Ludwigsburg trauert um seinen Ehrenbürger Horst Köhler

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OB Knecht: Ludwigsburg verliert einen Menschen, der die Stadt stets in seinem Herzen getragen hat

Ludwigsburg.| Der Ehrenbürger der Stadt Ludwigsburg und frühere Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler ist tot. In einer Pressemitteilung meldete das Bundespräsidialamt, dass Horst Köhler am heutigen frühen Samstagmorgen nach kurzer schwerer Krankheit gestorben sei. Er wurde 81 Jahre alt. Aus Anlass seines Todes erfolgt ab kommenden Montag eine Trauerbeflaggung am Rathaus. Ab Dienstag liegt dort zum Abschied von Horst Köhler ein Kondolenzbuch aus.

Im Jahr 2011 hatte die Stadt Ludwigsburg Horst Köhler und dessen Ehefrau Eva Luise gemeinsam das Ehrenbürgerrecht verliehen. Beide haben es stets verstanden, auf ganz besondere Weise den Verstand und die Herzen der Menschen, insbesondere derer in Ludwigsburg, zu erreichen, hieß es damals in der Begründung.

„Die Stadt Ludwigsburg und ihre Menschen trauern um unseren Ehrenbürger Professor Dr. Horst Köhler. Heimat und privates Glück sind für ihn stets mit Ludwigsburg verbunden gewesen. Auch das Ideal eines neuen Europas hatte für den jungen Horst Köhler seinen Ursprung in unserer Stadt, und zwar als Besucher der Rede an die Jugend des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle 1962 im Schloss. Diese prägenden Lebenserfahrungen haben ihn untrennbar mit Ludwigsburg verbunden und darauf sind die Menschen in unserer Stadt besonders stolz“, betont Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Wir nehmen Abschied von einem Menschen, der in der Geschichte der Stadt stets einen Ehrenplatz einnehmen wird. Er war mir ein wichtiger Ratgeber und Gesprächspartner. Ich habe insbesondere seinen feinen und zugewandten Humor sehr geschätzt. Wir sind in Gedanken bei seiner Ehefrau Eva Luise und den Hinterbliebenen. Ludwigsburg verliert einen Menschen, der die Stadt stets in seinem Herzen getragen hat.“

„Ludwigsburg ist die Stadt, die mir zum ersten Mal eine Ahnung von Heimat gab, als die Flüchtlingsfamilie Köhler nach Jahren des Lagerlebens hier eine Sozialwohnung bekam“, sagte Horst Köhler 2018 als Festredner der Stadtgründungsfeier aus Anlass des 300-Jahr-Jubiläums der Stadt Ludwigsburg.

Flucht über Leipzig und West-Berlin nach Ludwigsburg

Horst Köhler kam 1953 mit seiner damaligen Familie nach Ludwigsburg. Geboren wurde er im polnischen Skierbieszów, seine Eltern sind Bessarabiendeutsche. Hinter den Köhlers lagen Stationen der Flucht, die die Familie über Leipzig und West-Berlin schließlich nach Ludwigsburg führte. Sein Abitur machte der junge Horst Köhler 1963 am Ludwigsburger Mörike-Gymnasium und bis zuletzt pflegte er engen Kontakt zu ehemaligen Mitschülern.

Seit 1969 war Horst Köhler mit Eva Luise verheiratet. Sie ist eine gebürtige Ludwigsburgerin und Lehrerin. Sie haben zwei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder. Eva Luise Köhler ist seit 2005 Schirmherrin für die Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg und deren Freundeskreis.

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Tübingen mit Doktorarbeit am dortigen Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung begann ab 1976 für Horst Köhler die Zeit in der Politik. Auf die Stationen im Bundesministerium für Wirtschaft in Bonn und als Referent des damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg in Schleswig-Holstein folgte bis 1993 seine Tätigkeit im Bundesfinanzministerium.

Chefunterhändler beim Maastricht-Vertrag über Europäische Währungsunion

Als Staatssekretär leitete Köhler die Verhandlungen über den Abzug der sowjetischen Truppen aus der DDR. Zudem war er Chefunterhändler beim Maastricht-Vertrag über die Europäische Währungsunion. Im Jahr 1993 wurde Horst Köhler Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes, ab 1998 leitete er die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London, ehe er im Jahr 2000 Direktor des Internationalen Währungsfonds in Washington wurde.

Die Bundesversammlung wählte Köhler 2004 zum neunten Bundespräsidenten der Bundesrepublik. Er warb innenpolitisch für zukunftsfähige Arbeitsplätze, ein besseres Bildungswesen und einen kreativen Umgang mit dem demografischen Wandel. In der Außenpolitik mahnte er eine Globalisierung mit verlässlichen Regeln an sowie eine echte Partnerschaft mit dem afrikanischen Kontinent.

