel der CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs, sind gleichzeitig aber unverzichtbar für den Waren- und Gütertransport. „Mit dem Fuel Cell Power Module zeigt Bosch, dass Wasserstofftechnologie serienreif ist und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs leisten kann“, sagt Hartung. „Die Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverständnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.“

Mehrere tausend Lkw sind mit Bosch-System weltweit auf der Straße

Der Serienstart des FCPM erfolgte 2023 im Werk Stuttgart-Feuerbach, kurz darauf auch im chinesischen Chongqing. Mit mehr als tausend Einzelteilen zählt das FCPM zu den komplexesten Systemen in der fast 140-jährigen Bosch-Geschichte – und zugleich zu den zukunftsweisendsten. Vom Stack über die Rezirkulationspumpe bis hin zum Luftverdichter stammen alle Schlüsselkomponenten aus eigener Entwicklung und Fertigung. Das Antriebsmodul selbst kann dort eingebaut werden, wo bislang der Verbrennungsmotor seinen Platz hat. Statt Dieseltanks kommen Drucktanks für den Wasserstoff zum Einsatz. Die Betankungszeiten sind mit rund 15 Minuten vergleichbar. Je nach Fahrzeuglayout sind bei ökonomischer Fahrweise bis zu 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung von rund 70 Kilogramm Wasserstoff möglich.

Bereits heute sind weltweit mehrere tausend Lkw mit dem FCPM von Bosch unterwegs. Die im Feld befindlichen Module generieren wertvolle Entwicklungsdaten: Viele Systeme existieren sowohl physisch im Fahrzeug als auch als Digitaler Zwilling im virtuellen Raum. Parameter wie Temperatur, Druck und Verschleiß lassen sich kontinuierlich überwachen und können direkt in die Entwicklung der nächsten Generation des Antriebssystems einfließen. Die FCPM-Technik kann dabei nicht nur in Lkw genutzt werden, auch Antriebe für Busse oder maritime Antriebe lassen sich realisieren. Zudem können Rechenzentren dezentral mit CO₂-frei erzeugtem Strom versorgt werden. In PEM-Elektrolyse-Stacks (PEM = Protonen-Austausch-Membran), die nach dem umgekehrten Prinzip funktionieren, nutzt Bosch die Technologie außerdem für die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser und Strom – einem weiteren wichtigen Baustein in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Nach dem Markteintritt seiner Elektrolyse-Stacks im April hat das Unternehmen kürzlich erstmals einen Elektrolyseur mit eigener Elektrolyse-Technik am Standort in Bamberg in Betrieb genommen.

Fünfmal war Bosch zwischen 1998 und 2013 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert, dreimal wurden Teams von Bosch oder mit Bosch-Beteiligung ausgezeichnet: 2005 für Piezo-Injektoren, 2008 für smarte Sensoren sowie 2013 gemeinsam mit Trumpf und der Uni Jena für Ultrakurzpulslaser. Mit dem Deutschen Zukunftspreis 2025 für das Fuel Cell Power Module führt Bosch diese Erfolgsgeschichte fort. Das Unternehmen zeigt damit nicht nur seine technologische Stärke, sondern auch seine Vision für die Zukunft: Eine Welt, in der Wasserstoff und Brennstoffzellen entscheidend zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen.


Technologischer Meilenstein für Porsche: Der Cayenne wird elektrisch

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Sportwagenhersteller bringt zweites vollelektrisches SUV

  • Zwei Modelle zum Marktstart: Weltpremiere als Cayenne Electric und Cayenne Turbo Electric
  • Supersportwagen-Performance: bis zu 850 kW (1.156 PS), 2,5 s von null auf 100 km/h und bis zu 260 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Schnelles Reisen dank außergewöhnlicher Ladeleistung und Effizienz: bis zu 400 kW Ladeleistung4 und bis zu 642 km WLTP-Reichweite
  • Weiterentwickelte Porsche Driver Experience mit Flow Display und neuer digitaler Designsprache Porsche Digital Interaction
  • Antriebsdreiklang: Verbrenner- und Hybridmodelle bleiben parallel im Markt

Mit dem Cayenne Electric beginnt für Porsche eine neue Ära. Als vollelektrisches SUV verbindet er die Porsche-DNA mit zukunftsweisender Technologie: bis zu 850 kW (1.156 PS) Leistung, 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h, bis zu 400 kW Ladeleistung4 und bis zu 642 Kilometer Reichweite. Er ist der stärkste Serien-Porsche aller Zeiten – und gleichzeitig vielseitiger denn je: sportlich auf der Straße, souverän im Gelände und komfortabel auf langen Reisen.

