Ludwigsburg.| Trotz wirtschaftlich und politisch schwieriger Rahmenbedingungen hat sich die Kreissparkasse Ludwigsburg im vergangenen Geschäftsjahr in vielen Bereichen positiv entwickelt. Dies zeigen die vorläufigen Zahlen 2025 des marktführenden Finanzinstituts.
Der Jahreswechsel liegt erst wenige Tage zurück und schon zogen der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, Dr. Heinz-Werner Schulte, und seine Vorstandskollegen Thomas Raab, Thomas Geiger und Marco Beckbissinger eine erste vorläufige, positive Bilanz zum zurückliegenden Geschäftsjahr. Schulte eröffnete die Bilanz-Pressekonferenz: „Durch unsere Kompetenz, Resilienz und Kontinuität haben wir auch das Jahr 2025 wieder zufriedenstellend abschließen können und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Damit können wir unseren Kunden sehr viel Service bieten – auch in schwierigen Phasen. Wann und wo immer sie uns brauchen, viele Wege führen zur Kreissparkasse.“
Nach zwei Jahren der Rezession befand sich die deutsche Volkswirtschaft 2025 laut den jüngsten Daten in einer Stagnation. Ein Aufschwung blieb, nicht zuletzt wegen der US-Strafzollpolitik, aus. Die aktuelle Schwäche wird neben konjunkturellen Faktoren auch durch einen tiefgreifenden Strukturwandel sowie durch geopolitische Veränderungen verursacht, die das deutsche Exportmodell gefährden.
Im von der Automobil- und Zuliefererindustrie geprägten Musterländle stand die Wirtschaft 2025 massiv unter Druck. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten in der Automobilindustrie Ende des dritten Quartals 2025 gut 48.700 Menschen weniger als noch ein Jahr zuvor. Dies hat auch Auswirkungen auf die Kundschaft und das Geschäft der Kreissparkasse Ludwigsburg. Unternehmen, Angestellte und Kommunen aus dem zum Speckgürtel Stuttgarts zählenden Landkreis Ludwigsburg haben mit großen Herausforderungen zu kämpfen.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist es der Kreissparkasse Ludwigsburg 2025 einmal mehr gelungen, sich im Markt zu behaupten und weiter zu wachsen. Das zeige sich nicht nur in den erreichten Kennzahlen, sondern etwa auch bei den Investitionen.
„Wir blicken trotz allem zuversichtlich nach vorne und investieren weiter in unsere Filialen, um unseren Kunden den besten – auch digitalen – Service vor Ort zu bieten. Das Gesamtinvestitions-Volumen der letzten drei Jahre betrug 63 Mio. Euro für Gebäude und weitere 8 Mio. Euro für die Einrichtung und technische Ausstattung. Die energetische Sanierung der Hauptstelle in Ludwigsburg ist nahezu abgeschlossen, so dass nun der Umbau der Kundenhalle und die Neugestaltung des Schillerplatzes erfolgen können. Darüber hinaus haben wir die Filialen Gerlingen, Ditzingen und Markgröningen saniert und werden auch den kürzlich stark beschädigten Eingangsbereich unserer Filiale in Asperg wieder aufbauen“, so Schulte.
Lobend erwähnte Schulte die sehr gute Kooperation mit der VR-Bank Ludwigsburg: „Inzwischen betreiben wir mittlerweile 16 Filialen im gesamten Landkreis gemeinsam. So können wir den stets neuen Herausforderungen gerecht werden, die flächendeckende Bargeldversorgung gewährleisten und helfen uns sowie unserer Kundschaft bei Bedarf wie zuletzt bei dem Unfall in Asperg schnell und unkompliziert weiter.“
Kennzahlen aus Geschäftsjahr 2025 zeigen Wachstum und Stabilität
„Die Bilanzsumme der Kreissparkasse Ludwigsburg hat erstmals die 13-Milliarden-Marke überschritten und wuchs im Geschäftsjahr 2025 um 408 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 13,3 Mrd. Euro. 2024 betrug sie noch 12,9 Mrd. Euro“, sagte Schulte.
Im gleichen Zeitraum stiegen die Kundeneinlagen um 127 Mio. Euro auf 9,5 Mrd. Euro und das Kreditvolumen um 43 Mio. Euro auf 7,4 Mrd. Euro. Während die Kredite an Unternehmen und Selbständige weiterhin bei 3,6 Mrd. Euro und die Kredite an Privatpersonen unverändert bei 3,3 Mrd. Euro lagen, stiegen die Kredite an Öffentliche Haushalte um 69 Mio. Euro.
