Ludwigsburg.| Das Fischsterben an der Enz Anfang Januar hat nach aktuellem Kenntnisstand eine natürliche Ursache und geht nicht auf eine Gewässerverunreinigung zurück. Die Untersuchungsergebnisse der Wasserproben haben keine Auffälligkeiten ergeben. Aufgrund der Verletzungspuren, die der Fisch aufweist, der vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA) untersucht wurde, wird eine Bejagung durch Kormorane vermutet.
Bei den verendeten Fischen handelte es sich um sogenannte Nasen, die sich als Schwarmfische im Winter in ruhigen Wasserbereichen aufhalten und in dieser Zeit vergleichsweise leichte Beute für Kormorane sind. Kormorane jagen im Schwarm und sind mit dieser Strategie oft erfolgreich. Neben den unmittelbaren Verletzungen durch die Jagd kann auch der Stress, den das Jagdverhalten der Vögel bei den Fischen auslöst, im Nachgang zum Verenden der Fische führen, so die CVUA.