Stuttgart.| Mit dem Cayenne ist es Porsche erstmals gelungen, den Mythos der Sportwagenmarke erfolgreich auf ein neues Marktsegment zu übertragen. Schon kurz nach seiner Weltpremiere im September 2002 wurde der sportliche Allrounder zum weltweiten Erfolgsmodell. Nun beginnt mit dem vollelektrischen Cayenne eine neue Ära: „Der Cayenne Electric zeigt Performance in einer völlig neuen Dimension. Mit innovativen Technologien, die wir im Rennsport entwickelt haben. Er setzt neue Maßstäbe im SUV-Segment – bei den Fahreigenschaften ebenso wie beim Laden“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. „Überragende elektrische Leistung trifft auf hohe Alltagstauglichkeit.

Exzellenter Langstreckenkomfort kombiniert mit kompromisslosen Offroad-Qualitäten.“ Mit einem weltweiten Anteil von 36 Prozent elektrifizierten Sportwagen zählt Porsche im Jahr 2025 zu den am schnellsten transformierenden Automobilherstellern. Der Cayenne Electric ist der nächste Meilenstein dieser Erfolgsgeschichte und ergänzt das bestehende Angebot an Cayenne Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Modellen im Sinne eines komplett flexiblen Porsche Antriebsangebots.

Fahrleistungen wie ein Supersportwagen und Rekuperation auf Formel-E-Niveau

Das vollelektrische Cayenne-Angebot umfasst zunächst zwei Modelle: den Cayenne Electric und den Cayenne Turbo Electric – beide mit Allradantrieb und somit dem elektronische Porsche Traction Management (ePTM) ausgestattet.

Der Cayenne Turbo beschleunigt aus dem Stand in 2,5 s von null auf 100 km/h, in 7,4 s auf 200 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Möglich wird diese starke E-Performance durch ein neu entwickeltes Antriebssystem, das bei Aktivierung der Launch Control bis zu 850 kW (1.156 PS) Leistung und bis zu 1.500 Nm Drehmoment entwickelt. Eine Öl-Direktkühlung der E-Maschine an der Hinterachse des Turbo-Modells sichert hohe Dauerleistung und Effizienz. Das System ist eine Innovation aus dem Motorsport. Im normalen Fahrbetrieb stehen bis zu 630 kW (857 PS) zur Verfügung. Mittels Push-to-Pass-Funktion2 können auf Knopfdruck für zehn Sekunden zusätzliche 130 kW (176 PS) aktiviert werden. Das Einstiegsmodell Cayenne kommt im Normalbetrieb auf 300 kW (408 PS) und mit Launch Control auf 325 kW (442 PS) sowie 835 Nm Drehmoment. Es beschleunigt in 4,8 Sekunden aus dem Stand von null auf 100 km/h und erreicht 230 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Auch bei der Energierückgewinnung kann der Cayenne Electric einen Topwert vorweisen: Mit bis zu 600 kW Rekuperationsleistung erreicht er Werte auf Formel-E-Niveau. Im Alltag lassen sich rund 97 Prozent aller Bremsvorgänge bis zum Stillstand rein über die E-Maschinen abwickeln. Die mechanische Reibbremse greift nur selten ein. Für den Cayenne Turbo ist für diesen Fall und auf Wunsch auch die Keramikbremse Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) verfügbar.

