{"id":159309,"date":"2026-01-25T10:00:35","date_gmt":"2026-01-25T09:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=159309"},"modified":"2026-01-25T11:26:51","modified_gmt":"2026-01-25T10:26:51","slug":"haus-fuer-film-und-medien-soll-weiter-gebaut-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2026\/01\/25\/haus-fuer-film-und-medien-soll-weiter-gebaut-werden\/","title":{"rendered":"Haus f\u00fcr Film und Medien soll weiter gebaut werden"},"content":{"rendered":"<h4 class=\"m_-5396512583749000224mynewsHeadline\" style=\"text-align: justify;\"><strong>OB Nopper zum Haus f\u00fcr Film und Medien: \u201eWir sollten den fahrenden Zug nicht mehr stoppen.\u201c<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.|\u00a0Nach intensiver Abw\u00e4gung spricht sich OB Nopper daf\u00fcr aus, den Bau des Hauses f\u00fcr Film und Medien fortzuf\u00fchren. Der Gemeinderat wird am 29. Januar 2026 dar\u00fcber entscheiden. Mit dem Haus f\u00fcr Film und Medien soll eine neuartige Kulturinstitution entstehen, als Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kunst, Technologie und Wissenschaft.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oberb\u00fcrgermeister Dr. Frank Nopper schl\u00e4gt dem Gemeinderat trotz der \u00e4u\u00dferst angespannten Haushaltslage vor, am Projekt Haus f\u00fcr Film und Medien festzuhalten. Er erkl\u00e4rt: \u201eWir standen vor einer ganz schwierigen Entscheidung. Einerseits passen die enormen Baukosten und die prognostizierten Betriebskosten nicht mehr in die Haushaltslandschaft, andererseits sind schon millionenschwere Vorlaufkosten entstanden und die Tiefbauarbeiten zum Teil schon abgeschlossen. Zudem w\u00fcrde im Falle eines Baustopps an dieser Stelle f\u00fcr mehrere Jahre eine Baul\u00fccke klaffen. In einer Gesamtabw\u00e4gung sind wir deswegen zu der \u00dcberzeugung gekommen, dass es richtig ist, den fahrenden Zug nicht mehr zu stoppen und die begonnene Bauma\u00dfnahme fortzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beschlussfassung steht am kommenden Donnerstag, 29. Januar, auf der Tagesordnung des Gemeinderats. OB Nopper wird dem Gemeinderat empfehlen, einen Baubeschluss zu fassen, mit der Auflage, dass bei den Baukosten alle Einsparm\u00f6glichkeiten genutzt werden m\u00fcssen und dass die prognostizierten Betriebskosten deutlich zu senken sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nopper betont, dass die geplanten Baukosten in H\u00f6he von 115 Millionen Euro \u201enicht mehr in die aktuelle Haushalts- und Finanzlandschaft passen\u201c. Es sei auch schwierig, in einer Zeit, in der bei den etablierten Kultureinrichtungen gek\u00fcrzt werde, neue Betriebskosten zu erzeugen. \u201eGegen einen Baubeschluss spricht auch die Kreditobergrenze, die uns mit hoher Wahrscheinlichkeit das Regierungspr\u00e4sidium bei der Genehmigung des Doppelhaushalts ins Stammbuch schreiben wird. Diese Kreditobergrenze kann dazu f\u00fchren, dass nach einem Baubeschluss f\u00fcr das Haus f\u00fcr Film- und Medien im Finanzplanungszeitraum andere Investitionsprojekte nicht mehr umgesetzt werden k\u00f6nnen.\u201c Dies gelte aber f\u00fcr jeden Baubeschluss der kommenden Zeit. Eine Priorisierung der Projekte sei extrem schwierig, weil diese unterschiedlich weit fortgeschritten seien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Demgegen\u00fcber sprechen aus Sicht der Verwaltung gewichtige Argumente f\u00fcr die Fortf\u00fchrung des Projekts, die in einer Gesamtschau schwerer wiegen als die Argumente dagegen: Im Falle eines Baustopps w\u00e4ren Vorprojektkosten in H\u00f6he von mindestens 10 bis 15 Millionen Euro unmittelbar verloren, die bereits angefallen sind. Die ca. neun Meter tiefe Baugrube einschlie\u00dflich des r\u00fcckverankerten Fundaments ist bereits weitgehend fertiggestellt. Dies ist im Stadtbild deutlich sichtbar. \u201eGegen eine Vollbremsung spricht auch, dass der Bebauungsplan nur die Nutzung f\u00fcr ein Haus f\u00fcr Film und Medien vorsieht. F\u00fcr eine anderweitige Nutzung m\u00fcsste er ge\u00e4ndert werden \u2013 was zur Folge h\u00e4tte, dass