{"id":162194,"date":"2026-09-14T16:36:36","date_gmt":"2026-09-14T15:36:36","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=162194"},"modified":"2026-09-14T16:36:36","modified_gmt":"2026-09-14T15:36:36","slug":"expertenanhoerung-zur-oper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/09\/14\/expertenanhoerung-zur-oper\/","title":{"rendered":"Expertenanh\u00f6rung zur Oper"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0Stadt und Land schlagen eine ergebnisoffene Expertenanh\u00f6rung zur Sanierung und Erneuerung der W\u00fcrttembergischen Staatstheater vor. Damit reagieren sie auf kritische Stimmen aus Teilen des Landtags. Gepr\u00fcft werden sollen alle Varianten \u2013 einschlie\u00dflich Sanierung, Interimsl\u00f6sung und Neubau.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Spitzengespr\u00e4ch zwischen Stadt und Land haben sich Ministerpr\u00e4sident Cem \u00d6zdemir und Stuttgarts Oberb\u00fcrgermeister Dr. Frank Nopper gemeinsam mit Kunstministerin Petra Olschowski und dem Ersten B\u00fcrgermeister Dr. Fabian Mayer am Montag, 14. September, darauf verst\u00e4ndigt, auf kritische Stimmen aus Teilen des Landtags einzugehen. Sie schlagen deshalb eine ergebnisoffene Pr\u00fcfung im Rahmen einer Expertenanh\u00f6rung f\u00fcr das Projekt \u201eSanierung und Erneuerung der W\u00fcrttembergischen Staatstheater\u201c vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle am Gespr\u00e4ch Beteiligten betonen, dass sie sich ausdr\u00fccklich und unmissverst\u00e4ndlich zur gemeinsamen Verantwortung f\u00fcr eine moderne, zukunfts- und arbeitsf\u00e4hige Spielst\u00e4tte bekennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zentral sei, dass sich alle Projektbeteiligten wie bisher weiterhin verl\u00e4sslich hinter dem Projekt versammeln und die Basis f\u00fcr eine \u00fcberzeugende tragf\u00e4hige gemeinsame Entscheidung \u00fcber die Sanierung und Erneuerung f\u00fcr die hoch angesehenen W\u00fcrttembergischen Staatstheater entwickeln. Denn ein Projekt dieser Dimension sei nur mit dem geeinten R\u00fcckhalt aller beteiligten politischen Akteure zu stemmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Folgende weiteren Schritte werden vorgeschlagen: <\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das Gesamtprojekt wird im Rahmen einer Expertenanh\u00f6rung aus heutiger Perspektive bewertet. Dabei sollen alle vorhandenen Fakten nochmals zusammengef\u00fchrt und auch die Frage \u201eSanierung und\/oder Interim beziehungsweise Neubau\u201c einbezogen werden.<\/li>\n<li>Die Expertenanh\u00f6rung soll soweit m\u00f6glich parallel zu den laufenden Planungs- und Verfahrensschritten erfolgen. Land und Stadt sind sich einig, dass die Neubewertung nicht zu einer ma\u00dfgeblichen Verz\u00f6gerung des Projekts f\u00fchren darf. Die notwendigen Arbeiten an der bestehenden Planung und alle Ma\u00dfnahmen zur Sicherung des Spielbetriebs werden deshalb so weit wie m\u00f6glich fortgef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Die bisherige Planung beruht auf parlamentarischen Beschl\u00fcssen und Mehrheiten in den Entscheidungsgremien, einer breiten Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit \u2013 unter anderem durch ein B\u00fcrgerforum \u2013 sowie intensiven fachlichen Untersuchungen unterschiedlicher Varianten, Standorte und Sanierungsoptionen. Diese umfangreichen Vorarbeiten bleiben Grundlage des weiteren Vorgehens.<\/li>\n<li>Unabh\u00e4ngig vom Ergebnis der Pr\u00fcfung haben f\u00fcr Land und Stadt der Erhalt des k\u00fcnstlerischen Profils und des international herausragenden Niveaus der W\u00fcrttembergischen Staatstheater h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Ebenso muss sichergestellt sein, dass der Betrieb von Oper, Ballett und Schauspiel in den kommenden Jahren verl\u00e4sslich weiterlaufen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ministerpr\u00e4sident Cem \u00d6zdemir: <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Sanierung der W\u00fcrttembergischen Staatstheater ist ein Jahrhundertprojekt. Das Land bekennt sich unmissverst\u00e4ndlich zu einer modernen, zukunfts- und arbeitsf\u00e4higen Spielst\u00e4tte f\u00fcr unsere herausragenden Ensembles. Aber ein Projekt dieser Dimension braucht Vertrauen und Unterst\u00fctzung \u2013 bei allen Projektbeteiligten, im Landtag, im Gemeinderat und in der \u00d6ffentlichkeit. Deshalb habe ich vorgeschlagen, dass Land und Stadt noch einmal alle Fakten auf den Tisch legen und die Einsch\u00e4tzung von Experten einholen. Wir werden die vorhandenen Erkenntnisse zusammenf\u00fchren, das Gesamtprojekt aus heutiger Perspektive bewerten und dabei ergebnisoffen vorgehen. Das muss z\u00fcgig geschehen, denn Zeit ist bei diesem Projekt ein entscheidender Faktor.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oberb\u00fcrgermeister Dr. Frank Nopper<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch unterst\u00fctze den Vorschlag des Ministerpr\u00e4sidenten, in dieser besonderen Situation eine Expertenanh\u00f6rung anzubieten, unter der Voraussetzung, dass diese z\u00fcgig umgesetzt werden sollte. Auch die Stadt will die Sanierung und Modernisierung der W\u00fcrttembergischen Staatstheater auf alle Einsparpotentiale hin untersuchen. Wir wollen dieses Jahrhundertprojekt von Land und Stadt mit vereinten Kr\u00e4ften weiterverfolgen \u2013 ohne Tabus, was die Dimension sowie die Art und Form der Ausf\u00fchrung anbelangt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das konkrete Format, die Beteiligten und der zeitliche Ablauf der Expertenanh\u00f6rung sollen unter enger Beteiligung der Projektgesellschaft kurzfristig zwischen Land, Stadt und den W\u00fcrttembergischen Staatstheatern abgestimmt werden. Die f\u00fcr den laufenden Betrieb und die weiterhin notwendigen Instandhaltungsma\u00dfnahmen erforderlichen Aufwendungen werden von Land und Stadt wie bisher in gemeinsamer Verantwortung getragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.|\u00a0Stadt und Land schlagen eine ergebnisoffene Expertenanh\u00f6rung zur Sanierung und Erneuerung der W\u00fcrttembergischen Staatstheater vor. 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