Seine Vielseitigkeit verdankt der Cayenne Electric unter anderem dem Fahrwerk. Serienmäßig kommt bei beiden Modellen eine adaptive Luftfederung mit Porsche Active Suspension Management (PASM) zum Einsatz. Der Turbo verfügt außerdem über die Hinterachs-Quersperre Porsche Torque Vectoring Plus (PTV Plus). Zudem steht für das Topmodell erstmals auch Porsche Active Ride zur Wahl. Das aus den Porsche-Sportlimousinen bekannte und für den Cayenne neu applizierte, aktive Highend-Fahrwerk kompensiert Aufbaubewegungen nahezu vollständig und sorgt für außergewöhnliche Stabilität, Dynamik und Komfort. Beide Modelle lassen sich mit einer Hinterachslenkung mit einem Einschlagwinkel von bis zu fünf Grad ausstatten.

Neuartiger Ladekomfort: schnell, robust und kabellos

Das Herzstück der vollelektrischen Cayenne-Modelle bildet die neu entwickelte 113-kWh-Hochvolt-Batterie mit doppelseitiger Kühlung für optimales Thermomanagement. Damit erreicht der Cayenne Electric eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 642 Kilometern, der Turbo bis zu 623 Kilometer. Dank 800-Volt-Technologie lädt der Cayenne mit bis zu 390 kW DC-Ladeleistung und unter spezifischen Bedingungen sogar mit bis zu 400 kW4. Der SoC (State of Charge) lässt sich in unter 16 Minuten1 von zehn auf 80 Prozent erhöhen, Energie für 325 (Cayenne) beziehungsweise 315 (Cayenne Turbo) Kilometer Reichweite lässt sich binnen zehn Minuten nachladen3. Eine robuste Ladeleistung stand bei der Entwicklung des neuen Cayenne im Fokus.

Als erster Porsche unterstützt der Cayenne Electric zudem optional das induktive Laden mit bis zu 11 kW. Beim Porsche Wireless Charging genügt es, über einer Bodenplatte zu parken. Der Ladevorgang startet dann automatisch.

Neues Exterieur-Design: progressiv, aerodynamisch, unverkennbar Cayenne

Der Cayenne Electric verbindet markentypische Proportionen mit einer klar weiterentwickelten Designsprache. „Der neue Cayenne ist unverkennbar Porsche und unverkennbar Cayenne. Wir haben auf bewährten Designmerkmalen aufgebaut und das bewahrt, was dieses SUV einzigartig macht. Ergebnis ist ein modernes Designkonzept, das den Cayenne in die Zukunft trägt“, sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche. Zu den Highlights zählen die tiefe Fronthaube mit den flach ausgeführten Matrix LED-Scheinwerfern mit optionaler HD-Technologie. Diese betonen die Breite des Fahrzeugs und fassen alle Lichtfunktionen in einem Modul zusammen. Typisch Porsche sind die stark konturierten Kotflügel und die Flyline, also die ikonische Gestaltung der flach abfallenden Dachlinie.

Die Seitenansicht prägen rahmenlose Türen und eine markante Sicke in der Türfläche. Die Seitenschweller sind betont dreidimensional gestaltet und beim Cayenne in vulkangraumetallic beziehungsweise beim Cayenne Turbo schwarz hochglanz lackiert. Das Zweifarb-Konzept unterstreicht die sportlichen Proportionen. Die modellspezifisch gestalteten Radlaufblenden betonen den Offroad-Charakter. Prägnante Details am Heck wie das Leuchtenband mit ausgeprägter 3D-Optik und einer animierten Grafik sowie der beleuchte Porsche-Schriftzug unterstreichen die moderne Designsprache. Beim Cayenne Turbo sind zahlreiche Kontrastelemente im exklusiven Farbton Turbonit ausgeführt. Dazu zählen die Porsche-Wappen, die Stirnflächen der Leichtmetallräder und die Seitenscheibenleisten. Filigrane Akzente in turbonit werten das Leuchtenband und den Porsche-Schriftzug auf.

Für Kunden mit besonderen Anforderungen hinsichtlich Böschungswinkel und Robustheit gibt es das Offroad Paket. Dessen Bugteil mit veränderter Geometrie hilft bei der sicheren Bewältigung von unwegsamen Feldwegen, besonders steiler Auf- oder Abfahrten sowie von schwerem Gelände.