2009 wurde er wiedergewählt. Nach nur einem Jahr trat Köhler nach Kritik an seinen Ausführungen zu Militäreinsätzen im Ausland zurück. Bis zuletzt machte sich Horst Köhler stark für eine bessere Partnerschaft mit Afrika, einen weltweiten Wandel zu Nachhaltigkeit und eine partnerschaftliche internationale Politik.


Geschäftsjahr 2024: Marktentwicklung bremst Bosch

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Kostendruck steigt – Fortschritte bei Strategie 2030

  • Geschäftsentwicklung 2024: 90,5 Milliarden Euro Umsatz / operative EBIT-Rendite 3,5 Prozent.
  • Strategie 2030: Portfoliogestaltung steigert Wettbewerbsfähigkeit.
  • KI stärkt Kerngeschäft: Milliardenumsatz bis 2030 mit Software und Services.
  • Wachstum: Klimawandel im Fokus von Innovationen.
  • Wirtschaftspolitik: Mehr Markt und Investitionen für ein starkes Europa.
  • Bosch-Vorsitzender Hartung: „Unsere Technologien für die Mobilität von morgen und das Zuhause der Zukunft bleiben wichtige Wachstumsfelder.“
  • Bosch-Finanzchef Forschner: „Im Geschäftsjahr 2025 wollen wir auch unter widrigen Bedingungen Umsatz- und Ergebnissituation verbessern.“

Stuttgart.| Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch erreichte im Geschäftsjahr 2024 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 90,5 Milliarden Euro1. Die Erlöse liegen nominal um ein Prozent unter Vorjahr, wechselkursbereinigt auf Vorjahreshöhe. Die operative EBIT-Rendite liegt bei 3,5 Prozent. „Auch Bosch konnte sich trotz größter Anstrengungen den wirtschaftlichen Realitäten nicht entziehen, aber im Branchenvergleich noch respektabel behaupten“, sagte Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen. „Unsere Technologien für die Mobilität von morgen und das Zuhause der Zukunft bleiben für uns wichtige Wachstumsfelder.“ Für die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum habe Bosch im Geschäftsjahr 2024 mit Zu- und Verkäufen strategische Portfolioentscheidungen umgesetzt. Zugleich musste das Unternehmen laut Hartung auch Strukturanpassungen vornehmen.

Auf die Geschäftsentwicklung der Bosch-Gruppe wirkten sich neben dem schwachen Wachstum der Weltwirtschaft auch erhebliche Marktverzögerungen in Wachstumsfeldern wie der Elektromobilität ungünstig aus. Das Ergebnis belasteten fehlende Umsätze und damit nicht ausgelastete Kapazitäten sowie weiterhin hohe Vorleistungen für Zukunftstechnologien und Vorkehrungen für erforderliche strategische Anpassungen. Trotz aller Herausforderungen verfolgt Bosch seine ambitionierten Geschäftsziele konsequent weiter: Bis 2030 will das Unternehmen in seinen Geschäftsfeldern zu den führenden Anbietern in wesentlichen Märkten gehören. Darüber hinaus peilt Bosch im Durchschnitt ein jährliches Umsatzplus von sechs bis acht Prozent bei einer Rendite von mindestens sieben Prozent an.

Wachstumsstrategie: Portfoliogestaltung erhöht Geschäftschancen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Bosch seine Strategie 2030 zielstrebig um und erreichte wichtige Meilensteine. Dazu gehört der geplante Erwerb des Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäfts von Johnson Controls und Hitachi in Höhe von rund acht Milliarden US-Dollar. Mit der geplanten Akquisition will Bosch seine Präsenz in Wachstumsmärkten wie den USA und Asien ausbauen. „Wir verfolgen auch im aktuellen Gegenwind konsequent unsere Wachstumsstrategie, und wir werden entscheidende Technologien für die Welt von morgen auch weiterhin entschlossen vorantreiben“, erklärte der Bosch-Chef. Mit dem erfolgreichen Verkauf von großen Teilen seines Produktgeschäfts für Sicherheits- und Kommunikationstechnik im Geschäftsbereich Building Technologies wird sich Bosch zukünftig auf das Systemintegrationsgeschäft konzentrieren und weiter wachsen. Damit zielt Bosch auf eine ausgewogenere Balance seiner Unternehmensbereiche, will sich robuster aufstellen und sein Portfolio zukunftsweisend ausbauen.