Ein weiterer Beleg für das Wachstum ist auch die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter auf 1.529, davon 168 Azubis und Studierende. Mit diesen Kennzahlen gehört die Kreissparkasse Ludwigsburg weiterhin zu den 20 größten Sparkassen in Deutschland.
Jahresüberschuss seit Jahren konstant auf hohem Niveau
Auch die Entwicklung des Jahresergebnisses ist erneut erfreulich. Seit Jahren liegt es auf konstant hohem Niveau und erreichte zum 31.12.2025 ein Volumen von 18,1 Mio. Euro, nach 18,0 Mio. Euro in 2024, was in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen beachtlich ist.
Kontinuierliches Wachstum macht gesellschaftliches Engagement möglich
Zur Geschäftsphilosophie des öffentlich-rechtlichen Finanzdienstleisters gehört auch das sozial und ökologisch nachhaltige Engagement für den Landkreis Ludwigsburg.
„Um anderen überhaupt helfen zu können, muss man aber zuerst wirtschaftlichen Erfolg erarbeiten. Dies ist uns erfreulicherweise erneut gelungen und versetzte uns in die Lage, im vergangenen Jahr 595 Projekte mit 4,71 Mio. Euro zu unterstützen“, so Schulte. Dabei wurden auch die größte Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“, die 2025 ihr 30-jähriges Jubiläum feierte, sowie die jüngste Stiftung „Gesundheit“ mit jeweils einer Mio. Euro Zustiftung bedacht. Das Gesamtkapital der Kreissparkassen-Stiftungen lag zum 31.12.2025 bei 43 Mio. Euro.
„Die Bandbreite der von uns geförderten Projekte ist groß: vom Umwelt- und Naturschutz über Kunst, Kultur und Bildung bis hin zur Jugendförderung im Breitensport. Beispielsweise haben wir 2025 mit insgesamt über 150.000 Euro die Sprachförderung in Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen, mit über 650.000 Euro das Schullandheim Strümpfelbrunn sowie mit rund 130.000 Euro Trockenmauersanierungen zum Landschaftsschutz unterstützt“, führte Schulte aus.
Erfreuliches berichtet Schulte auch vom Spendenportal „WirWunder“, das mittlerweile rund 1,6 Mio. Euro für über 260 Projekte seit 2018 gesammelt hat. 2025 gab es wieder zwei Verdoppelungsaktionen mit je 20.000 Euro von der Kreissparkasse.
Ausblick
Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2026 wagte Schulte die Prognose: „Die Herausforderungen werden nicht geringer.“ Allerdings komme man mit Jammern und Schwarzmalerei nicht weiter. Ein gesunder Optimismus und Aufbruchstimmung seien jetzt gefragt. Neben krisengeplagten Branchen gebe es in der Region Stuttgart zahlreiche Lichtblicke, nämlich florierende Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen. An ihnen müsse man sich ein Beispiel nehmen. Hoffnung mache ihm auch die Aussicht auf Reformen in der Industrie- und Sozialpolitik sowie die Digitalisierungsinitiative des Bundes.
„Wir brauchen wieder eine Willkommenskultur für Unternehmen in Baden-Württemberg. Dies wird auch die am 8. März 2026 neu gewählte Regierung in Stuttgart wissen. Unser Wirtschaftsstandort muss attraktiv sein, damit sich weiterhin viele Unternehmen hier ansiedeln und entfalten können“, sagte Schulte. Eine starke Wirtschaft sichere nicht nur Arbeitsplätze, sondern beeinflusse auch die positive Entwicklung unseres Sozialstaats und unserer Kommunen. „Wir sind jetzt dafür verantwortlich, was künftig geschieht. Also müssen wir jetzt handeln, um unsere Zukunft weiterhin erfolgreich zu gestalten“, so Schultes Appell.
