Polizeireform

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Lenkungsausschuss bestätigt Planungen aus Ludwigsburg und Böblingen zur Unterbringung des Kriminaldauerdienstes und der Fahndungseinheit in Leonberg

LUDWIGSBURG. Am 31.07.2012 hatte das Innenministerium bereits angekündigt, dass in Abweichung der zunächst definierten Rahmenvorgaben zum Aufbau der zukünftigen Kriminalpolizeidirektionen mit Blick auf eine weitere Steigerung der Präsenz in der Fläche noch zusätzliche Standorte des Kriminaldauerdienstes (KDD), der Fahndung sowie von brennpunktorientierten Ermittlungsgruppen der Kriminalpolizei eingerichtet werden.

Im Rahmen dieser Planungen haben die Polizeidirektionen Ludwigsburg und Böblingen vorgeschlagen,  den KDD und die Fahndung nicht am Standort der Kriminalpolizeidirektion in Böblingen, sondern ausgelagert am Standort der bisherigen Kriminalpolizeiaußenstelle Leonberg einzurichten. In seiner Sitzung am 20. August hat der Lenkungsausschuss unter Vorsitz von Ministerialdirekor Dr. Zinell als beschlussfassendes Gremium innerhalb des Gesamtprojekts diesem Vorschlag zugestimmt und damit die Weichen für die weitere Umsetzung gestellt.

„Im Hinblick auf den KDD spricht das hohe Fallaufkommen in den beiden Ballungszentren Böblingen/Sindelfingen und Ludwigsburg für diesen geografisch ausgewogenen und verkehrsgünstigen Standort“ erläuterte Projektleiter Frank Rebholz, Leiter der Polizeidirektion Ludwigsburg, die Hintergründe für diese dislozierte Unterbringung. „Nach der bereits beschlossenen Unterbringung der künftigen Verkehrspolizeidirektion am Standort des Autobahnpolizeireviers Stuttgart-Vaihingen unterstreicht diese Entscheidung unsere gemeinsame Prämisse „Zentralisierung soweit nötig, dezentral soweit möglich““, ergänzte Rebholz. „Durch die Auslagerung bestimmter polizeilicher Aufgaben auf weitere Standorte wird die polizeiliche Präsenz in der Fläche auch bei der gebotenen, sachgerechten Zentralisierung erhalten bleiben.“

Auch sein Böblinger Amtskollege Rudi Denzer zeigte sich mit dieser Lösung sehr zufrieden. „Eine Zusammenführung der seither bei den Polizeidirektionen Böblingen und Ludwigsburg vorgehaltenen Fahndungen zu einer zentralen und noch effektiveren Einheit bietet sich vor dem Hintergrund schneller und kurzer Einsatzwege sowohl aus strategischen als auch aus taktischen Gründen geradezu an.“