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StartRegionRems-Murr KreisNeugestaltung der Ortsmitte Winnenden

Neugestaltung der Ortsmitte Winnenden

RegionRems-Murr KreisNeugestaltung der Ortsmitte Winnenden

Mehr Sicherheit und Lebensqualität für Anwohner und Verkehrsteilnehmer

Winnenden.| Nach fast drei Jahren intensiver Bauarbeiten ist die Neugestaltung der ehemaligen Ortsdurchfahrt nun abgeschlossen. Die umfassende Maßnahme an der 1.250 Meter langen Strecke – inklusive seitlicher Anschlüsse mit einer Gesamtlänge von 1.400 Metern – markiert einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Sicherheit und Lebensqualität im Zentrum von Winnenden.

Mit dem breiten Fußweg und den auf der Fahrbahn verlaufenden Fahrradschutzstreifen steht nun allen Verkehrsteilnehmenden ausreichend Platz zur Verfügung, um zügig und sicher ihr Ziel zu erreichen. Mit der geänderten Verkehrsführung und den Blitzeranlagen entlang der Waiblinger Straße, welche die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h überwachen, ist der Verkehrsfluss stetiger und sicherer geworden.

Die Ende Juli 2022 gestartete und nun im Juni 2025 fertiggestellte Baumaßnahme umfasste eine Vielzahl an Arbeiten. „Insgesamt wurden 20.500 m² Oberfläche neugestaltet – davon 13.000 m² Asphaltflächen und der Rest Pflasterflächen. Rund 2.800 Meter Bordsteine wurden entfernt und wieder neu gesetzt. Der Abwasserkanal wurde auf 200 Meter Länge vergrößert und erneuert. Zudem erfolgte die Erneuerung der Wasserleitungen auf einer Strecke von etwa 1.200 Metern. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Neugestaltung war die Verbesserung der unterirdischen Infrastruktur, die für Verkehrsteilnehmende in der Regel nicht sichtbar ist. Insgesamt wurden 34.500 Meter Leerrohre und Kabelschutzrohre verlegt, um künftige Arbeiten dort mit minimalem Aufwand durchführen zu können“, erläuterte Erster Bürgermeister Norbert Sailer den für viele unsichtbaren Teil des Projekts.

Die neuen Fahrbahnmarkierungen umfassen 2.700 Meter Linien sowie 700 Quadratmeter Flächen, die zur besseren Orientierung und Sicherheit beitragen. Die einst schnurgerade Verkehrsführung wurde im Zuge der Maßnahme durch 61 Bäume und mehrere Grünstreifen in Fahrbahnteilern aufgelockert – die Fahrbahn schlängelt sich nun sanft durch das Stadtzentrum.

„Die Anforderungen an den Bereich der Ortsmitte haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert“, so Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. „An diese neuen Bedürfnisse haben wir die Ortsdurchfahrt mit dieser umfangreichen Maßnahme angepasst. Der Rad- und Fußverkehr erhält nun deutlich mehr Raum, was für mehr Komfort und Sicherheit sorgt. Mit der Begrünung durch Bäume und Grünflächen haben wir zudem versiegelte Flächen an vielen Stellen aufgebrochen – das wirkt sich gerade in den heißen Sommermonaten positiv auf das Stadtklima aus.“

In beiden Fahrtrichtungen weist der Radschutzstreifen einen Bereich für Fahrradfahrer aus. Der Schutzstreifen ist Teil der Fahrbahn und wird durch eine gestrichelte Linie vom restlichen Verkehr getrennt. Er dient dazu, Radfahrer sicher auf der Fahrbahn zu führen, darf jedoch in Ausnahmefällen auch von anderen Verkehrsteilnehmenden genutzt werden, um beispielsweise dem Gegenverkehr auszuweichen. Da in Winnenden für einen abgegrenzten Radfahrstreifen nicht genügend Fläche zur Verfügung stand, wurde mit dem Radschutzstreifen eine praktikable Lösung gefunden.

„Winnenden ist eine der ersten Kommunen, die beim Straßenumbau die neue Förderung des Landes für Ortsmitten nützt. Als Pionier geht sie erste Schritte voran, während andere noch darüber reden. Das macht Winnenden zum Vorreiter“, so Christoph Erdmenger, Leiter der Abteilung für nachhaltige Mobilität des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

Offizielle Einweihung

Bei der feierlichen Eröffnung am Samstag, den 28. Juni, dankte Oberbürgermeister Holzwarth neben den Bau- und Planungsfirmen, den Fördergebern und den städtischen Verantwortlichen besonders auch den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den anliegenden Gewerbetreibenden, die alle zur Feier eingeladen waren. Während der Bauphase ließen sich bekanntlich Beeinträchtigungen leider nicht vermeiden – doch wo möglich, wurden die Arbeiten so gestaltet, dass die Belastungen möglichst gering blieben. Im Namen der Stadtverwaltung bedankte sich Holzwarth herzlich für die Geduld und Kooperationsbereitschaft der Betroffenen.

Zur Einweihung lud die Stadt Winnenden zahlreiche Projektbeteiligte, Anwohnende und Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der vierten Klasse der benachbarten Kastenschule. Für das leibliche Wohl sorgten die Bio-Bäckerei Weber sowie der Imbiss am Kronenplatz. Beim symbolischen Durchschneiden des roten Bands halfen die Kinder mit großer Begeisterung.

Besonders profitiert der Bereich rund um den Kronenplatz von der neuen Verkehrsberuhigung, an dem auch die Kastenschule liegt. In dem direkt an die Innenstadt angrenzenden Abschnitt wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Zusätzliche Ampeln sowie das Ermöglichen der Fahrbahnquerung in einem längeren Straßenabschnitt machen den Weg in die Innenstadt für Fußgänger attraktiver und schaffen eine direktere Verbindung zum nahegelegenen Bahnhof. Zusammen mit dem Holzmarkt, auf dem derzeit der StattStrand beheimatet ist, und dem geplanten Soccer Court ergibt sich ein modernes, übersichtliches Erscheinungsbild der Innenstadt.

Für die Umgestaltung wurden insgesamt 9,7 Millionen Euro investiert. Die Stadt Winnenden erhält dafür eine Förderung in Höhe von 4,29 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg. Ergänzend kommen 679.500 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung hinzu.


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