{"id":160952,"date":"2026-07-10T13:41:23","date_gmt":"2026-07-10T12:41:23","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=160952"},"modified":"2026-07-10T13:41:23","modified_gmt":"2026-07-10T12:41:23","slug":"stuttgart-legt-klimastrategie-2026-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/07\/10\/stuttgart-legt-klimastrategie-2026-vor\/","title":{"rendered":"Stuttgart legt Klimastrategie 2026 vor"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li class=\"m_-8454054756181617780mynewsHeadline\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Treibhausgas-Emissionen seit 1990 um 55 Prozent reduziert<\/strong><\/li>\n<li class=\"m_-8454054756181617780mynewsHeadline\" style=\"text-align: justify;\"><strong>bis 2035 ist ein Minus von 85 Prozent m\u00f6glich<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0Stuttgart hat seine gesamtst\u00e4dtische Klimastrategie vorgestellt. Die Treibhausgas-Emissionen liegen 2024 bereits 55 Prozent unter dem Niveau von 1990. Bis 2035 soll eine Reduktion um 85 Prozent erreicht werden. Im Fokus stehen Strom, W\u00e4rme und Verkehr.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verwaltung hat dem Ausschuss f\u00fcr Klima und Umwelt am Freitag, 10. Juli, einen Bericht zur gesamtst\u00e4dtischen Klimastrategie vorgelegt. Das strategische Papier gibt einen \u00dcberblick \u00fcber den aktuellen Stand auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t bis 2035. Die Treibhausgas-Emissionen beliefen sich im Jahr 2024 nach derzeitigem Kenntnisstand auf 2,9 Millionen Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalente. Das ist ein R\u00fcckgang von 55 Prozent gegen\u00fcber dem Basisjahr 1990. Im Vergleich dazu: Bundesweit liegen die Emissionen 48 Prozent unter dem Niveau von 1990, in Baden-W\u00fcrttemberg betr\u00e4gt die Reduktion 33 Prozent. Bis 2035 h\u00e4lt die Klimastrategie der Landeshauptstadt Stuttgart eine Minderung der Treibhausgas-Emissionen um insgesamt 85 Prozent gegen\u00fcber 1990 f\u00fcr realistisch. Um dies zu erreichen und gleichzeitig eine zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung f\u00fcr Stuttgart zu sichern, will sich die Landeshauptstadt auf sieben zentrale Handlungsfelder konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Klimaschutz tr\u00e4gt Stuttgart eine doppelte Verantwortung: Zum einen geht es darum, Treibhausgas-Emissionen zu senken, weil die Stadt so einen Beitrag zur Umsetzung internationaler Abkommen zum Schutz des Klimas leistet. Au\u00dferdem ist es ganz im Sinne Stuttgarts, die Stadt mit erneuerbaren und sicheren Energien fit f\u00fcr die Zukunft zu machen. \u201eEine sichere, wirtschaftliche und saubere Energieversorgung liegt im ureigenen Interesse Stuttgarts\u201c, betont Martin K\u00f6rner, Leiter des Grundsatzreferats Klimaschutz, Mobilit\u00e4t und Wohnen bei der Landeshauptstadt. \u201eDas gilt insbesondere f\u00fcr einen starken Industrie- und Wirtschaftsstandort. Mit der gesamtst\u00e4dtischen Klimastrategie setzen wir klare Schwerpunkte in den Feldern, in denen wir selbst wirksam handeln und Verbesserungen aktiv vorantreiben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stadtverwaltung m\u00f6chte mit der gesamtst\u00e4dtischen Klimastrategie Transparenz schaffen und zeigen, wo bereits deutliche Fortschritte erzielt wurden. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, in welchen Bereichen alle gemeinsam noch schneller vorankommen m\u00fcssen. Klimaneutralit\u00e4t bis 2035 bleibt das ambitionierte Ziel, das nur gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtverwaltung und B\u00fcrgerschaft zu erreichen ist, so die Verwaltung. Mit der Umsetzung der Klimastrategie leistet die Stadt zudem einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele von Land, Bund und Europ\u00e4ischer Union sowie zur Umsetzung von internationalen Abkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Analyse der drei zentralen Sektoren Strom, W\u00e4rme und Verkehr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Strategie konzentriert sich auf die drei entscheidenden Sektoren Strom, W\u00e4rme und Verkehr. F\u00fcr diese hat die Stadt die wichtigsten Einflussfaktoren (Klimaschutz-Treiber) zur Emissionsminderung benannt und Zielwerte f\u00fcr das Jahr 2035 definiert. Die aktuelle Analyse macht deutlich: Bei Fortf\u00fchrung der heutigen Entwicklung kann Stuttgart seine Emissionen bis 2035 voraussichtlich um rund 85 Prozent gegen\u00fcber 1990 reduzieren \u2013 bei Restemissionen von einer Million Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalenten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Ausbau erneuerbarer Energien gibt es Fortschritte. Im