- Pünktlich zum Start in die Rad- und Wandersaison: Remstalweg als Interimslösung wieder geöffnet
- Abschnitt zwischen Waiblingen Hohenacker und Remseck wieder für Fußgänger und Radverkehr geöffnet
Pünktlich zur Osterzeit und damit zum Start in die Fahrrad- und Wandersaison gibt es gute Nachrichten für alle, die im Remstal unterwegs sind: Der Remstalweg zwischen Waiblingen-Hohenacker und Remseck ist ab sofort wieder für den Fuß- und Radverkehr geöffnet – im Rahmen einer Interimslösung. Die bisherige Vollsperrung ist damit aufgehoben. Nach den Hochwasser- und Starkregenereignissen 2024 war der Wegabschnitt durch Unterspülungen und Schäden stark beeinträchtigt. Nun konnte eine Übergangslösung umgesetzt werden, die in enger Abstimmung zwischen Landratsamt, Regierungspräsidium Stuttgart sowie den Städten Waiblingen und Remseck entstanden ist.
Landrat Richard Sigel erklärt: „Die Wiedereröffnung des Remstalwegs ist eine doppelte Freude: Wir feiern in diesem Jahr 30 Jahre Remstal Tourismus – und zugleich kann der Remstalweg als einer der schönsten Wege aus dem Gartenschau-Erbe wieder genutzt werden. Mit der Interimslösung geben wir den Menschen pünktlich zu Ostern ein wichtiges Stück Alltag und Freizeit zurück – für Pendlerinnen und Pendler, Familien, Spaziergänger und Radfahrende. Die Sicherungsmaßnahmen folgten den praxistauglichen Empfehlungen der Naturschutzbehörden und wurden in Richtung Hang umgesetzt – nicht zum besonders geschützten Ufer hin. Ich bitte alle, den Abschnitt umsichtig zu nutzen, das Tempo anzupassen und an Engstellen Rücksicht zu nehmen – damit alle sicher ans Ziel kommen.“
Gegenseitige Rücksichtnahme insbesondere an Engstellen
Der betroffene Abschnitt wurde im Rahmen der Interimslösung bestmöglich ertüchtigt: Bewuchs wurde zurückgeschnitten, Sicherungsmaßnahmen wurden vorgenommen sowie Warn- und Hinweisschilder aufgebaut. Da die nutzbare Breite stellenweise eingeschränkt ist, steht auf dem geöffneten Abschnitt die gegenseitige Rücksichtnahme im Mittelpunkt. Alle Arbeiten erfolgten mit besonderer Rücksicht auf das sensible Umfeld im Natur-, FFH und Landschaftsschutzgebiet.
Regierungspräsidentin Susanne Bay sagt: „Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landkreis und Regierungspräsidium zahlt sich aus – der beliebte Remstalweg kann wieder genutzt werden. Ich danke allen Beteiligten für die unkomplizierte Lösungsfindung und Umsetzung. Dennoch kann die aktuelle Situation nur eine Übergangslösung sein. Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam die dauerhafte Wegführung mithilfe einer Brücke auf der anderen Remsseite weiter vorantreiben.“
Dauerhafte Lösung in Arbeit
Parallel zur Interimslösung wird durch die Stadt Waiblingen weiterhin an einer dauerhaft hochwassersicheren Wegeführung gearbeitet. Ziel ist eine langfristige Lösung, die den Remstalweg zuverlässig und nachhaltig nutzbar macht. Diskutiert wird dabei eine Verlegung des betroffenen Abschnitts auf die gegenüberliegende Flussseite mittels Neubaus einer Brücke. Diese mögliche Lösung würde eine dauerhafte Wegebeziehung – insbesondere für den zunehmenden Radverkehr – sicherstellen und wurde bereits mit der Stadt Remseck, dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium abgestimmt. Es stehen Fördergelder des Landes (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG)) bereit. Oberbürgermeister Sebastian Wolf betont: „Mir ist wichtig zu unterstreichen, dass die jetzige Öffnung des Remstalwegs eine Übergangslösung ist – aber eine, die schon jetzt spürbar entlastet und vielen Menschen wieder den direkten Weg ermöglicht: zur Arbeit, zur Freizeit, zur nächsten Auszeit im Grünen.
Hinweise zu einer weiterhin bis voraussichtlich Ende Juni 2026 bestehenden Umleitung
Aufgrund der Bauarbeiten zur Süddeutschen Erdgasleitung besteht derzeit noch eine Sperrung zwischen dem VfL-Sportpark Waiblingen und der geheimen Mühle Beinstein, die bis voraussichtlich Ende Juni 2026 andauert. Die Umleitung ist vor Ort ausgeschildert und verläuft entsprechend auf der anderen Uferseite der Rems.
Über 80 Kilometer Radel- und Wandergenuss entlang der Rems
Der rund 80 Kilometer lange Abschnitt entlang der Rems von der Quelle in Essingen im Ostalbkreis bis zur Einmündung der Rems in den Neckar in Remseck lädt ein, die malerische Fluss- und Weinlandschaft, blühenden Obstwiesen und charmante Fachwerkstädtchen auf dieser idyllischen Route zu erleben. Der Weg wurde 2019 zur interkommunalen Remstal Gartenschau erstmals vom ADFC mit 4 Sternen als Qualitätsradweg ausgezeichnet und ist seit 2020 Landesradfernweg. Zahlreiche Gasthöfe, Besenwirtschaften und Biergärten sorgen unterwegs für genussvolle Pausen, Parks, Spielplätze und Remsstrände machen die Route auch für Familien besonders attraktiv.
Oberbürgermeister Dirk Schönberger sagt: „Die interimsweise Wiedereröffnung des Remstalwegs stellt aus Remsecker Perspektive einen bedeutenden Schritt dar. Mit dieser attraktiven Verbindung für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende zwischen Remseck am Neckar und Waiblingen eröffnet sich wieder der Weg ins wunderschöne Remstal. Als Stadt Remseck am Neckar begrüßen wir es sehr, dass diese wichtige Strecke zumindest vorübergehend wieder nutzbar gemacht werden konnte. Nun gilt es, gemeinsam daran zu arbeiten, eine dauerhafte Lösung umzusetzen – denn eine solch bedeutende Verbindung zwischen unseren Remstal-Kommunen verdient eine langfristige Perspektive.”