{"id":152269,"date":"2024-02-20T15:28:17","date_gmt":"2024-02-20T14:28:17","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=152269"},"modified":"2024-02-20T15:28:17","modified_gmt":"2024-02-20T14:28:17","slug":"stuttgart-will-schwaechelndem-wohnungsbau-in-schwierigen-zeiten-entgegenwirken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2024\/02\/20\/stuttgart-will-schwaechelndem-wohnungsbau-in-schwierigen-zeiten-entgegenwirken\/","title":{"rendered":"Stuttgart will schwa\u0308chelndem Wohnungsbau in schwierigen Zeiten entgegenwirken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Wohnungsbauaktivita\u0308ten in ganz Deutschland sind stark ru\u0308ckla\u0308ufig. Schon im vergangenen Jahr hatte die Landeshauptstadt Stuttgart deswegen dem Eigenkapital der sta\u0308dtischen Stuttgarter Wohnungs- und Sta\u0308dtebaugesellschaft (SWSG) 200 Millionen Euro zugefu\u0308hrt. Damit sollen auch in Zeiten gestiegener Kosten fu\u0308r Baufinanzierung und Geba\u0308udeerstellung bis zum Jahr 2027 1.890 neue SWSG- Wohnungen mit fairen und bezahlbaren Mieten entstehen. Kurz vor dem Abschluss stehen dabei die Keltersiedlung in Zuffenhausen mit 180 Wohneinheiten (WE) sowie die Umnutzung des fru\u0308heren Bettenhauses am Bu\u0308rgerhospital mit 136 Wohnungen. Kurz vor Baubeginn stehen u.a. die Projekte in der Bo\u0308ckinger Stra\u00dfe in Zuffenhausen (420 WE) und im Teilgebiet 6 auf dem Hallschlag (320 WE). Die SWSG hat mit diesem Neubauprogramm deutschlandweit auf den Wohnungsbau bezogen eine der ho\u0308chsten Neubauquoten der sta\u0308dtischen Wohnungsbaugesellschaften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stadt stellt jetzt zusa\u0308tzliches Geld zur Verfu\u0308gung, um den Bau neuer Sozialmietwohnungen mit 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfla\u0308che zu unterstu\u0308tzen. Hierfu\u0308r werden im Doppelhaushalt 2024\/2025 acht Millionen Euro zur Verfu\u0308gung gestellt. Damit kann der Bau von rund 400 neuen Sozialmietwohnungen mitfinanziert werden. Daru\u0308ber hinaus unterstu\u0308tzt die Stadt mit weiteren Mitteln auch Wohnungsunternehmen, wenn sie die Belegungs- und Mietpreisbindungen bei bestehenden Wohnungen verla\u0308ngern. Mit diesem Gesamtpaket unterstu\u0308tzt die Stadt Stuttgart den sozialen Mietwohnungsbau wie nur wenige andere Sta\u0308dte in ganz Baden-Wu\u0308rttemberg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oberbu\u0308rgermeister Dr. Frank Nopper geht davon aus, dass im Paket mit der Wohnungsbaufo\u0308rderung des Landes im extrem schwierigen Umfeld fu\u0308r die Wohnungswirtschaft Wohnungsbauvorhaben angeschoben werden ko\u0308nnen oder zumindest die Umsetzung von laufenden Wohnungsbauprojekten ermo\u0308glicht wird. Auch fu\u0308r die Fo\u0308rderung der energetischen Geba\u0308udesanierung wurden im Doppelhaushalt 2024\/2025 zusa\u0308tzliche Mittel zur Verfu\u0308gung gestellt. Insgesamt sind dies weitere 55 Millionen Euro. Damit ko\u0308nnen die Mietnebenkosten reduziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der privaten Wohnungswirtschaft wurde zudem ein Kompromiss erzielt \u2013 in der Frage, wie viele Sozialwohnungen bei einer Wohnungsbauma\u00dfnahme entstehen mu\u0308ssen, wenn durch die Stadt neues und ein ho\u0308herwertiges Baurecht geschaffen wird. Zuku\u0308nftig sollen 30 Prozent der neuen Wohnungen in diesen Konstellationen Sozialmietwohnungen sein. Bisher waren dies 20 Prozent. Daru\u0308ber hinaus mu\u0308ssen die Mieten bei 10 Prozent der neuen Wohnungen preisgeda\u0308mpft, also unter der ortsu\u0308blichen Vergleichsmiete, angeboten werden. Alternativ ko\u0308nnen auch 10 Prozent der neuen Wohnungen preiswerte Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen fu\u0308r mittlere Einkommen sein. In der Summe wa\u0308ren dies Vorgaben fu\u0308r 40 Prozent der neuen Wohnungen. Der Gemeinderat, der urspru\u0308nglich eine Sozialquote von 50 Prozent gefordert hatte, wird in der Sitzung des Ausschusses fu\u0308r Wirtschaft und Wohnen am 23. Februar u\u0308ber diesen Kompromiss befinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OB Nopper sagt: \u201eDer Wohnungsbau ist bundesweit ins Stocken geraten. Daher ist es ein positives Zeichen, dass sich Stadt und Wohnungswirtschaft auf eine engere Zusammenarbeit versta\u0308ndigt haben. Die Stadt investiert in den Bau neuer und bezahlbarer Wohnungen sowie in die Sanierung bestehender Wohnungen. Wir wollen die Interessen der Wohnungssuchenden, der Wohnungswirtschaft und der Stadt zusammenbringen \u2013 unter Beru\u0308cksichtigung der o\u0308konomischen, o\u0308kologischen und sozialen Aspekte des Wohnens.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ju\u0308rgen Oelschla\u0308ger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Stuttgarter Wohnungsunternehmen, betont: \u201eDie Rahmenbedingungen fu\u0308r den Bau neuer Wohnungen sind derzeit alles andere als einfach. Dennoch bekennen wir uns zu Stuttgart als Standort und mo\u0308chten in unserer Stadt investieren. Die Unterstu\u0308tzung der Stadt ist dabei ein wichtiges Signal.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bettina Klenk, Vorsta\u0308ndin Wohnen des Verbandes der Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. (IWS) und damit Vertreterin vor allem der privaten Bautra\u0308ger, fu\u0308gt hinzu: \u201eDie Stadt ist auf uns angewiesen und wir sind auf die Stadt angewiesen, wenn es um den Wohnungsbau in Stuttgart geht. Eine eigene Immobilie ist nach wie vor eine gute Form der Altersversorgung. Daru\u0308ber hinaus werden Mietwohnungen dringend beno\u0308tigt. Ich bin daher sehr zufrieden, dass wir in konstruktiven Gespra\u0308chen mit der Stadt nun fu\u0308r alle Marktteilnehmenden den Zugang zu sta\u0308dtischen Grundstu\u0308cken ermo\u0308glichen ko\u0308nnen.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wohnungsbauaktivita\u0308ten in ganz Deutschland sind stark ru\u0308ckla\u0308ufig. Schon im vergangenen Jahr hatte die Landeshauptstadt Stuttgart deswegen dem Eigenkapital der sta\u0308dtischen Stuttgarter Wohnungs- und Sta\u0308dtebaugesellschaft (SWSG) 200 Millionen Euro zugefu\u0308hrt. Damit sollen auch in Zeiten gestiegener Kosten fu\u0308r Baufinanzierung und Geba\u0308udeerstellung bis zum Jahr 2027 1.890 neue SWSG- Wohnungen mit fairen und bezahlbaren Mieten entstehen. 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