Ludwigsburg.| Am kommenden Montag, 26. Januar, beginnt der Umbau der Sternkreuzung: Bis im Herbst wird dieser wichtige Knotenpunkt in der Innenstadt von einem provisorischen zu einem dauerhaften Kreisverkehr umgestaltet. Das bringt auch Auswirkungen für den Verkehr mit sich.
Bereits im November wurde für den Umbau der Sternkreuzung die Schlangenskulptur des niederländischen Künstlers Auke de Vries abmontiert und zwischengelagert. Nun startet die eigentliche Baumaßnahme, was nicht ohne Einschränkungen für den Verkehrsfluss rund um die Kreuzung bleiben wird. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr durch eine provisorische Ampelanlage geregelt. Auf der südlichen Seite, also in Richtung Stuttgarter Straße, wird die Kreuzung nicht mehr befahrbar sein. Die Wendemöglichkeit am U-Turn Stuttgarter Straße bleibt jedoch bestehen, um die Erreichbarkeit der Grundstückszufahrten zu gewährleisten. Auch ist der Kfz-Verkehr durch die Fahrzeugunterführung unterhalb der Sternkreuzung (Bundesstraße B 27) in beide Richtungen uneingeschränkt möglich.
Während des ersten Bauabschnitts, der etwa vier Monate dauert, werden die Fußgänger*innen mit Fußgängerampeln in der Wilhelmstraße und Schlossstraße um das Baufeld herumgeführt. Außerdem wird der Fuß- und Radverkehr in der Schorndorfer Straße bis zum Haupteingang des Blühenden Barocks geführt und verläuft dann weiter über die Königsallee sowie die Friedrich-Ebert-Straße.
Beim Busverkehr wird die regionale Linie 533 aus Richtung Stuttgarter Straße über den Karlsplatz und die Leonberger Straße zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) umgeleitet. Alle weiteren Buslinien verkehren wie gehabt, es muss jedoch mit Verzögerungen gerechnet werden. Um hier entgegenzuwirken, richtet die Stadt in der Wilhelmstraße eine eigene Busspur ein.
„Ganz ohne Einschränkungen und Unannehmlichkeiten werden die Bauarbeiten nicht ablaufen“, erklärt Bürgermeister Sebastian Mannl. „Natürlich versuchen wir, diese so gering wie möglich zu halten und haben uns dazu eng mit allen Beteiligten abgestimmt. Und es wird sich lohnen: Wir möchten an diesem zentralen Ort eine städtebauliche Aufwertung erreichen und die gefühlte Trennung zwischen Innenstadt und dem Schloss reduzieren.“
Bei den Umbauten wird der Außendurchmesser des Kreisverkehrs auf 32 Meter vergrößert. Für die Zu- und Ausfahrt des Kreisels sind zusätzliche erhöhte Einengungen vorgesehen, um hier die Geschwindigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Busse werden in den Zufahrten der Wilhelmstraße, der Schlossstraße und der Schorndorfer Straße Sonderfahrstreifen bekommen. Diese Fahrstreifen bieten Einsatzfahrzeugen außerdem die Möglichkeit, mit geringem Zeitverlust am Stau vorbei den Kreisverkehr zu durchfahren.
Zwischen Fahrbahnen und Fußwegen fungieren Grünflächen als Trennelemente. Der Radverkehr wird auf einem separaten Weg gegen den Uhrzeigersinn um den Kreisel geführt. Aufgrund neuester Erkenntnisse aus der Unfallforschung wurde der Radweg möglichst nahe an die Kreisfahrbahn gelegt, um eine ständige Sichtbeziehung zwischen Kraftfahrzeugen und Radverkehr zu ermöglichen.