„Wir sind verlässlicher Partner des Mittelstands“
„Für Unternehmen sind die Zeiten alles andere als rosig. Jüngste Konjunkturzahlen zeigen für 2025 ein schwaches Wirtschaftswachstum von gerade mal 0,2 % auf. Für das Jahr 2026 prognostiziert der Sachverständigenrat ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 0,9 %. Ohne die staatlichen Investitionen in Infrastruktur sowie Verteidigung und die zusätzlichen Arbeitstage in diesem Jahr würde es noch düsterer aussehen. Der durch die US-Zölle ausgebremste Export-Motor stottert. Insbesondere die Automobil- und Zuliefererbranche ist betroffen. Es kommt zu spürbarem Stellenabbau. Bis 2030 sind Schätzungen zufolge 90.000 Arbeitsplätze in Deutschland bedroht. Alleine der weltweit größte Autozulieferer Bosch hat angekündigt 1.750 von etwa 5.200 Arbeitsplätzen im Landkreis Ludwigsburg zu streichen“, erklärte Vorstandsmitglied Thomas Raab, der für das Firmenkundengeschäft verantwortlich zeichnet.
Auch die Insolvenzwelle hat den Landkreis Ludwigsburg erreicht – so stieg die Anzahl der Insolvenzen von 34 im Jahr 2022 auf 79 im Jahr 2024 und bereits zum Ende des dritten Quartals 2025 lag die Zahl bei 117 Unternehmen. Experten rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg. Der von der Automobil- und Zuliefererindustrie geprägte Großraum Stuttgart kämpft mit weltwirtschaftlichen Risiken und mit seiner durch hohe Kosten verringerten Wettbewerbsfähigkeit.
Raab unterstrich: „Die Kreissparkasse Ludwigsburg steht fest an der Seite des Mittelstands. Wir helfen unseren Gewerbetreibenden und Firmenkunden diese schwierige Zeit zu überstehen und begleiten den Transformationsprozess.“ Ein Beleg dafür ist das konstant hohe Volumen an vergebenen Krediten. So stieg das Kreditvolumen von 7,3 auf 7,4 Mrd. Euro innerhalb eines Jahres.
„Trotz der derzeit gedämpften Stimmung müssen wir auch die Chancen und die zahlreichen erfolgreichen Unternehmen im Blick behalten: Branchen, die wachsen, und Unternehmen, die sich als Innovationsführer oder Marktführer behaupten“, wendete Raab ein. Die Kreissparkasse unterstütze ihre Kunden dabei, in Innovationen, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit zu investieren. Beispielsweise mit Fördermitteln. 2025 wurden von der Kreissparkasse 40,5 Mio. Euro an gewerblichen Fördermitteln zugesagt – 2024 waren es noch 32,1 Mio. Euro. Die Sparkassen in Baden-Württemberg konnten 2025 ihren Marktanteil bei der Vermittlung von Fördermitteln auf 52 Prozent weiter ausbauen, was einem Zuwachs von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Attraktive Förderkreditprogramme mit den Schwerpunkten Innovation & Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit stehen auch 2026 zur Verfügung.
„Wir Sparkassen bieten alle Finanzdienstleistungen aus einer Hand an, sind die Finanzierer der Transformation in Wirtschaft sowie Gesellschaft und eng vor Ort mit unseren Kunden verbunden“, so Raab.
Marktführer im Landkreis Ludwigsburg bei Business-Konten
„Natürlich unterstützen wir unsere Kunden bei der Digitalisierung auch mit eigenen digitalen Angeboten wie dem Firmenkundenportal, dem Online-Banking Business und der ‚Sparkasse Business‘-App. Von den rund 12.700 Business-Konten zum 31.12.2025 werden rund 97 % online geführt. Mit unserem Marktanteil an Business-Konten von 32,4 % liegen wir in unserem Geschäftsgebiet weiterhin auf Platz 1 – deutlich vor allen anderen Mitbewerbern (2. VR-Bank Ludwigsburg: 25,7 Prozent, 3. BW-Bank: 8,3 Prozent)“, erklärte Raab.
Das im Februar 2023 bei der Kreissparkasse gestartete Online-Banking Business bündelt das gesamte Finanzmanagement für Unternehmen an einem zentralen Ort. Dabei wurden die Erwartungen von Firmenkunden an Finanzdienstleister umgesetzt, wie digitale Dienstleistungen, Sicherheit & Datenschutz und schneller Kundenservice mit 24/7 Echtzeit-Reaktion. Über die integrierte Nutzerverwaltung können Bankaufgaben unkompliziert an Mitarbeiter delegiert sowie Zugriffsrechte und Limits eingerichtet werden. Weitere Anwendungen sind: Elektronisches Firmen-Postfach, Multibanking, Online-Aval-Abruf, Integration der Depotfunktionen (DekaBank und Sparkassendepot), Digitale Bescheinigungen, Verwaltung der BusinessCard-Nutzer. Zusätzliche Funktionen werden sukzessive ergänzt.