Mit einem cw-Wert von 0,25 gehört der neue Cayenne Electric zu den strömungsgünstigsten SUVs seiner Klasse mit entsprechenden Vorteilen bei Reichweite und Verbrauch. Porsche Active Aerodynamics (PAA) passt die aerodynamischen Eigenschaften präzise auf die jeweilige Fahrsituation und Geschwindigkeit an und bietet neben einer effizienten Regelstrategie durch aerodynamischen Abtrieb auch einen Beitrag zur markentypischen Fahrdynamik. Zu den aktiven Aerodynamik-Elementen zählen im Bugteil bewegliche Kühlluftklappen, der adaptive Dachspoiler sowie zusätzlich am Heckteil des Turbo die innovativen, aktiven Aeroblades. Sie verlängern die seitlichen Abrisskanten und verbessern die Strömungseigenschaften, was zu einem Reichweitenplus insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten führt. Weitere aerodynamische Maßnahmen sind Air Curtains im Bugteil, der nahezu vollständig geschlossene Unterboden, spezielle Aero-Räder sowie ein Diffusor im Heck.

Nutzwert, Komfort und Individualität auf neuem Niveau

Gemessen am verbrennungsmotorischen Modell ist der neue Cayenne Electric in der Länge um 55 Millimeter gewachsen. Das neue SUV ist 4.985 Millimeter lang, 1.980 Millimeter breit und 1.674 Millimeter hoch. Am größten ist der Unterschied beim Radstand: 3.023 Millimeter bedeuten ein Plus von fast 13 Zentimetern. Im Fond genießen die Passagiere so viel Raum und Komfort wie nie zuvor. Die Fondsitzanlage ist serienmäßig elektrisch verstellbar und bietet flexible Einstellmöglichkeiten von der Komfortposition bis zur Cargostellung. Das Ladevolumen beträgt 781 (Cargo) bis 1.588 Liter, hinzu kommt der 90 Liter große Frunk im Vorderwagen. Den Nutzwert unterstreicht darüber hinaus die Anhängelast von ausstattungsbedingt bis zu 3,5 Tonnen.

Die neu eingeführten Mood Modes machen den Innenraum zu einem Erlebnisraum, der sich an Stimmung und Situation anpasst. Ein luftiges Raumgefühl beschert das Panorama-Schiebedach mit Sunshine Control, einer elektrisch schaltbaren Flüssigkristallfolie. Ein weiteres Highlight ist die neue Flächenheizung: Sie wärmt nicht nur die Sitze, sondern auch Kontaktflächen wie Armauflagen und Paneele. Ergänzt wird das Komfortangebot durch die Ambientebeleuchtung inklusive Kommunikationslicht.

Noch nie ließ sich ein Cayenne so umfassend und individuell gestalten wie das neue vollelektrische Modell. Kunden können aus 13 Serienfarben, neun Räder-Designs von 20 bis 22 Zoll, zwölf Interieur-Kombinationen sowie bis zu fünf Interieur- und bis zu fünf Akzentpaketen wählen. Über das Angebot der Porsche Exclusive Manufaktur, das erweiterte Exterieur-Farbangebot Farbe nach Wahl sowie Sonderwunsch können Kunden ihren Cayenne zudem von einzelnen Optionen bis hin zum Sonderwunsch-Unikat gemäß ihrer Wünsche individualisieren.

Das custom-built Timepieces Programm von Porsche Design erweitert sein Angebot an individualisierbaren Uhren auf die SUV-Modellreihe. Damit können ab sofort auch Cayenne-Kunden eine bis ins Detail auf ihr Fahrzeug abgestimmte Uhr aus der Porsche-eigenen Schweizer Uhrenmanufaktur bestellen.

