{"id":147543,"date":"2022-10-28T13:12:58","date_gmt":"2022-10-28T12:12:58","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=147543"},"modified":"2022-11-22T14:12:12","modified_gmt":"2022-11-22T13:12:12","slug":"der-glaeserne-user-wie-gut-kennen-uns-die-datenkraken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2022\/10\/28\/der-glaeserne-user-wie-gut-kennen-uns-die-datenkraken\/","title":{"rendered":"Der gl\u00e4serne User: Wie gut kennen uns die Datenkraken?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Gesch\u00e4ftliche Information<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade haben wir noch im Online-Shop nach Waschmaschinen gesucht und pl\u00f6tzlich wirft Facebook mit Werbung nur so um sich. Was ist passiert? Woher kennt Facebook auf einmal unsere Bed\u00fcrfnisse? Datenkraken gibt es im Netz viele und neue Gesetze beschleunigen die Datensammlung noch weiter. Doch nicht nur private Unternehmen haben Interesse an unseren Daten, sondern auch an beh\u00f6rdlichen Stellen werden Informationen von Nutzer gesammelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber im Netz steigt die Zahl gesammelter Daten st\u00e4ndig an, da schlichtweg mehr Menschen das Internet nutzen und das im gr\u00f6\u00dferen Umfang. Besonders beliebt ist dabei die Unterhaltungsbranche im Netz, die mitunter den schnellsten Zuwachs verzeichnet. Personenbezogene Daten sind in diesem Fall speziell f\u00fcr die iGaming-Industrie von Bedeutung. Diese werden vonseiten des Staates mit dem neuen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag noch h\u00e4ufiger gesammelt als bisher. Demnach ist es k\u00fcnftig der Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde in Deutschland erlaubt, s\u00e4mtliche Daten und Anmeldungen \u00fcber ein System namens OASIS zu sammeln und zu \u00fcberwachen. W\u00e4hrend es in Deutschland also implementiert wurde, gibt es noch immer Anbieter, die es den Nutzern erm\u00f6glichen, weniger private Infos preiszugeben. <a href=\"https:\/\/spielhallen.com\/casinos\/ohne-oasis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Casinos ohne Sperrdatei OASIS<\/span><\/a> lassen sich nach wie vor finden und verlieren dabei nicht an Relevanz.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Internet ist nicht mehr wegzudenken aus der heutigen Gesellschaft, doch der Faktor <a href=\"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2018\/05\/24\/so-erfuellen-unternehmen-die-dsgvo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Sicherheit<\/span><\/a> muss dabei ganz oben stehen. Heute gelten Daten als das Gold des 21. Jahrhunderts und darin steckt viel Wahrheit. Gigantische Datenbanken mit wichtigen Informationen bieten gro\u00dfes Potenzial zur Lieferung neuer Wertsch\u00f6pfungen und Technologien. Machine Learning funktioniert ausschlie\u00dflich aufgrund von Daten und Informationen. Zus\u00e4tzlich sind vor allem personenbezogene Daten ein sehr begehrtes Gut in der Marketing-Industrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tech-Riesen und Plattformen haben ein gro\u00dfes Interesse daran, private Daten von Nutzern im Netz zu erheben, doch die Datenschutzverordnungen m\u00fcssen dabei eingehalten werden. Der Nutzer als gl\u00e4sernes Produkt im Internet? Was sich gef\u00e4hrlich und gruselig anh\u00f6rt, muss nicht immer von Nachteil sein. Daten erm\u00f6glichen auch, das Erlebnis Internet f\u00fcr den Nutzer zu optimieren:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>personalisierte Werbung entspricht den eigenen Interessen<\/li>\n<li>Machine Learning optimiert das Nutzererlebnis im Internet<\/li>\n<li>dynamische Inhalte k\u00f6nnen Langeweile verhindern<\/li>\n<li>Datenschutz wird vor allem in Deutschland (fast) immer eingehalten<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzulande ist das DSGVO-Gesetz geltend f\u00fcr die Sicherheit \u2013 <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.dr-datenschutz.de\/dsgvo-einfach-erklaert-antworten-auf-die-wichtigsten-fragen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Verarbeitung und Weitergabe gesammelter Daten wird hier klar reguliert<\/a><\/span>. Ein Problem ist, dass viele Online-Nutzer nicht wissen, welche Daten \u00fcberhaupt gesammelt werden und woraus Vor- und Nachteile resultieren. Die Rechte und Pflichten eines Datensammlers zu kennen, sind Grundvoraussetzung f\u00fcr den eigenen Datenschutz.