{"id":142891,"date":"2021-07-13T12:58:05","date_gmt":"2021-07-13T11:58:05","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/07\/13\/maschinen-nach-mass\/"},"modified":"2021-07-13T12:58:05","modified_gmt":"2021-07-13T11:58:05","slug":"maschinen-nach-mass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/07\/13\/maschinen-nach-mass\/","title":{"rendered":"Maschinen nach Ma\u00df"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Firma M\u00fcko Maschinenbau GmbH aus Weinstadt stellt einzigartige Automatisierungs-Anlagen her. Sie sind individuell auf die Bed\u00fcrfnisse der Kunden zugeschnitten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weinstadt.| Im ersten Moment k\u00f6nnte man denken, ein Ufo ist gelandet: Eine ruhige Stra\u00dfe in einem Wohngebiet. Pl\u00f6tzlich ein hohes, monotones Surren. Dann Stille. Was sich anh\u00f6rt wie frisch aus einem Science-Fiction-Film, k\u00f6nnte der Sound der Zukunft sein. Es handelt sich keineswegs um die Landung von Au\u00dferirdischen, sondern um eine Familie, die in ihrem E-Auto zum Wocheneinkauf f\u00e4hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Automobilbranche ist in einem Umbruch: Weg vom Verbrennungsmotor, hin zur E-Mobilit\u00e4t und Digitalisierung. Das betrifft auch alle Unternehmen rund um den Automotive-Bereich. Eine dieser Zulieferer-Firmen ist der Maschinenbauer M\u00fcko aus Weinstadt. M\u00fcko stellt Automatisierungs-Anlagen aller Art her.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Unternehmen f\u00fcr individuelle L\u00f6sungen<br \/>\n<\/strong>Einer der Schwerpunkte sind Sondermaschinen zur Herstellung von Zylinderkopf-Dichtungen und \u00d6lpumpen, die f\u00fcr jeden Verbrennungsmotor ben\u00f6tigt werden. Der Bereich Automotive macht bei M\u00fcko derzeit fast 90 Prozent der Auftr\u00e4ge aus. \u201eDer Wandel in der Automobilindustrie bringt viele neue Herausforderungen mit sich. So m\u00fcssen neue Technologien entwickelt oder bestehende Erfahrungen auf neue Produkte \u00fcbertragen werden\u201c, sagt Siegmar Koblitz, einer der beiden Gr\u00fcnder von M\u00fcko. Hinzu kommt bei M\u00fcko die Besonderheit, dass es sich bei fast allen Anlagen um Unikate handelt. \u201eBei hunderten Anlagen, die wir gebaut haben, gab es nur vier oder f\u00fcnf, die genauso noch einmal hergestellt wurden \u2013 in der Regel, wenn eine Firma ihre Kapazit\u00e4t erh\u00f6hen wollte und noch einmal die gleiche Anlage ben\u00f6tigt hat\u201c, erkl\u00e4rt Koblitz. \u201eWir bauen Maschinen, die es in dieser Art bisher nicht gibt, man kann also alle unsere Maschinen als Prototypen bezeichnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Zukunft mehr Maschinen f\u00fcr M\u00f6bel und Zahnb\u00fcrsten<br \/>\n<\/strong>Obwohl sich das Unternehmen bereits vor Jahren auf den sich ank\u00fcndigenden Wandel im Automobilbereich eingestellt hat und zum Beispiel Anlagen zur Brennstoffzellen-Pr\u00fcfung und -Entwicklung gebaut hat, legt M\u00fcko bewusst auch den Fokus auf andere Branchen: \u201eDas Know-How, das wir im Automotive-Bereich haben, l\u00e4sst sich zu 100 Prozent auch auf andere Gebiete \u00fcbertragen\u201c, sagt Koblitz. Darum hat M\u00fcko neben den Zylinderkopf-Dichtungen und anderen Bauteilen aus der Automobilindustrie auch schon Maschinen f\u00fcr die Herstellung von Zahnb\u00fcrstenk\u00f6pfen, Toilettensitzen oder f\u00fcr die M\u00f6belindustrie gebaut. So will das Unternehmen in den kommenden f\u00fcnf Jahren seinen bisher sehr starken Fokus auf die Automobilindustrie erg\u00e4nzen und sich zus\u00e4tzlich auch auf andere Bereiche konzentrieren: \u201eBis 2026 wollen wir unseren Anteil im Automotiv-Sektor auf 50 Prozent reduzieren.\u201c Nichtsdestotrotz bleibt die Automobilbranche weiterhin ein wichtiger Kunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bis zu einem Jahr Bauzeit und 15 Meter L\u00e4nge<br \/>\n<\/strong>Die Gr\u00f6\u00dfe einer M\u00fcko-Maschine h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von den Produkten ab, die sie sp\u00e4ter fertigen soll. Eine vollautomatische Roboter-Anlage, die beispielsweise Trittbretter f\u00fcr SUVs montiert, ist schon mal 15 Meter lang. Es kann auch schon mal ein Jahr dauern, bis eine Sondermaschine vom Kunden abgenommen werden kann. Allein die Konstruktion braucht oft bis zu zwei oder drei Monate.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das El Dorado des Maschinenbaus<br \/>\n<\/strong>Von der Angebotserstellung \u00fcber die Konstruktion bis hin zu Teilefertigung, Montage und Service stammt bei M\u00fcko alles aus einer Hand. Die breite Aufstellung des Anlagebauers erfordert eine hohe Qualifizierung der Mitarbeiter: \u201eUns ist extrem wichtig, dass wir entsprechend ausgebildetes Personal haben\u201c, sagt Koblitz. \u201eDas ist unsere wichtigste Ressource. Unsere Produkte k\u00f6nnen am Ende nur so gut sein, wie es die Angestellten sind.\u201c Aus diesem Grund freut sich Koblitz, dass seine Firma in der Region Stuttgart sitzt. \u201eHier gibt es viele hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte.\u201c Weitere Vorteile der Region seien die gute Infrastruktur, kurze Lieferwege und die vielen Kunden vor Ort. \u201eDer Ruf der Region Stuttgart ist international. Sie kann mit Recht als El Dorado des Maschinenbaus bezeichnet werden.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Firma M\u00fcko Maschinenbau GmbH aus Weinstadt stellt einzigartige Automatisierungs-Anlagen her. Sie sind individuell auf die Bed\u00fcrfnisse der Kunden zugeschnitten Weinstadt.| Im ersten Moment k\u00f6nnte man denken, ein Ufo ist gelandet: Eine ruhige Stra\u00dfe in einem Wohngebiet. Pl\u00f6tzlich ein hohes, monotones Surren. Dann Stille. 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