Zukunftstechnologien: Innovationen schaffen Technik fürs Leben

Um seine Wachstumsziele zu erreichen, treibt Bosch Innovationen in Zukunftsfeldern voran. „Elektromobilität, Wasserstoff und nachhaltige Technologien bleiben ein Wachstumsgeschäft und im Fokus unserer Innovationen“, betonte Hartung mit Blick auf die anhaltende Herausforderung durch den Klimawandel. In den USA testet Bosch zum Beispiel eine sogenannte Kryopumpe, die bis zu 600 Kilogramm flüssigen Wasserstoff pro Stunde verdichtet. Mit der Pumpe kann ein Lkw innerhalb von zehn Minuten genügend Wasserstoff für die nächsten 1 000 Kilometer tanken. Auch bei den Hausgeräten geht Bosch voran: Mit einer energieeffizienten XXL-Einbau-Kühl-Gefrier-Kombination ist Bosch in wenigen Wochen weltweit der erste Anbieter, der ein Hausgerät für die herstellerübergreifende Vernetzung mit dem neuen Standard Matter auf den Markt bringt. Am alltagstauglichen Einsatz von KI arbeiten rund 5 000 KI-Experten von Bosch: Zum Beispiel ermöglicht ein neuer KI-gestützter Notrufservice für Fahrstuhlnutzer einen simultan übersetzten Hilferuf in Muttersprache, ohne Aufzüge umrüsten zu müssen.

Digitale Lösungen: Künstliche Intelligenz stärkt Kerngeschäft

Intelligente Software und digitale Dienste haben sich für Bosch mittlerweile zu einer wichtigen Säule für das Kerngeschäft entwickelt. „Wir setzen KI immer stärker in unseren eigenen Prozessen ein und verbessern damit Qualität und Produktivität sowohl in den Werken wie in den Büros“, sagte Hartung. „Auch aus unseren Produkten und Lösungen ist KI nicht mehr wegzudenken.“ Bosch erwartet einen Umsatz mit Software und Services von mehr als sechs Milliarden Euro bis Anfang der nächsten Dekade. Rund zwei Drittel dieses Umsatzes sollen dabei auf den Geschäftsbereich Mobility entfallen. „Beim assistierten und automatisierten Fahren spielt KI bei Bosch schon seit Jahren eine wichtige Rolle“, verdeutlichte der Bosch-Chef. „Wir treiben die softwaredefinierte Mobilität auch jenseits der KI voran – damit ist Bosch ein idealer Partner für die großen Tech-Player weltweit.“ Ein Beispiel ist die Systemlösung Vehicle Motion Management. Diese ermöglicht unter anderem Brake-by-wire-Bremssysteme, bei denen ein elektronisches Bremspedal ohne mechanische Kopplung zum Einsatz kommt.

Wirtschaftspolitik: Wettbewerbsfähigkeit für ein starkes Europa

Für Wachstumsimpulse setzt Bosch auf neue politische Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU. Laut Bosch-Chef Hartung gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität als Wirtschaftsstandort zu stärken. „Eine starke EU besteht aus weniger Vorgaben und mehr Investitionen sowie weniger Barrieren und mehr Markt“, erklärte Hartung. Mit Blick auf Energiepreise, Bürokratie und fehlende Investitionen in die Infrastruktur des Heimatmarktes Deutschland wünscht sich Hartung, nach der Bundestagswahl schnell vom Reden ins Handeln zu kommen. „Alles, was das wirtschaftliche Handeln vereinfacht, geht in die richtige Richtung“, sagte der Bosch-Chef. „Dann können Deutschland und Europa wirtschaftlich und technologisch auch in Zukunft an der Weltspitze mitspielen.“ Bosch will wie bisher seinen Beitrag dazu leisten: Auch im kommenden Jahr sollen rund 40 Prozent der weltweiten Investitionen des Unternehmens an deutsche Standorte gehen.

Geschäftsverlauf 2024: Marktentwicklung beeinflusst Spartenumsätze

Die Umsatzzahlen der Unternehmensbereiche von Bosch spiegeln deutlich die Marktentwicklung wider. „Das Jahr 2024 war insgesamt geprägt durch die seltene Konstellation, dass sich alle unsere Fokusmärkte gleichzeitig nur schwach entwickelten“, erklärte Markus Forschner, Geschäftsführer und Finanzchef der Robert Bosch GmbH. Der Unternehmensbereich Mobility erzielte mit einem Umsatz von 55,9 Milliarden Euro in etwa das Vorjahresniveau. Trotz des rückläufigen Marktes blieben die Erlöse auch wechselkursbereinigt nahezu unverändert. Im Unternehmensbereich Industrial Technology erreichte der Umsatz 6,5 Milliarden Euro. Das sind nominal 13 Prozent weniger als im Vorjahr, wechselkursbereinigt minus zwölf Prozent. Die schwache Maschinenbaukonjunktur hatte die Hauptmärkte Europa, China und Amerika besonders hart getroffen. Im Unternehmensbereich Consumer Goods stiegen die Erlöse nominal um zwei Prozent auf 20,3 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt lagen sie sogar drei Prozent über dem Vorjahr. Damit erziele Bosch im Konsumgütergeschäft erstmals nach dem Nachfrageeinbruch am Ende der Corona-Pandemie wieder Zuwächse. Im Unternehmensbereich Energy and Building Technology erreichten die Erlöse 7,5 Milliarden Euro. Nominal und wechselkursbereinigt lag der Umsatzrückgang bei drei Prozent. Wesentlich dafür war die gedrückte Stimmung auf dem Heizungsmarkt in Europa.