„Die Zahl unserer Online-Banking Business-Kunden stieg innerhalb von knapp drei Jahren von fast 50 aus der Pilotphase auf fast 2.500 bis zum 31.12.2025 an. Damit liegen wir derzeit auf Platz 3 aller Sparkassen in Baden-Württemberg. Dies ist ein Beleg dafür, dass unsere Kunden unsere anwenderfreundlichen Online-Services sehr zu schätzen wissen und uns ihr Vertrauen schenken“, freute sich Raab.
S-International Südwest – eine Erfolgsgeschichte wird 10 Jahre alt
„Am 01.01.2016 gründeten wir gemeinsam mit der Kreissparkasse Heilbronn eine Tochtergesellschaft für das Auslandsgeschäft. Die heutige S-International Südwest ist ein Kompetenz-Center für Zins-, Währungs- sowie Rohstoffmanagement, internationalen Auslandszahlungsverkehr und das Dokumentäre Geschäft/Garantien im internationalen Handel. Auf der einen Seite gibt es kompetente Beratung in jedem Institut vor Ort und auf der anderen Seite wurden Synergien durch die zentrale Abwicklung geschaffen. Eine Erfolgsgeschichte wie sich heute zeigt“, so Raab.
Aus zwei beteiligten Instituten wurden schnell mehr, die sich anschlossen. Mittlerweile gehören 25 Gesellschafter- und 2 Kooperations-Sparkassen (Sparkasse Hochschwarzwald und Sparkasse Lörrach-Rheinfelden) sowie rund 140 Spezialisten zum regionalen Marktführer in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Auslandsgeschäft. Zum 01.01.2026 kamen die Sparkasse Kraichgau und die Sparkasse Rhein-Haardt neu hinzu. In Summe ergibt die Addierung aller Bilanzsummen der jetzt 27 Partner-Sparkassen ein Gesamtvolumen von rund 157 Mrd. Euro.
Trotz der negativen Einflüsse auf dem Welthandel durch Protektionismus und Strafzölle nahm der Auslandszahlungsverkehr um fast 1,1 Mrd. Euro bzw. 13 % zu und erreichte ein Volumen von rund 9,6 Mrd. Euro mit 322.000 Transaktionen. Mit fast 3.000 Geschäftsfällen im Jahr 2025 wurde im Bereich „Dokumentäres Geschäft und Garantien“ das Volumen auf 403 Mio. Euro im Vergleich zu rund 381 Mio. Euro im Vorjahr um plus 6 % gesteigert. Das Transaktionsvolumen im Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement reduzierte sich von 3,4 Mrd. Euro im Jahr 2024 auf rund 3,2 Mrd. Euro im Jahr 2025 aufgrund geringerem Sicherungsbedarf unserer Kunden.
Töchter bringen Energiewende und Innovationen in der Region voran
Raab verkündete: „Unser mit den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim 2024 gemeinsam gegründetes Unternehmen ‚Kollekt – Energiewende Region Ludwigsburg GmbH & Co. KG‘ konnte 2025 erfolgreich die ersten zwei Projekte umsetzen.“ Dabei ging eine PV-Anlage an einer privaten Schule in Ludwigsburg mit einer Investition von ca. 155.000 Euro und einer Leistung von 153,33 kWp sowie eine PV-Anlage an einer öffentlichen Schule in Kornwestheim mit einer Investition von rund 287.000 Euro und einer Leistung von 199,8 kWp ans Netz. Weitere 27 Projekte mit einer Gesamtleistung von 15.802 kWp und einem Gesamtvolumen von ca. 8 Mio. Euro seien bereits in Prüfung.
„Auch von unseren beiden anderen Töchtern ‚S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH‘ und ‚S-WagnisVC Unternehmensbeteiligungs GmbH‘ können wir Positives berichten. 2025 wurden 10 neue Beteiligungen, mit denen wir Unternehmen zahlreiche Chancen eröffnen können, abgeschlossen. Somit konnte die Anzahl der Beteiligungen auf insgesamt 55 gesteigert werden“, erwähnte Raab abschließend.
