{"id":148728,"date":"2023-02-15T14:47:03","date_gmt":"2023-02-15T13:47:03","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2023\/02\/15\/auswertung-von-satellitendaten-nach-den-erdbeben\/"},"modified":"2023-02-15T14:47:03","modified_gmt":"2023-02-15T13:47:03","slug":"auswertung-von-satellitendaten-nach-den-erdbeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2023\/02\/15\/auswertung-von-satellitendaten-nach-den-erdbeben\/","title":{"rendered":"Auswertung von Satellitendaten nach den Erdbeben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Landoberfl\u00e4che hat sich um bis zu sechs Meter verschoben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Satellitenbilder zeigen, wie sich das Land durch die schweren Erdbeben in der T\u00fcrkei und in Syrien verschoben hat: Die Verwerfungen betragen nach einer Auswertung des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) an manchen Stellen bis zu sechs Meter. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Daten des europ\u00e4ischen Radarsatelliten Sentinel-1 analysiert und visualisiert. Die Risse sind an der Oberfl\u00e4che auf etwa 250 Kilometern L\u00e4nge zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gr\u00f6\u00dfere Riss im S\u00fcden ist eine Folge des Hauptbebens, das sich am 6. Februar 2023 in den fr\u00fchen Morgenstunden ereignete. Der zweite Riss, der n\u00f6rdlich des ersten liegt, entstand bei dem schweren Nachbeben am gleichen Tag. Die blauen Fl\u00e4chen stehen f\u00fcr eine Bewegung in \u00f6stliche Richtung, die roten Fl\u00e4chen f\u00fcr eine Bewegung in westliche Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Erdbeben-Bereiche geh\u00f6ren geologisch zur sogenannten Ostanatolischen St\u00f6rungszone. Hier sto\u00dfen die anatolische und die arabische Platte aneinander. Dadurch entstehen Spannungen in der Erdkruste, die sich bei den Erdbeben gel\u00f6st haben. Die Bewegungen werden von Satelliten genau erfasst. F\u00fcr die Analyse verwendeten die Forschenden im Earth Observation Center (EOC) des DLR Aufnahmen vom 29. Januar und vom 10. Februar 2023, die sie miteinander verglichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Radarsatellit Sentinel-1 geh\u00f6rt zur Sentinel-Satellitenflotte des europ\u00e4ischen Copernicus-Programms. Satellitengest\u00fctztes Radar (Synthetic Aperture Radar, SAR) nutzt zur Erdoberfl\u00e4che gesendete Radar-Impulse und liefert zu jeder Tageszeit und Wetterlage Aufnahmen. Das SAR-Prinzip berechnet dabei die Laufzeiten der Signale und f\u00fchrt so hochgenaue Messungen der Distanz vom Satelliten zur Erdoberfl\u00e4che durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DLR unterst\u00fctzt Einsatzkr\u00e4fte in der T\u00fcrkei<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der ersten Woche nach dem Erdbeben waren zwei Wissenschaftler vom DLR-Institut f\u00fcr Optische Sensorsysteme gemeinsam mit Helferinnen und Helfern von I.S.A.R. Germany vor Ort in der T\u00fcrkei. Das DLR hat eine neuartige Kamera (Modular Aerial Camera System, MACS) f\u00fcr die Lageaufkl\u00e4rung vor Ort bereitgestellt. Eingebaut in eine Hightech-Drohne von Quantum Systems \u00fcberflog die Kamera schwer betroffene Regionen und sendete die Luftbilder als Karte direkt in das Einsatzf\u00fchrungssystem (ICMS) der Vereinten Nationen (UN).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im DLR wertet au\u00dferdem das Zentrum f\u00fcr satellitengest\u00fctzte Kriseninformation (ZKI) Satellitenaufnahmen aus und bereitet sie zum Beispiel zu digitalen Karten auf. Diese Lageinformationen werden an Helferinnen und Helfer vor Ort weitergegeben. Das ZKI ist ebenfalls ein Teil des Earth Observation Center in Oberpfaffenhofen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landoberfl\u00e4che hat sich um bis zu sechs Meter verschoben Satellitenbilder zeigen, wie sich das Land durch die schweren Erdbeben in der T\u00fcrkei und in Syrien verschoben hat: Die Verwerfungen betragen nach einer Auswertung des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) an manchen Stellen bis zu sechs Meter. 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