{"id":154537,"date":"2024-11-08T17:15:48","date_gmt":"2024-11-08T16:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2024\/11\/08\/vogelfuetterung-damit-die-zwitschernde-vielfalt-satt-wird\/"},"modified":"2024-11-08T17:15:48","modified_gmt":"2024-11-08T16:15:48","slug":"vogelfuetterung-damit-die-zwitschernde-vielfalt-satt-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2024\/11\/08\/vogelfuetterung-damit-die-zwitschernde-vielfalt-satt-wird\/","title":{"rendered":"Vogelf\u00fctterung: Damit die zwitschernde Vielfalt satt wird"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Knusper, knusper, weg. Gartenv\u00f6gel wie Meisen und Spatzen sind weltmeisterlich schnell darin, die leckersten K\u00f6rner der Umgebung zu finden und aufzufuttern. Soll man immer f\u00fcr volle Futters\u00e4ulen sorgen? Wo finde ich gutes Vogelfutter? Und hilft f\u00fcttern \u00fcberhaupt den V\u00f6geln, die Hilfe brauchen? NABU-Ornithologe Stefan Bosch beantwortet die wichtigsten Fragen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Vogelf\u00fctterung durch die Natur und am Futterhaus<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Vogelf\u00fcttern schafft eine tolle Gelegenheit, die Vogelwelt aus n\u00e4chster N\u00e4he zu erleben, auch f\u00fcr kleine Vogelfans. Wer dauerhaft V\u00f6gel beobachten und erleben will, sollte regelm\u00e4\u00dfig das Futterhaus auff\u00fcllen \u2013 da V\u00f6gel mobil sind, fliegen sie stets die attraktivste Futterquelle an. Ist mal Leerlauf am Futterhaus, ist das nicht schlimm und die V\u00f6gel kommen wieder, wenn aufgef\u00fcllt ist. Klar ist aber: V\u00f6gel zu f\u00fcttern kann die Menge und Qualit\u00e4t nat\u00fcrlicher Ressourcen nie ersetzen. \u201eF\u00fcr den Schutz unserer artenreichen Vogelwelt brauchen wir in ganz Baden-W\u00fcrttemberg fl\u00e4chendeckend nat\u00fcrliche Futterangebote auf Brachfl\u00e4chen in der Feldflur, in naturnahen G\u00e4rten und mit einer vogelfreundlichen Waldbewirtschaftung\u201c, stellt Ornithologe Bosch klar. \u201eJe vielf\u00e4ltiger, desto besser. Nur dann findet die ganze Zwitschervielfalt das Futter, das die V\u00f6gel brauchen\u201c, ist Bosch \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich zu einem Futterplatz als Vogel-Erlebnis-Spot sollten G\u00e4rten unbedingt vogel- und insektenfreundlich gestaltet sein, dort suchen sich V\u00f6gel ihr Futter \u2013 wie Insekten, W\u00fcrmer, Beeren oder S\u00e4mereien \u2013 selbst. Beerenstr\u00e4ucher, Bl\u00fchpflanzen f\u00fcr Insekten, wilde Ecken und Laub unter Hecken helfen dabei. Grunds\u00e4tzlich nutzen nur etwa zehn bis 15 h\u00e4ufige Arten das angebotene Futterhaus-Buffet, in der Regel erreicht man dabei keine gef\u00e4hrdeten Arten.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Von November bis Ende Februar Sonnenblumenkerne servieren<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am besten f\u00fcttert man dann, wenn es wirklich kalt ist und Frost sowie Schnee die Futtersuche erschweren. Wenn Felder abgeerntet und Wiesen gem\u00e4ht sind, finden V\u00f6gel weniger Futter in der Natur und sparen Energie, wenn zugef\u00fcttert wird. \u201eKlassischerweise ist etwa zwischen November und Ende Februar die Futterstelle ge\u00f6ffnet\u201c, so Bosch. Sonnenblumenkerne sind ein gutes Basisfutter und bei vielen Arten beliebt. Wer kein Schalenchaos haben m\u00f6chte, kauft gesch\u00e4lte Kerne. Freiland-Futtermischungen f\u00fcr K\u00f6rnerfresser wie Finken, Sperlinge und Meisen enthalten weitere Samen verschiedener Gr\u00f6\u00dfe. Meisenkn\u00f6del bestehen aus Samen und Fett. Sie k\u00f6nnen direkt in einem extra Halter aus Metall angeboten werden, statt im Plastiknetz \u2013 das spart Plastik und die Tiere k\u00f6nnen sich nicht verheddern. \u00c4pfel, Rosinen und Haferflocken oder Weichfuttermischungen lieben Amseln und Rotkehlchen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf qualit\u00e4tsvolles Vogelfutter achten<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer das Vogelfutter nicht im Fachmarkt, sondern im Bau- oder Gartenmarkt kauft, sollte auf eine Empfehlung der Naturschutzverb\u00e4nde achten sowie m\u00f6glichst \u201eBio\u201c und regional kaufen. Die K\u00f6rner m\u00fcssen ambrosiafrei sein. Qualit\u00e4tsfutter bietet einen guten N\u00e4hrwert, der zum Bed\u00fcrfnis von Wildv\u00f6geln passt. Als Futter geeignet sind auch K\u00f6rner und Flocken aus der M\u00fcsliecke, aufgeschnittene Apfelh\u00e4lften oder Rosinen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Im Silo bleibt das Futter sauber<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein klassisches Vogelh\u00e4uschen muss regelm\u00e4\u00dfig gereinigt werden: t\u00e4glich mit dem Besen von Futter- und Kotresten befreien und alle ein bis zwei Wochen mit hei\u00dfem Wasser reinigen. So haben Krankheitskeime keine Chance, sich unter den gefiederten G\u00e4sten auszubreiten. Eine saubere Sache ist ein Silofutterspender. Die K\u00f6rner sind vor Kot, Wind und Wetter besser gesch\u00fctzt. Den Futterspender h\u00e4ngt man, unerreichbar f\u00fcr Katzen, in der N\u00e4he von B\u00e4umen oder B\u00fcschen als R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit auf. Am besten wettergesch\u00fctzt unterm Dach mit ausreichend Abstand zu Glasscheiben, damit diese nicht zu t\u00f6dlichen Fallen werden. Damit sich unter dem Spender kein Futter und Kot sammeln, wechselt man ab und zu den Standort.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.| Knusper, knusper, weg. Gartenv\u00f6gel wie Meisen und Spatzen sind weltmeisterlich schnell darin, die leckersten K\u00f6rner der Umgebung zu finden und aufzufuttern. Soll man immer f\u00fcr volle Futters\u00e4ulen sorgen? Wo finde ich gutes Vogelfutter? Und hilft f\u00fcttern \u00fcberhaupt den V\u00f6geln, die Hilfe brauchen? NABU-Ornithologe Stefan Bosch beantwortet die wichtigsten Fragen. 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