{"id":141965,"date":"2021-04-23T09:37:50","date_gmt":"2021-04-23T08:37:50","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=141965"},"modified":"2021-04-23T09:37:50","modified_gmt":"2021-04-23T08:37:50","slug":"professorin-beatrice-longuenesse-erhalt-den-hegel-preis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/04\/23\/professorin-beatrice-longuenesse-erhalt-den-hegel-preis\/","title":{"rendered":"Professorin Beatrice Longuenesse erha\u0308lt den Hegel-Preis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Die Professorin Be\u0301atrice Longuenesse wird mit dem Hegel-Preis 2021 der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet, der mit 12.000 Euro dotiert ist. Oberbu\u0308rgermeister Dr. Frank Nopper wird den Preis wegen der Corona-Pandemie im Juni 2022 im Gro\u00dfen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses u\u0308bergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jury hat ihre Entscheidung am 5. Ma\u0308rz 2021 mit der folgenden Begru\u0308ndung getroffen: \u201eBe\u0301atrice Longuenesse, emeritierte Professorin fu\u0308r Philosophie auf der renommierten Silver Stiftungsprofessur an der New York University, geho\u0308rt zu den international anerkanntesten Philosophinnen unserer Zeit. In ihren Arbeiten ist es ihr gelungen, ganz unterschiedliche Traditionen, Fragestellungen und kulturelle Impulse in einzigartiger Weise aufzugreifen und miteinander ins Gespra\u0308ch zu bringen. Die mittlerweile zu Standardwerken avancierten Studien u\u0308ber Kant und Hegel bezeugen, dass Be\u0301atrice Longuenesse herausragende philosophie-historische Forschung betreibt. Zugleich kann sie beeindruckend erkennbar machen, dass Fragen zur Geschichte der Philosophie ihre Aktualita\u0308t nicht eingebu\u0308\u00dft haben. Bemerkenswert ist zudem, wie Be\u0301atrice Longuenesse in ihren Untersuchungen und mit ihren Fragen den Bereich enger akademischer Wissenschaft auch immer wieder transzendiert und die Grenzen innerakademischer Fachdiskussionen verla\u0308sst. So sind vielbeachtete und gewichtige Beitra\u0308ge zu aktuellen philosophischen Fragen entstanden, die auch in der breiteren O\u0308ffentlichkeit diskutiert werden. In diesem integrativen Werk, das \u2212 wie kaum ein zweites \u2212 verschiedene Fragen und Traditionen zusammenbringt und weiterfu\u0308hrt, ohne es je an philosophie-historischer Umsichtigkeit fehlen zu lassen, sieht die Jury eine Leistung, die es aufgrund ihrer au\u00dferordentlichen Eigensta\u0308ndigkeit und Gu\u0308te verdient, mit dem Hegel-Preis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet zu werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Jury<\/strong><br \/>\nDer Jury geho\u0308ren derzeit die vier Fachjurorinnen und -juroren Martin Bauer, Hamburger Institut fu\u0308r Sozialforschung, Prof. Dr. Dina Emundts, Pra\u0308sidentin der Internationalen Hegel-Vereinigung, Prof. Dr. Dres.h.c. Ulfrid Neumann, Goethe- Universita\u0308t Frankfurt am Main und Prof. Dr. Reinhard Steiner, Institut fu\u0308r Kunstgeschichte Stuttgart, an. Der Jury geho\u0308ren au\u00dferdem die Vertreterinnen und Vertreter des Stuttgarter Gemeinderats Dr. Christine Lehmann (Bu\u0308ndnis 90\/DIE GRU\u0308NEN), Ju\u0308rgen Sauer (CDU), Laura Halding-Hoppenheit (Die FrAKTION) und Susanne Kletzin (SPD) an. Stimmberechtigt ist ferner der Kulturamtsleiter Marc Gegenfurtner. Vorsitzender der Jury ist Erster Bu\u0308rgermeister Dr. Fabian Mayer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vita der Preistra\u0308gerin<\/strong><br \/>\nBe\u0301atrice Longuenesse wurde am 6. September 1950 in Dieulefit im franzo\u0308sischen De\u0301partement Dro\u0302me geboren. Sie studierte Philosophie an der Universita\u0308t Paris- Sorbonne und an der Princeton University. 1981 schloss sie ihre Promotion und 1992 ihre Habilitation an der Universita\u0308t Paris-Sorbonne ab. Longuenesse war au\u00dferordentliche Gast-Professorin (1993-94), au\u00dferordentliche Professorin (1994-96) und ordentliche Professorin fu\u0308r Philosophie (1996-2004) an der Princeton University. In den Jahren 2004 bis 2020 war sie Professorin fu\u0308r Philosophie an der New York University. Heute ist sie emeritierte Lehrstuhlinhaberin fu\u0308r Philosophie auf der renommierten Silver Stiftungsprofessur an der New York University. Be\u0301atrice Longuenesse ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und war Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Longuenesse&#8217; ju\u0308ngste Arbeit umfasst \u2013 u\u0308ber die Geschichte der modernen Philosophie hinausgehend \u2013 die zeitgeno\u0308ssische Philosophie des Geistes und der Sprache unter Einbeziehung der Psychologie, Psychoanalyse und Neurowissenschaft. Im Fokus ihrer Forschung stehen verschiedene Arten des Selbstbewusstseins und deren Zusammenhang mit dem Gebrauch des Pronomens der ersten Person Singular in Sprache und Denken. Sie greift auf die Ressourcen der sowohl analytischen als auch kontinentalen Tradition der Philosophie zuru\u0308ck, um eigene Beitra\u0308ge zu zeitgeno\u0308ssischen Debatten u\u0308ber das Selbstbewusstsein zu liefern. Ihre Arbeiten auf diesem Gebiet erschienen in interdisziplina\u0308ren Organen zusammen mit Beitra\u0308gen von Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, Sprachphilosophen und Neurowissenschaftlern.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.| Die Professorin Be\u0301atrice Longuenesse wird mit dem Hegel-Preis 2021 der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet, der mit 12.000 Euro dotiert ist. 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