Geschäftsverlauf 2024: Verhaltene Umsatzentwicklung in den Regionen

Neben der Marktentwicklung wirkte sich die Konjunktur unterschiedlich stark auf die Umsatzentwicklung in den Regionen aus. „Das Europageschäft war besonders von der konjunkturellen Entwicklung betroffen“, erklärte Forschner. In Europa lag der Umsatz mit 44,5 Milliarden Euro nominal und wechselkursbereinigt fünf Prozent unter dem Vorjahr. Auch in Amerika und Asien-Pazifik wuchsen die Umsätze eher verhalten. Dafür ausschlaggebend war die Entwicklung in Nordamerika sowie China. In Nordamerika stieg der Umsatz nominal und wechselkursbereinigt um fünf Prozent auf 16 Milliarden Euro. In Südamerika lag der Umsatz bei 1,8 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von nominal sechs Prozent, wechselkursbereinigt von zwölf Prozent. In Asien-Pazifik erreichten die Erlöse 28,1 Milliarden Euro. Der Zuwachs lag nominal bei einem Prozent, wechselkursbereinigt bei drei Prozent.

Mitarbeiterentwicklung 2024: Geringerer Personalbedarf zeichnet sich ab

Bosch beschäftigte zum Stichtag 31.12.2024 weltweit rund 417 900 Menschen – das sind knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr (-11 500). Wesentliche regionale Veränderungen gab es in Europa und in Asien. Auch in Deutschland verringerte sich die Mitarbeiterzahl um rund drei Prozent (-4 400) auf gut 129 800.

Ausblick 2025: Schwache Konjunktur erhöht weiteren Kostendruck

Ein sehr anspruchsvolles Umfeld erwartet die Bosch-Gruppe auch für das laufende Jahr. „Wir stellen uns auf eine weiterhin nur moderat wachsende Weltwirtschaft ein“, sagte Forschner. „Die globale Wirtschaft dürfte erst 2026 wieder etwas anziehen.“ Bosch erwartet für 2025 einen Konjunkturanstieg von zunächst lediglich 2 ½ Prozent. Um seine Wachstumsstrategie umzusetzen, verfolge das Unternehmen seine Finanzziele zielgerichtet weiter. „Auch angesichts anhaltend widriger Rahmenbedingungen wollen wir unsere Umsatz- und Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2025 weiter verbessern“, betonte Forschner. Aus Sicht des Finanzchefs ermöglicht nur profitables Wachstum die kraftvolle Weiterentwicklung des Unternehmens. Bosch will dementsprechend 2026 seine Zielrendite von sieben Prozent erreichen. Dazu solle die Wettbewerbsfähigkeit auf allen Ebenen weiter gesteigert werden – von attraktiven Produkten über marktfähige Kosten bis hin zu passenden Strukturen für ein zukunftsweisendes Portfolio. „Sinnvolles Sparen und zielgerichtetes Investieren sichern uns die dazu erforderlichen Gestaltungsspielräume“, verdeutlichte Forschner. Das werde nicht einfach, verlange größte Anstrengungen und schließe auch schmerzhafte Entscheidungen nicht aus.

1 Gerundete Zahlen, ggf. Abweichungen zu späteren Kennzahlen des Konzernjahresabschlusses.


Hope Cornell ist nun Headcoach Softball

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Stuttgart.| Hope Cornell übernimmt ab sofort als Headcoach das Damen-Bundesligateam der Stuttgart Reds. Die 37-jährige aus Delaware/USA stammende Cornell, nun seit mehr als 10 Jahren in Stuttgart heimisch und in der Stadt beruflich und sozial fest verwurzelt, übernimmt das überaus erfolgreiche Softball-Team vom bisherigen Führungsduo Markus Weil und Christoph Manske.

Die beiden bisherigen Trainer führten die Reds-Damen in den letzten Jahren stetig in die Spitzengruppe des deutschen Softball. 2024 schien ein Finaleinzug zur Deutschen Meisterschaft möglich, allerdings verlor man im Viertelfinale die beiden souverän gewonnenen Spiele leider am grünen Tisch, da in der Spielordnung eine Regel an falscher Position stand, und daher eine unberechtigte Spielerin eingesetzt wurde. Auch im Deutschlandpokal blieb das Happy End aus. Die Reds mussten sich mit dem Vize-Titel begnügen und sich in einem starken Finalturnier nur den Bonn Capitals geschlagen geben.

So sehr die Niederlage schmerzte, bedeutete der Vize-Titel den bisher größten Vereinserfolg in der Bundesligageschichte der Stuttgart Reds. Aus persönlichen und vor allem zeitlichen Gründen ist eine Fortführung des Engagements des Trainerduos nicht weiter möglich. Damit geht für beide Trainer eine überaus erfolgreiche, teilweise 30-jährige Trainerkarriere in verschiedenen Mannschaften der Stuttgart Reds – zumindest vorerst – zu Ende.