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Daten sammeln Datenkraken und was passiert damit?<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Daten tats\u00e4chlich erhoben werden, h\u00e4ngt von unterschiedlichen Faktoren ab. Grunds\u00e4tzlich gibt es heute fast kein Onlineunternehmen mehr, das keine Daten sammelt. Das Betriebssystem macht den Anfang, soziale Netzwerke wie Facebook \u00fcbernehmen den Rest. Ein vehementer Unterschied besteht zwischen statistischen und anonymisierten Daten, die das Nutzerverhalten analysieren sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ziel dahinter ist es, Produkte besser auf die Bed\u00fcrfnisse der Anwender anzupassen, ohne dabei eine einzelne Person auszuspionieren. Personenbezogene Daten hingegen werden gesammelt und genutzt, um sie an Werbedienstleister gewinnbringend weiterzuverkaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soziale Netzwerke wie Facebook sammeln sehr umfangreiche Daten, s\u00e4mtliche Aktionen auf der Plattform werden gespeichert. Jeder Nutzer hat die M\u00f6glichkeit, <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/digitale-welt\/datenschutz\/facebook-und-co-finden-sie-heraus-was-unternehmen-von-ihnen-speichern-24684\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">seine gespeicherten Daten einzusehen<\/span><\/a> und so ein Bild zu bekommen, was genau analysiert wird. Am Beispiel von Facebook w\u00e4ren das unter anderem die folgenden Aspekte:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Facebook-Suchverlauf (nach Personen, Gruppen, Unternehmen)<\/li>\n<li>Informationen des Profils (Fotos, Posts, pers\u00f6nliche Angaben)<\/li>\n<li>Nachrichten des Messengers (H\u00e4ufigkeit, Inhalt)<\/li>\n<li>Zahlungsinformationen und Zahlungshistorie<\/li>\n<\/ul>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die eigenen Daten erfahren \u2013 ist das wirklich so einfach m\u00f6glich?<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EU-DSGVO hat 2018 festgelegt, dass alle Unternehmen den Nutzern und Kunden Auskunft \u00fcber die verarbeiteten, personenbezogenen und gespeicherten Daten geben m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Unternehmen wurden au\u00dferdem dazu verpflichtet, Anfragen maximal innerhalb eines Monats zu beantworten, nur in wenigen F\u00e4llen darf die Frist verdoppelt werden. Die Auskunftsfunktion ist jedoch nicht f\u00fcr jedermann gut sichtbar, sondern versteckt. Grund daf\u00fcr d\u00fcrfte sein, dass die Summe an Anfragen geringgehalten werden sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Nutzer wichtig zu wissen: Die Datenabfrage ist kostenfrei. Der Zugriff auf die pers\u00f6nlichen Daten wird als Downloadlink in Archiven bereitgestellt. Jeder hat das Recht entweder Teildaten oder vollst\u00e4ndige Daten anzufordern.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die eigenen Daten verwalten \u2013 ist das heute eigentlich m\u00f6glich?<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht jeder, der Bestandteil der gro\u00dfen Datenkraken ist, ist damit automatisch unzufrieden. Kostenfreie Angebote werden h\u00e4ufig mit pers\u00f6nlichen Daten bezahlt, doch das wird billigend in Kauf genommen. Und doch erleben viele Online-Nutzer einen \u201eHallo-Wach-Moment\u201c, wenn sie den Umfang der gespeicherten Daten erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel Ver\u00e4nderung ist bereits durch das eigene Verhalten m\u00f6glich. Bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen sollten sich Nutzer immer wieder die Frage stellen, welche Details wirklich geteilt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Braucht es die Kinderfotos auf Facebook wirklich?