157 Mitarbeiter neu eingestellt – Rekordwert bei Auszubildenden/Studenten
„Ich freue mich sehr, dass ich im Jahr 2025 größtenteils persönlich im Rahmen von ‚Onboarding-Veranstaltungen‘ 157 neue Mitarbeiter und 71 neue Auszubildende sowie Studierende bei uns begrüßen konnte. Damit konnten wir deutlich die zahlreichen in den Ruhestand verabschiedeten Mitarbeiter kompensieren und frühzeitig einem Fachkräftemangel vorbeugen“, berichtete Vorstandsmitglied Thomas Geiger. Trotz der Verabschiedungen konnte die Gesamtzahl der Mitarbeiter von 1.454 im Jahr 2024 auf 1.529 zum 31.12.2025 deutlich gesteigert werden.
„Aktuell absolvieren insgesamt 168 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium bei uns“, so Geiger. „Dies sind 17 mehr als im Vorjahr. Auch der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtmitarbeiterzahl wuchs um 11,1 %. Im Jahr zuvor waren es noch 10,5 %. Betrachte man die Entwicklung der letzten drei Jahre, so stieg die Anzahl der Auszubildenden und Studierenden um 57 und ganze 52 %. Damit findet eine Verjüngung unserer Mannschaft statt.“
Mehrwert-Themen für Mitarbeiter
„Die Bewerberzahlen zeigen ein kontinuierliches Wachstum auf – auch in der Qualität“, freute sich Geiger. Neben der neuen Mitarbeiter-Kampagne „Starkasse“ konnten durch zahlreiche neue attraktive Angebote und Mehrwerte für die Bewerber Anreize geschaffen werden.
Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und einer ausgewogenen Work-Life-Balance bietet die Kreissparkasse flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten, 32 Tage Urlaub bei Vollbeschäftigung und mit dem „Knax-Garten“ eine betriebseigene KITA an. CO²-frei kann man mit dem Jobticket oder JobRad zum Arbeitsplatz gelangen. Bei der Kreissparkasse gibt es 13,8 Gehälter, eine arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente, eine Krankenzusatzversicherung, ein Mitarbeiterrestaurant sowie viele Vergünstigungen.
Das Gesundheitsangebot umfasst zahlreiche Betriebssportgruppen, Gesundheitsseminare, Beratungsangebote, ergonomische Arbeitsplätze sowie seit 2025 den EGYM Wellpass, mit dem man vergünstigten Eintritt in Fitness-Studios, Schwimm- und Kurbäder und weiteren über 10.000 Sport- und Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland erhält. „Mit diesem großen Strauß an Zusatzangeboten können wir unseren Mitarbeitern zu zukunftsfähigen Arbeitsplätzen attraktive Rahmenbedingungen bieten“, so Geiger.
„Um die Ziele und Werte unserer Kreissparkasse intern zu stärken und die Zusammenarbeit in Teams zu fördern, haben wir in allen Fachbereichen in den letzten zwei Jahren sogenannte Purpose‑Workshops und 2025 eine wissenschaftlich begleitete „Energiemessung“ bei allen Mitarbeitern durchgeführt. Daraus wurden Maßnahmen abgeleitet, die nun sukzessive umgesetzt werden. Für die kommenden Herausforderungen der nächsten Jahre und die psychische sowie physische Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns eine positive und vor allem produktive Energie unserer Belegschaft wichtig“, erklärte Geiger.
„Lebenslanges Lernen“-Programm gestartet
Ein berühmtes Zitat lautet ‚nichts ist so beständig wie der Wandel‘. „Dem müssen wir uns als Kreissparkasse aber auch alle unsere Mitarbeiter stellen. Wir entwickeln unsere Mitarbeiter permanent weiter, um bei den sich rasant wandelnden Rahmenbedingungen flexibel zu sein und neue Chancen, wie sie sich beispielsweise durch KI bieten, sicher und souverän nutzen zu können. Aus diesem Grund haben wir 2025 das Programm ‚lebenslanges Lernen‘ für unsere Mitarbeiter eingeführt, das individuell zugeschnitten ist, eine übersichtliche Jahresplanung enthält und beispielsweise den Zugang zu Online-Modulen, Weiterbildungen an der Sparkassenakademie in Stuttgart oder externen Webinaren erleichtert. Außerdem begleiten wir Mitarbeiter bei einem Stellenwechsel oder neuen Aufgaben durch spezielle Schulungen“, so Geiger.