Porsche Driver Experience – größte Displayfläche in einem Porsche

Im Bereich der Digitalisierung hebt der Cayenne Electric das Fahrerlebnis auf ein neues Niveau. Herzstück der neuentwickelten Porsche Driver Experience ist das Flow Display – ein elegant gebogenes OLED-Panel, das sich nahtlos in die Mittelkonsole einfügt. Es wird durch ein volldigitales Kombiinstrument mit 14,25-Zoll-OLED-Technologie und ein 14,9 Zoll großes, optionales Beifahrer-Display ergänzt. Zusammen entsteht die größte Displayfläche, die je in einem Porsche verbaut wurde. Erstmals für den Cayenne ist zudem ein Head-up-Display mit AR-Technologie verfügbar. Alle Displays sind nahtlos in die Interieur-Architektur eingebettet. Die Tasten und Regler für besonders häufig genutzte Funktionen wie Klimatisierung und Audio-Lautstärke sind im Kontrast dazu analog ausgeführt. Zusätzlich wurde eine Handablage entwickelt, die dem Fahrer eine ergonomische Bedienung der digitalen und analogen Elemente ermöglicht – auch in dynamischen Fahrsituationen.

Die neue digitale Bedienphilosophie und Designsprache Porsche Digital Interaction erweitert die Porsche Driver Experience und ist auf Individualisierung sowie den schnellen Zugriff auf Funktionen ausgerichtet. Widgets erlauben den Zugriff auf bevorzugte Funktionen, während die Themes App die Farbgestaltung aller Displays individuell anpasst. Über das Porsche App Center lassen sich zahlreiche Drittanbieter-Apps direkt ins Fahrzeug integrieren. Vielfältige Streaming- und Gaming-Funktionen heben das digitale Erlebnis auf ein neues Niveau. Dazu trägt auch der neue Voice Pilot bei: Dank Künstlicher Intelligenz versteht er komplexe, zusammenhängende Anfragen, erkennt den Kontext und reagiert wie ein echter Gesprächspartner. So kann die Navigation ganz intuitiv gesteuert und umfangreiches Onlinewissen angefragt werden. Mit dem Porsche Digital Key werden das Smartphone und die Smartwatch zum Fahrzeugschlüssel, der digital mit bis zu sieben weiteren Nutzern geteilt werden kann.

Neue Maßstäbe durch Elektrifizierung – Antriebsdreiklang über 2030 hinaus

Der neue Cayenne Electric ergänzt ab sofort das bekannte Antriebsportfolio, das weiterhin weltweit parallel angeboten wird. „Kunden zu begeistern ist unser oberstes Ziel bei Porsche. Mit der Elektrifizierung des Cayenne erreichen wir ein neues Performance-Level, welches Maßstäbe für die Zukunft setzt. Gleichzeitig werden wir den Cayenne mit effizienten Verbrennungs- und Hybridantrieben bis weit ins nächste Jahrzehnt weiterentwickeln“, sagt Matthias Becker, Mitglied des Vorstands, Vertrieb und Marketing. „Diese Strategie gilt auch für das gesamte Modellportfolio von Porsche: In jedem Segment, in dem wir vertreten sind, werden Kunden künftig die Wahl zwischen vollelektrischem und verbrennungsmotorischem Antrieb haben.“

Die vollelektrischen Cayenne-Modelle sind ab sofort bestellbar. Die Preise inklusive Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung starten in Deutschland bei 105.200 Euro für den Cayenne und bei 165.500 Euro für den Cayenne Turbo.


Spätere Inbetriebnahme von Stuttgart 21

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Stellungnahme des Verband Region Stuttgart zur aktuellen Berichterstattung

Stuttgart.| Angesichts der aktuellen Berichterstattung in mehreren Medien zur abgesagten Inbetriebnahme von Stuttgart 21 erklärte der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Rainer Wieland Folgendes:

„Die aktuellen Meldungen zur erneut verschobenen Inbetriebnahme machen uns betroffen. Dies ist vor allem ein verheerendes Signal für den Eintritt der deutschen Schiene in das digitale Zeitalter. Der Verband Region Stuttgart hat in der Vergangenheit vielfältige Anstrengungen unternommen, um das digitale Zeitalter für die Schiene in der Region vorzubereiten – unter anderem indem wir unsere S-Bahnfahrzeuge auf die neue Technik umgerüstet haben. Stuttgart 21 sollte der Startschuss für die Digitale Schiene in Deutschland und Europa sein.

