{"id":141797,"date":"2021-04-08T13:06:56","date_gmt":"2021-04-08T12:06:56","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/04\/08\/10-jahre-industrie-4-0-bosch-erzielt-vier-milliarden-euro-umsatz\/"},"modified":"2021-04-08T13:06:56","modified_gmt":"2021-04-08T12:06:56","slug":"10-jahre-industrie-4-0-bosch-erzielt-vier-milliarden-euro-umsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2021\/04\/08\/10-jahre-industrie-4-0-bosch-erzielt-vier-milliarden-euro-umsatz\/","title":{"rendered":"10 Jahre Industrie 4.0: Bosch erzielt vier Milliarden Euro Umsatz"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftlich erfolgreich mit deutschem Zukunftsprojekt<\/strong><\/h5>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Bosch hat seit 2011 \u00fcber vier Milliarden Euro Umsatz mit Industrie 4.0 erzielt \u2013 allein 2020 mehr als 700 Millionen Euro.<\/li>\n<li>Bosch-Werke vernetzen weltweit \u00fcber 120 000 Maschinen und mehr als 250 000 Endger\u00e4te.<\/li>\n<li>Bosch stellt auf der Hannover Messe offene, 5G-f\u00e4hige Steuerungstechnik und KI-basiertes Energiemanagement zur klimaneutralen Produktion vor.<\/li>\n<li>Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rolf Najork: \u201eWir haben das Industrie-4.0-Potential fr\u00fch erkannt und sind Vorreiter. Wir ernten jetzt, was wir ges\u00e4t haben.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Industrie 4.0 wird erwachsen. Was 2011 als \u201edeutsches Zukunftsprojekt\u201c auf der Hannover Messe begann, ist mittlerweile in der Welt angekommen \u2013 auch dank Pionierarbeit von Bosch. Das Ziel: Die vernetzte Produktion, die sich selbstst\u00e4ndig optimiert und individualisierte Produkte wirtschaftlich in Kleinstserien bis hin zur Losgr\u00f6\u00dfe 1 erm\u00f6glicht. Seit 2012 f\u00fchrt Bosch Fabriken systematisch in dieses neue industrielle Zeitalter \u2013 die eigenen und die seiner Kunden. Das Engagement zahlt sich aus: In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen mehr als vier Milliarden Euro Umsatz mit Industrie 4.0 erzielt. Allein 2020 erwirtschaftete Bosch \u00fcber 700 Millionen Euro mit vernetzten L\u00f6sungen f\u00fcr die Fertigung. \u201eWir haben das Industrie 4.0-Potential fr\u00fch erkannt und sind Vorreiter. Wir ernten jetzt, was wir ges\u00e4t haben\u201c, sagt Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rolf Najork, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Industrietechnik. Auch der Einsatz von Industrie 4.0 in den eigenen Werken rechnet sich. Bosch b\u00fcndelt in einer eigenen Fertigungsplattform intelligente Software zur Produktionssteuerung, -\u00fcberwachung und Logistikplanung. Damit verbunden ist eine gr\u00f6\u00dfere Datenbasis, die beispielsweise KI-Analysen zur Fehlererkennung vereinfacht und verbessert. Der Roll-out der neuen Bosch Manufacturing und Logistics Platform beginnt Ende 2021. \u201eWir bieten unseren rund 240 Werken einen standardisierten \u201aIndustrie 4.0-Werkzeugkasten\u2018, der sich individuell erweitern und einsetzen l\u00e4sst\u201c, erkl\u00e4rt Najork. In den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren will Bosch so ein knappe Milliarde Euro einsparen. Dem steht ein Investment von rund 400 Millionen Euro gegen\u00fcber. Auf der digitalen Hannover Messe (12. \u2013 16. April 2021) zeichnet Bosch die Entwicklung von \u201e10 Jahre Industrie 4.0\u201c nach und stellt die Fabrik der Zukunft vor: technisch flexibel, intelligent vernetzt, \u00f6kologisch nachhaltig \u2013 und wirtschaftlich erfolgreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas volle Potential von Industrie 4.0 l\u00e4sst sich nur gemeinschaftlich und global erschlie\u00dfen. Mensch und Maschine m\u00fcssen \u201aeine Sprache sprechen\u2018. Daf\u00fcr sind unternehmens\u00fcbergreifende und internationale Standards notwendig.