{"id":153685,"date":"2024-08-03T18:26:19","date_gmt":"2024-08-03T17:26:19","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=153685"},"modified":"2024-08-04T10:22:38","modified_gmt":"2024-08-04T09:22:38","slug":"2-stuttgarter-wirtschaftsempfang-blickt-auf-die-bedeutung-von-investitionen-fuer-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2024\/08\/03\/2-stuttgarter-wirtschaftsempfang-blickt-auf-die-bedeutung-von-investitionen-fuer-die-zukunft\/","title":{"rendered":"2. Stuttgarter Wirtschaftsempfang blickt auf die Bedeutung von Investitionen fu\u0308r die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Der Rasen, auf dem sich die Helden des VfB fu\u0308r die Champions League qualifizierten, ist gestern Abend (30. Juli) zur Bu\u0308hne fu\u0308r ein anderes Event geworden: Die Landeshauptstadt Stuttgart und die LBBW Immobiliengruppe richteten in der MHP Arena gemeinsam den 2. Stuttgarter Wirtschaftsempfang aus, zum Thema \u201eZukunftsinvestitionen \u2013 Wie bleiben Stadt und Wirtschaft auf Erfolgskurs?\u201c Rund 900 Ga\u0308ste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen und Impulse mitzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir haben Sie ganz bewusst zu diesem Wirtschaftsempfang in die MHP Arena eingeladen, weil ihr Ausbau zu einem der modernsten Fu\u00dfball-Stadien in Europa eine ganz wichtige Zukunftsinvestition fu\u0308r die Sportstadt Stuttgart war\u201c, sagte Oberbu\u0308rgermeister Dr. Frank Nopper in seiner Begru\u0308\u00dfung. \u201eWir treten heute ganz bewusst mit der LBBW und mit der LBBW Immobilien-Gruppe als Dreigespann auf, weil die Landeshauptstadt Stuttgart nicht nur mit einem Anteil von 18,9 Prozent Tra\u0308gerin der Landesbank Baden-Wu\u0308rttemberg ist, was bundesweit etwas Einzigartiges darstellt. Wir laden Sie gerade auch deswegen gemeinsam ein, weil die LBBW Immobilien-Gruppe zu den sta\u0308rksten Immobilieninvestoren in Stuttgart geho\u0308rt, wenn sie nicht gar der sta\u0308rkste Immobilieninvestor in Stuttgart ist.\u201c Nopper verwies auf drei Vorzeigeprojekte: auf das Schlossgartenquartier, das Projekt am Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt und das Vier Giebel an der Eberhardstra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rosenstein-Quartier: Erwartete Zukunftsinvestitionen in Milliardenho\u0308he<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus aktuellem Anlass a\u0308u\u00dferte sich Nopper auch zum Rosenstein-Quartier, in dem nach Fertigstellung des Durchgangsbahnhofs Wohnungen fu\u0308r rund 10.000 Menschen entstehen sollen. Dieses Quartier za\u0308hle perspektivisch zu den gro\u0308\u00dften geplanten Zukunftsinvestitionen der Landeshauptstadt und werde Investitionen der Privatwirtschaft und der o\u0308ffentlichen Hand in Ho\u0308he von insgesamt mehreren Milliarden Euro auslo\u0308sen. \u201eDurch einen unbedachten Federstrich des Bundesgesetzgebers ko\u0308nnte dieser sta\u0308dtebauliche Siebenmeilenschritt nunmehr zu Fall gebracht werden\u201c, so Nopper. Infolge eines gea\u0308nderten Paragraphen im Eisenbahngesetz ko\u0308nnten die freiwerdenden Gleisfla\u0308chen mo\u0308glicherweise nicht fu\u0308r den Wohnungsbau genutzt werden. \u201eDiese Gesetzesa\u0308nderung mutet an wie ein Treppenwitz der Gesetzgebungsgeschichte. Sie wu\u0308rde in Zeiten gro\u0308\u00dfter Wohnungsnot den Bau von fast 6.000 innersta\u0308dtischen Wohnungen \u2013 was auch eine weitgehende Schonung der \u201agru\u0308nen Wiese\u2018 in den Au\u00dfenbezirken bedeuten wu\u0308rde \u2013 blockieren und eine sta\u0308dtebauliche Jahrhundertchance fu\u0308r Stuttgart unmo\u0308glich machen, obwohl das Eisenbahninfrastrukturunternehmen gar keine Nutzung des Gleisvorfeldes fu\u0308r den Schienenverkehr mehr plant. Deswegen muss der Bundesgesetzgeber \u00a7 23 Allgemeines Eisenbahngesetz unverzu\u0308glich wieder a\u0308ndern.\u201c Nach Rechtsauffassung der Stadt stelle dieser Paragraph in seiner neuen Fassung \u201eeinen schwerwiegenden Eingriff in die kommunale Planungshoheit\u201c dar und sei deswegen \u201everfassungswidrig\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diskussion u\u0308ber die wirtschaftliche Entwicklung Stuttgarts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Ho\u0308hepunkt des 2. Stuttgarter Wirtschaftsempfangs war der Impulsvortrag von Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW: \u201eDer Wirtschaftsstandort Deutschland spielt nicht mehr in der Champions League. Unsere Wirtschaftsentwicklung entkoppelt sich von derer anderer La\u0308nder.