{"id":147478,"date":"2022-10-21T13:33:41","date_gmt":"2022-10-21T12:33:41","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=147478"},"modified":"2022-10-21T13:33:41","modified_gmt":"2022-10-21T12:33:41","slug":"erstes-brennstoffzellen-fahrzeug-fuer-das-strassenbauamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2022\/10\/21\/erstes-brennstoffzellen-fahrzeug-fuer-das-strassenbauamt\/","title":{"rendered":"Erstes Brennstoffzellen-Fahrzeug f\u00fcr das Stra\u00dfenbauamt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Landkreis Esslingen erreicht einen Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien Stra\u00dfenmeisterei<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Projekt wird von Bund und Land mit mehr als einer halben Million Euro gef\u00f6rdert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Stra\u00dfenbauamt des Landkreises Esslingen hat den ersten Lastkraftwagen mit Brennstoffzellen-Antriebsstrang in seinen Fuhrpark \u00fcbernommen. Das Fahrzeug wurde am Mittwoch, 19. Oktober mit einer Jungfernfahrt im Beisein von Verkehrsminister Winfried Hermann sowie den Landr\u00e4ten Heinz Eininger und Edgar Wolff in der Stra\u00dfenmeisterei Kirchheim unter Teck in Dienst gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem Fahrzeug mit Doppelkabine und Pritsche mit einer zul\u00e4ssigen Gesamtmasse von 4,6 Tonnen handelt es sich um das erste von zwei Wasserstoff-Fahrzeugen, die im Projekt \u201eEmissionsfreie Stra\u00dfenmeisterei\u201c im Landkreis Esslingen (LKES\u00b2) als Pilot-Serienfahrzeug in Einsatz kommen. Der Landkreis kooperiert dabei mit dem Institut f\u00fcr nachhaltige Energietechnik und Mobilit\u00e4t (INEM) an der Hochschule Esslingen und Partnern aus der regionalen Wirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit dem Einsatz dieses Fahrzeugs machen wir einen gro\u00dfen Schritt auf dem Weg zu einer emissionsfreien Stra\u00dfenmeisterei und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz\u201c, sagt Landrat Heinz Eininger. Im Stra\u00dfenbetriebsdienst wird den schweren Nutzfahrzeugen im Alltag h\u00e4ufig ein hoher Energieeinsatz abverlangt. Dem aktuell noch deutlich kosteng\u00fcnstigeren batterieelektrischen Antrieb sind deshalb Grenzen in Sachen Reichweite und Robustheit gesetzt. Bei Fahrzeugen mit einem Brennstoffzellen-Antriebsstrang kommen weitere Vorteile zum Tragen: Durch die Erg\u00e4nzung des batterieelektrischen Antriebs durch Brennstoffzelle und Wasserstofftanks hat der Lastkraftwagen eine Reichweite von rund 500 Kilometern, zudem zeichnet er sich durch eine hohe Robustheit aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEtwa 99 Prozent der schweren Nutzfahrzeuge sind immer noch dieselbetrieben. Das Potential zur Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge ist daher gerade in diesem Fahrzeugsektor enorm. Der Einsatz der Brennstoffzelle kann diese L\u00fccke schlie\u00dfen. Vor allem im Schwerlastverkehr ist ihr Einsatz sinnvoll. Daher m\u00f6chten wir als Land die Brennstoffzellentechnologie entschieden vorantreiben\u201c, sagt Landesverkehrsminister Hermann, der Jungfernfahrt vom Aufbruch in eine neue Zeit sprach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt ist Teil des Wettbewerbsbeitrags \u201eH2Rivers\u201c und wurde Rahmen des HyLand-F\u00f6rderprogramms des Bundes als Gewinnerregion in der Kategorie \u201eHyPerformer\u201c ausgew\u00e4hlt. Das Projekt hat ein Volumen von insgesamt rund 950.000 EUR. Die Beschaffungen werden im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 388.500 EUR durch das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr (BMDV) gef\u00f6rdert. Die F\u00f6rderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projekttr\u00e4ger J\u00fclich (PtJ) umgesetzt. Das Land Baden-W\u00fcrttemberg f\u00f6rdert die Fahrzeugbeschaffungen mit weiteren 200.000 EUR im Rahmen der Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Herstellung der Nutzfahrzeuge mit alternativem Antriebsstrang ist durch einen hohen Anteil regionaler Wertsch\u00f6pfung gekennzeichnet. Hersteller ist das Unternehmen Elektrofahrzeuge Stuttgart (EFA-S GmbH) mit Sitz in Zell unter Aichelberg im Landkreis G\u00f6ppingen. Das vom Hersteller entwickelte Antriebskonzept erm\u00f6glicht im Segment der Kleintransporter eine hohe Reichweite bei einem zul\u00e4ssigen Gesamtgewicht von 4,6 Tonnen. Weiter erm\u00f6glicht der drehmomentstarke Elektromotor die Koppelung des Fahrzeuges an einen zus\u00e4tzlichen 2,5 Tonnen-Anh\u00e4nger. Das Fahrzeug ist in dieser Kombination auf dem Fahrzeugmarkt der erste seiner Art.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Beschaffung des ersten batterieelektrischen Lastkraftwagens f\u00fcr das Stra\u00dfenbauamt im Herbst 2020 setzt der Landkreis Esslingen nun auch mit dem Einstieg in die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf Zukunftstechnologien. \u201eDas reine Wasserstoffauto war bis vor Kurzem f\u00fcr alle noch au\u00dfer Reichweite, die Entwicklung, das System zu teuer. Nun sehen wir Wasserstoff als das Erdgas der Zukunft. Ich freue mich, dass unser Stra\u00dfenbauamt gemeinsam mit einem Hersteller aus dem Landkreis G\u00f6ppingen hier mit gutem Beispiel vorangeht\u201c, sagt Landrat Edgar Wolff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorteile dieses Fahrzeugkonzepts liegen nach Einsch\u00e4tzung von Experten in den sehr guten Marktperspektiven der Fahrzeuge: Diese k\u00f6nnen nicht nur in Stra\u00dfenmeistereien zum Einsatz kommen, sondern bilden auch das klassische Nutzungsspektrum eines Fahrzeugs in kommunalen Bauh\u00f6fen ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Fahrzeug an bestehenden 700 bar Wasserstoff-Tankstellen betankt werden kann. Im Landkreis sind solche Tankstellen bisher in Wendlingen am Neckar und am Landesflughafen in Betrieb. Weitere Tankstellen, an denen klimaneutral gewonnener gr\u00fcner Wasserstoff getankt werden kann, sind im Kreisgebiet bereits in konkreter Planung und werden in den kommenden Jahren schrittweise zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Stra\u00dfenbauamt des Landkreises Esslingen betreut die Landkreise Esslingen und G\u00f6ppingen. Die Unterhaltung (einschlie\u00dflich Winterdienst und Gr\u00fcnpflege) des gesamten Stra\u00dfennetzes der Bundes-, Landes- und Kreisstra\u00dfen erfolgt durch die Stra\u00dfenmeistereien in Deizisau, Kirchheim unter Teck und Geislingen an der Steige. Das erste Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb kommt im Stra\u00dfenunterhaltungsdienst zum Einsatz \u2013 im Besonderen in der Stra\u00dfenmarkierungskolonne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sobald sich das Pilotfahrzeug in der betrieblichen Praxis bew\u00e4hrt, wird es regul\u00e4re Ersatzbeschaffungen ersetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landkreis Esslingen erreicht einen Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien Stra\u00dfenmeisterei Das Projekt wird von Bund und Land mit mehr als einer halben Million Euro gef\u00f6rdert Das Stra\u00dfenbauamt des Landkreises Esslingen hat den ersten Lastkraftwagen mit Brennstoffzellen-Antriebsstrang in seinen Fuhrpark \u00fcbernommen. Das Fahrzeug wurde am Mittwoch, 19. 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