\u201c<br \/>\nRolf Najork, Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Anf\u00e4nge: Bosch leistet Pionierarbeit f\u00fcr Industrie 4.0<\/strong><br \/>\nEin Blick zur\u00fcck: Hannover Messe 2011. Wissenschaftler pr\u00e4sentieren eine Idee, die mit Konventionen bricht. Nicht mehr der Mensch richtet sich nach der Maschine, der Impuls kehrt sich um. Die Vision: Produkte, die gefertigt werden, bringen sich aktiv ein, navigieren sich selbst durch den Produktionsprozess, kommunizieren mit Mensch und Maschine. Die Geburtsstunde von Industrie 4.0. Zu den Gr\u00fcndungsv\u00e4tern z\u00e4hlt Bosch. Das Unternehmen \u00fcbernimmt 2012 den Vorsitz des neu gegr\u00fcndeten Arbeitskreises Industrie 4.0, um die Hightech-Strategie der Bundesregierung weiterzuentwickeln. Bosch wird Leitanwender und -Anbieter f\u00fcr Industrie 4.0, erprobt diese moderne Form der Produktion nicht nur in eigenen Werken, sondern bringt bew\u00e4hrte L\u00f6sungen auf den Markt. \u201ePioniergeist\u201c ist gefragt: Blaichach in Deutschland, Anderson in den USA, Wuxi und Suzhou in China \u2013 Bosch-Werke werden mehrfach f\u00fcr ihre innovativen Konzepte ausgezeichnet und unter anderem vom World Economic Forum als \u201eLeuchtt\u00fcrme\u201c geadelt. Zugleich reift die Einsicht: \u201eDas volle Potential von Industrie 4.0 l\u00e4sst sich nur gemeinschaftlich und global erschlie\u00dfen. Mensch und Maschine m\u00fcssen \u201aeine Sprache sprechen\u2018. Daf\u00fcr sind unternehmens\u00fcbergreifende und internationale Standards notwendig\u201c, so Najork. Gemeinsam mit weiteren Unternehmen legt Bosch mit OPC Unified Architecture (OPC UA) eine \u201eMaschinensprache\u201c f\u00fcr Industrie 4.0 aus, die Zugriff auf Ger\u00e4te und Systeme standardisiert und herstellerunabh\u00e4ngigen Datenaustausch erm\u00f6glicht. Auch Organisationen wie die \u201ePlattform Industrie 4.0\u201c und das \u201eIndustrial Internet Consortium\u201c, in denen Bosch in der Leitung aktiv ist, vertiefen ihre Zusammenarbeit. Kooperation wird fester Bestandteil von Industrie 4.0.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Status Quo: Bosch bringt Industrie 4.0 in die Fl\u00e4che<\/strong><br \/>\nUnd heute? Das Interesse ist nach wie vor gro\u00df, doch noch richten sich zu wenige Unternehmen konsequent auf Industrie 4.0 aus: \u201ePilotprojekte sind ein guter Ansatz, sich auszuprobieren und Ideen bekannt zu machen. Jetzt gilt es, einen Zahn zuzulegen: Wir m\u00fcssen Industrie 4.0 in die Fl\u00e4che bringen\u201c, sagt Najork. Mit eigenen Akademien und Lehrg\u00e4ngen schult Bosch Mitarbeiter f\u00fcr Industrie 4.0 und macht dieses Angebot auch Kunden zug\u00e4nglich. Najork ist \u00fcberzeugt: \u201eIndustrie 4.0 ist kein Selbstzweck, sondern erh\u00e4lt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Ohne Digitalisierung wird es k\u00fcnftig nicht mehr gehen.\u201c Bosch-Projekte liefern messbaren Mehrwert: Vernetzte L\u00f6sungen steigern die Produktivit\u00e4t um bis zu 25 Prozent. Die Maschinenverf\u00fcgbarkeit l\u00e4sst sich um bis zu 15 Prozent erh\u00f6hen, w\u00e4hrend Wartungskosten um bis zu 25 Prozent sinken. \u201eWollen wir das Potential von Industrie 4.0 aussch\u00f6pfen, m\u00fcssen wir Insell\u00f6sungen ein Ende setzen. Technische Systeme, die nur innerhalb eigener Grenzen wirken, hemmen den Fortschritt\u201c, erkl\u00e4rt Najork. In den Bosch-Werken sind mittlerweile 120 000 Maschinen und mehr als 250\u00a0000 Endger\u00e4te wie integrierte Kameras oder Roboter vernetzt. Allein 22\u00a0000 Maschinensteuerungen sind \u00fcber die Industrie 4.0-Software Nexeed von Bosch Connected Industry angebunden. Die 2018 gegr\u00fcndete Gesch\u00e4ftseinheit hat bereits \u00fcber die H\u00e4lfte der Bosch-Werke und mehr als 2\u00a0000 Fertigungslinien mit Software ausgestattet. Dar\u00fcber hinaus setzen rund 100 internationale Kunden auf Nexeed \u2013 darunter BMW, Sick und Trumpf. Hard- und Software wachsen immer st\u00e4rker zusammen. Mit ctrlX Automation von Bosch Rexroth zeigt das Unternehmen auf der Hannover Messe seine offene, 5G-f\u00e4hige Steuerungstechnik, die auf App-Technologie und Web-Engineering basiert und Co-Creation erm\u00f6glicht. Das Prinzip: Anwender k\u00f6nnen Apps von Bosch Rexroth und Drittanbietern nutzen oder Applikationen selbst entwickeln und innerhalb eines \u00d6kosystems mit anderen Unternehmen teilen. \u201eIndem wir Entwicklungen partizipativ gestalten\u201c, so Najork, \u201esorgen wir f\u00fcr Netzwerkeffekte: Wir verleihen Ideen Fl\u00fcgel.