{"id":158737,"date":"2025-11-20T12:41:59","date_gmt":"2025-11-20T11:41:59","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/11\/20\/bosch-team-gewinnt-deutschen-zukunftspreis-fuer-brennstoffzellen-antriebssystem\/"},"modified":"2025-11-20T12:41:59","modified_gmt":"2025-11-20T11:41:59","slug":"bosch-team-gewinnt-deutschen-zukunftspreis-fuer-brennstoffzellen-antriebssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/11\/20\/bosch-team-gewinnt-deutschen-zukunftspreis-fuer-brennstoffzellen-antriebssystem\/","title":{"rendered":"Bosch-Team gewinnt Deutschen Zukunftspreis f\u00fcr Brennstoffzellen-Antriebssystem"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00fcrdigung des Systems als Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr klimaneutrale Mobilit\u00e4t<\/strong><\/h4>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Deutscher Zukunftspreis 2025 geht an das Bosch-Team f\u00fcr die Entwicklung des Brennstoffzellen-Antriebssystems.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bosch-Chef Hartung: \u201eDer Preis ist eine herausragende Anerkennung f\u00fcr das Team und zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt.\u201c<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">FCPM erm\u00f6glicht CO2-freien Betrieb von schweren Nutzfahrzeugen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Hohe Robustheit, kurze Betankungszeiten und Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern mit einer Tankf\u00fcllung.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Berlin.| Zukunft braucht Antrieb \u2013 und Bosch liefert ihn mit seinem Brennstoffzellen-Antriebssystem. F\u00fcr die Entwicklung des Fuel Cell Power Modules (FCPM) hat das Bosch-Team um Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu jetzt den Deutschen Zukunftspreis 2025 erhalten. Die Auszeichnung des Bundespr\u00e4sidenten w\u00fcrdigt das System als Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr eine klimaneutrale Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Preis ist eine herausragende Anerkennung f\u00fcr das gesamte Team. Er zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt \u2013 und welch entscheidende Rolle Bosch dabei spielt.\u201c sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Technologie steht bereit. Jetzt braucht es auch den politischen Willen, den Aufbau einer leistungsf\u00e4higen Wasserstoff-Wirtschaft konsequent voranzutreiben. Nur so k\u00f6nnen Brennstoffzellen-Antriebe f\u00fcr Nutzfahrzeuge zur Alltagstechnologie werden. Als Industrie haben wir unsere Hausaufgaben gemacht\u201c, sagt Dr. Stefan Hartung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das pr\u00e4mierte Fuel Cell Power Module wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. So k\u00f6nnen Nutzfahrzeuge auf langen Strecken vollst\u00e4ndig CO\u2082-frei betrieben werden \u2013 sofern sie gr\u00fcnen Wasserstoff im Tank haben. Die einzige verbleibende Emission ist Wasserdampf. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralit\u00e4t im G\u00fcterverkehr. Schwere Lkw verursachen in der EU mehr als ein Viertel der CO\u2082-Emissionen des Stra\u00dfenverkehrs, sind gleichzeitig aber unverzichtbar f\u00fcr den Waren- und G\u00fctertransport. \u201eMit dem Fuel Cell Power Module zeigt Bosch, dass Wasserstofftechnologie serienreif ist und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Stra\u00dfenverkehrs leisten kann\u201c, sagt Hartung. \u201eDie Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverst\u00e4ndnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehrere tausend Lkw sind mit Bosch-System weltweit auf der Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Serienstart des FCPM erfolgte 2023 im Werk Stuttgart-Feuerbach, kurz darauf auch im chinesischen Chongqing. Mit mehr als tausend Einzelteilen z\u00e4hlt das FCPM zu den komplexesten Systemen in der fast 140-j\u00e4hrigen Bosch-Geschichte \u2013 und zugleich zu den zukunftsweisendsten. Vom Stack \u00fcber die Rezirkulationspumpe bis hin zum Luftverdichter stammen alle Schl\u00fcsselkomponenten aus eigener Entwicklung und Fertigung. Das Antriebsmodul selbst kann dort eingebaut werden, wo bislang der Verbrennungsmotor seinen Platz hat. Statt Dieseltanks kommen Drucktanks f\u00fcr den Wasserstoff zum Einsatz. Die Betankungszeiten sind mit rund 15 Minuten vergleichbar. Je nach Fahrzeuglayout sind bei \u00f6konomischer Fahrweise bis zu 1000 Kilometer mit einer Tankf\u00fcllung von rund 70 Kilogramm Wasserstoff m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits heute sind weltweit mehrere tausend Lkw mit dem FCPM von Bosch unterwegs. Die im Feld befindlichen Module generieren wertvolle Entwicklungsdaten: Viele Systeme existieren sowohl physisch im Fahrzeug als auch als Digitaler Zwilling im virtuellen Raum. Parameter wie Temperatur, Druck und Verschlei\u00df lassen sich kontinuierlich \u00fcberwachen und k\u00f6nnen direkt in die Entwicklung der n\u00e4chsten Generation des Antriebssystems einflie\u00dfen. Die FCPM-Technik kann dabei nicht nur in Lkw genutzt werden, auch Antriebe f\u00fcr Busse oder maritime Antriebe lassen sich realisieren. Zudem k\u00f6nnen Rechenzentren dezentral mit CO\u2082-frei erzeugtem Strom versorgt werden. In PEM-Elektrolyse-Stacks (PEM = Protonen-Austausch-Membran), die nach dem umgekehrten Prinzip funktionieren, nutzt Bosch die Technologie au\u00dferdem f\u00fcr die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser und Strom \u2013 einem weiteren wichtigen Baustein in der Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette. Nach dem Markteintritt seiner Elektrolyse-Stacks im April hat das Unternehmen k\u00fcrzlich erstmals einen Elektrolyseur mit eigener Elektrolyse-Technik am Standort in Bamberg in Betrieb genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcnfmal war Bosch zwischen 1998 und 2013 f\u00fcr den Deutschen Zukunftspreis nominiert, dreimal wurden Teams von Bosch oder mit Bosch-Beteiligung ausgezeichnet: 2005 f\u00fcr Piezo-Injektoren, 2008 f\u00fcr smarte Sensoren sowie 2013 gemeinsam mit Trumpf und der Uni Jena f\u00fcr Ultrakurzpulslaser. Mit dem Deutschen Zukunftspreis 2025 f\u00fcr das Fuel Cell Power Module f\u00fchrt Bosch diese Erfolgsgeschichte fort. Das Unternehmen zeigt damit nicht nur seine technologische St\u00e4rke, sondern auch seine Vision f\u00fcr die Zukunft: Eine Welt, in der Wasserstoff und Brennstoffzellen entscheidend zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrdigung des Systems als Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr klimaneutrale Mobilit\u00e4t Deutscher Zukunftspreis 2025 geht an das Bosch-Team f\u00fcr die Entwicklung des Brennstoffzellen-Antriebssystems. Bosch-Chef Hartung: \u201eDer Preis ist eine herausragende Anerkennung f\u00fcr das Team und zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt.\u201c FCPM erm\u00f6glicht CO2-freien Betrieb von schweren Nutzfahrzeugen. 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