Energiewende gelingt nur mit Effizienzsteigerungen

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Bodo Skaletz, Geschäftsführer des Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim zu Gast bei der Ludwigsburger FDP

Geschäftsführer der Stadtwerke: Dipl.-Ing. Bodo Skaletz

Ludwigsburg, 26.06.2012.| In der einmal monatlich stattfindenden Runde „FDP im Gespräch“ wurde dieses Mal über kommunale Energiepolitik diskutiert. Als Experte und Impulsgeber war Bodo Skaletz, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim, eingeladen. In seinem Eingangsreferat gab er einen Überblick über das Leistungsspektrum der Stadtwerke, stellte ihre Nachhaltigkeitsstrategie vor und informierte die interessierten Bürgerinnen und Bürger über aktuell anstehende Projekte, so z.B. über die Übernahme des Netzbetriebs zum 1. Januar 2013 von der EnBW.

Intensiv diskutiert wurden anschließend diverse Aspekte der Energiewende. Auf die Frage von FDP-Stadtrat Martin Müller, ob sich die Herausforderungen beim deutschlandweiten Netzausbau negativ auf die Stadtwerke in Ludwigsburg auswirken könnten, erwiderte Bodo Skaletz: „Als Geschäftsführer der Stadtwerke könnte ich mich eigentlich zurücklehnen, aber als Akteur in der Energiewirtschaft geht mich dieses Thema natürlich etwas an.“ Insgesamt könne die Energiewende nur geschafft werden, wenn der Energieverbrauch weiter reduziert werde, also wenn weitere Effizienzsteigerungen realisiert würden, so Skaletz weiter. Dem fügte FDP-Stadtrat Wilhelm Haag noch hinzu, dass eine ausschließliche Fokussierung auf Deutschland nicht ausreiche. Der weltweite CO2-Ausstoß sei 2011 erneut um 6% gestiegen. „Wir brauchen international Erfolge, sonst verpuffen unsere nationalen Anstrengungen“, äußerte Haag.

Großes Interesse zeigten die Anwesenden auch hinsichtlich des Themas Fernwärme und bezüglich des weiteren Netzausbaus. Der Geschäftsführer der Stadtwerke schilderte die Ausgangssituation sowie den bisherigen Ausbau des Netzes in Ludwigsburg im Zuge der Inbetriebnahme des Holzheizkraftwerks. Zusätzliche Erweiterungen seien geplant, konnte Skaletz mitteilen, musste jedoch zugleich einschränkend hinzufügen, dass der Ausbau des Fernwärmenetzes eine kostenintensive Investition sei, die sich insbesondere in Neubaugebieten und vorzugsweise im Umfeld von Mehrfamilienhäusern lohne.