Im Jahr 2025 hat die Kreissparkasse kräftig in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. 4,8 Weiterbildungstage wurden 2025 durchschnittlich pro Mitarbeiter absolviert – soviele wie noch nie zuvor. 2024 waren es noch 3,5 Tage. Nahmen 2024 noch 425 Mitarbeiter an Webinaren zu unterschiedlichen Themenstellungen teil, waren es 2025 inzwischen 664 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Steigerung von 56 %.
Nachhaltigkeit – Umweltkennzahlen: Weg der Ressourceneinsparung und Energiegewinnung wird konsequent weitergegangen
Bereits seit Jahrzehnten investiert die Kreissparkasse erhebliche Beträge in den Umwelt- und Naturschutz. Mehr und mehr wertvolle Ressourcen wie Energie, Wasser und Papier werden eingespart. So wurde der Stromverbrauch pro Mitarbeiter von 3.288 Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2024 auf 3.171 kWh im Jahr 2025 um 3,6 % gesenkt. Der Papierverbrauch ist mit 63 Tonnen trotz eines gesetzlich vorgeschriebenen Mailingversands von 214.800 Briefen im Jahr 2025 gleichgeblieben.
Geiger betont: „Weil‘s bei uns um mehr als Geld geht, handeln wir nachhaltig: Ökonomisch, ökologisch und sozial. Deshalb legen wir u. a. Wert auf eine CO²-neutrale Energiegewinnung.“ In 2025 konnten wir 428.495 kWh an Kälte- und Wärmeenergie über unsere Geothermieanlagen abdecken. In 2024 waren es noch 399.149 kWh. Auch die Stromgewinnung aus Photovoltaik-Anlagen, der nahezu zu 100 % von der Kreissparkasse selbst genutzt wird, wurde nochmals kräftig um 23 % gesteigert: von 302.500 kWh im Vorjahr auf 371.780 kWh im Jahr 2025.
Social Media-Kanäle werden häufiger besucht und erfreuen sich wachsender Beliebtheit
„Für die Kommunikation mit unseren Kunden haben auch unsere Social Media-Kanäle 2025 weiter an Bedeutung gewonnen. Neben allgemeinen Informationen, Veranstaltungstipps und Gewinnspielen setzen wir hier zunehmend auf finanzielle Bildung. 2025 haben wir drei Video-Formate mit insgesamt 101 Videos etabliert, die Finanzthemen im ‚Finanz-ABC‘, im ‚Geldgeflüster‘ und bei ‚Campus & Cash‘ unterhaltsam vermitteln“, beschrieb Geiger. Beim Podcast „Bankgeheimnis“ gab es einen Moderatorenwechsel: Auf Michael Antwerpes folgte Kimsy von Reischach.
Insgesamt hatte die Kreissparkasse Ludwigsburg zum 31.12.2025 rund 19.400 Follower (2024: 17.100) auf Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Auf Instagram konnte die 5.000-Follower-Marke geknackt werden und die Beiträge erzielten dort eine Reichweite von 1,7 Mio. Aufrufen. Auf Facebook folgen konstant 10.000 Menschen der Kreissparkasse und riefen die Beiträge im vergangenen Jahr 1,5 Mio. Mal auf. Ein erfolgreicher Einstieg gelang bei YouTube-Shorts mit beeindruckender Steigerung der Reichweite um 488 % auf fast 48.000 Views. 2024 waren es noch 8.520 Zugriffe. Auch auf der Businessplattform LinkedIn stiegen die Followerzahlen weiter auf rund 3.500 zum 31.12.2025 von rund 2.900 noch ein Jahr zuvor.
Allgemein ginge der Trend Richtung Videos – insbesondere bei der jüngeren oder junggebliebenen Generation, weshalb die Kreissparkasse auch auf TikTok in den nächsten Wochen einen eigenen Kanal etablieren will. „Als Finanzdienstleister mit öffentlichem Auftrag wollen wir unseren Kunden dort begegnen, wo sie zuhause sind. Dies ist bei 16-Jährigen nun mal nicht die Filiale, sondern das Handy – auch hier können wir sinnstiftende Bildungsarbeit leisten und Lust auf Finanzthemen oder einen Job bei der Kreissparkasse machen“, so Geiger. Als Azubi oder Mitarbeiter könne man dann über die 2025 eingeführte Mitarbeiter-App „Just Social“ intern kommunizieren.
