{"id":157680,"date":"2025-08-03T09:44:58","date_gmt":"2025-08-03T08:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=157680"},"modified":"2025-08-03T09:44:58","modified_gmt":"2025-08-03T08:44:58","slug":"verband-region-stuttgart-investiert-36-millionen-euro-in-innovative-ki-projekte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2025\/08\/03\/verband-region-stuttgart-investiert-36-millionen-euro-in-innovative-ki-projekte\/","title":{"rendered":"Verband Region Stuttgart investiert 3,6 Millionen Euro in innovative KI-Projekte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">G\u00f6ppingen, Esslingen und Stuttgart profitieren von KI-F\u00f6rderung. Innovationszentren sollen Technologietransfer vor Ort st\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart hat in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juli 2025 die Kofinanzierung von vier innovativen Projekten im Bereich K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) beschlossen. Mit einer F\u00f6rdersumme von insgesamt rund 3,6 Millionen Euro unterst\u00fctzt die Region wegweisende Vorhaben, die K\u00fcnstliche Intelligenz praxisnah und nachhaltig in Wirtschaft und Gesellschaft verankern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Folgende Projekte erhalten eine Kofinanzierung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">HIVE G\u00f6ppingen: Mit \u00fcber einer Million Euro unterst\u00fctzt die Region den Aufbau eines Innovationszentrums in G\u00f6ppingen, das mittelst\u00e4ndischen Unternehmen und Start-ups einen praktischen Zugang zu KI bietet. Das Zentrum entsteht auf dem B\u00f6hringer-Areal und setzt auf nachhaltige Architektur durch die Nutzung von upgecycelten Schiffscontainern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zukunftsfabrik Esslingen: Knapp \u00fcber 900.000 Euro flie\u00dfen in ein Forschungs- und Anwendungszentrum, das im ehemaligen Verwaltungsgeb\u00e4ude der Stadtwerke Esslingen entsteht. Ziel ist es, Synergien zwischen akademischer Forschung, industrieller Praxis und jungen Unternehmen zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mobiles KI-Labor: Ein mobiles Schulungszentrum auf Basis eines Elektrofahrzeugs erh\u00e4lt eine F\u00f6rderung von 130.000 Euro. Es bietet niederschwellige KI-Schulungen f\u00fcr Unternehmen und Bildungseinrichtungen in der gesamten Region Stuttgart an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Photon KI: Mit rund 1,5 Millionen Euro wird die Erforschung photonischer Rechentechnik unterst\u00fctzt, die durch den Einsatz von Licht statt Strom eine umweltfreundlichere und effizientere KI-Verarbeitung erm\u00f6glicht. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) und dem H\u00f6chstleistungsrechenzentrum der Universit\u00e4t Stuttgart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stimmen der Fraktionen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CDU\/\u00d6DP<br \/>\n\u201eWir sehen in der K\u00fcnstlichen Intelligenz einen wichtigen Treiber f\u00fcr wirtschaftlichen Erfolg und neue Arbeitspl\u00e4tze in der Region Stuttgart\u201c, erkl\u00e4rte Andreas Koch. Der Begriff elektrisiere die Menschen \u2013 \u00e4hnlich wie einst die industrielle Revolution. Viele Chancen, aber auch neue Herausforderungen st\u00fcnden bevor. \u201eDie Frage ist nicht: KI ja oder nein \u2013 sondern: mit uns oder ohne uns.