Mit Hope Cornell bekommt das Erfolgsteam keine Unbekannte als Coach. Hope Cornell zog vor über 10 Jahren aus Liebe zum Softballsport von Italien nach Stuttgart. Seitdem ist die Amerikanerin nicht mehr wegzudenken vom Damenteam des TV Cannstatt. Dabei führte die ehemalige US-Collegespielerin in den deutschen Ligen über mehrere Jahre bis heute viele Offensiv- aber auch Defensivstatistiken an und zählte zu den besten Sportlerinnen der deutschen Eliteliga.

In den letzten Jahren übernahm Cornell immer mehr Verantwortung bei den Reds und reifte von einer Führungsspielerin zur Trainerin. Nach dem Abgang des Duos Weil/Manske ging kein Weg an Hope Cornell als Trainerin des Reds-Softballsports vorbei. Allerdings ganz als Spielerin kann das Team nicht auf Cornell verzichten. Dafür ist sie immer noch zu stark und dominant in der Bundesliga. Vermutlich wird Hope Cornell aber immer weniger auf dem Spielfeld stehen als bisher, dafür viel öfters in der Coaching-Box am Rande des Softballfeldes am Schnarrenberg. Denn auch 2025 möchten die Reds-Damen erfolgreiche Playoffs bestreiten und endlich das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreichen.


W&W-Gruppe erhält Auszeichnung Prime Standard bei Nachhaltigkeit

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Die W&W-Gruppe hat ihr Nachhaltigkeitsrating durch die Ratingagentur ISS verbessert. Sie erhält die Auszeichnung „Prime Standard“.

Nachhaltigkeit als bedeutender strategischer Erfolgsfaktor steht im Fokus von Kundinnen und Kunden, Stakeholdern und Finanzaufsicht. Als S-DAX-Konzern und großer Anleiheemittent wird die W&W-Gruppe von gleich mehreren ESG-Ratingagenturen gemonitored. Anhand von Ratings wird die Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen ähnlich der finanziellen Performance bewertet. Die Bewertungen erfolgen entlang den internationalen ESG Kriterien Umwelt, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung.

„Die Auszeichnung mit dem Prime Rating durch ISS ist eine wichtige externe Bestätigung unserer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie und unserer umfangreichen Nachhaltigkeitsaktivitäten. Das Ergebnis unterstreicht zugleich unser Ambitionsniveau“, sagt Felix Batsching, Leiter Konzernentwicklung der W&W-Gruppe und verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie des Finanzdienstleisters.

Mit der aktuellen Bewertung durch die unabhängige Ratingagentur ISS gehört die W&W-Gruppe zu den besten 25 Prozent in der Branche Versicherungen, die mehr als 200 Unternehmen umfasst. Besonders in den Bereichen Mitarbeiter, Unternehmensführung, Asset Management, Geschäftsbetrieb und Gesellschaft konnte die W&W-Gruppe überzeugen.


Barock Volleys mit klaren Zielen

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Ludwigsburgs Zweitliga-Volleyballer wollen ihre Siegesserie am Samstag gegen Dresden weiter ausbauen

Drei Heimspiele, drei Siege – so lautet die Bilanz der Barock Volleys MTV Ludwigsburg im Januar 2025. Am Samstag folgt nun die vierte Partie zuhause, diesmal gegen den VC Dresden (19 Uhr) wieder in der Innenstadtsporthalle. Die Barockstädter freuen sich nach zwei erfolgreichen Event-Spieltagen in der Rundsporthalle wieder auf „ihre“ Heimhalle und gehen voller Energie in die Partie. Kapitän Ben-Simon Bonin sagt mit Blick auf Samstag: „Wir haben diese Woche weiter hart dafür gearbeitet, um auch das vierte Heimspiel in Folge zu gewinnen und die offene Rechnung mit Dresden aus dem Hinspiel im Oktober zu begleichen.“

Abstimmung in allen Spielelementen immer besser

Dresden steht mit derzeit 24 Punkten auf Tabellenplatz sechs, die Barock Volleys rangieren nur drei Punkte dahinter auf Rang acht und könnten mit einem Sieg in der Tabelle weiter nach oben klettern. Seit fünf Spielen ist die Ludwigsburger Mannschaft ungeschlagen. Selbstbewusstsein und Selbstverständnis im Team wachsen weiter, die Abstimmung in allen Spielelementen wird ebenfalls immer besser. Das Ziel ist klar: „Wir werden alles dafür geben, die Serie weiter auszubauen“, kündigt Trainer Michael Dornheim an, „und wir freuen uns auf unsere Fans und möglichst viele Zuschauer, die uns unterstützen und denen wir hochklassigen Volleyball bieten wollen.“


