{"id":158437,"date":"2025-10-22T14:51:41","date_gmt":"2025-10-22T13:51:41","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/10\/22\/trumpf-steigt-ins-ruestungsgerschaeft-ein\/"},"modified":"2025-10-22T14:51:41","modified_gmt":"2025-10-22T13:51:41","slug":"trumpf-steigt-ins-ruestungsgerschaeft-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/10\/22\/trumpf-steigt-ins-ruestungsgerschaeft-ein\/","title":{"rendered":"TRUMPF steigt ins R\u00fcstungsgersch\u00e4ft ein"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Rohde &amp; Schwarz und TRUMPF vereinbaren\u00a0Zusammenarbeit bei Drohnenabwehr<\/strong><\/h4>\n<h4><strong>TRUMPF legt Zahlen f\u00fcr Gesch\u00e4ftsjahr 2024\/25 vor<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ditzingen.| Die Unternehmen Rohde &amp; Schwarz und TRUMPF kooperieren zuk\u00fcnftig bei der Entwicklung von Drohnenabwehrl\u00f6sungen. Sie vereinen damit die Expertise von Rohde &amp; Schwarz in der Beherrschung des elektromagnetischen Spektrums und Radar-Sensorik mit der Hochenergielasertechnologie von TRUMPF. Ziel ist es, Drohnen zu erkennen, zu verfolgen und zu neutralisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Technologieunternehmen\u00a0Rohde &amp; Schwarz und TRUMPF SE + Co. KG haben eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung und Bereitstellung einer umfassenden und national produzierten Drohnenabwehrl\u00f6sung bekanntgegeben. Diese Zusammenarbeit kombiniert die Drohnenabwehrl\u00f6sung von Rohde &amp; Schwarz im Bereich\u00a0Elektromagnetik, Radar-Sensorik sowie die Lasertechnologie von TRUMPF. Damit werden eine Erkennung, Verfolgung und Verteidigung gegen die wachsende Bedrohung durch Drohnen auf diversen Plattformen m\u00f6glich. Die Expertise beider Unternehmen soll Kunden eine Verteidigung gegen drohnenbasierte Bedrohungen bieten. Rohde &amp; Schwarz wird das Hochenergielasersystem von TRUMPF in ein komplettes Drohnenabwehr\u00d6kosystem integrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir sind stolz darauf, mit TRUMPF zusammenzuarbeiten, um eine souver\u00e4ne L\u00f6sung f\u00fcr die Drohnenabwehr anzubieten\u201c, sagt Dr. Alexander Orellano, Leiter der Division Technologie Systeme, Rohde &amp; Schwarz. \u201eDiese Zusammenarbeit b\u00fcndelt die St\u00e4rken beider Unternehmen, um kritische Sicherheitsbed\u00fcrfnisse anzugehen. Investitionen in europ\u00e4ische Verteidigung und insbesondere in Drohnenabwehrtechnologie sind von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnsere Lasertechnologie, unsere Kompetenz in der Strahlf\u00fchrung und -formung sowie unsere intern verankerte Supply Chain von systemkritischen\u00a0Subkomponenten bieten eine hoch innovative L\u00f6sung f\u00fcr die Drohnenabwehr\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Hagen Zimer, f\u00fcr die Lasertechnik verantwortliches Vorstandsmitglied von TRUMPF. \u201eDie Kombination mit der Drohnenabwehr-Expertise von\u00a0Rohde &amp; Schwarz erm\u00f6glicht es uns, eine wirklich effektive und integrierte\u00a0L\u00f6sung zum Schutz kritischer Infrastrukturen und zur Sicherung sensibler\u00a0Bereiche zu liefern.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Unternehmen sind sich der Bedeutung bewusst, ihre Technologien rein defensiv zur Bew\u00e4ltigung der neuen Sicherheitsrisiken einzusetzen \u2013 eine\u00a0Verantwortung, die sie jetzt gemeinsam tragen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Abk\u00fchlung der Weltkonjunktur f\u00fchrt zu r\u00fcckl\u00e4ufigem Umsatz bei TRUMPF &#8211; Leibinger-Kamm\u00fcller: Vorsichtige Anzeichen der Besserung\u00a0<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hochtechnologieunternehmen TRUMPF legt Zahlen f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr\u00a02024\/25 vor: Umsatz sinkt um 16 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, Auftragseingang um 7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die TRUMPF Gruppe verzeichnet zum Abschluss des Gesch\u00e4ftsjahrs 2024\/25 am 30. Juni 2025 einen Umsatzr\u00fcckgang von 16 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro (Gesch\u00e4ftsjahr 2023\/24: 5,2 Milliarden Euro).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Auftragseingang sank weniger stark auf 4,2 Milliarden Euro (Gesch\u00e4ftsjahr 2023\/24: 4,6 Milliarden Euro). Das entspricht einem Minus von 7 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich infolge des Umsatzr\u00fcckgangs, aber auch durch von uns ergriffene notwendige Strukturma\u00dfnahmen auf 59 Millionen Euro (Vorjahr 501 Millionen Euro). Die EBIT-Rendite fiel mit 1,4 Prozent (Vorjahr 9,7 Prozent) ebenfalls nicht zufriedenstellend aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, bereinigt um die ergriffenen Strukturma\u00dfnahmen, lag bei 230 Millionen Euro, die EBIT-Rendite bei 5,3 Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicola Leibinger-Kamm\u00fcller, Vorsitzende des Vorstands von TRUMPF, sagte bei der Vorlage der Bilanz in Ditzingen: \u201eDie nachlassende Weltkonjunktur und die geopolitischen Unw\u00e4gbarkeiten f\u00fchrten im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr bei Kunden weltweit zu einer weiter anhaltenden und deutlichen Zur\u00fcckhaltung bei Neuinvestitionen. Wir glauben dennoch, nun die Talsohle erreicht zu haben. Es gibt vorsichtige Anzeichen der Verbesserung. So ist unser Auftragseingang seit mehreren Monaten nicht mehr gefallen und stabilisiert sich auf einem fraglos noch zu niedrigen Niveau.