\u201c Er betonte, dass man sich nicht mit der Rolle der Beobachtenden zufriedengeben wolle. Es gehe darum, technologische Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Das KI-Kofinanzierungsprogramm mit seinen praxisnahen Projekten, werde daher ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt. \u201eWir sind \u00fcberzeugt, dass wir damit wichtige Impulse geben, um das Thema KI in der Region Stuttgart zu einem Treiber f\u00fcr die Entstehung neuer zukunftstr\u00e4chtiger Arbeitspl\u00e4tze zu machen. Besonders begr\u00fc\u00dft wurde die dezentrale Struktur der KI-Allianz mit mehreren regionalen Hubs sowie die breite Vernetzung zwischen Forschung, Wirtschaft und Verwaltung. Ziel sei es, die Region Stuttgart zum f\u00fchrenden Standort f\u00fcr KI und zukunftsf\u00e4hige Technologien zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN<br \/>\n\u201eK\u00fcnstliche Intelligenz ist kein Selbstzweck, sondern eine gesamtgesellschaftliche Gestaltungsaufgabe, die in der Region Stuttgart verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert gestaltet werden muss\u201c, betonte Prof. Dr. Andr\u00e9 Reichel. Er hob hervor, dass KI entscheidend f\u00fcr eine gerechte und nachhaltige Transformation der Wirtschaft sei und stellte klar, dass Technologie stets im Dienst von Vertrauen, Gemeinwohl und Demokratie stehen m\u00fcsse. Reichel lobte die Arbeit der KI-Allianz Baden-W\u00fcrttemberg, die sich als demokratisch organisierte Genossenschaft mit breiter Beteiligung von Mittelstand, Start-ups, Hochschulen und Kommunen etabliert habe und als wichtiger Motor der regionalen Innovationspolitik agiere. Kritisch wies er darauf hin, dass KI nicht den gro\u00dfen Plattformanbietern \u00fcberlassen werden d\u00fcrfe. \u201eWir brauchen europ\u00e4ische, regionale und demokratisch kontrollierte Alternativen\u201c, forderte er. Gleichzeitig mahnte er, bei der Einf\u00fchrung von KI sowohl die soziale Dimension \u2013 etwa Qualifizierung und Mitbestimmung \u2013 als auch infrastrukturelle Voraussetzungen wie Rechenzentren und Glasfasernetze intensiv mitzudenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">FREIE W\u00c4HLER<br \/>\n\u201eDie KI-Allianz Baden-W\u00fcrttemberg und das regionale F\u00f6rderprogramm positionieren die Region Stuttgart sehr gut f\u00fcr den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Annette Silberhorn-Hemminger. Sie hob die Bedeutung einer gezielten Unterst\u00fctzung kleiner und mittlerer Unternehmen hervor, um KI praxisnah und verst\u00e4ndlich zug\u00e4nglich zu machen. Silberhorn-Hemminger betonte, dass trotz gro\u00dfer Fortschritte und der erfolgreichen Umsetzung vieler Projekte eine kontinuierliche Weiterentwicklung notwendig sei, insbesondere in den Bereichen Bildung, Information und Datenschutz. \u201eEs ist entscheidend, ein umfassendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr KI zu schaffen, um ihre Chancen zu nutzen und gleichzeitig Grundrechte und Privatsph\u00e4re zu sch\u00fctzen.\u201c Die Freien W\u00e4hler begr\u00fc\u00dften ausdr\u00fccklich die Projekte der zweiten F\u00f6rderrunde. \u201eDiese Projekte zeigen klar, wie KI aus der Forschung erfolgreich in die Praxis \u00fcberf\u00fchrt werden kann\u201c, so Silberhorn-Hemminger abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">AFD<br \/>\n\u201eWir stehen f\u00fcr einen ideologiefreien Umgang mit Technologie und unterst\u00fctzen grunds\u00e4tzlich die heutige Vorlage zu KI\u201c, betonte die Daniel Lindenschmid. Kritisch \u00e4u\u00dferte er sich zur Transparenz und Wirkungsanalyse der F\u00f6rderpolitik. Zudem beklagte er, dass viele F\u00f6rderma\u00dfnahmen bislang ohne klare Ziele, Evaluationsstrukturen oder messbare Ergebnisse blieben: \u201eDas ist nicht verantwortungsvolle F\u00f6rderpolitik \u2013 das ist Hoffnungsmanagement.