{"id":157771,"date":"2025-08-10T10:55:02","date_gmt":"2025-08-10T09:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/08\/10\/halbjahresbilanz-der-verkehrsunfallentwicklung-in-baden-wuerttemberg\/"},"modified":"2025-08-10T10:55:02","modified_gmt":"2025-08-10T09:55:02","slug":"halbjahresbilanz-der-verkehrsunfallentwicklung-in-baden-wuerttemberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/08\/10\/halbjahresbilanz-der-verkehrsunfallentwicklung-in-baden-wuerttemberg\/","title":{"rendered":"Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Innenminister Thomas Strobl stellte die Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-W\u00fcrttemberg vor.<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Statistik weist weniger Verkehrsunf\u00e4lle, weniger Schwerverletzte und mehr Verkehrstote aus. Vor allem bei Pedelecs nimmt die Zahl der Verkehrstoten zu, bei E-Scootern verzeichnet die Polizei weiterhin steigende Unfallzahlen. Zu schnelles Fahren bleibt h\u00e4ufigste Unfallursache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Anzahl der Verkehrsunf\u00e4lle ist im ersten Halbjahr 2025 weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Auch die Gesamtzahl der Schwerverletzten ist gesunken. Freilich stellen wir im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 einen Anstieg bei der Anzahl get\u00f6teter Verkehrsteilnehmer in Baden-W\u00fcrttemberg fest. Mehr als ein Drittel der Menschen starb dabei aufgrund \u00fcberh\u00f6hter oder nicht angepasster Geschwindigkeit. Das zeigt einmal mehr: Wir m\u00fcssen aufeinander R\u00fccksicht nehmen und uns umsichtig im Stra\u00dfenverkehr verhalten. Dabei ist jede und jeder Einzelne gefragt. Hier geht es um Menschenleben \u2013 das muss in alle K\u00f6pfe. Denn im schlimmsten Fall haben diese Unf\u00e4lle tragische Folgen f\u00fcr die Beteiligten. Dieses Bewusstsein m\u00fcssen wir weiter sch\u00e4rfen\u201c, sagte der Stv. Ministerpr\u00e4sident und Innenminister Thomas Strobl anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung der Halbjahresstatistik der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-W\u00fcrttemberg am 8. August 2025.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Halbjahr 2025 stellte die Polizei in Baden-W\u00fcrttemberg mit insgesamt 150.957 Verkehrsunf\u00e4llen einen leichten R\u00fcckgang der Gesamtunfallzahlen (-0,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr fest. Dabei wurden 17.329 Menschen leicht (+3,7 Prozent) und 2.699 Menschen schwer verletzt (-3,8 Prozent). 188 Menschen (+17,5 Prozent) verloren ihr Leben. Statistisch gesehen starb somit im ersten Halbjahr 2025 jeden Tag ein Mensch auf den Stra\u00dfen Baden-W\u00fcrttembergs, bilanzierte Innenminister Thomas Strobl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehr Get\u00f6tete mit Pedelecs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere mehr get\u00f6tete Pedelecfahrerinnen und -fahrer, bei denen sich die Anzahl der Verkehrstoten auf 22 Get\u00f6tete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (neun Get\u00f6tete) mehr als verdoppelte, r\u00fccken dabei in den Fokus. 16 dieser get\u00f6teten Pedelecfahrerinnen und -fahrer (72,7 Prozent) waren im Seniorenalter. Diese Altersgruppe ist damit deutlich \u00fcberrepr\u00e4sentiert. \u201eImmer mehr \u00e4ltere Menschen entscheiden sich f\u00fcr das Pedelec &#8211; und das aus guten Gr\u00fcnden: Man h\u00e4lt sich auch im Alter fit und erreicht schnell und klimafreundlich sein Ziel. Mit den steigenden Nutzerzahlen geht freilich auch eine Zunahme der Verkehrsunf\u00e4lle einher \u2013 und diese enden viel zu oft folgenschwer, ja t\u00f6dlich\u201c, so Innenminister Thomas Strobl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterhin steigende Unfallzahlen bei E-Scootern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend im ersten Halbjahr 2024 zwei Fahrer von E-Scootern, sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen, t\u00f6dlich verungl\u00fcckten, waren es im Zeitraum Januar bis Juni 2025 bereits vier. Bei den Elektrokleinstfahrzeugen l\u00e4sst sich auch bei der Anzahl der Verkehrsunf\u00e4lle insgesamt ein deutlicher Anstieg auf 841 (+44,3 Prozent) feststellen, was den Trend aus dem Vorjahr best\u00e4tigt. Mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) dieser Verkehrsunf\u00e4lle wurden von den Fahrerinnen