{"id":146016,"date":"2022-05-13T18:17:51","date_gmt":"2022-05-13T17:17:51","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2022\/05\/13\/gut-verloren-spandau-ist-eine-nummer-zu-gross\/"},"modified":"2022-05-13T18:17:51","modified_gmt":"2022-05-13T17:17:51","slug":"gut-verloren-spandau-ist-eine-nummer-zu-gross","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2022\/05\/13\/gut-verloren-spandau-ist-eine-nummer-zu-gross\/","title":{"rendered":"Gut verloren &#8211; Spandau ist eine Nummer zu gro\u00df"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-158196\" src=\"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/svl-medium.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Die Wasserballer des SVL haben das Bundesliga-Halbfinale am Donnerstagabend gegen den deutschen Rekordmeister aus Berlin mit 9:20 (3:5, 1:5, 3:5, 2:5) verloren. Aber der Interimstrainer Dieter Gscheidle sagt nach dem Abpfiff: \u201eIch bin absolut zufrieden, Spandau hat schon lange keine neun Tore mehr bekommen &#8211; au\u00dfer gegen Waspo Hannover.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr, Freibad Hoheneck. Eben wurde das Bundesliga-Halbfinale Ludwigsburg gegen Spandau abgepfiffen. Die G\u00e4ste aus Berlin, der deutsche Rekordmeister, haben die Partie erwartungsgem&amp;a uml;\u00df f\u00fcr sich entschieden &#8211; mit 9:20. Doch die Stimmung der SVL-Spieler und der beiden Interimstrainern, Dieter Gscheidle und Robert Kovacs, ist gut. Lauter zufriedene Gesichter am Beckenrand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spandau habe \u201eschon lange keine neun Tore mehr bekommen, au\u00dfer gegen Waspo Hannover\u201c, sagt Gscheidle. Waspo und Spandau sind weiterhin die unumstrittene Nummer eins und zwei im deutschen Wasserball und spielen die Titel auf nationaler Ebene unter sich aus. Und der SVL schickt sich ja bekanntlich an, die Nummer drei zu werden. Gscheidle lobt speziell den Torwart Josip Katu\u0161a: \u201eeine super Leistung, ein paar super Paraden\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut zwei Stunden vorher. Eigentlich sollte die Partie im Freibad Hoheneck um 19.30 Uhr angepfiffen werden. Doch Spandau ist nicht da. Im DSV-Online-Ticker ist zu lesen: \u201eGast zu sp\u00e4t angereist.\u201c Sp\u00e4ter werden die Berliner erkl\u00e4ren, die Deutsche Bahn sei schuld. Mit ordentlich Versp\u00e4tung geht es gegen 20.15 Uhr los. Und die Spandauer Spieler zeigen sofort, dass sie\u00a0weder die lange Anreise noch die Verz\u00f6gerung und das fehlende Einschwimmen abhalten werden vom Ziel, dem Einzug ins Finale. Tor Spandau, Tor Spandau, Tor Spandau, Tor Spandau &#8211; ganz schnell steht es 0:4 gegen den SVL. Die erste Ern\u00fcchterung f\u00fcr Ludwigsburg. Die ersten Minuten verschl\u00e4ft der SVL.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach knapp f\u00fcnf Minuten das 1:4 f\u00fcr den SVL durch Mateja Bosic. Endlich. Jetzt verteidigt der SVL cleverer. Und der Torwart Josip Katu\u0161a zeigt eine Parade nach der anderen. Trotzdem erh\u00f6ht Spandau auf 1:5. Im Gegenzug macht der SVL-Nachwuchsspieler Tobias Bauer das 2:5. Und kurz darauf: ein super Tor durch Kristijan Lipar. 3:5. Der Sprecher der SVL-Online-Live\u00fcbertragung, Jan W\u00f6rsinger, sagt: \u201eSieht gar nicht so schlecht aus.\u201c Das zweite Viertel beginnt &#8211; mit einem weiteren Tor f\u00fcr Spandau, 3:6. Eine sch\u00f6ne Aktion von Aleksa Manic, aber keine Treffer. Und wieder eine gro\u00dfartige Parade von Katu\u0161a. Mit Blick auf die Torh\u00fcter hat der SVL ein Luxusproblem: zwei top Leute. In dieser Partie pausiert der Kapit\u00e4n Ivan Pisk krankheitsbedingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer Auszeit: ein schlechter Pass des SVL, der Ball ist weg. Aber Ludwigsburg verteidigt gut. Applaus der zahlreichen Fans am Beckenrand. Mattia Ruggeri macht das n\u00e4chste Tor, es steht 4:6. Ludwigsburg verkauft sich weiter gut gegen den Rekordmeister. Parade Katu\u0161a. F\u00fcnfmeter f\u00fcr Spandau. Verwandelt, 4:7. Spandau dreht wieder auf, 4:8. Pech f\u00fcr den SVL: Pfostenschuss. Konter, Tor Spandau, 4:9. Schuss SVL, geblockt. Kein Treffer. Daf\u00fcr vier Sekunden vor der Halbzeitpause das 4:10 f\u00fcr Spandau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Halbzeit zeigen zwei Synchronschwimmerinnen was sie drauf haben &#8211; und dann beginnt die zweite H\u00e4lfte. Wieder gewinnt Spandau das Anschwimmen. Und wieder eine der tollen Paraden des SVL-Torwarts. Doch bald