\u201c Er forderte, dass Ideen schneller und unb\u00fcrokratischer in Unternehmen umgesetzt werden k\u00f6nnen, auch durch bessere Bedingungen f\u00fcr Start-ups und technologiegetriebene Gr\u00fcndungen in der Region. \u201eNur so wird unsere Region zu einem echten Vorreiter \u2013 und nicht zu einem Nachz\u00fcgler mit gutem Netzwerk, aber wenig Substanz.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">SPD<br \/>\nMatthias Klopfer verk\u00fcndete, dass Esslingen als zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt der Region der KI-Allianz beitritt und rief andere Kommunen dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. \u201eDer beste Zeitpunkt f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz war gestern \u2013 der zweitbeste ist jetzt\u201c, zitierte Klopfer. Klopfer hob hervor, dass beispielsweise mit dem Projekt Zukunftsfabrik Esslingen duzende Arbeitspl\u00e4tze geschaffen und langfristige Innovationen gef\u00f6rdert w\u00fcrden. Er rief dazu auf, die Chancen, die KI bietet, gemeinsam in der Metropolregion zu denken und zu nutzen: \u201eDas ist eine sehr gro\u00dfe Chance.\u201c Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit und betonte, dass die Region Stuttgart jetzt die Weichen stellen m\u00fcsse, um auch bei der K\u00fcnstlichen Intelligenz weiterhin zur Spitze zu geh\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">FDP<br \/>\n\u201eKI kennt keine Grenzen \u2013 wer die Chancen nutzen will, muss \u00fcber nationale und regionale Grenzen hinausdenken\u201c, betonte Hartfrid Wolff. Er begr\u00fc\u00dfte, dass sich die Region Stuttgart aktiv dem Thema K\u00fcnstliche Intelligenz widmet und forderte zugleich st\u00e4rkere europ\u00e4ische Zusammenarbeit, etwa durch die Anbindung an Heilbronn und den KI-Park. Wolff hob hervor, dass KI und Digitalisierung erfahrbar gemacht werden m\u00fcssten \u2013 durch gezielte F\u00f6rderung, durch sichtbare Projekte und durch den Ausbau von Finanzierungsoptionen. Er forderte: \u201eWir m\u00fcssen mehr Risikokapital mobilisieren, um Start-ups und Grow-ups echte Perspektiven zu geben.\u201c Der gro\u00dfe Vorteil europ\u00e4ischer KI sei ihr Fundament im europ\u00e4ischen Wertesystem: \u201eUnsere rechtlichen Rahmenbedingungen sind kein Hindernis, sondern ein Markenzeichen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">LINKE.PIRATEN.S\u00d6S<br \/>\n\u201eKI wird oft entweder \u00fcbersch\u00e4tzt oder untersch\u00e4tzt\u201c, erkl\u00e4rte Marc Dreher. Wirtschaftlich integriere sie sich meist weniger spektakul\u00e4r als erwartet, gesellschaftlich jedoch bringe sie ernsthafte Herausforderungen mit sich, etwa im Bereich Fake News. Dreher begr\u00fc\u00dfte insbesondere die Unterst\u00fctzung kleiner und mittlerer Unternehmen durch die KI-Allianz und hob das Projekt PhotonKI hervor, das \u201eeinen wichtigen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und damit verbundenen verschleierten CO\u00b2-Emissionen bei der Nutzung von KI darstellt.\u201c Abschlie\u00dfend betonte Dreher, dass man trotz Zustimmung zu den aktuellen KI-F\u00f6rderprojekten k\u00fcnftig eine klare Abgrenzung gegen\u00fcber R\u00fcstungstechnologie fordere.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ppingen, Esslingen und Stuttgart profitieren von KI-F\u00f6rderung. Innovationszentren sollen Technologietransfer vor Ort st\u00e4rken. Die Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart hat in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juli 2025 die Kofinanzierung von vier innovativen Projekten im Bereich K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) beschlossen. 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