60 Jahre MANN+HUMMEL Industriefiltration in Speyer

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Taktgeber für weiteres Wachstum

MANN+HUMMEL Speyer als weltweites Headquarter der Sparte Industriefiltration wird 60 Jahre jung und wächst seit zwei Jahrzehnten schneller als der Markt. Das Unternehmen ist einer der größten industriellen Arbeitgeber der Region. Der Unternehmensbereich soll neue Geschäftsfelder für den MANN+HUMMEL Gruppe erschließen und deren Diversifizierungsaktivitäten vorantreiben.

Speyer/Ludwigsburg, 22.06.2012.| Was vor 60 Jahren mit einem Dutzend motivierter Männer und Frauen in einer ehemaligen Schuhfabrik in Speyer begann, ist heute die internationale Schaltstelle der MANN+HUMMEL Industriefiltration mit über 620 Stammmitarbeiterinnen und -mitarbeitern. Das Unternehmen gehört zur MANN+HUMMEL Gruppe und ist auf die Entwicklung und Fertigung kompakter Filtrationslösungen für vielfältige industrielle Branchen spezialisiert. Zu den Kunden zählen namhafte Maschinenhersteller in der ganzen Welt sowie im Ersatzgeschäft der Handel. Im Rahmen der MANN+HUMMEL Diversifizierungs- und Expansionsstrategie nimmt der Standort Speyer eine Schlüsselfunktion ein. Es soll neue Anwendungsbereiche für Filtrationslösungen validieren und mögliche Markteintritte bewerten und vorbereiten, analog zum Bereich Wasserfiltration der MANN+HUMMEL Gruppe. Dieser wurde einst in Speyer geboren und operiert heute von Singapur aus.

„Dass uns diese strategische Aufgabe zukommt, ist ein großer Vertrauensbeweis und eine Bestätigung unserer Leistung“, so Volker Plücker, Leiter Geschäftsbereich Industriefiltration und Mitglied der erweiterten Konzerngeschäftsführung. „Wir feiern 60 Jahre erfolgreiche Arbeit in Speyer und von Speyer aus. Wir feiern ebenso Perspektiven und Chancen für die Zukunft. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unsere Geschäftspartner, die uns bisher unterstützt haben. Wir freuen uns auf weitere Herausforderungen, die wir gemeinsam meistern werden.“

Der Geschäftsbereich Industriefiltration will Geschäftschancen im Kerngeschäft verstärkt nutzen und hat kürzlich den chinesischen Konzern SANY als neuen Großkunden gewonnen. SANY ist einer der größten Baumaschinenhersteller der Welt. Er hat MANN+HUMMEL als strategischen Partner gewählt, mit dem er seine Globalisierungsstrategie umsetzen möchte. Bis 2018 ist ein mittlerer zweistelliger Millionenumsatz geplant. Die Projektleitung liegt in Speyer.

Die Märkte sind im Wandel. Hohen industriellen Nachholbedarf haben die neuen Industrie- und die Schwellenländer in Osteuropa, Asien und Südamerika. In den etablierten Industrieländern schaffen etwa neue gesetzliche Anforderungen und steigende Qualitätsansprüche immer wieder zusätzlichen Filtrationsbedarf. Die Speyerer sind Marktführer in Sachen Filtrationslösungen für Kompressoren und bei Erodierfiltern. Erodierfilter von MANN+HUMMEL arbeiten beispielsweise in den Maschinen, die die Werkzeuge für die Rändelung der Euro- und Centmünzen herstellen.

Über Wachstum im Kerngeschäft und über neue Geschäftsfelder soll das Geschäft außerhalb der Automobilindustrie bis 2018 auf etwa 1,1 Milliarden Euro wachsen und damit etwa ein Drittel des geplanten Konzernumsatzes von mindestens 3,4 Milliarden Euro erwirtschaften.

Historie
MANN+HUMMEL Speyer ist auf Wachstum programmiert. 1992 erfolgt der erste große Meilenstein für mehr Wachstum: der Standort Speyer wird Profitcenter des neu gegründeten Geschäftsbereichs Industriefiltration. Durch diese organisatorische Trennung vom Automobilgeschäft der MANN+HUMMEL Gruppe nutzt der Geschäftsbereich einerseits weiterhin den Vorteil der weltweiten Vernetzung des Konzerns und kann sich andererseits noch stärker auf Industriekunden konzentrieren. Deren Anforderungen unterscheiden sich zum Teil erheblich von denen der Automobilkunden. Spricht die Industrie bei 30.000 bis 40.000 Produkten von einer Großserie, geht es im Automobilbereich sehr schnell in die Hunderttausende. Eine möglichst hohe Standardisierungsquote ist bei kleinen Volumina wesentlich für die Wirtschaftlichkeit. Bei MANN+HUMMEL Speyer liegt sie bei etwa 80 Prozent. Im Automobilbereich verlangen die Kunden in der Regel individuell auf ihre Motorisierungen zugeschnittene Filtrationslösungen. Die Qualitäts- und Leistungsansprüche und die gewünschte Kundennähe sind ähnlich, und das gesamte MANN+HUMMEL Team arbeitet Hand in Hand.

1998 zieht der Geschäftsbereich mit allen Funktionen wie Forschung und Entwicklung, Kommunikation, den Finanzfunktionen, Personalwesen – insgesamt rund 100 Fachleute – nach Speyer. Von der räumlichen Nähe, beispielsweise von Produktion und Entwicklung in Verbindung mit der Zugriffsmöglichkeit auf ein komplettes Konzernnetzwerk, profitieren die Industriekunden vor allem in punkto Schnelligkeit.

2010 setzen die Speyerer erneut einen Meilenstein für mehr Wachstum. Sie teilen den Geschäftsbereich in Geschäftsfelder für spezielle Kundengruppen mit jeweils ähnlichen Anforderungen auf: Bau-, Landmaschinen, Verbrennungsmotoren; Kompressoren; Industrie- und Sonderanwendungen; Industriefiltration Ersatzteile; Dieselpartikelfilter und Retrofit. Die einzelnen Geschäftsfelder können autark voneinander agieren von der Produktanwendung bis zum After-Sales-Service. Sie greifen auf eine zentrale Entwicklung zu. Kern der Neuorganisation ist eine optimierte Kundenorientierung.