Neue Fahrzeuge auf der Strohgäubahn ab Dezember im Einsatz

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Landrat Dr. Rainer Haas: Die Wagen und der verbesserte Fahrplan werden den Komfort der Fahrgäste deutlich erhöhen

Ludwigsburg] Die neuen Fahrzeuge der Strohgäubahn werden ab Dezember 2012 im Streckenabschnitt zwischen Korntal und Hemmingen eingesetzt. Das haben die Mitglieder der Verbandsversammlung des Zweckverbands Strohgäubahn beschlossen, nachdem ihnen unmittelbar zuvor die neuen Fahrzeuge vorgestellt worden waren. Mit der Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge soll der Fahrplan der zukünftigen NE-Variante gefahren werden. Die Bahn fährt dann im Stundentakt auch an Samstagnachmittagen und sonntags. An den Wochentagen Montag bis Freitag umfasst der Fahrplan einen durchgehenden 30-Minutentakt bis 21.05 Uhr, danach den Stundentakt bis 23.05 Uhr. An den Schultagen soll in der morgendlichen Verkehrsspitze der Schülerzug eingesetzt werden. „Die neuen Triebwagen und der verbesserte Fahrplan werden den Komfort für die Fahrgäste deutlich erhöhen“, stellte Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Dr. Rainer Haas fest.

Der Zweckverband möchte damit den Fahrgästen schon ab Dezember einen besseren Fahrkomfort und hohe Fahrplansicherheit bieten, obwohl die Strecke noch nicht völlig saniert ist. Einziger Wermutstropfen der Neuerung ist, dass die Fahrgäste in Heimerdingen von dem verbesserten Fahrplan und dem neuen Wagenmaterial nicht profitieren können: Weil auf der noch nicht abschließend sanierten Strecke die vorgesehenen Höchstgeschwindigkeiten nicht möglich sind, kann die Strohgäubahn den noch unsanierten Abschnitt zwischen Hemmingen und Heimerdingen nicht regelmäßig bedienen. Hier wird im Umfang der heutigen Zugfahrten ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die neuen Fahrzeuge wurden den Mitgliedern der Verbandsversammlung am Dienstag vorgestellt. Wegen ihres auffälligen Designs sind sie weithin sichtbar und werden sicherlich für Aufsehen sorgen. Die acht neuen Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle RS1 wurden im Juli 2010 bestellt und befinden sich zurzeit in der Auslieferung. Die spurtstarken Triebwagen haben zwei Dieselmotoren mit jeweils 265 KW und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Jedes Fahrzeug verfügt über eine Klimaanlage und einen Fahrscheinautomat. In jedem der 25 Meter langen RegioShuttle können bis zu 159 Fahrgäste mitfahren, davon können 74 Fahrgäste sitzen. Die neuen RegioShuttles sind wesentlich emissionsärmer als die alte Fahrzeuggeneration und erfüllen mit ihrem AdBlue-System die neuesten Anforderungen der EU. Die RegioShuttles sind damit die derzeit schadstoffärmsten Fahrzeuge ihrer Klasse. Dies gilt auch für die Lärmemissionen. Zudem befindet sich in allen Fahrzeugen eine transportable Rollstuhlrampe, die bei Bedarf durch das Triebfahrzeugpersonal als Einstiegshilfe zur Verfügung gestellt werden kann. In der Regel ist es nicht notwendig, weil die Fahrzeuge in Kombination mit den neuen, umgebauten Bahnsteigen nahezu barrierefrei einsetzbar sind. Nach der Auslieferung werden die Fahrzeuge noch mit einer Videoüberwachungsanlage und mit einer Fahrgastinformationsanlage ausgestattet. Während der Fahrt können sich die Fahrgäste über die tatsächliche Abfahrtszeit ihrer Anschlüsse in Echtzeit informieren.