Die Digitalisierung ist nicht das Problem – sie ist die Lösung. Jetzt rächt sich jedoch, dass die Digitale Schiene von der Deutschen Bahn viel zu zögerlich entwickelt wurde. Wir erwarten von der Deutschen Bahn und den verantwortlichen Personen ein klares und unmissverständliches Bekenntnis zur Digitalen Schiene in Deutschland – und dass mit Hochdruck an allen notwendigen Komponenten gearbeitet wird, damit Stuttgart 21 zu dem wird, was es sein soll: ein Bahnhof der Zukunft und ein Vorreiter für die Digitalisierung der Schiene in Deutschland und Europa.

Sollten die jetzt bekannt gewordenen Probleme bereits im Sommer absehbar gewesen sein, wäre das im Übrigen ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bahn nicht nur bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten, sondern auch in ihrer Kommunikation schlecht aufgestellt ist. Wir erwarten einen Paradigmenwechsel in der Kommunikation – sowohl gegenüber den Projektpartnern als auch gegenüber der Öffentlichkeit,“ so Rainer Wieland, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart.

Weiterhin erklärte der Vorsitzende des Verband Region Stuttgart: Ich habe mich mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Frank Nopper, heute abgestimmt und die Landeshauptstadt und der Verband Region Stuttgart verlangen, entsprechend der Geschäftsordnung der Landkreise eine Sondersitzung durchzuführen. Wir erwarten, dass bei dieser Sitzung entsprechend der Ministerpräsident und die Bahnchefin, als dem Lenkungskreis angehörende Mitglieder, den Vorsitz führen.


Bietigheim will im Spitzentrio bleiben – und eine offene Rechnung begleichen

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Bietigheim-Bissingen.| Am kommenden Freitagabend, 21. November, empfängt die SG BBM Bietigheim um 19:00 Uhr den TV Großwallstadt zum Auftakt ins Wochenende. Das Team von Chefcoach Iker Romero möchte seine erfolgreiche Heimserie fortsetzen und auch im sechsten Heimspiel der Saison in der EgeTrans Arena als Sieger vom Platz gehen.

Mit Rückenwind aus dem überzeugenden 32:19-Auswärtssieg bei Aufsteiger HSG Krefeld Niederrhein startet die SG BBM Bietigheim in den 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga. Bislang steht für Bietigheim nur eine Saisonniederlage sowie das bittere Aus im DHB-Pokal zu Buche – ebenfalls ein starkes Zeichen dafür, dass die Bietigheimer im Spitzenfeld fest verankert sind. Punktgleich mit Balingen und nur einen Zähler hinter Tabellenführer Eintracht Hagen rangiert die SG aktuell auf Tabellenplatz drei und hat beste Voraussetzungen, sich im oberen Drittel weiter zu behaupten.

Pokal-Niederlage im September

Das Pokal-Aus gegen Großwallstadt ist noch nicht allzu lange her: Am 30. September gastierte Bietigheim in der 2. Runde des DHB-Pokals beim TVG. In einem hochdramatischen Duell, das erst in der Schlusssekunde entschieden wurde, unterlag die SG unglücklich mit 34:35.

„Wir haben definitiv noch eine Rechnung offen, die wir unbedingt begleichen wollen – und natürlich wollen wir die zwei Punkte in Bietigheim behalten“, sagt Linksaußen Alexander Pfeifer, der sich zudem auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein freut, für den er zwei Jahre in der Jugend und in der Saison 2020/21 im Zweitligakader spielte. „Für mich ist es immer ein Highlight, gegen meinen ehemaligen Club zu spielen. Dort durfte ich sowohl in der Jugend als auch im Herrenbereich sehr viel lernen – diese Zeit hat mich zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin.“

Ein formstarker Gegner mit Bundesliga-Historie

Mit dem TV Großwallstadt reist ein traditionsreicher und in dieser Saison stark formierter Gegner an. Nach einem schwierigen Vorjahr, das lange vom Abstiegskampf geprägt war, hat sich der TVG unter Trainer André Lohrbach stabilisiert und steht aktuell mit elf zu elf Punkten auf einem soliden neunten Tabellenplatz.