Innovative, digitale Services und Kundennähe bringt die Kreissparkasse perfekt in Einklang
Vorstandsmitglied Marco Beckbissinger erklärte zu Beginn seiner Ausführungen: „Wir freuen uns, dass von derzeit 535.026 Einwohnern im Landkreis nahezu jeder zweite sein Girokonto – und damit meist seine Hauptbankverbindung – bei uns hat.“ Rund 80 % sprich 196.047 wurden online geführt.
Kreissparkasse hat das dichteste Filialnetz und Spezialisten flächendeckend vor Ort
Mit ihren 91 Filialen, von denen 50 personenbesetzt und 41 reine SB-Filialen sind, bietet die Kreissparkasse das dichteste Filialnetz im Landkreis Ludwigsburg. Dies ist in der Bankenlandschaft nicht mehr selbstverständlich. „Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir 16,5 Mio. Euro in Gebäude und 1,5 Mio. Euro in die Banktechnik, IT und Einrichtung investiert“, berichtete Beckbissinger.
„Anfang des Jahres 2025 haben wir das Privatkundengeschäft neu strukturiert. Das bedeutet für unsere Kunden, dass ihnen nun auch Versicherungsspezialisten, Immobilien- und Finanzierungsberater sowie Gewerbekundenbetreuer in den BeratungsCentern um die Ecke und somit noch dezentraler zur Verfügung stehen. So können alle Anliegen mit einem Besuch schnell und kompetent beantwortet werden. Nach einem Jahr fühlen wir uns in der Neuausrichtung durch viel positives Kunden-Feedback bestätigt. Wir sind überall dort, wo der Kunde uns braucht: digital oder persönlich. Das verstehen wir unter gelebter Kundennähe“, so Beckbissinger.
Kräftige Investitionen in neue digitale Services
„Auch 2026 werden wir innovative Wege gehen, den technischen Ausstattungsgrad in den Filialen erhöhen und neue digitale, teilweise KI-gesteuerte Services testen bevor sie flächendeckend angeboten werden“, führte Beckbissinger weiter aus. „Dafür planen wir im laufenden Jahr ein Investitionsvolumen von 7 Mio. Euro für Einrichtung, Banktechnik und IT-Lösungen ein.“ Zahlreiche SB-Geräte werden durch neue Modelle ausgetauscht.
In der kürzlich neu eröffneten Filiale in Gerlingen wird bereits ein neues Bargeldkonzept erprobt, bei dem die Mitarbeiter keinen Zugriff mehr auf Bargeld haben. „Damit erhöhen wir die Sicherheit für unsere Mitarbeiter ohne Kundenservices einzuschränken“, so Beckbissinger. Keine Kasse, kein Überfallrisiko mehr. Ein- und Auszahlungen erfolgen direkt über die SB-Geräte, was für die meisten Kunden ohnehin bereits Routine sei.
Immer mehr Zahlungen werden digital abgewickelt – immer mehr Services und Produktabschlüsse werden online getätigt. Die Anzahl der Online-Produktabschlüsse und -Serviceaufträge stieg um 22,5 % von rund 120.000 im Jahr 2024 auf über 147.000 im Jahr 2025. „Dieser Entwicklung wollen wir mit unserer neuen KI-Mitarbeiterin KIM gerecht werden. KIM ist ein Avatar und kann unseren Kunden bei über 100 Service-Themen weiterhelfen. Sie spricht dabei 20 Sprachen und steht im SB-Bereich, so dass sie auch außerhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung steht“, beschrieb Beckbissinger die Vorteile.
Neben KIM wird auch eine Video-Beratung als Mehrwert für Kunden in der Gerlinger Filiale getestet. Wenn KIM an ihre Grenzen kommt oder man lieber einen echten Menschen bevorzugt, schaltet die Video-Stele eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter aus dem Ludwigsburger Kunden-Service-Center zu, der persönlich und individuell aus der Ferne weiterhelfen kann.
Eine der Erfolgsstorys des Jahres im Bereich Digitalisierung der Kreissparkasse ist der KI-Chatbot Linda+, der auf der Homepage automatisch zum Vorschein kommt, wenn man etwas länger verweilt oder auf der Suche ist. Die Weiterentwicklung von Linda ist erst seit Mai 2025 am Start und kann seitdem bereits ein Wachstum von 115 % der Chats verzeichnen. Linda+ beherrscht eine große Palette an Fremdsprachen und hilft bei den häufigsten Fragen sofort weiter. Im Schnitt chattet Linda+ 2.615-mal pro Monat mit Kunden. Davor waren es noch 1.213 Chats pro Monat. Von den über 26.000 Chats im Jahr 2025 konnte der Chatbot rund 23.800 vollständig bearbeiten. Und dies rund um die Uhr – auch am Wochenende.
