{"id":160172,"date":"2026-04-22T12:30:11","date_gmt":"2026-04-22T11:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=160172"},"modified":"2026-04-22T12:30:49","modified_gmt":"2026-04-22T11:30:49","slug":"massnahmen-des-wildgaensemanagements-in-stuttgart-gestartetstuttgart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/04\/22\/massnahmen-des-wildgaensemanagements-in-stuttgart-gestartetstuttgart\/","title":{"rendered":"Ma\u00dfnahmen des Wildg\u00e4nsemanagements in Stuttgart gestartet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0Stuttgart und das Land Baden-W\u00fcrttemberg haben ein gemeinsames Wildg\u00e4nsemanagement gestartet. Die Nil- und Grauganspopulationen sollen auf st\u00e4dtischen Fl\u00e4chen gezielt gesteuert werden, um Nutzungskonflikte zu verringern, die Aufenthaltsqualit\u00e4t zu verbessern und heimische Wasserv\u00f6gel zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wildg\u00e4nse sind im Stuttgarter Stadtgebiet seit mehreren Jahren zunehmend pr\u00e4sent. Vor allem Grau- und Nilg\u00e4nse nutzen Gr\u00fcnanlagen, Sportfl\u00e4chen und Freib\u00e4der ganzj\u00e4hrig als Aufenthalts- und Brutorte. Das hat Folgen f\u00fcr Mensch und Natur: Wildg\u00e4nse verschmutzen Wege, Liegefl\u00e4chen und Sportanlagen und schr\u00e4nken deren Nutzung deutlich ein. In Stuttgart lassen sich gro\u00dfe Sch\u00e4den und Verunreinigungen besonders am Eckensee im Schlossgarten, am Max\u2010Eyth\u2010See und in den Stuttgarter Freib\u00e4dern feststellen. In sensiblen Bereichen wie Spielpl\u00e4tzen oder Freib\u00e4dern entstehen zus\u00e4tzliche hygienische Probleme. Zudem kommt es w\u00e4hrend der Brutzeit vereinzelt zu aggressivem Verhalten. Auch Vegetation, Uferbereiche und heimische Wasserv\u00f6gel sind betroffen. Ziel des Managements ist es, die Pr\u00e4senz der Wildg\u00e4nse auf besonders betroffenen Fl\u00e4chen zu steuern, Nutzungskonflikte zu reduzieren und die heimische Fauna zu sch\u00fctzen. Gleichzeitig soll die Aufenthaltsqualit\u00e4t in Parks und Gr\u00fcnanlagen verbessert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Start der Ma\u00dfnahmen setzt die Stadt Stuttgart das gemeinsam mit dem Land Baden-W\u00fcrttemberg entwickelte Wildg\u00e4nsemanagement um. Anfang 2025 haben die Landeshauptstadt Stuttgart und das Land Baden-W\u00fcrttemberg das Projekt \u201eUrbanes Wildg\u00e4nsemanagement im Stadtgebiet Stuttgart\u201c initiiert und mit einem Monitoring auf ausgesuchten Fl\u00e4chen angefangen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll bestehende Mensch-Wildgans-Konflikte durch fachlich abgestimmte Ma\u00dfnahmen wirksam reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Wildganspopulationen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stadt hat Anfang M\u00e4rz dieses Jahres mit der schrittweisen Umsetzung auf besonders betroffenen Fl\u00e4chen begonnen. Dazu z\u00e4hlen die st\u00e4dtischen Freib\u00e4der, ausgew\u00e4hlte Sportanlagen, der H\u00f6henpark Killesberg sowie weitere Gr\u00fcn- und Erholungsbereiche. Ein zentrales Element ist das Monitoring der Wildg\u00e4nsebest\u00e4nde, welches in 2026 fortgesetzt wird. Art, Anzahl sowie zeitliche und r\u00e4umliche Nutzungsmuster werden systematisch erfasst. Die Daten werden bei der unteren Jagdbeh\u00f6rde geb\u00fcndelt und dienen als Grundlage f\u00fcr weitere Entscheidungen. Das Ma\u00dfnahmenpaket umfasst pr\u00e4ventive und regulierende Ans\u00e4tze, darunter F\u00fctterungsverbote, Anpassungen der Lebensraumgestaltung und Vergr\u00e4mungsma\u00dfnahmen. Jagdliche Ma\u00dfnahmen kommen erst dann zum Einsatz, wenn weniger starke Ma\u00dfnahmen nicht greifen. Auswahl und Umsetzung richten sich nach den \u00f6rtlichen Gegebenheiten und dem jeweiligen Konfliktpotenzial.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oberb\u00fcrgermeister Dr. Frank Nopper macht deutlich: \u201eInzwischen muss man geradezu von einer Nilgans-Invasion sprechen. Dies f\u00fchrt zu starken Verunreinigungen und zu gro\u00dfen Sch\u00e4den. Deswegen m\u00fcssen wir alles im Rahmen unserer M\u00f6glichkeiten unternehmen, um die Nilgans-Population zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Wir verbessern damit nicht nur die Sauberkeit in unserer Stadt, sondern sch\u00fctzen auch unsere heimischen Wasservogelarten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stadtj\u00e4ger Christian Schwenk gibt einen Ausblick auf den Ablauf des Managements: \u201eIch setze seit Anfang M\u00e4rz das systematische Monitoring der Wildg\u00e4nse aus dem Jahr 2025 auf ausgesuchten Fl\u00e4chen fort. Die Gelegebehandlung und die Vergr\u00e4mung der Tiere mit einer Drohne, abseits ihrer Brutpl\u00e4tze, sind die ersten Ma\u00dfnahmen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Abstimmung zwischen Stadt, Land und weiteren beteiligten Stellen erfolgt im Rahmen des regelm\u00e4\u00dfig tagenden Runden Tisches Wildg\u00e4nse. Dort werden Erfahrungen ausgetauscht, Ma\u00dfnahmen koordiniert und deren Wirkung bewertet.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.|\u00a0Stuttgart und das Land Baden-W\u00fcrttemberg haben ein gemeinsames Wildg\u00e4nsemanagement gestartet. Die Nil- und Grauganspopulationen sollen auf st\u00e4dtischen Fl\u00e4chen gezielt gesteuert werden, um Nutzungskonflikte zu verringern, die Aufenthaltsqualit\u00e4t zu verbessern und heimische Wasserv\u00f6gel zu sch\u00fctzen. Wildg\u00e4nse sind im Stuttgarter Stadtgebiet seit mehreren Jahren zunehmend pr\u00e4sent. 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