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Vaihinger Stadtwerke profitieren vom professionellen Nachbarn

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Gemeinderat stimmt Kooperationsvereinbarung mit der Stadtwerken Mühlacker GmbH zu

Vaihingen/Enz.| Die Stadtwerke Vaihingen an der Enz und die Stadtwerke Mühlacker GmbH bekunden ihr gemeinsames Interesse an einer langfristig angelegten und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Der Vaihinger Gemeinderat stimmte einem Letter of Intent (LoI) zu, in dem beide Partner das gemeinsame Ziel festlegen, die kommunale Daseinsvorsorge im Bereich der Energieversorgung zu stärken – vor allem durch die Bündelung von Kompetenzen und Synergieeffekten bei der Nutzung der personellen und technischen Infrastruktur. „In Zeiten prekärer Haushalte müssen wir kluge und vielleicht auch ungewöhnliche Ideen entwickeln, die unsere Zukunft und unseren Wohlstand sichern“, sagte Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth. In der Phase des Aufbaus unserer Vaihinger Stadtwerke ist ein großer Bruder mit professionellem Know-how an der Seite ein Glücksfall.“

Wärme, Energie, Ladesäulen, Glasfaserausbau, gemeinsame Heizkraftwerke, Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung – die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem kompetenten Partner Stadtwerke Mühlacker GmbH sind vielfältig. 18.000 Kunden betreut das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern und produziert jährlich 120 Gigawattstunden Strom. „Uns ist klar, dass wir erst einmal recht einseitig von Mühlacker profitieren“, erklärte der designierte Stadtwerke-Geschäftsführer Anselm Laube in der Sitzung. Der im Aufbau befindliche städtische Eigenbetrieb bündelt seit 1. Januar 2026 die Versorgung der Vaihinger Bürgerinnen und Bürger mit Wasser und Wärme. „Aber gerade jetzt benötigen wir einen verlässlichen Partner mit großer Erfahrung an unserer Seite.“ Den haben die Vaihinger Stadtwerke im benachbarten Mühlacker gefunden, aber auch die gute Zusammenarbeit mit bisherigen strategischen Partnern auf dem Gebiet der Energieversorgung wie beispielsweise netze.bw oder EnBW soll fortgesetzt werden.

Im Fokus der Kooperation mit den Nachbarn aus der Senderstadt stehen die Steigerung der Effizienz, wirtschaftliche Stabilität, die Versorgungssicherheit und der Ausbau innovativer Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger beider Kommunen. Die Kooperation verfolgt das Ziel, die Daseinsvorsorge langfristig zu sichern, Synergien bei Betrieb und Verwaltung zu erschließen, Investitionen effizient zu gestalten und Kosten zu senken, den Wissenstransfer zu fördern und die Mitarbeiterqualifikation auszubauen. Auch in Sachen Digitalisierung im kommunalen Netzbetrieb sind Synergien möglich. Das oberste Ziel: die kommunalen Klimaschutzziele zu erreichen, wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Der Gemeinderat wird regelmäßig über alle wesentlichen Schritte und Kooperationsmaßnahmen informiert, heißt es in dem LoI. Es gehe um eine transparente Zusammenarbeit auf der Grundlage professionellen Know-hows, betonte Laube. Konkrete Handlungsfelder sind:

  • Wärmeerzeugung und -verteilung
  • Planung, Errichtung, Betrieb und Optimierung zentraler Wärmeerzeugungsanlagen wie Biomasse-, Solarthermie-, Wärmepumpen- und Blockheizkraftwerksanlagen – etwa im Rahmen von Wärmepumpen-Contracting
  • Solar- und Windstromerzeugung auf eigenen Liegenschaften und Grundstücken und auf gepachteten Flächen
  • Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für Pkw und (mittels Megawatt-Ladesäulen) auch für Busse und Lkw an geeigneten Standorten
  • Etablierung eines (e)-Carsharing-Pilotprojektes an den Bahnhöfen in Mühlacker und Vaihingen an der Enz sowie am Zentralen Omnibusbahnhof in der Kernstadt Vaihingen an der Enz

Beiden Unterzeichnern des Papiers wichtig ist die Partizipation der Bürgerschaft über Finanzierungsinstrumente und Beteiligungsmodelle über gemeinschaftliche Bürgerenergiegenossenschaften. „Wir denken weiter, auch was innovative Geschäftsmodelle im Bereich digitaler Endkundenservices wie Online-Abrechnung oder Smart-Metering angeht“, erklärt Roland Jans, Geschäftsführer der Stadtwerke Mühlacker. Angedacht ist ebenso eine gemeinsame Ausbildungsoffensive. „Die gegenseitige Bereitstellung von Fachpersonal in Engpasssituationen oder bei Projekttätigkeiten kommt beiden Seiten zugute“, so Jans. Auch technisches Equipment und technische Dienstleistungen können von beiden Unternehmen kostengünstig gemeinschaftlich genutzt werden.

Mit dem Letter of Intent bekunden beide Partner die Absicht, in vielen Bereichen Fahrt aufzunehmen und konkrete Projekte zu entwickeln.


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