SGV Freiberg vergeigt Pokalspiel gegen Hollenbach

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Fluch des Elfmeterschiessens bleibt weiterhin bestehen

Schaffte das kurioseste Tor des Tages: Tim Leibold

HOLLENBACH. Für beide Mannschaften kam das Pokalspiel nach Aussage der Trainer Ramon Gehrmann (SGV) und Ralf Stehle (FSV) genau zur richtigen Zeit. Als erster Prüfstein wurde es angesehen und genau dazu entwickelte sich das Spiel dann auch.

Bei brütender Hitze trafen die Teams in der JAKO-ARENA aufeinander, beide Mannschaften mussten auf wichtige Spieler verzichten. Während beim SGV die wichtigen Spieler Uwe Zangl, Niko Rummel, Sven Franzen, Marijan Salopek und Niko Kovac nicht zum Einsatz kommen konnten, stand vor dem Spiel bei Hollenbach noch ein dickes Fragezeichen vor Sebastian Walz und Marius Müller.

Im Kampf um den bitburger-wfv Pokal legten dann beide Mannschaften trotz der Hitze richtig los. Hollenbach ließ keinen Zweifel daran, als Sieger vom Platz gehen zu wollen. In den ersten 10 Minuten ließen sich die Freiberger dadurch etwas in die eigene Hälfte drücken, befreiten sich dann aber aus der Zange und stürmten ihrerseits.

In der 14. Minute erspielte sich Hollenbach dann die erste reelle Torchance, verfehlte aber das Freiberger Tor knapp. Vorne erspielten sich im weiteren Verlauf Marian Asch und Spetim Muzliukaj sehr gute Torchancen, in der 26. Minute verfehlte Asch nach Zuspiel von Muzliukaj nur ganz knapp. Im Gegenzug dann eine Unaufmerksamkeit der Freiberger, Joseph Fameyeh, der immer gefährlich vor dem Freiberger Strafraum war, schoss zum 1:0 ein. Jetzt gewannen die Spieler des FSV etwas Übergewicht.

Für ein kurioses Tor sorgte Tim Leibold in der 38. Minute. Leibold umspielte mehrere Gegenspieler, nach einem Pressschlag flog der Ball mit einem unwahrscheinlichen Drall auf den Hollenbacher Torhüter zu, der konnte ihn nicht festhalten. Der Ball kullerte über die Torlinie, dort versetzte ihm Asch vorsichtshalber noch einen letzten Tritt.

Die zweite Halbzeit begann mit deutlich mehr Druck durch den SGV Freiberg. In der 48. Minute konnte Marian Asch nach feinem Zuspiel von Adam Wilczynski dann zur 1:2-Führung einschießen. Danach hatten Muzliukaj und Kutlu mehrere Möglichkeiten, den Torabstand zu Hollenbach zu vergrößern. Einem Fehler von Sebastian Bortel in der Abwehr war dann in der 64. Minute der Ausgleichstreffer für den FSV zu verdanken, Nzuzi erzielte das 2:2. In der Folge hatte Freiberg noch einige Torchancen, der eingewechselte Riccardo Gorgoglione traf in der 76. Minute nach einem sehenswerten 30-Meter-Schuss nur die Querlatte.

In der Verlängerung hatte Hollenbach in der 99. Minute eine hundertprozentige Chance, doch Kevin Kraus wehrte genial ab. Die 112. Minute brachte dann Freiberg die ersehnte Führung zurück, Demir Januzi tankte sich durch und vollstreckte zur 2:3-Führung. Eigentlich war das Spiel jetzt entschieden, man brauchte sich nur noch über die Zeit zu retten. Doch in der 120. Minute, kurz vor dem Schlusspfiff, schubste Sebastian Bortel einen Gegenspieler im Freiberger Strafraum, der nahm das Geschenk an und fiel hin – der Schiedsrichter entschied auf 11-Meter. Nierichlo nutzte die Gunst der Stunde und verwandelte zum 3:3.

Im darauffolgenden 11-Meter-Schiessen wiederholte Freiberg nun das Drama vom vergangenen Sonntag gegen 07 Ludwigsburg. Die ersten beiden Schützen Pascal Hemmerich Denis Zagaria verwandelten ihre Chancen eiskalt, dann kam das große Grauen: Gorgoglione, Januzi und Schürg schafften es nicht, ihre Bälle im Tor unterzubringen. Freiberg war damit raus aus dem Pokal.

Für den  FSV Hollenbach war es das erwartet knifflige Spiel geworden. In der Zielgerade der Vorbereitung konnten beide Trainer wertvolle Erkenntnisse zum derzeitigen Leistungsstand ihres Teams gewinnen. Für die Freiberger gibt es noch viel zu tun, man hofft, dass nach der Rückkehr der verletzten Rummel, Salopek, Franzen und Kovac eine deutliche Verstärkung der Mannschaft eintritt.

Hollenbach winkt nun ein attraktiver Gegner. Der Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach wird als nächstes zu bezwingen sein, will man an die großen Geldtöpfe des Pokalwettbewerbs.

Freiberg spielt am Donnerstag (2. August) in Schwaikheim ein weiteres Trainingsspiel bevor es am Samstag um 17.00 Uhr gegen den FC Union Heilbronn geht. Damit dürften die Vorbereitungsspiele dann abgeschlossen sein.