f\u00fcr mindestens drei Jahre, m\u00f6glicherweise auch l\u00e4nger, eine Baul\u00fccke in prominenter Lage inmitten der Innenstadt bestehen w\u00fcrde\u201c, so Nopper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch aus st\u00e4dtebaulicher Sicht bedeutet das neue Haus f\u00fcr Film und Medien eine erhebliche Aufwertung an einer markanten Stelle in der Innenstadt. Neben dem im Bau befindlichen Mobility Hub von Breuninger wird an dieser Stelle ein bedeutsamer Betrag zur Stadtbildreparatur geleistet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine zeitnahe Entscheidung des Gemeinderats ist deswegen erforderlich, weil f\u00fcr die Beauftragung von f\u00fcnf Baugewerken f\u00fcr das Haus f\u00fcr Film und Medien gute Angebotsergebnisse erzielt wurden, die rund acht Millionen Euro g\u00fcnstiger sind als bislang kalkuliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inhaltlich bietet das Haus f\u00fcr Film und Medien die Chance, in Stuttgart ein modernes kulturelles Zentrum zu etablieren: ein offenes Haus des Erlebens, Lernens und Experimentierens. Es wird einerseits einer breiten \u00d6ffentlichkeit offenstehen und andererseits Schaufenster des Stuttgarter Medienclusters sein, das sich durch eine herausragende Verbindung aus Kreativwirtschaft, Wissenschaft und etablierten Medieninstitutionen auszeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kulturb\u00fcrgermeister Dr. Fabian Mayer sagt: \u201eMit dem Stuttgart Moving Image Center \u2013 Haus f\u00fcr bewegte Bilder Stuttgart\u201c (SMIC) soll eine neuartige Kulturinstitution entstehen, die sich der zentralen Pr\u00e4gung unseres Zeitalters widmet: Unser aller Alltag ist in zunehmendem Ma\u00dfe durch Medien beeinflusst. Gleichzeitig gibt es f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen noch keinen \u00f6ffentlichen Ort der Reflexion, der P\u00e4dagogik und des Experimentierens. Das SMIC ist nicht als Museum mit eigener Sammlung, nicht als Forschungszentrum, sondern als hybrider und wandelbarer Raum konzipiert, der eine aktive und kritische Auseinandersetzung mit technischen Bildern in all ihren unterschiedlichen mediengeschichtlichen Ausgestaltungen erlaubt. Als \u00f6ffentliche Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kunst, Technologie und Wissenschaft soll das Haus Kinos\u00e4le, Studios, Labore, Lern- und Spielr\u00e4ume sowie Gastronomie unter einem Dach vereinen und als Dritter Ort den Raum schaffen f\u00fcr Begegnung und Innovation im Bereich der bewegten Bilder. Unser renommierter Gr\u00fcndungsdirektor arbeitet bereits mit zwei weiteren Kollegen an einem attraktiven und zukunftsgerichteten Betriebs- und Nutzungskonzept.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das neue Haus f\u00fcr Film und Medien soll an der B14 zwischen der Leonhardskirche und dem aktuell in Bau befindlichen Mobility Hub von Breuninger entstehen. An den Mobility Hub schlie\u00dft es nach der Planung direkt an, mit einer gemeinsamen Zwischenwand. Im Oktober 2025 entschied sich der Gemeinderat auch f\u00fcr einen neuen Namen: K\u00fcnftig hei\u00dft es Stuttgart Moving Image Center (SMIC). Getragen wird das SMIC von der Stadt Stuttgart und dem Verein Haus f\u00fcr Film und Medien Stuttgart, in dem sich 25 in Stuttgart und der Region ans\u00e4ssige nicht-kommerzielle Institutionen zusammengeschlossen haben, darunter das Haus des Dokumentarfilms, das Filmb\u00fcro Baden-W\u00fcrttemberg, die Filmakademie Baden-W\u00fcrttemberg, die Universit\u00e4t Stuttgart, die Wirtschaftsf\u00f6rderung der Region Stuttgart, der S\u00fcdwestrundfunk und die Film- und Medienfestival gGmbH, die allj\u00e4hrlich u. a. das Internationale Trickfilmfestival Stuttgart veranstaltet.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OB Nopper zum Haus f\u00fcr Film und Medien: \u201eWir sollten den fahrenden Zug nicht mehr stoppen.\u201c Stuttgart.|\u00a0Nach intensiver Abw\u00e4gung spricht sich OB Nopper daf\u00fcr aus, den Bau des Hauses f\u00fcr Film und Medien fortzuf\u00fchren. Der Gemeinderat wird am 29. 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