Lohrbach ist in Bietigheim kein Unbekannter: Von 2012 an lief der Linksaußen viereinhalb Spielzeiten für die SG BBM auf, erzielte über 500 Tore und war ein prägender Teil des Teams, das den Aufstieg 2014/2015 in die 1. Liga realisierte. Am Freitag kehrt er nach Bietigheim zurück – diesmal als Cheftrainer des Gegners.

Die jüngsten Ergebnisse des Traditionsclubs unterstreichen die aktuelle Formstärke: Sowohl beim Tabellenführer Eintracht Hagen (39:40) als auch gegen den Tabellenzweiten Balingen-Weilstetten (30:34) setzte es äußerst knappe Niederlagen. Die beiden Partien zeigen deutlich, dass die Mainfranken derzeit auf Augenhöhe mit den Topteams der Liga agieren.


Haftpflicht, Unfall und Kraftfahrt der Württembergischen werden 100

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Die Württembergische Versicherung AG hat dieses Jahr Grund zu feiern: Vor hundert Jahren eingeführt, bieten ihre Kfz-Versicherungen heute umfassenden Schutz für Fahrzeuge – ob elektrisch, klassisch, auf zwei oder vier Rädern, privat oder gewerblich genutzt. Auch die Sparten Haftpflicht und Unfall gingen im Jahr 1925 an den Start.

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“, irrte um 1897 Kaiser Wilhelm II. Denn seit der Anmeldung des Benz Patent-Motorwagens im Jahr 1886 durch Carl Benz hat das Automobil unser Leben und unsere Straßen revolutioniert. Von Anfang an bestand auch das Bedürfnis, sich vor den Tücken des Verkehrs zu schützen. So konnten bereits ab dem Jahr 1900 erste Kfz-Versicherungen abgeschlossen werden.

Im Jahr 1925 stieg auch die Württembergische ins Geschäft mit Kraftfahrtpolicen ein – damals noch unter dem Namen Württembergische Feuerversicherung AG. In ihrem ersten Kraftfahrt-Geschäftsjahr schloss sie 77 Policen mit einer Gesamtprämie von 18.473 Reichsmark ab, was einem Durchschnitt von knapp 240 Reichsmark pro Police entsprach.

Nahezu ebenso lang wie die Historie des Automobils selbst währt auch die Geschichte der Versicherungen, die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern im Schadensfall hilfreich zur Seite stehen. Die Württembergische bietet schon seit 100 Jahren umfassenden Schutz für Fahrzeuge. Bekannt ist sie insbesondere für ihre Spezialversicherung für Oldtimer, Youngtimer und Sammlerfahrzeuge.

Ebenfalls 100 Jahre alt sind die Unfallversicherung und die Haftpflichtversicherung der Württembergischen. Schon damals formulierte das Unternehmen als Grund für die Einführung der drei neuen Sparten: „Der Betrieb mehrerer Versicherungszweige hat den Vorteil einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und einer Verbreiterung der Gefahrenbasis.“

Alle drei Sparten haben sich erfolgreich entwickelt und sind gut für die Zukunft aufgestellt: In Kraftfahrt, Unfall und Haftpflicht hat die Württembergische über 3,3 Millionen Kundinnen und Kunden sowie rund 1,7 Milliarden Euro Jahresbestandsbeitrag, was einem Anteil von 57 Prozent am gesamten Jahresbestandsbeitrag der Württembergischen Versicherung AG entspricht.

Zeliha Hanning, Vorstandsvorsitzende der Württembergischen Versicherung AG: „Ein solcher Erfolg gelingt nur gemeinsam – im Zusammenspiel aus engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst, loyalen Kundinnen und Kunden und einer Branche, die nie stillsteht.“

Heute versichert die Württembergische über zwei Millionen Kraftfahrzeuge mit einem Jahresbestandsbeitrag von 1,2 Milliarden Euro. Die Sparten Haftpflicht und Unfall gehören nach Marktanteilen zu den Top 10 in Deutschland, sind mehrfach prämiert und von der Rating-Agentur Franke und Bornberg ausgezeichnet. In Unfall beläuft sich der Jahresbestandsbeitrag auf 165 Millionen Euro, Allgemeine Haftpflicht kommt auf 312 Millionen Jahresbestandsbeitrag.


