11.7 C
Ludwigsburg
Freitag, 10. April , 2026

Fund von Polonium-210 wird weiter analysiert

Erste Plausibilitätsbetrachtungen des Umweltministeriums ergeben keine...

Strahlenschutzalarm in Vaihingen: Keine Strahlung gemessen

Einsatzkräfte untersuchten verdächtigen Gegenstand in Vaihingen an...

Trinkwasser in Möglingen wieder uneingeschränkt nutzbar

Möglingen.| Nach der Verunreinigung des Trinkwassers in...
StartAktuellWasserverunreinigung in Möglingen: Keine gesundheitliche Gefahr

Wasserverunreinigung in Möglingen: Keine gesundheitliche Gefahr

AktuellWasserverunreinigung in Möglingen: Keine gesundheitliche Gefahr

Möglingen.| Durch das verunreinigte Trinkwasser in Möglingen hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Gesundheit bestanden. So das finale Ergebnis der Wasserprobe, die direkt nach Bekanntwerden des kontaminierten Wassers am 2. April 2026 entnommen wurde. An diesem Tag musste das Gesundheitsamt des Landratsamts Ludwigsburg den Bürgerinnen und Bürgern in Möglingen untersagen, das Trinkwasser zu nutzen. Betroffen war die so genannte Hochzone Möglingen und damit konkret benannte Straßen. Unmittelbar nachdem die Verunreinigung festgestellt wurde, wurden die Wasserversorgung umgestellt, die Leitungen gespült und die Bevölkerung umgehend gewarnt. Im Anschluss wurden am Freitag und Samstag mehrfach Proben des gespülten Wassers entnommen, bis schließlich Entwarnung gegeben werden konnte.

Wasser war vor allem durch den Geruch beeinträchtigt

Entwarnung gibt es nun auch für Bürgerinnen und Bürger, die das kontaminierte Wasser vor dem eindringlichen Hinweis des Gesundheitsamts getrunken haben. Selbst wenn dies mehrere Liter waren, war deren Gesundheit nicht gefährdet. Vielmehr war die Beeinträchtigung vor allem geruchlicher Natur. Zu diesem Ergebnis kommt das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg, das die erste Probe des kontaminierten Wassers untersucht und am heutigen Freitag, 10. April, sein Ergebnis geliefert hat.

Eingeleitete Maßnahmen dienten dem Schutz

Gleichwohl waren die eingeleiteten Maßnahmen unerlässlich, da unklar war, mit welchen Stoffen das Wasser verunreinigt wurde und ob diese gesundheitliche Schäden verursachen können. Die Fachbehörden hatten zur Vorbeugung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen die entsprechenden Empfehlungen abgegeben.

Die konkreten Messergebnisse der Wasserprobe aus dem Wasserturm vom 2. April 2026  

Toluol: 1,1 µg/l

m- und p- Xylol: 1,2 µg/l

o-Xylol: 0,62 µg/l

Summe Trihalogenmethane: 9,6 µg/l

Zur Erläuterung der festgestellten Stoffe

Für Toluol und Xylol gibt es in der Trinkwasserverordnung keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Zur Bewertung der Konzentrationen wird der Grenzwert des deutlich gesundheitsschädlicheren Benzols herangezogen. Dieser Grenzwert ist auf einen lebenslangen Konsum von 2 Liter Trinkwasser pro Tag ausgelegt. Der Grenzwert für Benzol nach der Trinkwasserverordnung beträgt 1 µg/l. Dieser Grenzwert darf nach der Empfehlung „Umgang mit Abweichungen nach Trinkwasserverordnung” überschritten werden und bis zu 20 µg/l betragen, solange dies nicht länger als 3 Jahre geschieht.

Die Summe der Trihalogenmethane lag mit 9,6 µg/l unter dem Grenzwert von 50 µg/l. Diese Stoffe entstehen, wenn das Wasser, wie in diesem Fall das Wasser der Bodenseewasserversorgung, gechlort wird und das Chlor im Desinfektionsmittel mit organischen Stoffen reagiert.

Weitere Informationen zu Toluol und Xylol

Toluol und Xylol sind leicht flüchtige Substanzen. Sie sind unter anderem in Benzin und toluol-/xylolhaltigen Heimwerkerprodukten zu finden. Durch Kontakt zu diesen Substanzen nehmen Menschen Toluol und Xylol vor allem inhalativ, d.h. über die Atmung auf. Die Geruchsschwelle beider Stoffe ist deutlich niedriger als die Konzentrationen, ab denen eine gesundheitsschädliche Wirkung beobachtet wurde.


Weitere Artikel

Beliebte Artikel