\u201c Wa\u0308hrend die USA wachsen, verzeichnet der ehemalige Exportmeister ein Nullwachstum. Zentrale Gru\u0308nde seien die fundamentalen Vera\u0308nderungen in der Weltwirtschaft mit zunehmenden Partikularinteressen, aber auch hausgemachte Probleme. \u201eDie Herausforderungen sind bekannt. Ein Investitionsstau in der Infrastruktur, hohe Energiekosten, eine u\u0308berbordende Bu\u0308rokratie und der demografische Wandel bremsen unsere Entwicklung. Wir ko\u0308nnen aber nicht nur warten, dass sich die weltwirtschaftliche Lage wieder aufhellt. Wir mu\u0308ssen uns jetzt gemeinsam neu erfinden und die A\u0308rmel hochkrempeln\u201c, so Neske weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein Appell an die Teilnehmenden des Wirtschaftsempfangs: \u201eAls Team ist es mo\u0308glich, mit Deutschland im internationalen Vergleich wieder die oberen Pla\u0308tze in der Liga zu erreichen. Dafu\u0308r muss jeder Spieler seine Position kennen, Verantwortung u\u0308bernehmen und die anderen Mitspieler unterstu\u0308tzen\u201c, zog Neske die Analogie zum Sport. \u201eEntscheidend wird eine klare Aufgabenverteilung zwischen Verwaltung und Unternehmen sein.\u201c Dabei solle der Staat Rahmengeber sein ohne planwirtschaftlich zu agieren. Daneben brauche es eine neue Vertrauenskultur zwischen Staat und Unternehmen. \u201eUnternehmen haben ein ureigenes Interesse, sich weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort voranzubringen. Man sollte ihnen dafu\u0308r ausreichend Beinfreiheit lassen\u201c, appellierte Neske insbesondere in Richtung Bru\u0308ssel. Er sehe aber auch viel Kampfgeist. \u201eAus den Gespra\u0308chen mit Unternehmern und Politikern nehme ich positiv wahr, dass ein Konsens besteht, die Probleme ernsthaft anzugehen. Lassen Sie uns gemeinsam die Schuhe schnu\u0308ren und unsere Sta\u0308rke auf den Platz bringen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Neske diskutierten anschlie\u00dfend Frank Berlepp, Sprecher der Gescha\u0308ftsfu\u0308hrung LBBW Immobilien, die Gescha\u0308ftsfu\u0308hrende Gesellschafterin des Juwelierunternehmens Kutter 1825 Monika Kaden sowie die Gescha\u0308ftsfu\u0308hrerin der Sika Deutschland GmbH Daniela Schmiedle u\u0308ber die wirtschaftlichen Entwicklungen Stuttgarts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frank Berlepp: \u201eDer Gewerbeimmobilienmarkt in Stuttgart war in den vergangenen Jahren nicht so starken Hypes ausgesetzt wie in anderen Gro\u00dfsta\u0308dten. Die Lage und hohe Qualita\u0308t unserer Projekte Schlossgartenquartier, Vier Giebel und dem Wilhelmsplatz kommen uns in der jetzigen Situation zugute. Fakt ist: Qualita\u0308t setzt sich immer durch.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Monika Kaden unterstrich: \u201eWir bieten spezielle Produkte an, die keine Konsumgu\u0308ter sind. Durch starke Marken und individuelle Erfu\u0308llung der Kundenwu\u0308nsche haben wir es geschafft, uns als Traditionsgescha\u0308ft in der Innenstadt auszuweiten.\u201c Von Verwaltung und Politik wu\u0308nscht sie sich einen noch besseren Austausch bei Events wie im Vorfeld des CSD z.B. und vor allem auch, dass in der Innenstadt Parkpla\u0308tze fu\u0308r ihre Kunden erhalten bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daniela Schmiedle betonte das Positive und sagte: \u201eWir haben fu\u0308r unsere Investitionen in Stuttgart einen komplett digitalen Prozess mit der Bauverwaltung der Stadt durchlaufen, das kenne ich aus anderen Sta\u0308dten so nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschluss an das Podiumsgespra\u0308ch, das der Leiter der sta\u0308dtischen Wirtschaftsfo\u0308rderung Bernhard Grieb moderierte, trafen sich die Ga\u0308ste zum Sektempfang auf dem Rasen, bevor sie zum Buffet in die Innenra\u0308ume des VIP-Bereichs wechselten.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.| Der Rasen, auf dem sich die Helden des VfB fu\u0308r die Champions League qualifizierten, ist gestern Abend (30. 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