{"id":148777,"date":"2023-02-20T17:48:13","date_gmt":"2023-02-20T16:48:13","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=148777"},"modified":"2023-02-20T17:48:31","modified_gmt":"2023-02-20T16:48:31","slug":"polizeipraesident-bekennt-sich-zum-einsatz-gegen-fans-des-1-fc-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2023\/02\/20\/polizeipraesident-bekennt-sich-zum-einsatz-gegen-fans-des-1-fc-koeln\/","title":{"rendered":"Polizeipr\u00e4sident bekennt sich zum Einsatz gegen Fans des 1. FC K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart-Bad Cannstatt.| Nach den Vorw\u00fcrfen aus der Fanszene gegen\u00fcber der Stuttgarter Polizei erl\u00e4utert das Polizeipr\u00e4sidium Stuttgart die Hintergr\u00fcnde der Vorkontrolle anl\u00e4sslich des Fu\u00dfballspiels VfB Stuttgart gegen den 1. FC K\u00f6ln. Die Polizei zieht ein positives Fazit des Gesamteinsatzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bundesligapartie VfB Stuttgart gegen den 1. FC K\u00f6ln am vergangenen Samstag (18.02.2023) wurde vom Polizeipr\u00e4sidium Stuttgart als einsatzf\u00fchrender Dienststelle bei der Planung als ein so genanntes Hochrisikospiel eingestuft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gr\u00fcnde f\u00fcr die Klassifizierung des Spiels waren wiederkehrende Auff\u00e4lligkeiten der aktiven K\u00f6lner Fanszene insbesondere am Rande von Ausw\u00e4rtsspielen in der Vergangenheit, nach dem Wegfall der Einschr\u00e4nkungen durch die Pandemiema\u00dfnahmen. Ein eindr\u00fcckliches Beispiel sind die Ausschreitungen in Nizza im September 2022 am Rande des Conference-League-Spiels gegen OGC Nizza, bei denen ma\u00dfgeblich Anh\u00e4nger des 1. FC K\u00f6ln beteiligt waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkreten Einfluss auf die Bewertung des Spiels am letzten Samstag haben Ereignisse des vergangenen Jahres in Stuttgart genommen. Hier wurden bei einer Begegnung im Mai 2022 die Einlasskontrollen \u00fcberrannt, es wurde massiv Pyrotechnik eingesetzt und am Ende des Spiels das Spielfeld durch die Fans des 1. FC K\u00f6ln gest\u00fcrmt. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitsdienst im Stadion, den VfB Fans und der Polizei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Polizeipr\u00e4sidium Stuttgart trat fr\u00fchzeitig mit dem Polizeipr\u00e4sidium K\u00f6ln in Kontakt, um sich f\u00fcr den Einsatz am Samstag (18.02.2023) in Stuttgart abzustimmen. Die Beurteilungen der szenekundigen Beamten des Polizeipr\u00e4sidiums K\u00f6ln flossen in die Einsch\u00e4tzungen der Polizei Stuttgart ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Polizei ergab sich daher vorab eine eindeutige Gefahrenprognose. &#8220;Unser Ziel war, m\u00f6gliche Gewaltt\u00e4ter im Vorfeld aus der Anonymit\u00e4t zu holen und verbotene Gegenst\u00e4nde zu beschlagnahmen, um so Vorf\u00e4lle zu verhindern. Die Ma\u00dfnahmen richteten sich dabei ausschlie\u00dflich gegen Teile der aktiven Fanszene und nicht gegen die K\u00f6lner Fu\u00dfballfans im Allgemeinen,&#8221; erl\u00e4uterte Polizeipr\u00e4sident Markus Eisenbraun das geplante Vorgehen der Stuttgarter Polizei am Montag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Aufkl\u00e4rungsma\u00dfnahmen der Polizei am Spieltag ergaben, dass die Reiseroute \u00fcber die Bundesstra\u00dfe 14 in Richtung Waiblingen zum Stadion f\u00fchren sollte, wurden die sechs Busse zu einem Parkplatz an der Rundsporthalle in Waiblingen geleitet. Hier standen Einsatzkr\u00e4fte der Polizei in ausreichender Anzahl zur Verf\u00fcgung, um eine schnelle und reibungslose Kontrolle der Businsassen und der Busse zu gew\u00e4hrleisten. Die Voraufkl\u00e4rung ergab eine etwas sp\u00e4tere Anreise der Fanszene wie zun\u00e4chst erwartet. Aus diesem