{"id":143967,"date":"2021-11-09T17:17:38","date_gmt":"2021-11-09T16:17:38","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/11\/09\/hohe-anwaltskosten-keine-seltenheit\/"},"modified":"2021-11-09T17:17:38","modified_gmt":"2021-11-09T16:17:38","slug":"hohe-anwaltskosten-keine-seltenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/11\/09\/hohe-anwaltskosten-keine-seltenheit\/","title":{"rendered":"Hohe Anwaltskosten keine Seltenheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fast die H\u00e4lfte der Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger hat schon Geld f\u00fcr einen Anwalt ausgeben m\u00fcssen, ein F\u00fcnftel sogar mehrmals. Die Kosten lagen dabei pro Fall durchschnittlich bei rund 2.500 Euro. Das sind Ergebnisse einer Studie, f\u00fcr die im Auftrag der W\u00fcrttembergischen Versicherung 1.000 Personen befragt wurden. Drei Viertel der Befragten haben im nahen Umfeld schon rechtliche Auseinandersetzungen erlebt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber 30 Prozent der Befragten haben im Freundeskreis bereits rechtliche Probleme bei der Scheidung mitbekommen, bei 28 Prozent ging es um Unterhaltszahlungen. Jeweils rund ein Viertel wei\u00df von Sorgerechtsstreitigkeiten, Erbstreitigkeiten oder arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr fallen oft nicht nur Anwaltskosten an: 29 Prozent der Befragten haben zus\u00e4tzlich dazu auch schon einmal Gerichtskosten bezahlen m\u00fcssen. Besonders teuer wird es, wenn Kosten f\u00fcr Gutachterinnen und Gutachter hinzukommen. Laut der W\u00fcrttembergischen Versicherung k\u00f6nnen f\u00fcr Gerichtskosten in diesem Fall schnell f\u00fcnfstellige Betr\u00e4ge anfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Knapp die H\u00e4lfte der Befragten hat keine private Rechtsschutzversicherung. Jeder\/jede F\u00fcnfte plant aber einen Abschluss. Anders ist das bei jungen Menschen: 41 Prozent der 18- bis 24-J\u00e4hrigen planen auch k\u00fcnftig keinen Abschluss. Denn 28 Prozent von ihnen gehen davon aus, nie in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden, und 40 Prozent haben sich noch nicht damit besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie J\u00fcngeren w\u00e4hnen sich in tr\u00fcgerischer Sicherheit. Dabei lauern zum Beispiel im Internet zahlreiche Gefahren durch Social-Media-Posts mit urheberrechtlich gesch\u00fctzten Bildern oder Links auf der privaten Webseite\u201c, sagt Jens Lison, Vorstand der W\u00fcrttembergischen Versicherung. Der Umfrage zufolge waren von den 18- bis 24-J\u00e4hrigen 27 Prozent\u00a0 bereits mindestens einmal virtuellen Beleidigungen ausgesetzt. Zehn Prozent hatten schon einmal Probleme mit Urheberrechtsverletzungen auf Social-Media.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anwalts- und Gerichtskosten werden untersch\u00e4tzt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Grund f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung bei Versicherungsabschl\u00fcssen: 88 Prozent der Befragten untersch\u00e4tzen die Anwalts- und Gerichtskosten nach der ersten Instanz. Als Beispiel diente in der Befragung ein Unfall mit einem Sachschaden in H\u00f6he von 10.000 Euro. Laut der W\u00fcrttembergischen belaufen sich die durchschnittlichen Anwalts- und Gerichtskosten hier auf etwa 5.000 Euro. 69 Prozent der Befragten gehen von weniger als 3.000 Euro aus. Gleichzeitig empfinden 42 Prozent derjenigen ohne Rechtsschutz die Kosten f\u00fcr eine Versicherung als zu hoch. Dabei betragen die Kosten f\u00fcr eine Rechtsschutzversicherung etwa bei der W\u00fcrttembergischen pro Monat ab 25 Euro. Eingeschlossen sind hierbei der Privat-, der Berufs- und der Verkehrs-Rechtsschutz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Verkehrsschutz auch ohne Auto sinnvoll<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade Unf\u00e4lle