Weltkrebstag 2025: Rauchfrei für ein längeres Leben

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Berlin/Köln.| Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland – rund 62 000 Menschen erkranken jährlich neu, etwa 45 000 sterben daran. Für mehr als 80 Prozent der Lungenkrebsfälle ist Rauchen der Auslöser. Wer mit dem Rauchen aufhört, kann das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, daher erheblich senken. Zum Weltkrebstag am 4. Februar 2025 weisen der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Unterstützungsangebote für einen Rauchausstieg hin. Der Rauchstopp senkt auch das Risiko für andere Krebsarten wie Kehlkopf-, Speiseröhren-, Mundhöhlen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Krebserregende Stoffe im Tabakrauch

Das hohe Krebsrisiko ist auf die krebserregenden Stoffe im Zigarettenrauch zurückzuführen. Ungefähr 90 verschiedene Substanzen im Tabakrauch verursachen entweder nachgewiesenermaßen Krebs oder stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Aufgrund fehlender Langzeitstudien lässt sich das Krebsrisiko durch den langjährigen Konsum von E-Zigaretten oder Tabakerhitzern aktuell nicht zuverlässig einschätzen. Die BZgA rät jedoch auch hier zur Vorsicht, da im Dampf von E-Zigaretten bereits schädliche und potenziell krebserregende Stoffe nachgewiesen wurden. Ein kompletter Rauchstopp verringert das Risiko, an Krebs zu erkranken deutlich – auch für Menschen in der Umgebung, die passiv mitrauchen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert: „Rauchen verursacht unendliches menschliches Leid für die Betroffenen und ihr Umfeld. Aber auch angesichts der vielen anderen Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, können wir es uns nicht leisten, die Themen Rauchen und Rauchentwöhnung links liegen zu lassen. Rauchen belastet das Gesundheitssystem, kostet Fachkräfte, schädigt die Umwelt und hat enorme soziale und gesundheitliche Folgen. Die Wissenschaft sagt uns, was zu tun ist und auch viele andere Länder zeigen uns auf, was hilft: Schluss mit Werbung, kein Sponsoring mehr, mehr Hilfe beim Rauchausstieg, ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten, konsequenterer Nichtraucherschutz, zum Beispiel bei Eltern, die im Beisein von Kindern im Auto rauchen. Das alles wäre schon mal ein Anfang!“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter der BZgA und Errichtungsbeauftragter eines Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BiÖG): „Die gute Nachricht: Nach einem Rauchstopp geht das Risiko für eine Krebserkrankung stetig zurück. Je früher Sie einen Schlussstrich unter das Kapitel ‚Rauchen‘ ziehen, desto besser. Gleichzeitig ist es nie zu spät – ein Rauchstopp ist in jeder Lebenssituation und in jedem Alter ein gesundheitlicher Gewinn. Zehn Jahre danach verringert sich das Lungenkrebsrisiko um etwa die Hälfte. Es lohnt sich also, dran zu bleiben – die BZgA unterstützt Sie mit ihrem Ausstiegsprogramm, der Telefonberatung und weiteren Informationen gerne dabei.“

Viele Menschen profitieren bei ihrer Tabakentwöhnung von professioneller Hilfe und der Unterstützung durch Gleichgesinnte. In der rauchfrei-Community auf der BZgA-Internetseite www.rauchfrei-info.de helfen sich Menschen, die rauchfrei werden möchten, gegenseitig. Begleitet werden sie von den ehrenamtlich tätigen rauchfrei-Lotsinnen und -Lotsen. Das sind erfolgreiche Ex-Rauchende, die nach einer Schulung durch die BZgA andere Menschen bei ihrem Rauchausstieg unterstützen.

Übersicht der BZgA-Unterstützungsangebote für den Rauchstopp:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum, unterstützender täglicher E-Mail und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und -Lotsen unter: https://rauchfrei-info.de/aufhoeren/das-rauchfrei-ausstiegsprogramm/
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ oder „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: BZgA-Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird, unter: www.instagram.com/rauchfrei_info

Musik-Kabarett mit Jankowski & Klaffke

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Ostfildern.| Am Freitag, 31. Januar, 21 Uhr, ist das Duo „Jankowski & Klaffke“ mit seinem aktuellen Programm „So schön kaputt“ zu Gast im Theater An der Halle.

Eine Studentenbude kostet im Monat so viel wie ein Kleinwagen, Schulbücher gibt’s nur noch als Hörbuch, weil Drittklässler nicht richtig lesen können, und die Bahn ist irgendwo verschollen im Funkloch-Nirvana. Egal ob Mietenwahnsinn, Bildungskatastrophe oder Baustellen-Bingo – der Markt regelt nichts, und das einzige, das immer weiter wächst, ist die Ungleichheit. Denn dein Geld ist ja nicht weg – es hat nur jemand anderer.

