Infoveranstaltung zum Stadtbahnprojekt

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Landrat Dr. Haas: Vergleichbarkeit von Niederflur- und Hochflurvariante ist wichtig – nur so werden die Überlegungen konkreter

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Ludwigsburg] Bei einer Infoveranstaltung zum Stadtbahnprojekt mit allen Beteiligten hat die Kreisverwaltung am Montagnachmittag im Kreishaus die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen sowie die weiteren Untersuchungen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Varianten „Niederflurfahrzeuge“ oder „Hochflurfahrzeuge“. Das Ergebnis der Veranstaltung ist, dass eine gesonderte Prüfung in Auftrag gegeben werden soll, um beide Systeme zuverlässig miteinander vergleichen zu können. „Diese Vergleichbarkeit ist wichtig – nur so werden die Überlegungen für die Stadtbahn konkreter“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas.

Landkreis, Verband Region Stuttgart (VRS), Remseck, Ludwigsburg, Markgröningen und Möglingen haben die Möglichkeiten einer Stadtbahn inklusive der Nutzung des alten Gleises Richtung Markgröningen untersucht. Bisher wurde der Schwerpunkt auf eine Stadtbahn mit Niederflurfahrzeugen gelegt. Jetzt sollen auch Hochflurfahrzeuge der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit in die Überlegungen einbezogen werden, nachdem vom Zweckverband Pattonville die Verlängerung der SSB-Stadtbahn von Stuttgart über Aldingen nach Pattonville angedacht ist.

Neuralgischer Punkt ist der Bahnhof Ludwigsburg, wo die Gleise der Deutschen Bahn (DB) überquert werden müssen, um von Remseck nach Markgröningen zu kommen. Die DB kann sich inzwischen diese Überquerung vorstellen; dafür ist noch eine genauere Untersuchung nötig. Ebenfalls geprüft werden muss, wie das von der Firma Lotter genutzte alte Gleis gleichzeitig als Industriegleis und als Nahverkehrsgleis genutzt werden kann.

Seit einiger Zeit untersucht der Zweckverband Pattonville gemeinsam mit der SSB, ob mit Hochflurfahrzeugen von Aldingen nach Pattonville gefahren werden kann. Dadurch ist die Idee entstanden, in diesem Fall die Strecke mit den Hochflurfahrzeugen weiter bis zum Ludwigsburger Bahnhof und bis nach Markgröningen zu verlängern. Die Vorteile dieser Lösung wären, dass man keinen Systemwechsel hätte und die SSB die Strecke betreiben würden.