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Ausblick auf das laufende Gesch\u00e4ftsjahr bis zum 30. Juni 2026 \u00e4u\u00dferte Leibinger-Kamm\u00fcller daher vorsichtigen Optimismus. TRUMPF sehe Chancen in einzelnen M\u00e4rkten und Gesch\u00e4ftsfeldern. \u201eDazu z\u00e4hlen beispielsweise die\u00a0Themen Elektromobilit\u00e4t, Halbleiter oder Elektronik, im Bereich\u00a0Werkzeugmaschinen unsere Smart Factories sowie Services. Insgesamt steht zu erwarten, dass viele Kunden ihren Maschinenpark nach einer langen Periode erneuern werden, dazu auch unsere Angebote im Bereich vernetzte Fertigung und K\u00fcnstliche Intelligenz nutzen werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund der geopolitischen Situation habe sich TRUMPF nach intensiven Diskussionen im Gesellschafterkreis und im Vorstand \u00fcberdies dazu entschlossen, seinen Kunden zuk\u00fcnftig auch Technologien f\u00fcr\u00a0Verteidigungsl\u00f6sungen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Grundvoraussetzung daf\u00fcr sei, dass diese L\u00f6sungen ausnahmslos defensiven Charakter h\u00e4tten, also nicht gegen Menschen gerichtet seien. Zur Konkretisierung befinde man sich derzeit in Gespr\u00e4chen mit industriellen Partnern in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gr\u00f6\u00dfte Einzelm\u00e4rkte von TRUMPF<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umsatzst\u00e4rkster Einzelmarkt von TRUMPF war auch in diesem Gesch\u00e4ftsjahr\u00a0Deutschland mit 700 Millionen Euro (Vorjahr: 824 Millionen Euro), was einem Minus von 15 Prozent entsprach. In den USA sank der Umsatz ebenfalls deutlich um 17 Prozent auf 661 Millionen Euro (Vorjahr: 796 Millionen Euro). Im gr\u00f6\u00dften asiatischen Markt China sank der Umsatz um 22 Prozent auf 482 Millionen Euro (Vorjahr: 615 Millionen Euro).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gesch\u00e4ftsbereiche und -felder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gesch\u00e4ftsbereich Werkzeugmaschinen erzielte bei einer Betrachtung der\u00a0Sparten den h\u00f6chsten Umsatz mit 2,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,8 Milliarden Euro). Der Gesch\u00e4ftsbereich Lasertechnik verbuchte im Berichtsjahr einen r\u00fcckl\u00e4ufigen Umsatz auf 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr 1,4 Milliarden Euro, bereinigt um das Gesch\u00e4ftsfeld Elektronik).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Umsatz im Gesch\u00e4ftsfeld Elektronik betrug 442 Millionen Euro. Dies entsprach einem Minus von 23 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr (572 Millionen Euro). Das ebenfalls eigenst\u00e4ndig ausgewiesene Gesch\u00e4ftsfeld EUV erzielte mit ebenfalls 23 Prozent Minus gegen\u00fcber Vorjahr einen Umsatz von 724 Millionen Euro (Vorjahr 943 Millionen Euro).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Entwicklung der Mitarbeiterzahlen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von TRUMPF betrug zum\u00a0Stichtag 30. Juni 2025 weltweit 18.303 Mitarbeiter (Vorjahr: 19.018). In Deutschland sank die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 1,8 Prozent auf 9.337 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.505). Davon waren 5.907 am Stammsitz in Ditzingen, Gerlingen, Hettingen und H\u00f6fingen t\u00e4tig. Im Berichtsjahr absolvierten 613 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium an der\u00a0Dualen Hochschule. Die Quote lag damit bei 3,1 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Auswirkungen der von TRUMPF zum Ende des Gesch\u00e4ftsjahrs ergriffenen Strukturma\u00dfnahmen schlugen sich noch nicht ma\u00dfgeblich in den Zahlen bis zum\u00a030. Juni 2025 nieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung lag bei 3.006 (Vorjahr: 3.087). Die Aufwendungen f\u00fcr Forschung und Entwicklung lagen mit 519 Millionen Euro \u00e4hnlich hoch wie im Vorjahr (530\u00a0Millionen Euro). Die Entwicklungskostenquote erh\u00f6hte sich in Relation zum Umsatz damit auf 12,0 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent) und befand sich damit weiter auf einem hohen, weit \u00fcber Branchendurchschnitt liegenden Niveau.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rohde &amp; Schwarz und TRUMPF vereinbaren\u00a0Zusammenarbeit bei Drohnenabwehr TRUMPF legt Zahlen f\u00fcr Gesch\u00e4ftsjahr 2024\/25 vor Ditzingen.| Die Unternehmen Rohde &amp; Schwarz und TRUMPF kooperieren zuk\u00fcnftig bei der Entwicklung von Drohnenabwehrl\u00f6sungen. Sie vereinen damit die Expertise von Rohde &amp; Schwarz in der Beherrschung des elektromagnetischen Spektrums und Radar-Sensorik mit der Hochenergielasertechnologie von TRUMPF. 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