Sandra Jankowski und Frank Klaffke analysieren in ihrer virtuosen Musik-Kabarett-Show die Lage: humorvoll, kritisch, emotional und mit einer starken Prise Erkenntnis. Wenn die beiden ihrer Spielfreude freien Lauf lassen, kann auf der Bühne einfach alles passieren: mitreißende Live-Songs, witzige Sketche und kluges Pointengewitter.

Eine Veranstaltung des städtischen Kulturbüros. Karten zu 19,50 – 25 Euro im Ticketservice an der Halle, Tel. 0711 3404-800, im Stadthaus, Tel. 0711 3404-144,  an der Abendkasse und auf www.reservix.de.


Wüstenrot Immobilien: Vermittlungen 2024 stark gesteigert

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Mit 26 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielte die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) 2024 den zweitbesten Wert bei den Objektvermittlungen der Firmengeschichte. Nach zwei Jahren marktbedingter Rückgänge der Immobilienumsätze ist die WI damit wieder auf der Erfolgsspur. Für 2025 sieht das bundesweit tätige Maklerunternehmen der W&W-Gruppe weiter gute Marktchancen.

Günstigere Zinsen im Jahr 2024 und die Marktanpassung der Kaufpreise haben den Negativtrend bei Wohnimmobilien gestoppt und die Erschwinglichkeit zum Kauf von Wohneigentum verbessert. Der Verkaufsumsatz der WI ist 2024 von 494 Millionen Euro um 26,6 Prozent auf 625 Millionen Euro gestiegen. Die Nettocourtage erhöhte sich von 26,5 Millionen Euro auf 33,4 Millionen Euro, das ist ein Plus von 26 Prozent. Die Objektvermittlungen sind nahezu vollständig Bestandsimmobilien zuzuordnen. Die Vermittlung von Neubauimmobilien hat 2024 so gut wie keine Rolle gespielt.

Beim Cross-Selling, das aus der Zusammenarbeit der WI mit den Außendiensten der W&W-Gruppe resultiert und vor allem Baufinanzierungs- und Bauspargeschäft beinhaltet, stieg der Vermittlungsumsatz 2024 um 77 Prozent auf 201 Millionen Euro.

„Dass wir die Bodenbildung am Markt trotz der schwächeren Ausgangsbasis wegen geringerer Preise zu solchen Steigerungen nutzen konnten, ist sehr erfreulich, denn Prognosen sahen maximal leichte Steigerungen. Besonders stolz macht uns, dass wir während der Krisenzeit die Anzahl unserer Vertriebspartnerinnen und -partner steigern konnten, was unser resilientes Geschäftsmodell bestätigt. Unsere motivierten Außendienstpartnerinnen und -partner haben eine Spitzenleistung hingelegt“, sagt Jochen Dörner, Sprecher der WI-Geschäftsführung.

Rund 86 Prozent der Vermittlungen fanden bei Kaufpreisen im Preissegment bis 500.000 Euro statt. Das sei ein klares Indiz dafür, was sich Kaufinteressenten derzeit finanziell leisten können, sagt Dörner.

Die Vermittlung gebrauchter Eigentumswohnungen hat stark zugelegt. So haben Interessenten ihre Kaufabsicht für ein Eigenheim aus finanziellen Gründen oftmals aufgegeben und sind auf eine familiengerechte Eigentumswohnung umgestiegen. Zudem sind hier wegen steigender Mieten auch die Kapitalanlegerinnen und -anleger wieder aktiv.

Die vermittelten Verkaufspreise der WI haben 2024 weiter nachgegeben. Bei den Eigenheimen sanken sie im Schnitt um sieben Prozent und bei den Eigentumswohnungen im Schnitt um zwei Prozent.

Insgesamt entfällt lediglich ein kleiner Teil auf Gebäude mit besten Energieeffizienzwerten. Jochen Dörner: „Aus finanziellen Gründen werden oft ältere Immobilien gekauft, wie der hohe Vermittlungsanteil der Immobilien in der Preisschwelle bis 500.000 Euro belegt. Saniert wird aus finanziellen Gründen überwiegend Schritt für Schritt. Für hohe Investitionen einer Komplettsanierung reichen das Eigenkapital und die staatlichen Zuschüsse meist nicht aus.“

Die Beratungen von Immobilienverkäufern und Kaufinteressenten sind anspruchsvoller und komplexer geworden. „Um eine gute Beratung zu bieten, absolvieren unsere Maklerinnen und Makler verstärkt Weiterbildungen. Als Fachmakler für Gebäudemodernisierung (Sprengnetter), Fachmakler für Erbschaftsimmobilien (EBZ), Fachmakler für Immobilienverrentung (EBZ) und Fachmakler für Neubauimmobilien (EBZ) beraten wir unsere Kundinnen und Kunden individuell und professionell“, betont Dörner.

