{"id":138987,"date":"2020-05-31T14:38:51","date_gmt":"2020-05-31T13:38:51","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=138987"},"modified":"2020-05-31T14:40:38","modified_gmt":"2020-05-31T13:40:38","slug":"hunderte-missachten-geltende-regeln-polizei-im-dauereinsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2020\/05\/31\/hunderte-missachten-geltende-regeln-polizei-im-dauereinsatz\/","title":{"rendered":"Hunderte missachten geltende Regeln &#8211; Polizei im Dauereinsatz"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Hunderte Partyg\u00e4nger versto\u00dfen mutma\u00dflich gegen Corona-Regelungen<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>mehr als 30 Streifenwagen im Einsatz<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Zu mehreren gr\u00f6\u00dferen \u00f6ffentlichkeitswirksamen Polizeieins\u00e4tzen kam es in der Nacht auf Pfingstsonntag in der Innenstadt. W\u00e4hrend einerseits mehr als 500 junge Menschen und Feierwillige am Kleinen Schlossplatz die Corona-Regeln missachteten und sich die Situation trotz Polizeiaufforderung nicht besserte, t\u00e4uschte nach den bisherigen Feststellungen ein 18-j\u00e4hriger im Bereich der Theodor-Heuss-Stra\u00dfe einen Messerangriff vor und provozierte seine Festnahme sowie das Anlegen von Handschlie\u00dfen, w\u00e4hrend er am Boden lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Samstag (30.05.2020) kurz vor 24.00 Uhr beobachteten Kr\u00e4fte der Sicherheitskonzeption Stuttgart eine Menge von rund 500 Personen auf und um die Treppen am Kleinen Schlossplatz, die in der \u00fcberwiegenden Mehrzahl das Abstandsgebot nicht einhielten und den Platz verm\u00fcllten. Als die Streifen nach Mitternacht begannen, die Personen auch mit Lautsprecherdurchsagen anzusprechen, wurden aus der Menge heraus Flaschen auf die Beamten geworfen. Gl\u00fccklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Allerdings wurde ein Streifenwagen an mehreren Stellen leicht besch\u00e4digt. Nachdem die Personen keine Einsicht zeigten und gegen die Beamten verbal aggressiv waren und den Anweisungen trotzig und ablehnend missachteten, bedurfte es schlie\u00dflich des Einsatzes von mehr als einem Dutzend Streifenwagenbesatzungen, darunter Hundef\u00fchrer, Gruppen der Sicherheitskonzeption und Kriminalbeamten, um die Menge vom Kleinen Schlossplatz zu dr\u00e4ngen und sie im Bereich der Theodor-Heuss-Stra\u00dfe und dem Roteb\u00fchlplatz aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen 02.00 Uhr meldete schlie\u00dflich ein Anrufer eine Auseinandersetzung mit Messerangriff in der B\u00fcchsenstra\u00dfe. Ein Mann habe ihn angesprochen und mitgeteilt, er sei &#8220;abgestochen&#8221; worden und ben\u00f6tige einen Krankenwagen. Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: Schnell eintreffende Streifenbesatzungen nahmen sich dem angeblichen Opfer an. Das 18-j\u00e4hrige vermeintliche Opfer, selbst zu Verletzungen befragt, gab zu verstehen, dass er sich einen Spa\u00df erlaubt habe. Nachdem vom vorgeblichen Opfer nun, wegen des Vort\u00e4uschens einer Straftat, die Personalien erhoben werden sollten, gab es tumultartige Szenen. Der Mann schrie um sich und sperrte sich gegen die Polizeima\u00dfnahmen. Erst am Boden liegend konnten ihm Handschlie\u00dfen angelegt werden. Das Polizeipr\u00e4sidium Stuttgart geht beim derzeitigen Ermittlungsstand davon aus, dass der 18-j\u00e4hrige polizeibekannte Dunkelh\u00e4utige die Situation absichtlich herbeigef\u00fchrt hat. Die mehreren hundert Schaulustigen solidarisierten sich, offenbar ohne konkrete Kenntnis des Sachverhalts sofort mit dem 18-J\u00e4hrigen, kreisten die eingesetzten Beamten ein und beschimpften sie u.a. als Rassisten. Mehr als 30 Streifenwagen waren vom Lagezentrum zu dieser aggressiven Menschenmenge beordert worden, um die Lage in den Griff und Ruhe in die Situation zu bekommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen \u00fcbernommen und wertet unter anderem auch vorhandene Aufnahmen von Bodycams der eingesetzten Streifen aus. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer +497118990 5778 bei der Kriminalpolizei zu melden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bu\u0308rgermeister Schairer zu Vorfa\u0308llen auf dem Kleinen Schlossplatz<\/strong><br \/>\n\u201ePolizisten mit Flaschen zu bewerfen, weil sie auf die Einhaltung der Abstandsregeln hinweisen, ist inakzeptabel\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Nacht des 31. Mai ist es auf dem Kleinen Schlossplatz aus einer Menge von 500 bis 600 Personen zu U\u0308bergriffen auf Polizeibeamte gekommen. Anlass waren Aufforderungen der Polizei, die Hygienevorgaben der Corona-Verordnung einzuhalten. Der Bu\u0308rgermeister fu\u0308r Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, hat dazu am Sonntag, 31. Mai, Stellung genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schairer sagte: \u201eDie Vorgaben zur Einda\u0308mmung des Coronavirus dienen dazu, uns alle zu schu\u0308tzen. Gerade fu\u0308r die Schwa\u0308chsten unserer Gesellschaft wie alte und chronisch kranke Menschen kann eine Infektion lebensbedrohlich verlaufen. Das sollte mittlerweile jedem bekannt sein.\u201c Der Bu\u0308rgermeister betonte, die Polizei kontrolliere die Einhaltung der Vorgaben zu Einda\u0308mmung des Coronavirus und sei dabei selbst einem erho\u0308htem Infektionsrisiko ausgesetzt. Schairer: \u201eEs ist inakzeptabel, dass Polizisten in der vergangenen Nacht u.a. mit Flaschen beworfen und beleidigt wurden, weil sie auf die Einhaltung der Abstandsregeln hingewiesen haben.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunderte Partyg\u00e4nger versto\u00dfen mutma\u00dflich gegen Corona-Regelungen mehr als 30 Streifenwagen im Einsatz Stuttgart.| Zu mehreren gr\u00f6\u00dferen \u00f6ffentlichkeitswirksamen Polizeieins\u00e4tzen kam es in der Nacht auf Pfingstsonntag in der Innenstadt. 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