im Stra\u00dfenverkehr verursachen schnell hohe Kosten f\u00fcr Sach- und Personensch\u00e4den. 59 Prozent der Befragten waren bereits in einen Verkehrsunfall verwickelt. Am h\u00e4ufigsten waren sie als gesch\u00e4digte Autofahrerinnen oder Autofahrer mit Schaden am eigenen Fahrzeug, aber auch als Fu\u00dfg\u00e4ngerinnen und Fu\u00dfg\u00e4nger oder als Radfahrerinnen und Radfahrer beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAuch Personen ohne eigenes Auto k\u00f6nnen in einen Verkehrsunfall mit rechtlichen Folgen verwickelt werden \u2013 etwa mit Fahrrad, Carsharing-Auto oder E-Scooter\u201c, sagt Lison. \u201eIn diesem Fall kann es nicht nur zu Problemen mit dem Unfallgegner, sondern auch mit dem Sharing-Anbieter kommen. Eine Rechtsschutzversicherung ist dann sehr hilfreich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den privaten Rechtsschutzversicherungen ist der Verkehrs-Rechtschutz am weitesten verbreitet. Bei 48 Prozent der Befragten mit Absicherung ist dieser Bereich abgedeckt, gefolgt von Berufs-Rechtsschutz und Mieter-Rechtsschutz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fr\u00fchzeitige Vertragspr\u00fcfung sch\u00fctzt vor \u00c4rger<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zehn Prozent sind sich unsicher \u00fcber Klauseln im Mietvertrag. Zwei Drittel der Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger w\u00fcnschen sich eine juristische Beurteilung ihrer Mietvertr\u00e4ge. \u201eVersicherte k\u00f6nnen Mietvertr\u00e4ge bei Anw\u00e4ltinnen und Anw\u00e4lten pr\u00fcfen lassen. Dieser Vertrags-Check gilt auch f\u00fcr Arbeits- oder Kaufvertr\u00e4ge\u201c, sagt Lison.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch wichtiger erscheint den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern die rechtliche Hilfe im Job: 70 Prozent h\u00e4tten gerne zumindest manchmal Hilfe bei der Beurteilung von Arbeitsvertr\u00e4gen. Und auch dar\u00fcber hinaus gibt es h\u00e4ufig Situationen, in denen rechtlicher Rat hilfreich w\u00e4re: Fast die H\u00e4lfte der Befragten hat im Berufsleben schon negative Erfahrungen gemacht \u2013 etwa mit Diskriminierung am Arbeitsplatz oder mit K\u00fcndigung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Verbrauchervertr\u00e4gen w\u00fcnschen sich 64 Prozent der Befragten Unterst\u00fctzung bei einer rechtlichen Pr\u00fcfung. Jeder\/jede F\u00fcnfte wurde bei Online-K\u00e4ufen bereits betrogen. Als kompliziert empfinden viele auch das Thema Pflege: 62 Prozent h\u00e4tten hier gerne eine rechtliche Unterst\u00fctzung, zum Beispiel bei der Beantragung des Pflegegrads.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Rechtsschutzversicherung \u00fcbernimmt die Kosten vom ersten Gespr\u00e4ch mit der Anw\u00e4ltin oder dem Anwalt bis zur letzten Gerichtsinstanz. Ein fr\u00fchzeitiger rechtlicher Check bei der Rechtsschutzversicherung hilft oft, Zeit, \u00c4rger und Kosten zu vermeiden. Den Kundinnen und Kunden der W\u00fcrttembergischen steht zudem eine telefonische Rechtsberatung auch in nicht versicherten Bereichen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber die Befragung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die repr\u00e4sentative Erhebung fand im September 2021 mobil und online durch das Marktforschungsinstitut Appinio im Auftrag der W\u00fcrttembergischen Versicherung statt. 1.000 Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden dabei zu Themen rund um die private Rechtsschutzversicherung befragt.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast die H\u00e4lfte der Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger hat schon Geld f\u00fcr einen Anwalt ausgeben m\u00fcssen, ein F\u00fcnftel sogar mehrmals. Die Kosten lagen dabei pro Fall durchschnittlich bei rund 2.500 Euro. 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