{"id":147796,"date":"2022-11-16T17:17:04","date_gmt":"2022-11-16T16:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=147796"},"modified":"2022-11-16T17:17:04","modified_gmt":"2022-11-16T16:17:04","slug":"stadtwerke-stuttgart-legen-neue-strategie-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2022\/11\/16\/stadtwerke-stuttgart-legen-neue-strategie-vor\/","title":{"rendered":"Stadtwerke Stuttgart legen neue Strategie vor"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kommunaler Energieversorger geht bei Klima-Fahrplan voran<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Die baden-w\u00fcrttembergische Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral sein. Das hat der Gemeinderat auf Vorschlag des Oberb\u00fcrgermeisters im Juli dieses Jahres beschlossen. Die Stadtwerke Stuttgart haben jetzt eine Strategie vorgelegt, wie sie einen gro\u00dfen Teil dazu beitragen k\u00f6nnen. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Frank Nopper betont: \u201eUnsere Stadtwerke sollen mit der st\u00e4dtischen Kapitaleinlage von 100 Millionen Euro mehr denn je zum Motor der Energiewende werden. Dies erm\u00f6glicht einen Quantensprung bei den Investitionen f\u00fcr Photovoltaik-Anlagen, in die W\u00e4rmewende und die Windkraft.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit ihrer Strategie wollen die Stadtwerke die Reduktion von bis zu einem Viertel der Emissionen in Angriff nehmen und damit einen relevanten Teil des st\u00e4dtischen Klima-Fahrplans umsetzen. Ich freue \u00fcber diesen ebenso kompetenten wie verl\u00e4sslichen Partner der Energiewende an der Seite der Landeshauptstadt. \u00dcber die Strategie wird im Dezember nun noch der Gemeinderat entscheiden\u201c, so B\u00fcrgermeister Thomas Fuhrmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Stuttgart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Drausnigg, Technischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadtwerke, erkl\u00e4rt: \u201eWir haben uns am Klima-Fahrplan der Stadt orientiert und ganz konkrete Umsetzungsschritte f\u00fcr uns abgeleitet. Wenn uns der Gemeinderat im Dezember gr\u00fcnes Licht gibt, legen wir los.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ganzheitlich wachsen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die konkreten Umsetzungsschritte umfassen die Strom-, W\u00e4rme- und Verkehrswende. \u201eDabei behalten wir immer im Blick, was die Kundinnen und Kunden konkret brauchen und nachfragen\u201c, erl\u00e4utert Martin Rau, Kaufm\u00e4nnischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadtwerke. Die Stadtwerke Stuttgart rechnen bis 2035 mit einer Investitionssumme von drei Milliarden Euro f\u00fcr alle drei Bereiche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkret wollen die Stadtwerke Stuttgart den \u00d6kostrom f\u00fcr ihre Kunden k\u00fcnftig selbst erzeugen: Angestrebt werden bis 2035 eine Erzeugungsmenge von etwa 1,7 Terrawattstunden pro Jahr. Zu diesem Zweck investieren sie in Windparks und gro\u00dffl\u00e4chige Photovoltaik-Freifl\u00e4chenanlagen. \u201eUnsere Maxime lautet: so nah wie m\u00f6glich. Doch klar ist, dass die Erzeugungsm\u00f6glichkeiten in und um die Stadt begrenzt sind. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Windkraft. Wir werden aber auch in Stuttgart nichts unversucht lassen\u201d, erkl\u00e4rt Peter Drausnigg. Er erg\u00e4nzt: \u201eDer Vorteil eigener Erzeugung liegt auf der Hand: Wir werden unabh\u00e4ngiger und k\u00f6nnen den Kunden stabilere Preise anbieten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allein bei der W\u00e4rmewende rechnen die Stadtwerke Stuttgart mit einer Investitionssumme von 700 Millionen Euro bis 2035. Das Unternehmen m\u00f6chte zu diesem Zweck alle erneuerbaren W\u00e4rmequellen im Stadtgebiet erschlie\u00dfen, darunter insbesondere Abwasserw\u00e4rme, au\u00dferdem Luft- und Erdw\u00e4rme sowie, wenn m\u00f6glich, auch W\u00e4rme aus dem Neckar. Je nach verf\u00fcgbaren Quellen k\u00f6nnen die W\u00e4rmel\u00f6sungen leitungsgebunden oder objektbezogen sein. \u201eUnser Fokus liegt auf lokaler Erzeugung, nah am Verbraucher. Wichtig ist, dass die jeweils g\u00fcnstigste Technologie zum Einsatz kommt. Wir bleiben also immer technologieoffen und behalten Innovationen wie m\u00f6glicherweise Wasserstoff ebenfalls im Auge und erproben diese\u201c, betont Peter Drausnigg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Verkehrswende voranzubringen, bauen die Stadtwerke Stuttgart die Ladeinfrastruktur weiter konsequent aus. Schon heute betreibt der Energiedienstleister das gr\u00f6\u00dfte Ladenetz in Stuttgart. Ziel bis 2035 sind 10.000 bis 15.000 Ladepunkte im Stadtgebiet \u2013 privat und \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich. Mit dieser Vervielfachung der Ladem\u00f6glichkeiten soll der Umstieg auf E-Mobilit\u00e4t f\u00fcr alle attraktiv werden \u2013 eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr die Elektrifizierung des Individualverkehrs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Drausnigg fasst zusammen: \u201eWir hoffen, dass uns der Gemeinderat in die Lage versetzt, die Herausforderungen aus dem Klima-Fahrplan zu stemmen. Denn die Stadtwerke werden daf\u00fcr kr\u00e4ftig wachsen m\u00fcssen \u2013 auch personell.\u201d Die jetzt vorgestellte Stadtwerke-Strategie sei von jedem Fachbereich erprobt und mit konkreten Projektvorhaben unterlegt. \u201eWir haben reale Investitionsm\u00f6glichkeiten gepr\u00fcft. Jetzt fehlt nur noch der Startschuss durch den Gemeinderat\u201c, schlie\u00dft Martin Rau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im n\u00e4chsten Schritt ber\u00e4t der Wirtschaftsausschuss am 8. Dezember die SWS-Strategie. Der Gemeinderat soll am 15. Dezember dar\u00fcber abstimmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stuttgart klimaneutral<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre Strategie haben die Stadtwerke auf Basis der Studie \u201eNet Zero Stuttgart\u201d erstellt. Diese Studie hat das Beratungsunternehmen McKinsey im Auftrag der Landeshauptstadt erarbeitet. Daraus geht hervor, dass in Stuttgart 3,6 Megatonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente j\u00e4hrlich reduziert werden m\u00fcssen, um die Klimaneutralit\u00e4t im gesetzten Zeitraum zu schaffen. Wird die Stadtwerke-Strategie so umgesetzt, k\u00f6nnte der Umwelt bis zu einem Viertel der Emissionen erspart werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommunaler Energieversorger geht bei Klima-Fahrplan voran Stuttgart.| Die baden-w\u00fcrttembergische Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral sein. 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