<\/li>\n<li>Muss jeder andere wissen, wie es um den Beziehungsstatus bestellt ist?<\/li>\n<li>K\u00f6nnen alte Posts mittlerweile nicht doch gel\u00f6scht werden?<\/li>\n<li>Sind all die Urlaubsbilder von vor zehn Jahren f\u00fcr das Nutzererlebnis noch relevant?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Datensparsamkeit hat Vorteile, denn dadurch l\u00e4sst sich der digitale Fu\u00dfabdruck reduzieren. Es gibt jedoch auch Dienste, die ohne die Angabe von Daten nicht funktioniert. Sparpotenzial ist auf jeden Fall vorhanden, f\u00fcr jeden Endverbraucher.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Cookies f\u00fcr personalisierte Werbung:<\/strong> Bei jedem Betreten einer neuen Website taucht ein Pop-up auf und informiert \u00fcber Cookies. Der Nutzer selbst kann w\u00e4hlen, ob man s\u00e4mtliche Cookies akzeptiert oder nur die notwendigen. Es ist m\u00f6glich, \u00dcberwachungscookies auszuschalten und so zu verhindern, dass die Aktivit\u00e4ten getrackt und weitergegeben werden.<\/li>\n<li><strong>Pers\u00f6nliche Daten sch\u00fctzen:<\/strong> Nicht jede Website ist zwingend auf die Eingabe der pers\u00f6nlichen Daten angewiesen. Das reale Geburtsdatum und der Klarname sind nur dann erforderlich, wenn es sich um ein verbindliches Rechtsgesch\u00e4ft handelt. Um einen Newsletter zu abonnieren, braucht es diese Daten aber nicht.<\/li>\n<li><strong>Social-Media-Inhalte:<\/strong> Postings und Beitr\u00e4ge auf Social-Media k\u00f6nnen nur einzeln entfernt werden. Es lohnt sich, regelm\u00e4\u00dfig abzuchecken, welche alten Posts wirklich noch relevant sind oder wom\u00f6glich heute gel\u00f6scht werden k\u00f6nnen. Alte und ungenutzte Profile sollten immer gel\u00f6scht werden. Es kann vorkommen, dass Datenbanken gestohlen und weiterverkauft werden, so gelangen Daten in falsche H\u00e4nde.<\/li>\n<\/ul>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit: Gl\u00e4serner B\u00fcrger im Internet \u2013 Nutzerdaten bed\u00fcrfen Schutz<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Online-Anbieter wissen l\u00e4ngst, wie wertvoll Nutzerdaten sind. Um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen oder weiterzuverwenden, bewahren die gro\u00dfen Unternehmen die m\u00fchsam gesammelten Daten auf. Nutzer hingegen geben sie freiwillig heraus, oft ohne genaues Wissen, was sp\u00e4ter damit passiert. Nicht immer ist es eine unerw\u00fcnschte Handlung, die Optimierung von Werbeangeboten und Inhalten kann von Vorteil sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist allerdings ratsam, als Verbraucher einen Check zu machen, welche Daten \u00fcberhaupt bereits gesammelt wurden. Es gibt Online-Angebote, die ohne Datenweitergabe nicht funktionieren. So etwa der Online-Shop, der zum Kauf von neuen Kleidern oder M\u00f6beln genutzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In vielen anderen F\u00e4llen braucht es aber keine Daten, vor allem wenn es sich um (unn\u00f6tige) kostenlose Angebote handelt, deren Nutzen nicht in Einklang mit dem Wert von gesch\u00fctzten Daten zu bringen ist. Erst Nachdenken und dann Daten preisgeben \u2013 ein Motto, das Online-Nutzer befolgen sollten.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesch\u00e4ftliche Information Gerade haben wir noch im Online-Shop nach Waschmaschinen gesucht und pl\u00f6tzlich wirft Facebook mit Werbung nur so um sich. Was ist passiert? Woher kennt Facebook auf einmal unsere Bed\u00fcrfnisse? Datenkraken gibt es im Netz viele und neue Gesetze beschleunigen die Datensammlung noch weiter. 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