{"id":148514,"date":"2023-01-26T15:37:04","date_gmt":"2023-01-26T14:37:04","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2023\/01\/26\/blendung-durch-solaranlage-muss-in-grenzen-hingenommen-werden\/"},"modified":"2023-01-26T15:37:04","modified_gmt":"2023-01-26T14:37:04","slug":"blendung-durch-solaranlage-muss-in-grenzen-hingenommen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2023\/01\/26\/blendung-durch-solaranlage-muss-in-grenzen-hingenommen-werden\/","title":{"rendered":"Blendung durch Solaranlage muss in Grenzen hingenommen werden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anwohnerinnen und Anwohner k\u00f6nnen sich gegen st\u00f6rende Lichtreflexionen einer Solaranlage auf dem Nachbarhaus nur wehren, wenn sie dadurch wesentlich beeintr\u00e4chtigt werden. Sollte dies der Fall sein, muss die Anlage umgebaut werden. Die W\u00fcstenrot Bausparkasse AG, ein Unternehmen der W&amp;W-Gruppe, weist auf zwei aktuelle Urteile des Landgerichts Frankenthal (9 O 67\/21) und des Oberlandesgerichts Braunschweig (8 U 166\/21) hin.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da verbindliche Richtwerte nicht existieren, sei auf das \u201eEmpfinden eines verst\u00e4ndigen Durchschnittsmenschen\u201c abzustellen. Dieser habe neben dem eigenen Interesse auch das Allgemeininteresse und den Umweltschutz im Blick, so das Landgericht Frankenthal. Nachbarinnen und Nachbarn m\u00fcssten es daher in der Regel hinnehmen, dass sie immer wieder kurzzeitig geblendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine wesentliche Beeintr\u00e4chtigung k\u00f6nne jedoch im Einzelfall vorliegen, wenn die Nachbarschaft durch eine Solaranlage \u00fcber Monate hinweg mehr als 30 Minuten am Tag und insgesamt mehr als 30 Stunden im Jahr geblendet werden. In dem vom Landgericht Frankenthal entschiedenen Fall wurde die Eigent\u00fcmergemeinschaft eines Nachbarhauses vor allem in den Sommermonaten auf ihrer Terrasse und im Wohnzimmer massiv geblendet und dies an mehr als 60 Stunden im Jahr. Das Landgericht verurteilte daher den Hauseigent\u00fcmer, seine Solaranlage durch geeignete Ma\u00dfnahmen so auszugestalten, dass von ihr keine wesentliche Blendwirkung auf das Nachbargrundst\u00fcck mehr ausgehe. Daf\u00fcr k\u00f6nnten etwa Spezialmodule mit reflexionsarmen Oberfl\u00e4chen verwendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem vom Oberlandesgericht Braunschweig entschiedenen Fall wurde dagegen die Nachbarschaft in einem wesentlich geringeren Ma\u00dfe geblendet. Laut dem eingeholten Gutachten eines Sachverst\u00e4ndigen konnte die klagende Partei pro Jahr maximal an 60 Tagen und insgesamt weniger als 20 Stunden geblendet werden. Das sei noch hinzunehmen, entschied das Gericht.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anwohnerinnen und Anwohner k\u00f6nnen sich gegen st\u00f6rende Lichtreflexionen einer Solaranlage auf dem Nachbarhaus nur wehren, wenn sie dadurch wesentlich beeintr\u00e4chtigt werden. Sollte dies der Fall sein, muss die Anlage umgebaut werden. 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