{"id":161432,"date":"2026-09-01T11:00:44","date_gmt":"2026-09-01T10:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=161432"},"modified":"2026-09-01T11:00:44","modified_gmt":"2026-09-01T10:00:44","slug":"stuttgart-macht-bei-der-earth-night-das-licht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/09\/01\/stuttgart-macht-bei-der-earth-night-das-licht-aus\/","title":{"rendered":"Stuttgart macht bei der Earth Night das Licht aus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0K\u00fcnstliches Licht pr\u00e4gt das Stadtbild weit \u00fcber den Abend hinaus \u2013 und wirkt sich zugleich auf Energieverbrauch, Insekten und nachtaktive Tiere aus. Die bundesweite Aktion \u201eEarth Night\u201c macht am 11. September auf dieses Thema aufmerksam. Ab 22 Uhr bleiben k\u00fcnstliche Lichtquellen so weit wie m\u00f6glich ausgeschaltet.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aktion findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Sie soll auf Lichtverschmutzung aufmerksam machen und zugleich ein Zeichen f\u00fcr Klimaschutz und einen bewussteren Umgang mit Energie setzen. Von weniger k\u00fcnstlichem Licht profitieren insbesondere Insekten und nachtaktive Tiere, deren nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume und Verhaltensweisen durch Beleuchtung beeintr\u00e4chtigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter P\u00e4tzold, B\u00fcrgermeister f\u00fcr St\u00e4dtebau, Wohnen und Umwelt, sagt: \u201eDie Earth Night soll jeden Einzelnen dazu anregen, sich Gedanken \u00fcber unn\u00f6tige Lichtverschmutzung sowie den eigenen Energieverbrauch zu machen.\u201c Die Landeshauptstadt setzt dabei nicht nur auf diese eine Aktionsnacht, sondern engagiert sich ganzj\u00e4hrig daf\u00fcr, Lichtverschmutzung und Energieverbrauch zu reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im privaten Alltag l\u00e4sst sich mit einfachen Ma\u00dfnahmen ebenfalls dazu beitragen, Lichtverschmutzung zu reduzieren. Unn\u00f6tige Au\u00dfenbeleuchtung sollte ausgeschaltet und rein dekorative Gartenbeleuchtung m\u00f6glichst vermieden werden. Bewegungsmelder und Zeitschalter helfen dabei, Licht nur dann einzusetzen, wenn es tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt wird. Leuchten sollten m\u00f6glichst nach unten gerichtet sein \u2013 schw\u00e4chere, warmwei\u00dfe Lichtquellen sind zu bevorzugen. Wer abends Jalousien oder Vorh\u00e4nge schlie\u00dft, verhindert zudem, dass unn\u00f6tig Licht nach au\u00dfen dringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Landeshauptstadt hat Beleuchtung deutlich zur\u00fcckgefahren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landeshauptstadt selbst hat ihre Beleuchtung bereits deutlich reduziert. Seit Beginn der Energiekrise im Herbst 2022 werden dauerhaft mehr als 30 Geb\u00e4ude, Brunnen und Denkm\u00e4ler nicht mehr angestrahlt. Seitdem konnten so rund 230 Megawattstunden Strom eingespart werden. Mit dieser Strommenge k\u00f6nnte ein Elektroauto fast 30-mal die Erde umrunden. Hinzu kommen erste Abschaltungen von Stra\u00dfenbeleuchtungen auf Au\u00dferortsstrecken. Seit Mitte 2024 wurden dadurch weitere rund 340 Megawattstunden Strom eingespart. Bis Mitte 2027 sollen zus\u00e4tzliche Beleuchtungen auf Au\u00dferortsstrecken zeit- oder pr\u00e4senzgesteuert reduziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben dem gezielten Abschalten setzt Stuttgart auf die Umr\u00fcstung der \u00f6ffentlichen Beleuchtung auf LED-Technik. Die Stuttgart Netze GmbH betreibt im Auftrag der Landeshauptstadt die \u00f6ffentliche Stra\u00dfenbeleuchtung. Ende 2025 waren bereits mehr als die H\u00e4lfte aller Stra\u00dfenleuchten mit LED-Technik ausgestattet. Bis 2030 sollen s\u00e4mtliche \u00f6ffentlichen Leuchtmittel im Stadtgebiet ersetzt sein. Dadurch soll der Stromverbrauch der Stra\u00dfenbeleuchtung gegen\u00fcber 1990 um 65 Prozent sinken. Erprobt werden zudem intelligente Beleuchtungsl\u00f6sungen. Stra\u00dfenlaternen sollen mithilfe von Bewegungssensoren erkennen k\u00f6nnen, ob sich Radfahrerinnen und Radfahrer, Fu\u00dfg\u00e4ngerinnen und Fu\u00dfg\u00e4nger oder Autos n\u00e4hern, und ihre Helligkeit entsprechend anpassen. Dar\u00fcber hinaus testet die Stuttgart Netze GmbH unterschiedliche Lichtspektren, die f\u00fcr Menschen gut sichtbar sind, Insekten aber m\u00f6glichst wenig beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.|\u00a0K\u00fcnstliches Licht pr\u00e4gt das Stadtbild weit \u00fcber den Abend hinaus \u2013 und wirkt sich zugleich auf Energieverbrauch, Insekten und nachtaktive Tiere aus. Die bundesweite Aktion \u201eEarth Night\u201c macht am 11. September auf dieses Thema aufmerksam. Ab 22 Uhr bleiben k\u00fcnstliche Lichtquellen so weit wie m\u00f6glich ausgeschaltet. 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