Beckbissinger ergänzte: „Übrigens nutzen auch mehr und mehr unserer Mitarbeiter KI-Tools. Unser hauseigenes, datenschutzkonformes ChatGPT, der ‚S-KIPilot‘, erhielt Ende 2025 fast 11.000 Prompts, sprich Anfragen. Im vergangenen Jahr konnte die Qualität und der Funktionsumfang durch die Anbindung an internes Wissen nochmals deutlich verbessert werden, was die Schnelligkeit an Informationen zu gelangen erhöhte und bis zu durchschnittlich 18 Anfragen pro Monat und Mitarbeiter führte.“
Baufinanzierungen steigen kräftig
„Die Bauwirtschaft in unserer Region verzeichnet wieder einen leichten Aufschwung und positive Impulse sorgen für Aufwind. Bei der Entwicklung unseres Bestands an Wohnungsbaukrediten konnten wir einen Anstieg von über 53 Mio. Euro und rund 1,4 % verzeichnen – von rund 3,71 Mio. Euro im Jahr 2024 auf rund 3,76 Mio. Euro“, freute sich Beckbissinger. Nach wie vor gäbe es ein bis 30.03.2026 befristetes Sonderkreditprogramm mit einem attraktiven nominalen Jahreszins in Höhe von 3,59 % fest für 10 Jahre bei Grundschuldsicherung.
„Leider übersteigt die Nachfrage immer noch das Angebot, sonst hätten wir als Makler Nr. 1 im Kreis noch mehr Immobilien verkaufen können. Insgesamt haben durch uns 282 Immobilien einen neuen Eigentümer gefunden. Dabei haben wir ein Verkaufsvolumen von über 115 Mio. Euro erzielt“, so Beckbissinger. Den größten Anteil am Immobiliengeschäft habe nach wie vor die Gebrauchtimmobilie. Deshalb würden auch mehr und mehr Kunden den Modernisierungsrechner auf der Homepage der Kreissparkasse nutzen und sich von den mittlerweile 87 speziell ausgebildeten EnergieCoaches beraten lassen.
Versicherungen mit hauseigener Schadenregulierung
Der Sachversicherungsbestand der Kreissparkasse ist im Jahr 2025 unter dem Motto „alles aus einer Hand“ um rund 2% auf mittlerweile 9,6 Mio. Euro Jahresbeitrag gewachsen. In einem Umfeld, in dem viele Versicherer aktuell teilweise mit drastischen Kündigungen bzw. Bestandsabwanderungen zu kämpfen haben, ist das ein positives Signal.
„Unsere Kunden wissen unsere hauseigene Schadenregulierung zu schätzen und bleiben uns treu. So konnten auch im Jahr 2025 weit mehr als 100 Schadensfälle direkt durch unseren Innendienst reguliert werden. Auf diesem Weg reduzieren wir den Zeitaufwand für unsere Kunden und schaffen Mehrwerte in Form von schneller Hilfe im Schadensfall“, so Beckbissinger.
Vermögensverwaltung und Stiftergemeinschaft wachsen weiter
„Sowohl unser Private Banking als auch unser Wealth Management konnte zahlreiche Kunden für unsere Vermögensverwaltung gewinnen. Mit einem Volumen von 30 Mio. Euro wurde 2025 das größte Einzel-Mandat seit Bestehen der hauseigenen Vermögensverwaltung abgeschlossen. Insgesamt betreuen wir dort inzwischen 762 Mandate mit 618 Mio. Euro. Das sind 58 Mandate und 125 Mio. Euro mehr als noch vor einem Jahr“, berichtete Beckbissinger.
Der positive Jahresverlauf an der Börse trug nicht nur im Wertpapiergeschäft und in der Vermögensverwaltung zu einer positiven Entwicklung bei, sondern auch bei der Stiftergemeinschaft, die mittlerweile 110 aktive Stiftungen umfasse. Eine Steigerung um 10 % im Jahr 2025. Zusätzlich zur guten Wertentwicklung der Stiftungen konnten allein aus den Erträgen 440.000 Euro ausgeschüttet werden – meist an Projekte im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse – und fast 200.000 Euro in die Substanz zurückgeführt werden.