Grund wurden Kr\u00e4fte nachalarmiert um eine schnellere Kontrolle und somit die Teilnahme am Spiel f\u00fcr die zu Kontrollierenden zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben einer Personalienfeststellung sollten die Personen und Busse nach Waffen, Vermummungsmaterial, Pyrotechnik und Passivbewaffnung durchsucht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den sechs Bussen befand sich ein Bus mit Fu\u00dfballfans, die nicht der aktiven Fanszene angeh\u00f6rten und von denen keine St\u00f6rungen zu erwarten waren. Diesem Bus wurde ohne eine Kontrolle die Weiterfahrt zur Mercedes-Benz-Arena gestattet. Die Insassen dieses Busses zeigten sich kooperativ, wodurch die Zuordnung der Insassen \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor Ort signalisierten die Insassen der anderen f\u00fcnf Busse, dass sie sich von der Polizei nicht kontrollieren lassen wollten. In einem Fall untermauerte ein Busfahrer diese Haltung, indem dieser die T\u00fcren f\u00fcr die Polizeikr\u00e4ften geschlossen hielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Insassen der verbleibenden f\u00fcnf Busse entschieden sich letztlich, sich nicht auf den Weg ins Stadion zu machen, sondern die Heimreise nach K\u00f6ln anzutreten. Einzelne wenige Businsassen entschieden sich nicht f\u00fcr die Heimreise und konnten nach einer kurzen Kontrolle den Weg Richtung Stadion aufnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Entscheidung zur R\u00fcckreise entfiel der Anlass f\u00fcr die Kontrolle durch die Polizei, da ein Aufeinandertreffen auf gegnerische Fu\u00dfballfans und weitere St\u00f6rungen in Stuttgart ausgeschlossen werden konnten. Bei der anschlie\u00dfenden R\u00fcckreise wurden die Busse durch baden-w\u00fcrttembergische Polizeikr\u00e4fte bis zur Landesgrenze nach Hessen begleitet, von wo Einsatzkr\u00e4fte der Polizei Hessen die weitere Begleitung in Richtung Norden \u00fcbernahmen. Die polizeiliche Begleitung sollte ein pl\u00f6tzliches Umkehren der Busse, aber auch ein Aufeinandertreffen mit anderen Fans rivalisierender Vereine auf der Reiseroute verhindern. Die Entscheidung zur R\u00fcckreise erfolgte durch die Fans und ergab sich ohne Beeinflussung durch die Polizei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Vorwurf, es habe sich bei der Kontrolle um eine nicht nachvollziehbare beziehungsweise gezielte Aktion gegen den 1. FC K\u00f6ln gehandelt, widerspricht der Stuttgarter Polizeipr\u00e4sident. &#8220;Die Stuttgarter Polizei handelt nach Recht und Gesetz. Wir orientieren uns bei unseren Eins\u00e4tzen an der &#8216;Stuttgarter Linie&#8217;, wonach wir gegen\u00fcber Gewalt entschieden einschreiten, und das auch bevor sie entsteht&#8221;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8220;Wir haben in Stuttgart ein Fu\u00dfballspiel erlebt, bei dem wir polizeilich keine besonderen Auff\u00e4lligkeiten verzeichneten. Wir sind f\u00fcr die Sicherheit von zirka 50.000 Zuschauern verantwortlich. Wie ein Aufeinandertreffen rivalisierender Fangruppen ausgehen kann, zeigen uns die Angriffe auf Anh\u00e4nger des FC Schalke 04 am Sonntagmorgen in Gelsenkirchen.&#8221;, so die Bewertung von Polizeipr\u00e4sident Eisenbraun auch im Nachgang zur \u00fcblichen Nachbesprechung des Einsatzes am Montagmorgen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart-Bad Cannstatt.| Nach den Vorw\u00fcrfen aus der Fanszene gegen\u00fcber der Stuttgarter Polizei erl\u00e4utert das Polizeipr\u00e4sidium Stuttgart die Hintergr\u00fcnde der Vorkontrolle anl\u00e4sslich des Fu\u00dfballspiels VfB Stuttgart gegen den 1. FC K\u00f6ln. Die Polizei zieht ein positives Fazit des Gesamteinsatzes. Die Bundesligapartie VfB Stuttgart gegen den 1. 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