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Dienstag, 7. April , 2026

Strahlenschutzalarm in Vaihingen: Keine Strahlung gemessen

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StartAktuellFund von Polonium-210 wird weiter analysiert

Fund von Polonium-210 wird weiter analysiert

AktuellFund von Polonium-210 wird weiter analysiert
  • Erste Plausibilitätsbetrachtungen des Umweltministeriums ergeben keine Hinweise auf Polonium-210
  • Alpha-Spektrometrie soll Gewissheit bringen

Vaihingen/Enz.| Das im Garten einer Wohnsiedlung in Vaihingen an der Enz gefundene verdächtige Döschen enthält wahrscheinlich kein Polonium-210. Das ergab die erste Plausibilitätsprüfung des baden-württembergischen Umweltministeriums. Der Inhalt wird nun mithilfe einer aufwendigen Alpha-Spektrometrie weiter analysiert. Das kann eine Woche dauern.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei hatte am Ostersonntag im Wohngebiet Am Wolfsberg für Aufsehen gesorgt. Gegen 16.30 Uhr hatten Anwohner ein Behältnis in ihrem Garten gefunden, das mit dem ungefähren Namen des radioaktiven chemischen Elements beschriftet war. Zur potenziellen Gefahrenabwehr wurde daraufhin ein Strahlenschutzalarm ausgelöst: 140 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis, darunter zahlreiche speziell geschulte Einsatzkräfte, sicherten und untersuchten den Behälter in Schutzkleidung. Messungen vor Ort ergaben keine erhöhte Strahlenbelastung – weder am Behältnis selbst, noch in der Umgebung des Fundortes. Die Anwohner wurden zunächst medizinisch untersucht, konnten dann aber in ihr Haus zurückkehren.

Das Umweltministerium sorgte sodann für den sicheren Abtransport des Döschens. Eine noch am Ostermontag durchgeführte erste Plausibilitätsprüfung ergab, dass es sich bei dem Inhalt eher nicht um den gefährlichen Stoff handelt, auf den die Aufschrift zunächst hindeutete. Für die messtechnische Verifizierung wird das gefundene Kunststoff-Döschen nun in eine Messeinrichtung gebracht. Dort führen Experten eine aufwendige Alpha-Spektrometrie durch. Das Ergebnis wird in circa einer Woche erwartet.

Derweil hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg die Ermittlungen aufgenommen, wie das Döschen in den Garten gelangt sein könnte. Mitarbeiter des kriminaltechnischen Instituts des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg haben das Behältnis bereits auf Spuren untersucht.

Sollte der Verursacher ausfindig gemacht werden, kann er gegebenenfalls zur Kostendeckung des Einsatzes herangezogen werden.


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