Verkehrsbereich sorgen die zunehmende Elektromobilit\u00e4t und der Ausbau von \u00f6ffentlichem Nahverkehr, Rad- und Fu\u00dfverkehr f\u00fcr positive Entwicklungen. Die im Verkehrssektor im Jahr 2035 noch verbleibenden Restemissionen werden dann voraussichtlich schnell sinken. Im Bereich der W\u00e4rme reichen die bisherigen Fortschritte noch nicht aus, um die gesetzten Ziele rechtzeitig zu erreichen. Der Umbau der W\u00e4rmeversorgung, die energetische Sanierung von Geb\u00e4uden sowie die Umstellung auf W\u00e4rmepumpen wird l\u00e4nger dauern als erhofft, so die Einsch\u00e4tzung der st\u00e4dtischen Fachleute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wichtigsten Einflussfaktoren im Stromsektor sind:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>der Gesamt-Stromverbrauch,<\/li>\n<li>der Ausbau der Photovoltaik-Leistung,<\/li>\n<li>der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung au\u00dferhalb Stuttgarts durch Stuttgarter Akteure,<\/li>\n<li>die Entwicklung des Bundesstrommix.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wichtigsten Einflussfaktoren im W\u00e4rmesektor sind:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>der Gesamt-W\u00e4rmeverbrauch,<\/li>\n<li>die Anzahl der installierten W\u00e4rmepumpen,<\/li>\n<li>der Ausbau und die Verdichtung klimaneutraler Fernw\u00e4rme sowie<\/li>\n<li>neue klimaneutrale W\u00e4rmenetze.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wichtigsten Einflussfaktoren im Verkehrssektor sind:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>klimaneutral fahrende Fahrzeuge,<\/li>\n<li>die Entwicklung des \u201eModal Splits\u201c der Verkehrsmittelanteile.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>Fokus auf sieben zentrale Handlungsfelder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht auf alle der genannten Treiber hat die Landeshauptstadt Stuttgart einen relevanten Einfluss. Deshalb konzentriert sie sich auf sieben zentrale Handlungsfelder, in denen sie Steuerungswirkung entfalten kann. Dazu geh\u00f6ren die Weiterentwicklung der Stadtwerke Stuttgart, die Aktivierung der Stadtgesellschaft, klimaneutrale st\u00e4dtische Liegenschaften, der Ausbau von Nah- und Fernw\u00e4rme, eine Strategie f\u00fcr Negativ-Emissionen, die Nutzung regulatorischer Spielr\u00e4ume sowie der weitere Ausbau der Mobilit\u00e4tsinfrastruktur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung. Die Stadtverwaltung empfiehlt unter anderem eine strategische Neuausrichtung der Stadtwerke Stuttgart, den Ausbau von Beratungsangeboten f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie eine Beschleunigung von Genehmigungs- und F\u00f6rderverfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den n\u00e4chsten Monaten und Jahren sind weitere wichtige Schritte geplant, um die Klimastrategie voranzubringen: Bis zur Sommerpause soll das weitere Vorgehen zur Konzessionsvergabe f\u00fcr das W\u00e4rmenetz gekl\u00e4rt werden. Zum Jahreswechsel 2026\/27 sind Aktualisierungen zentraler Strategiepapiere sowie die Fertigstellung der Stuttgarter Negativ-Emissionsstrategie vorgesehen. In der ersten Jahresh\u00e4lfte 2027 wird die Fortschreibung der kommunalen W\u00e4rmeplanung abgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Monitoring und transparente Darstellung wichtiger Kennzahlen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Programm-Management Klimaschutz koordiniert die Umsetzung der Klimastrategie in Zusammenarbeit mit den Referaten und Fach\u00e4mtern der Stadt. Die Klimastrategie der Landeshauptstadt wird k\u00fcnftig j\u00e4hrlich fortgeschrieben und in aktualisierter Form dem Gemeinderat vorgelegt. Erg\u00e4nzend ver\u00f6ffentlicht die Landeshauptstadt Stuttgart auf ihrer Internetseite einen digitalen Klima-Monitor. Dieser stellt die Entwicklung wichtiger Kennzahlen mittels anschaulicher Grafiken transparent dar. Der Klima-Monitor ist zu finden unter: <a href=\"https:\/\/www.stuttgart.de\/klima-monitor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?q=https:\/\/www.stuttgart.de\/klima-monitor&amp;source=gmail&amp;ust=1783770521866000&amp;usg=AOvVaw2u-uqWHoWSGlFINazjwbUc\">https:\/\/www.stuttgart.de\/<wbr \/>klima-monitor<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Treibhausgas-Emissionen seit 1990 um 55 Prozent reduziert bis 2035 ist ein Minus von 85 Prozent m\u00f6glich Stuttgart.|\u00a0Stuttgart hat seine gesamtst\u00e4dtische Klimastrategie vorgestellt. Die Treibhausgas-Emissionen liegen 2024 bereits 55 Prozent unter dem Niveau von 1990. Bis 2035 soll eine Reduktion um 85 Prozent erreicht werden. Im Fokus stehen Strom, W\u00e4rme und Verkehr. 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