Für 2025 erwartet die WI eine Fortsetzung der wiederbelebten Nachfrage und der Zunahme von Kaufabschlüssen. Die Entwicklung hat gezeigt, dass der Wunsch nach Wohneigentum ungebrochen ist.

Unsicherheitsfaktoren sind die unsichere geopolitische Lage, die schwache Wirtschaft in Deutschland und mögliche Erschwernisse durch Einführung von Zöllen und Sanktionen mit negativen Auswirkungen auf Preise und Zinsen, Beschäftigung und Wirtschaftswachstum. Bei den Themen Klimapolitik und Gebäudemodernisierung muss abgewartet werden, welche Politik die künftige Regierung verfolgt und wie Sanierungen mit Zuschüssen gefördert werden.


KI im Alltag: Was Verbraucherinnen und Verbraucher wissen sollten

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Bonn.| Ob bei der Recherche mithilfe eines Sprachmodells oder beim Entsperren des Smartphones per Gesichtserkennung: Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt viele Menschen im Alltag. Für Verbraucherinnen und Verbraucher stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher niedrigschwellige Informationen zu Sicherheitsrisiken und Schutzmaßnahmen bereit – unter anderem in einem „Wegweiser für den digitalen Alltag“ und im Podcast „Update verfügbar“.

KI-Anwendungen erfassen große Datenmengen, auf die es mitunter auch Cyberkriminelle abgesehen haben. Sie versuchen zum Beispiel, die Eingaben von Nutzerinnen und Nutzer auszulesen. Denkbar ist auch, dass Cyberkriminelle Anwendungen so manipulieren, dass sie nicht mehr oder anders als vorgesehen reagieren – beispielsweise gezielt nach sensiblen Daten fragen. Postadresse, Passwörter oder Kreditkarteninformationen sollten jedoch nicht in falsche Hände geraten und daher auch nicht unüberlegt z.B. in Eingabefeldern von Sprachmodellen landen. Indem sie möglichst wenig über sich preisgeben, minimieren Nutzerinnen und Nutzer im Ernstfall den Schaden.

Wer KI nutzt, vergisst zudem schnell: Auch sie kann sich irren. Ein Beispiel sind Sprachmodelle, die halluzinieren. Sie stützen sich etwa auf Quellen, die sie frei erfunden haben. Im Alltag gilt es, das Risiko abzuwägen. Irrt sich eine Gesundheitsanwendung, die auf Basis bestimmter Symptome eine Diagnose stellt, kann dies ernsthafte Konsequenzen haben. Ordnet eine KI-basierte Foto-App hingegen das Foto einer Person dem falschen Kontakt zu, ist das weniger gravierend. Grundsätzlich wichtig ist jedoch, dass Nutzerinnen und Nutzer die Vorschläge der Anwendung kritisch hinterfragen.

Nicht zuletzt verwenden auch Kriminelle Künstliche Intelligenz – zum Beispiel um Betrugsmaschen zu verbessern. Mithilfe von KI ist es etwa leicht, E-Mails auch ohne Sprachkenntnisse zu verfassen. Darüber hinaus ermöglicht KI es, Videos zu manipulieren oder die Stimmen anderer am Telefon zu imitieren. So können sich Betrügerinnen und Betrüger zum Beispiel als enge Kontakte einer Person ausgeben, eine Notlage fingieren und um Geldzahlungen bitten. Wer Verdacht schöpft, sollte die jeweilige Person oder auch Institution auf anderem Weg kontaktieren – im Zweifelsfall analog.

Den „Wegweiser für den digitalen Alltag: Künstliche Intelligenz sicher nutzen“ mit allen elf Handlungsempfehlungen können Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Multiplikatoren aus der Präventions- und Vermittlungsarbeit kostenlos auf der Webseite des BSI herunterladen oder als Printversion bestellen. In der 50. Folge des BSI-Podcasts „Update verfügbar“ blickt das Moderationsduo außerdem gemeinsam mit BSI-Mitarbeiterin Annika Rüll auf den Hype rund um KI und diskutiert: Wo steht KI heute?

Darüber hinaus finden Verbraucherinnen und Verbraucher auch auf der Webseite des BSI weiterführende Informationen rund um IT-Sicherheit und IT-Themen wie Künstliche Intelligenz.


Sportdirektorin im Allianz MTV Stuttgart freigestellt

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Sportdirektorin Kim Oszvald-Renkema und die stuttgart indoors GmbH einigen sich auf eine Freistellung

Auf Wunsch der stuttgart indoors GmbH sind die Sportdirektorin der Bundesligamannschaft des Allianz MTV Stuttgart, Kim Oszvald-Renkema und die stuttgart indoors GmbH übereingekommen, dass Frau Oszvald-Renkema ihre aktive Tätigkeit als Sportdirektorin mit sofortiger Wirkung bis zur Beendigung der Zusammenarbeit einstellt.