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Samstag, 7. März , 2026

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Deutsches Vergiftungsregister geht an den Start

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Entstehung einer zentralen Datenbasis am BfR: Daten sammeln, Leben retten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nimmt das Deutsche Vergiftungsregister (DVR) offiziell in Betrieb. Mit der bundesweiten Erfassung und Auswertung von Vergiftungsfällen entsteht erstmals eine zentrale Datenbasis, die Gesundheitsrisiken früher erkennen und Gegenmaßnahmen schneller einleiten lässt. Ziel des Registers ist es, Vergiftungsgefahren systematisch zu erfassen, Trends sichtbar zu machen und dadurch Leben zu retten. Die Daten können u. a. dafür genutzt werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser über gesundheitliche Risiken zu informieren und so Vergiftungen zu vermeiden. Beispiele dafür sind häufig vorkommende Unfälle bei Kindern zum Beispiel durch Verschlucken von Reinigungsmitteln oder giftigen Pflanzen. Trotz hoher Fallzahlen fehlte bislang eine umfassende, einheitliche Datenquelle. Mit dem DVR wird diese Lücke nun geschlossen. „Das Deutsche Vergiftungsregister ist ein Meilenstein für den gesundheitlichen Verbraucherschutz“, sagt Dr. Yuri Bruinen de Bruin, Leiter des Vergiftungsregisters am BfR. „Wir haben nun die Grundlage dafür geschaffen, Vergiftungsmeldungen der Giftinformationszentren und anderer Quellen zentral zu erfassen. Diese Daten helfen uns, Risiken früher zu erkennen und gezielt zu handeln.“

Das DVR umfasst eine zentrale Datenbank, in der die Vergiftungsmeldungen aus den sieben Giftinformationszentren (GIZ), den Unfallversicherungsträgern und die ärztlichen Mitteilungen zusammenfließen werden. Derzeit werden dem BfR etwa 8.000 Vergiftungsfälle pro Jahr gemeldet, vorwiegend von Unfallversicherungsträgern. In den GIZ werden jährlich etwa 200.000 Fälle mit Relevanz für das DVR erfasst. Mit der Etablierung des zentralen Informationssystems am BfR ist eine Voraussetzung für die nun vorgesehene Einbindung dieser Daten geschaffen. Im Register werden Informationen über Art des Stoffes, Expositionsweg (Aufnahme durch Verschlucken, Einatmen usw.), Schweregrad der Vergiftung, medizinische Maßnahmen und weitere relevante Faktoren erfasst. Die Datenerhebung erfolgt nach klaren gesetzlichen Vorgaben. Durch die Etablierung eines standardisierten Meldesystems in Zusammenarbeit mit den GIZ wird gewährleistet, dass bundesweit vergleichbare und wissenschaftlich belastbare Informationen für Auswertungen zur Verfügung stehen werden.

Mit dem DVR kann das BfR Häufungen bestimmter Vergiftungen frühzeitig erkennen, schnellere Bewertungen von Gesundheitsgefahren vornehmen, zielgerichtete Empfehlungen herausgeben und die Forschung zu toxikologischen Risiken unterstützen. Perspektivisch entsteht mit dem DVR die Grundlage für ein bundesweites Vergiftungs-Frühwarnsystem. Die kontinuierliche Auswertung der Daten soll dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen – etwa durch neue Produkte auf dem Markt, Trends oder saisonale Muster.


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