{"id":153537,"date":"2024-07-14T10:49:18","date_gmt":"2024-07-14T09:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=153537"},"modified":"2024-07-14T10:49:18","modified_gmt":"2024-07-14T09:49:18","slug":"stuttgart-hat-fast-die-haelfte-des-wegs-zur-klimaneutralitaet-geschafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2024\/07\/14\/stuttgart-hat-fast-die-haelfte-des-wegs-zur-klimaneutralitaet-geschafft\/","title":{"rendered":"Stuttgart hat fast die H\u00e4lfte des Wegs zur Klimaneutralit\u00e4t geschafft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Energie\u2010 und Klimaschutzbericht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart ist auf einem guten Weg, klimaneutral zu werden. Gegen\u00fcber dem Basisjahr 1990 haben sich die Treibhausgasemissionen in der Gesamtstadt um 49 Prozent verringert \u2013 bei den eigenen Liegenschaften gelang es der Stadt sogar, den Aussto\u00df um 75 Prozent zu senken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das geht aus dem Energie\u2010 und Klimaschutzbericht 2022\/23 hervor, der heute, Freitag, 12. Juli, im Ausschuss f\u00fcr Klima und Umwelt vorgestellt worden ist. Der aktuelle Bericht informiert \u00fcber die Energie\u2010 und Treibhausgasbilanz im Jahr 2022 und enth\u00e4lt erstmals eine Prognose f\u00fcr 2023.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das erkl\u00e4rte Ziel der Klimaneutralit\u00e4t 2035 zu erreichen, hatte die Stadt 2022 einen sogenannten CO2-Reduktionspfad entwickelt. Er zeigt auf, wie viele CO2-Emissionen bis dahin in dem jeweiligen Jahr in Stuttgart nur noch ausgesto\u00dfen werden d\u00fcrfen. Die Energieabteilung des Amts f\u00fcr Umweltschutz \u00fcberwacht die Einhaltung anhand der Energie\u2010 und Treibhausgasbilanzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2022 betrugen die Treibhausgas\u2010Emissionen im gesamten Stadtgebiet 3,26 Millionen Tonnen. Das Einsparen von Energie und st\u00e4rkere Nutzen erneuerbarer Energien f\u00fchrten zu einer Abnahme der Emissionen um 49 Prozent gegen\u00fcber dem Basisjahr 1990. Die Einsparungen haben sich 2022 damit um f\u00fcnf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr (44 Prozent) erh\u00f6ht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erfreuliche Prognose f\u00fcr 2023: Stuttgart weiter auf Kurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der B\u00fcrgermeister f\u00fcr St\u00e4dtebau, Wohnen und Umwelt, Peter P\u00e4tzold, betonte bei der Ver\u00f6ffentlichung des Berichtes: \u201eDamit haben wir fast die H\u00e4lfte auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t in Stuttgart bis 2035 geschafft.\u201c Die Emissionen lagen 2022 mit rund 57.000 Tonnen CO2 \u00fcber dem vorgegebenen Zielwert von 50 Prozent. Zum R\u00fcckgang beigetragen haben neben der warmen Witterung in 2022 auch die Aufrufe zum Energiesparen. Dadurch ist der Erdgasverbrauch in Stuttgart um zirka zehn Prozent gesunken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der aktuelle Energie\u2010 und Klimaschutzbericht greift erstmals vorl\u00e4ufige Zahlen von den Energieversorgungsunternehmen auf. Das erm\u00f6glicht eine Prognose der Treibhausgas\u2010Emissionen f\u00fcr das dem Berichtszeitraum folgende Jahr. Nach derzeitigem Stand wurde auch 2023 die nach dem Reduktionspfad zugelassene CO2-Menge eingehalten. Die prognostizierten Zahlen f\u00fcr 2023 liegen bei rund 2,9 Millionen Tonnen und w\u00fcrden damit die angestrebte Einsparung um 54 Prozent gegen\u00fcber 1990 erf\u00fcllen. Um die Ziele der klimaneutralen Landeshauptstadt bis 2035 voranzutreiben, sind weitere Ma\u00dfnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung in allen Bereichen notwendig: von st\u00e4dtischen Geb\u00e4uden, Wohngeb\u00e4uden, Industrie, Energieversorgung und Verkehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den st\u00e4dtischen Liegenschaften kommt dabei eine Vorbildfunktion zu. Die Stadt hat sich f\u00fcr eigene Neubauvorhaben den Plusenergiestandard als Ma\u00dfgabe gesetzt. Sanierungen von kommunalen Liegenschaften werden mit dem Ziel angegangen, die bestehenden Geb\u00e4ude klimaneutral zu sanieren. Im Bereich der st\u00e4dtischen Liegenschaften reduzierte sich der CO2-Aussto\u00df gegen\u00fcber dem Vorjahr um 17.360 Tonnen und betrug 2022 noch 53.367 Tonnen pro Jahr. Die CO2-Emissionen der st\u00e4dtischen Liegenschaften haben sich gegen\u00fcber 1990 damit um 75 Prozent reduziert. Die deutliche Reduzierung im Jahr 2022 gegen\u00fcber den Vorjahren ist im Wesentlichen auf den biogenen Anteil bei der Gasbeschaffung in H\u00f6he von 35 Prozent zur\u00fcckzuf\u00fchren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kommunales Energiemanagement spart fast eine Milliarde Euro ein<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein gro\u00dfer Erfolg des kommunalen Energiemanagements ist zudem die Verringerung des Heizenergiebezugs um 48 Prozent seit Beginn des Energiemanagements im Jahr 1977. Das hat \u00fcber viele Jahrzehnte nicht nur das Klima geschont, sondern auch die st\u00e4dtische Haushaltskasse: Insgesamt belaufen sich die kumulierten Einsparungen bei den Energie\u2010 und Wasserkosten seit dem Jahr vor Beginn des Energiemanagements auf 943,6 Millionen Euro. In den Jahren 2022 und 2023 erh\u00f6hten sich die Kosten infolge des Ukraine\u2010Krieges merklich. Die Preissteigerungen sind auch weiterhin deutlich sp\u00fcrbar, sodass jede denkbare M\u00f6glichkeit zur Energieeinsparung genutzt und m\u00f6glichst rasch umgesetzt werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2022 betrieb die Stadtverwaltung insgesamt 258 Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien, darunter 183 Photovoltaik\u2010Anlagen. Bei der W\u00e4rmeversorgung lag der Anteil erneuerbarer Energien bei 35,9 Prozent. Hier sind die Anteile regenerativer Energie von Fernw\u00e4rme\u2010 und Gasbezug enthalten. Die Eigenerzeugung betr\u00e4gt 6,4 Prozent. Im Strombereich betr\u00e4gt die Eigenerzeugung regenerativer Energie 11,6 Prozent.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Energie\u2010 und Klimaschutzbericht Stuttgart ist auf einem guten Weg, klimaneutral zu werden. Gegen\u00fcber dem Basisjahr 1990 haben sich die Treibhausgasemissionen in der Gesamtstadt um 49 Prozent verringert \u2013 bei den eigenen Liegenschaften gelang es der Stadt sogar, den Aussto\u00df um 75 Prozent zu senken. 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