{"id":159711,"date":"2026-03-05T14:06:01","date_gmt":"2026-03-05T13:06:01","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=159711"},"modified":"2026-03-05T14:06:01","modified_gmt":"2026-03-05T13:06:01","slug":"polizeiliche-kriminalstatistik-pks-2025-fuer-stuttgart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/03\/05\/polizeiliche-kriminalstatistik-pks-2025-fuer-stuttgart\/","title":{"rendered":"Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 f\u00fcr Stuttgart"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufkl\u00e4rungsquote deutlich gestiegen<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Messerverbotszone zeigt Wirkung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0Die Gesamtkriminalit\u00e4t in der Landeshauptstadt ist im Jahr 2025 leicht auf 53.894 Straftaten und damit im zweiten Jahr in Folge gesunken. Gleichzeitig verzeichnet das Polizeipr\u00e4sidium Stuttgart einen bemerkenswerten Erfolg bei der Strafverfolgung: Die Aufkl\u00e4rungsquote erreichte 66,9 Prozent und liegt damit nicht nur deutlich \u00fcber dem Vorjahreswert, sondern auch klar \u00fcber dem Landesdurchschnitt von 62,5 Prozent, was die herausragende Ermittlungsarbeit des Polizeipr\u00e4sidiums Stuttgart unterstreicht. Dass die Zahl der ermittelten Tatverd\u00e4chtigen parallel um + 3,0 Prozent (ohne ausl\u00e4nderrechtliche Verst\u00f6\u00dfe sogar um + 5,6 Prozent) gestiegen ist, wertet die Polizei als klaren Erfolg. Diese gegenl\u00e4ufige Entwicklung zur sinkenden Gesamtkriminalit\u00e4t resultiert direkt aus einer verbesserten Aufkl\u00e4rung und bedeutet keine Verschlechterung der Sicherheitslage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Entwicklung der Tatverd\u00e4chtigenstrukturen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bereich der Straftaten (ohne ausl\u00e4nderrechtliche Verst\u00f6\u00dfe) stieg die Zahl der deutschen Tatverd\u00e4chtigen um + 7,7 Prozent, die der nichtdeutschen um + 3,7 Prozent. Erw\u00e4hnenswert ist dabei eine Trendumkehr im F\u00fcnf-Jahres-Vergleich: Bei tatverd\u00e4chtigen Gefl\u00fcchteten ist ein R\u00fcckgang um &#8211; 3,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 zu verzeichnen. Die h\u00f6chsten Zahlen bei den nichtdeutschen Tatverd\u00e4chtigen entfallen auf wenige Herkunftsgruppen, wobei Personen aus der T\u00fcrkei, Rum\u00e4nien, der Ukraine und Syrien \u00fcber ein Drittel ausmachen. Bei einer Bewertung ist allerdings der Gesamtanteil an der Bev\u00f6lkerung mit zu betrachten. Auff\u00e4llig ist ein starker Anstieg ukrainischer Tatverd\u00e4chtiger, der weiterhin im direkten Zusammenhang mit der kriegsbedingten Zuwanderung der vergangenen Jahre steht. Die meisten anderen Nationalit\u00e4ten entwickeln sich stabil oder r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Verschiebungen in der Jugendkriminalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Gesamtzahl der Tatverd\u00e4chtigen unter 21 Jahren gleich blieb, verschoben sich die Schwerpunkte: R\u00fcckg\u00e4ngen bei Sachbesch\u00e4digungen stehen Zunahmen bei Kindern sowie im Bereich der Sexual- und Rohheitsdelikte gegen\u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erfolg der Waffen- und Messerverbotszone (WMVZ)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die eingerichtete WMVZ sowie die flankierenden Ma\u00dfnahmen von Polizei, Stadt und Partnern zeigen deutliche Wirkung und haben sich als \u00e4u\u00dferst effektiv erwiesen. Im Jahr 2025 sanken die schweren Straftaten unter Verwendung des Tatmittels Messer im Geltungsbereich der WMVZ auf 46 F\u00e4lle und haben sich damit nahezu halbiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gewalt gegen Einsatzkr\u00e4fte und digitale Kriminalit\u00e4t nehmen zu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gewalt gegen Polizeibeamte stieg bei Widerstand und t\u00e4tlichem Angriff um + 3,8 Prozent an (2024: 844 F\u00e4lle), was zu 343 verletzten Beamtinnen und Beamten f\u00fchrte (+ 14 Verletzte im Vergleich zum Vorjahr).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem gewinnen Verm\u00f6gens- und F\u00e4lschungsdelikte massiv an Bedeutung und machen mittlerweile rund 21 Prozent aller erfassten Straftaten aus. Treiber im Hinblick auf die entstandenen Sch\u00e4den sind hier digital begangene Betrugsdelikte (Anlage- und Computerbetrug), die bei moderaten Fallzahlen extrem hohe Schadenssummen verursachen. Auch die &#8220;Digitale Gewalt&#8221; (z.B. Cyberstalking zur Kontrolle und Einsch\u00fcchterung) stellt als zunehmende Form der Gewaltkriminalit\u00e4t eine wachsende Herausforderung dar und wird von der Polizei Stuttgart seit diesem Jahr daher besonders in den Fokus genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8220;Eine Aufkl\u00e4rungsquote von fast 67 Prozent ist ein herausragender Beleg f\u00fcr die akribische und erfolgreiche Arbeit unserer Ermittlerinnen und Ermittler&#8221;, betont der Stuttgarter Polizeipr\u00e4sident Markus Eisenbraun. &#8220;Besonders freut mich die Wirksamkeit unserer Waffen- und Messerverbotszone. Die Halbierung der schweren Taten mit Messern zeigt, dass die Ma\u00dfnahmen und Schwerpunktsetzungen von uns mit unseren Partnern, allen voran der Landeshauptstadt, greifen. Mit gro\u00dfer Sorge betrachte ich jedoch die zunehmende Gewalt gegen meine Beamtinnen und Beamten. 343 verletzte Kolleginnen und Kollegen sind ein alarmierendes Zeichen f\u00fcr eine wachsende Respektlosigkeit gegen\u00fcber Einsatzkr\u00e4ften, der wir mit aller Konsequenz entgegentreten werden. Die zunehmenden digitalen Opferdelikte m\u00fcssen wir besonders fokussieren. Hier sprechen wir bewusst von &#8220;digitaler Gewalt&#8221;, denn die Folgen f\u00fcr die Opfer von Deep-Fakes und anderen Straftaten k\u00f6nnen gravierend sein&#8221;, so der Polizeipr\u00e4sident weiter.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufkl\u00e4rungsquote deutlich gestiegen Messerverbotszone zeigt Wirkung Stuttgart.|\u00a0Die Gesamtkriminalit\u00e4t in der Landeshauptstadt ist im Jahr 2025 leicht auf 53.894 Straftaten und damit im zweiten Jahr in Folge gesunken. 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