und Fahrern selbst verursacht. Verletzt wurden dabei insbesondere junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren: Sie machten knapp ein Drittel der Schwerverletzten (30,6 Prozent) und gut die H\u00e4lfte der Leichtverletzten (47,6 Prozent) und Get\u00f6teten (50,0 Prozent) aus. \u201eJungen Menschen fehlt im Stra\u00dfenverkehr die Erfahrung. Gleichzeitig sind sie beim Gebrauch von E-Scootern besonders gef\u00e4hrdet \u2013 E-Scooter haben keine Knautschzone. Deshalb ist es wichtig, diese Generation mit ma\u00dfgeschneiderten Pr\u00e4ventionsangeboten dort abzuholen, wo sie sind, n\u00e4mlich direkt an den E-Scootern. Mit der Kampagne \u201a#RIDEITRIGHT \u2013 e-scootern, aber richtig!\u2018 bringen wir seit 2020 mit kurzen und klaren Statements, angebracht an Leihger\u00e4ten, unsere Erwartungen an die Fahrerinnen und Fahrer auf den Punkt. Ganz besonders wichtig ist mir hierbei: Finger weg von Alkohol und Drogen! Der E-Scooter ist ein Kraftfahrzeug &#8211; und bez\u00fcglich Alkohol und Drogen gibt es hier keinen Rabatt, es gelten die gleichen Regeln wie f\u00fcr Kraftfahrzeuge\u201c, betonte Minister Thomas Strobl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zu schnelles Fahren h\u00e4ufigste Unfallursache<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberh\u00f6hte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit war, wie bereits die Jahre zuvor, auch im ersten Halbjahr 2025 die Hauptunfallursache f\u00fcr t\u00f6dliche Verkehrsunf\u00e4lle (36 Prozent), gefolgt von Vorfahrts- und Vorrangverletzungen (15 Prozent) und mangelnder Verkehrst\u00fcchtigkeit (zw\u00f6lf Prozent). \u201eDas beweist: Rasen ist kein Kavaliersdelikt &#8211; sondern endet zu oft t\u00f6dlich. Deswegen werden wir auch weiterhin regelm\u00e4\u00dfige Geschwindigkeitskontrollen mit modernster Verkehrs\u00fcberwachungstechnik durchf\u00fchren. Das tun wir im Sinne der Verkehrssicherheit, zur Rettung von Menschenleben, auf das Abkassieren von Autofahrern kommt es der Polizei ausdr\u00fccklich nicht an\u201c, erkl\u00e4rte Innenminister Thomas Strobl und verwies darauf, dass die Polizei Baden-W\u00fcrttemberg im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 818.100 Geschwindigkeitsverst\u00f6\u00dfe festgestellt hat und damit 6,6 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr 2024 (767.236).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auff\u00e4llig ist auch die Entwicklung von rauschmittelbedingten Verkehrsunf\u00e4llen. W\u00e4hrend die Anzahl der Unf\u00e4lle, bei denen Unfallbeteiligte unter Alkoholeinfluss standen auf 1.810 (-9,4 Prozent) gesunken ist, kann ein Anstieg bei Verkehrsunf\u00e4llen mit drogenbeeinflussten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern auf 432 (+ 29,7 Prozent) festgestellt werden. \u201eMenschen setzen sich nach dem Konsum von Drogen ans Steuer &#8211; darauf achten wir sehr genau. Dem setzen wir konsequente Verkehrskontrollen entgegen. Es gibt null Toleranz gegen\u00fcber denjenigen, die die Verkehrssicherheit durch den leichtfertigen Konsum von Alkohol und Drogen gef\u00e4hrden. Wer sich berauscht, hat nicht am Stra\u00dfenverkehr teilzunehmen &#8211; er gef\u00e4hrdet sich und andere verantwortungslos\u201c, so Innenminister Thomas Strobl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Monaten von Januar bis Juni 2025 brachte die Polizei 5.763 Verst\u00f6\u00dfe im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen im Stra\u00dfenverkehr zur Anzeige, 15,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (4.976). Allein vom 16. bis 22. Juni 2025 stellte die Polizei w\u00e4hrend der europaweit abgestimmten ROADPOL-Kontrollwoche zu Alkohol und Drogen im Stra\u00dfenverkehr 402 Verst\u00f6\u00dfe im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer und 346 Verst\u00f6\u00dfe im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen im Stra\u00dfenverkehr fest.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innenminister Thomas Strobl stellte die Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-W\u00fcrttemberg vor. Die Statistik weist weniger Verkehrsunf\u00e4lle, weniger Schwerverletzte und mehr Verkehrstote aus. Vor allem bei Pedelecs nimmt die Zahl der Verkehrstoten zu, bei E-Scootern verzeichnet die Polizei weiterhin steigende Unfallzahlen. 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