Sicher und richtig heizen mit dem Kaminofen

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Kreisbrandmeister gibt Tipps

Ludwigsburg. Mit dem nahenden Winter und den ersten kalten Tagen rücken wieder die Kaminöfen in den Fokus. Viele Haushalte nutzen die heimelige Wärme, die ein Kaminofen bietet, um die Übergangszeit angenehm zu gestalten. Doch beim Heizen mit Holz gibt es einiges zu beachten, damit das Feuer nicht nur für Wohlfühlatmosphäre sorgt, sondern auch sicher und umweltfreundlich brennt.

Kreisbrandmeister Andy Dorroch betont, dass ein regelmäßiger Check und eine gründliche Reinigung des Kamins unerlässlich sind, um eine sichere und effiziente Verbrennung zu gewährleisten. „Ein sauberer Kamin sorgt für einen optimalen Abzug und verhindert gefährliche Rauch- oder Rußbildung“, erklärt Dorroch. Daher sollte der Kamin mindestens einmal jährlich vom Fachmann gereinigt werden.

Wichtig ist auch, welches Material im Kaminofen verbrannt wird. „Keinen Müll im Ofen verbrennen“, warnt der Kreisbrandmeister. „Es darf nur trockenes, gut gelagertes Holz verwendet werden – keine Kartons, keine Pappe und keine behandelten oder lackierten Hölzer.“ Diese Materialien setzen beim Verbrennen nicht nur Schadstoffe frei, sondern können auch den Kamin und den Schornstein schädigen, was zu gefährlichen Rußbränden führen kann.

„Feuer zu verteufeln wäre falsch“

Das richtige Anzünden des Kaminofens ist ebenfalls ein Thema, das Dorroch anspricht. „Das Anzünden eines Kaminofens ist eigentlich kinderleicht, wenn man es richtig macht“, so der Kreisbrandmeister. Er weist jedoch darauf hin, dass gerade Kinder frühzeitig lernen sollten, wie man sicher mit Feuer umgeht. „Feuer zu verteufeln wäre falsch. Es ist viel besser, Kinder frühzeitig unter Aufsicht an das Thema heranzuführen. Zusammen kann man das Feuer kontrolliert entfachen, sodass es sicher bleibt und gleichzeitig eine wertvolle Lerngelegenheit bietet.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Heizen ist, für eine ausreichende Luftzufuhr zu sorgen, damit die Verbrennung sauber und effizient ablaufen kann. Dabei sollte man darauf achten, dass Lüftungsschlitze nicht blockiert oder abgedeckt werden. Auch das regelmäßige Überprüfen von Rauchmeldern im Wohnraum sollte in der Heizsaison nicht vernachlässigt werden.

Sicherheit geht beim Heizen mit Holz vor

Neben diesen grundlegenden Tipps gibt es noch weitere Sicherheitsaspekte, die nicht vernachlässigt werden sollten: „Ein Feuerlöscher im Haus macht Sinn, um Entstehungsbrände löschen zu können. Absolut notwendig und im Übrigen gesetzlich gefordert sind Rauchmelder“, sagt Dorroch. Besondere Vorsicht ist bei der Entsorgung der Asche aus dem Ofen geboten: „Asche sollte niemals in den normalen Abfall geworfen werden, sondern immer in einem feuerfesten Behälter aufbewahrt werden, bis sie sicher abgekühlt ist“, fügt Dorroch hinzu. Die Asche im Ofen regelmäßig zu entfernen, um die Luftzirkulation nicht zu behindern, ist wichtig, um optimale Bedingungen im Feuerraum zu erhalten.

Ein weiterer Tipp des Kreisbrandmeisters: Das Brennholz niemals direkt neben dem Ofen lagern. Auch wenn es praktisch erscheinen mag, sollte ein sicherer Abstand zwischen dem Holz und der Feuerquelle eingehalten werden, bei Funkenflug besteht Brandgefahr. Generell sollten Sicherheitsabstände um den Ofen herum eingehalten werden. Möbel, Vorhänge oder Teppiche sollten genügend Abstand zum Ofen haben, um das Risiko eines Brandes zu minimieren.