f\u00e4llt das 4:11 f\u00fcr die Berliner. Jan W\u00f6rsinger sieht \u201eleichte Aufl\u00f6sungserscheinungen\u201c bei Ludwigsburg. Katu\u0161a h\u00e4lt einen fast unhaltbaren Schuss, doch in zweiten Anlauf der Berliner: der n\u00e4chste Treffer f\u00fcr Spandau, 4:12. Bosic macht aus super spitzem Winkel das 5:12. Konter SVL, und wenig sp\u00e4ter macht Ruggeri das 6:12. Im Gegenzug das 6:13 f\u00fcr Spandau. Lipar 7:13. Ballverlust SVL, Tor Spandau, 7:14. Und dann das 7:15. Spandau zieht davon. Spandau dominiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das letzte Viertel. Das Spiel ist gelaufen, das wissen alle. Wie erwartet. Nun hei\u00dft es, dieses Spiel als Vorbereitung auf das \u00fcbern\u00e4chste Spiel um Platz drei zu nutzen. Der SVL verkauft sich aber nach wie vor \u00fcber weite Strecken des Viertels ordentlich. Tobi Bauer erzielt das erste Tor des letzten Viertels, 8:15. Und wieder eine super Parade von Katu\u0161a. Wenig sp\u00e4ter aber keine Chance, das 8:16 f\u00fcr Spandau. F\u00fcnfmeter Spandau, verwandelt, 8:17. Abstauber Tor Timo van der Bosch, 9:17. Dann aber das 9:18, das 9:19 und das 9:20 f\u00fcr Spandau. Noch ein paar gute Chancen f\u00fcr das zehnte SVL-Tor, das aber nicht mehr f\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ludwigsburger &#8211; und auch die Berliner &#8211; sind sich einig: eine starke Leistung des SVL. Maurice J\u00fcngling, Spandau, sagt nach dem Abpfiff: \u201eHut ab, die Ludwigsburger haben es uns nicht einfach gemacht.\u201c Das deutliche Ergebnis spiegele das Spiel nicht wider. \u201eNeun Tore, das darf uns nicht passieren.\u201c Im Finale werde Spandau wohl gegen Waspo antreten. Das Ziel der Berliner sei klar, sagt J\u00fcngling. \u201eRevanche.\u201c Waspo hat Spandau k\u00fcrzlich im Finale des DSV-Pokals unerwartet deutlich geschlagen. Spandau, so J\u00fcngling, wolle \u201eimmer\u201c Deutscher Meister werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jan W\u00f6rsinger sagt, sein SVL habe ihm richtig gut gefallen. Okay, Ludwigsburg habe die ersten Minuten \u201everschlafen\u201c, sich dann aber super verkauft und zeitweise gut mitgehalten mit der deutschen \u00dcber-Mannschaft aus der Hauptstadt. Tobi Bauer erkl\u00e4rt, sein Team habe \u201eoft gut dagegengehalten\u201c. Er und seine Mitspieler h\u00e4tten Erfahrungen gesammelt, von einem besseren Gegner gelernt. Beim zweiten Halbfinale am Sonntag in Berlin w\u00fcrden sicherlich \u201eschon ein paar Sachen einstudieren f\u00fcr das Spiel um Platz drei gegen dann wohl den ASC Duisburg\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Dieter Gscheidle spricht von \u201eeinem sch\u00f6nen Training\u201c f\u00fcr das Spiel gegen Duisburg und von \u201eWerbung f\u00fcr den Wasserballsport\u201c. Der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch sagt, \u201eim Gro\u00dfen und Ganzen war das ein gutes Spiel von uns\u201c. Die Stimmung im Team sei gut, \u201edie brauchen wir auch f\u00fcr das Spiel um Platz drei\u201c, denn die Partie gegen Duisburg werde sicherlich \u201eein hei\u00dfer Tanz\u201c. Obwohl das n\u00e4chste Spiel am kommenden Sonntag das zweite Halbfinale gegen Spandau ist, alle Ludwigsburger sind in Gedanken bereits bei dem zu erwartenden kleinen Finale gegen Duisburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ivan Pisk will, dass Ludwigsburg beim zweiten Halbfinale gegen Spandau, das an diesem Sonntag um 14 Uhr in Berlin angepfiffen wird, \u201eeinen weiteren Schritt macht und noch besser spielt\u201c. Doch auch ihm ist klar: in Berlin wird am Wochenende nur wenig zu holen sein. Alle Konzentration gilt den darauffolgenden Spielen. Der SVL empf\u00e4ngt aller Voraussicht nach den ASC Duisburg zum ersten von mindestens zwei Spielen um Platz Drei in der Bundesliga. Das R\u00fcckspiel ist in Duisburg angesetzt. Sollte es nach diesen zwei Partien 1:1 stehen, dann w\u00fcrde die entscheidende Begegnung ebenfalls in Duisburg ausgetragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wasserballer des SVL haben das Bundesliga-Halbfinale am Donnerstagabend gegen den deutschen Rekordmeister aus Berlin mit 9:20 (3:5, 1:5, 3:5, 2:5) verloren. Aber der Interimstrainer Dieter Gscheidle sagt nach dem Abpfiff: \u201eIch bin absolut zufrieden, Spandau hat schon lange keine neun Tore mehr bekommen &#8211; au\u00dfer gegen Waspo Hannover.\u201c Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr, Freibad Hoheneck. 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