{"id":160189,"date":"2026-04-24T10:49:04","date_gmt":"2026-04-24T09:49:04","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=160189"},"modified":"2026-04-24T10:49:04","modified_gmt":"2026-04-24T09:49:04","slug":"stuttgart-stellt-weichen-fuer-nachhaltige-haushaltskonsolidierung-bis-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/04\/24\/stuttgart-stellt-weichen-fuer-nachhaltige-haushaltskonsolidierung-bis-2030\/","title":{"rendered":"Stuttgart stellt Weichen f\u00fcr nachhaltige Haushaltskonsolidierung bis 2030+"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0Der Gemeinderat hat das HSK 2030+ beschlossen, um die finanzielle Handlungsf\u00e4higkeit zu sichern. Neben bereits umgesetzten Ma\u00dfnahmen sind ab 2028 weitere Einsparungen n\u00f6tig. Ziel ist ein Gleichgewicht von Einnahmen und Ausgaben trotz sinkender Gewerbesteuer und steigender Kosten.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gemeinderat hat am 23. April mit breiter Mehrheit die n\u00e4chsten Schritte f\u00fcr das Haushaltssicherungskonzept (HSK) 2030+ beschlossen. Ziel ist es, die dauerhafte finanzielle Handlungsf\u00e4higkeit der Stadt zu sichern. Mit dem Haushaltssicherungskonzept 2030+ geht die Stadt \u00fcber die bisherigen HSK-Ma\u00dfnahmen im Doppelhaushalt 2026\/2027 hinaus. Bereits beschlossen sind unter anderem Anpassungen bei Steuern, Geb\u00fchren und F\u00f6rderungen sowie Einsparungen in verschiedenen Bereichen der Verwaltung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oberb\u00fcrgermeister Dr. Frank Nopper sagt: \u201eDer Doppelhaushalt 2026\/2027 war f\u00fcr uns alle ein schmerzensgeldpflichtiger Sparhaushalt \u2013 verbunden mit vielen schmerzlichen Einsparungen, Einschnitten und Einschr\u00e4nkungen. Dies war ein gro\u00dfer gemeinsamer Kraftakt von Gemeinderat und Verwaltung. Weitere gemeinsame, noch gr\u00f6\u00dfere Kraftakte von Gemeinderat und Verwaltung m\u00fcssen folgen. Mit dem Haushaltssicherungskonzept 2030+ wollen wir den dornenreichen Pfad zu einem ausgeglichenen st\u00e4dtischen Haushalt ab dem Jahr 2030 beschreiten. Wir brauchen einen Aufbruch zu einer Haushaltskonsolidierung mit dem gro\u00dfen Ziel des Haushaltsausgleichs und mit dem gro\u00dfen Ziel einer m\u00f6glichst niedrigen st\u00e4dtischen Verschuldung im Interesse aller Stuttgarterinnen und Stuttgarter, gerade auch im Interesse der jungen Stuttgarterinnen und Stuttgarter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Finanzb\u00fcrgermeister Thomas Fuhrmann unterstreicht: \u201eWir stehen mit der Haushaltskonsolidierung vor einer sehr gro\u00dfen und langfristigen Herausforderung, der wir uns nicht entziehen k\u00f6nnen. Der Einbruch bei der Gewerbesteuer und die steigenden Ausgaben zwingen uns dazu, Einnahmen und Ausgaben wieder in ein tragf\u00e4higes Gleichgewicht zu bringen. Das Haushaltssicherungskonzept 2030+ gibt daf\u00fcr den verbindlichen Rahmen vor. Entscheidend ist jetzt, dass Verwaltung und Gemeinderat die beschlossenen Ma\u00dfnahmen konsequent umsetzen. Zugleich gilt es, sich auf weitere, einschneidende Schritte ab 2028 einzustellen und sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung an einem Strang zu ziehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weitergehende Schritte ab 2028 notwendig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der bereits beschlossenen Ma\u00dfnahmen besteht weiterer Handlungsbedarf: Nach aktuellen Berechnungen sind ab 2028 zus\u00e4tzliche Verbesserungen von rund 250 Millionen Euro erforderlich, in den Folgejahren jeweils rund 150 Millionen Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiger Bestandteil, aber nicht die alleinige L\u00f6sung, ist dabei die sogenannte Aufgabenkritik. Erster B\u00fcrgermeister Dr. Fabian Mayer sagt: \u201eHaushaltskonsolidierung hei\u00dft auch, Aufgaben, Strukturen und Abl\u00e4ufe grundlegend zu hinterfragen. Wir pr\u00fcfen systematisch, welche Leistungen notwendig sind, wo wir effizienter werden k\u00f6nnen und wie wir Ressourcen gezielter einsetzen. Das betrifft ausdr\u00fccklich auch den Stellenplan und die Organisation der Verwaltung. Dabei ist uns wichtig zu betonen: Ein Personalabbau in Form von betriebsbedingten K\u00fcndigungen ist weiterhin nicht vorgesehen. Wir setzen stattdessen auf den Abbau von Stellen durch regul\u00e4re Fluktuation sowie Einsparpotenziale in Form von prozessorientierten und digitalen L\u00f6sungen\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verwaltung wird den Gemeinderat regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber den Fortschritt der Ma\u00dfnahmen informieren. Das Haushaltssicherungskonzept 2030+ bildet damit den verbindlichen Rahmen f\u00fcr die Konsolidierung der kommenden Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hintergrund: Strukturelle Haushaltskrise<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart steht vor einer strukturellen Haushaltskrise: F\u00fcr das Jahr 2025 wird derzeit ein Defizit von rund 700 Millionen Euro erwartet. Gleichzeitig ist die Gewerbesteuer, eine der wichtigsten Einnahmequellen, deutlich eingebrochen. Hinzu kommen steigende Ausgaben, insbesondere bei gesetzlich \u00fcbertragenen Aufgaben, die h\u00e4ufig nicht vollst\u00e4ndig gegenfinanziert sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.|\u00a0Der Gemeinderat hat das HSK 2030+ beschlossen, um die finanzielle Handlungsf\u00e4higkeit zu sichern. Neben bereits umgesetzten Ma\u00dfnahmen sind ab 2028 weitere Einsparungen n\u00f6tig. 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