Interesse an Mitarbeit ist bei den Jugendlichen sehr groß
Freiberg a. N.| In den letzten Monaten gab es mehrere Termine mit interessierten Jugendlichen zur Bildung eines Jugendbeirats. Hier wurden die Kids umfassend über die Tätigkeit informiert und an das Thema herangeführt. Das große Interesse der jungen Freibergerinnen und Freiberger war dabei so groß, dass die Verwaltung ein Konzept für die Umsetzung von Jugendbeteiligung in der Stadt erarbeitete.
Man entschied sich für die Einrichtung eines Jugendbeirats ohne formale Wahl. Damit entfällt der organisatorische und finanzielle Aufwand, der mit einer klassischen Wahl verbunden wäre. Auch die damit verbundene Hürde für das Engagement in der Jugendbeteiligung ist auf diesem Weg niedriger.
Der Jugendbeirat soll aus einem jährlich stattfindenden offenen Jugendhearing herausgebildet werden. Das nächste Jugendhearing wird im Herbst 2025 von der Stadtverwaltung ausgerichtet. Dabei soll der erste Jugendbeirat gewählt werden. Künftig wird dieses Hearing vom Jugendbeirat selbst organisiert.
Die Einladung zum ersten Jugendhearing mit Wahl des Jugendbeirats erfolgt per persönlichem Brief an alle Freiberger Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 14 bis 21 Jahren. Zusätzlich wird die Oscar-Paret-Schule angefragt, um die Schülerinnen und Schüler zu informieren.
Die Anzahl der Mitglieder des Jugendbeirats kann flexibel zwischen mindestens fünf und maximal neun Personen variieren. So wird gewährleistet, dass der Beirat auch in Jahren mit geringerem Interesse arbeitsfähig bleibt. Die Wahl des Jugendbeirats soll alle zwei Jahre stattfinden.
Der Jugendbeirat wird intern einen Vorstand wählen, seine Arbeitsergebnisse einmal jährlich im Gemeinderat präsentieren und hat ein Anhörungs- und Antragsrecht bei jugendrelevanten Themen.
Die finanziellen Auswirkungen sind überschaubar. Für den Haushalt 2026 wurden 3.000 Euro angemeldet. Diese sollen für das laufende jährliche Geschäft des Jugendbeirats verwendet werden.
Der Gemeinderat nahm den Antrag zur Einrichtung eines Jugendbeirats bei einer Nein-Stimme mehrheitlich an.