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Perspektive: Bosch kombiniert Industrie 4.0 mit anderen Technologien<\/strong><br \/>\nDer Grundstock ist gelegt. \u201eUnser Fokus liegt darauf, die Leistungsf\u00e4higkeit verschiedener Technologien zu nutzen und zu kombinieren. Bei Bosch wandeln wir uns zum AIoT-Unternehmen. Wir bringen K\u00fcnstliche Intelligenz und das Internet der Dinge zusammen\u201c, erkl\u00e4rt Najork. Auf der Hannover Messe pr\u00e4sentiert Bosch mit dem Balancing Energy Network ein KI-basiertes Energiemanagement. Mithilfe einer intelligenten Software lassen sich die Energiefl\u00fcsse in Fabriken steuern und optimieren. Urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Produktion entwickelt, hat die Software das Potential, den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck aller Arten von gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4udekomplexen wie Krankenh\u00e4usern, Einkaufszentren oder Sportarenen zu verkleinern. Technik und Wissen sind wesentliche Eckpfeiler auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion. Basierend auf Erfahrungen der eigenen Klimaneutralstellung, ber\u00e4t Bosch mit einer neuen Gesch\u00e4ftseinheit produzierende Unternehmen dabei, ihren CO\u2082-Aussto\u00df zu verringern. Zu einer ressourcenschonenden Produktion tr\u00e4gt flexible Robotik in Verbindung mit lernender Bildverarbeitung bei: Der APAS inspector \u00fcbernimmt die optische Inspektion von Werkst\u00fccken und pr\u00fcft die Produkte vollautomatisch. Durch Flexibilit\u00e4t und Pr\u00e4zision besticht auch das Smart Item Picking. Das Robotiksystem kommissioniert verschiedene Produkte, die von Transportfahrzeugen angeliefert werden. Mithilfe intelligenter Bilderkennung greift das System ohne \u201eEinlernphase\u201c unterschiedliche Komponenten und sortiert diese zuverl\u00e4ssig f\u00fcr die weitere Bearbeitung oder den Versand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank neuer Technologien wird das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine k\u00fcnftig noch sicherer und effizienter: 5G verspricht einen drahtlosen zuverl\u00e4ssigen Datenaustausch nahezu in Echtzeit. Bosch \u00fcbernimmt eine Vorreiterrolle und hat Ende 2020 sein erstes Campusnetz im Industrie 4.0-Leitwerk in Stuttgart-Feuerbach in Betrieb genommen. Weltweit erprobt das Unternehmen derzeit 5G-Anwendungen in rund 10 Werken. Zudem macht Bosch Produkte 5G-f\u00e4hig. Progressive Ans\u00e4tze und Gesch\u00e4ftsideen, Entwicklungen mit Kunden und Partnern, daran arbeitet Bosch Rexroth k\u00fcnftig im neuen Innovationszentrum in Ulm \u2013 die Standorterweiterung ist f\u00fcr Sommer 2021 geplant. Die Entwicklungen zeigen: \u201eDie Fabrik wird wieder zur Quelle von Innovationen\u201c, so Najork. F\u00fcr die Zukunft sind seiner Auffassung nach drei Grunds\u00e4tze entscheidend: \u201eWir m\u00fcssen erstens Industrie 4.0 ganzheitlich denken und auf durchg\u00e4ngige Fabrikl\u00f6sungen setzen. Zweitens ben\u00f6tigen wir eine offene Architektur, um sowohl in den Werken selbst als auch gegen\u00fcber Kunden und Zulieferern kompatibel und nutzerfreundlich zu sein. Und drittens bedarf es der Flexibilit\u00e4t: Kunden wollen in Zukunft immer st\u00e4rker individualisierte Produkte. Wenn wir diese Prinzipien ausbalancieren, gehen von der Industrie Ideen aus, die die Welt zum Positiven ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaftlich erfolgreich mit deutschem Zukunftsprojekt Bosch hat seit 2011 \u00fcber vier Milliarden Euro Umsatz mit Industrie 4.0 erzielt \u2013 allein 2020 mehr als 700 Millionen Euro. Bosch-Werke vernetzen weltweit \u00fcber 120 000 Maschinen und mehr als 250 000 Endger\u00e4te. Bosch stellt auf der Hannover Messe offene, 5G-f\u00e4hige Steuerungstechnik und KI-basiertes Energiemanagement zur klimaneutralen Produktion vor. 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