{"id":136363,"date":"2019-10-08T13:16:46","date_gmt":"2019-10-08T12:16:46","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=136363"},"modified":"2019-10-08T13:16:46","modified_gmt":"2019-10-08T12:16:46","slug":"pfandsystem-fuer-coffee-to-go-becher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2019\/10\/08\/pfandsystem-fuer-coffee-to-go-becher\/","title":{"rendered":"Pfandsystem f\u00fcr Coffee-to-go-Becher"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>OB Kuhn: \u201eEin guter Tag f\u00fcr Stuttgart\u201c<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Einwegbecher f\u00fcr Hei\u00dfgetr\u00e4nke sind eine gro\u00dfe Belastung f\u00fcr die Umwelt: Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland pro Jahr etwa 2,8 Milliarden Becher verbraucht, viele davon landen auf der Stra\u00dfe. Um ihre Zahl in Stuttgart zu reduzieren, unterst\u00fctzt die Landeshauptstadt die Einf\u00fchrung eines Pfandsystems f\u00fcr Mehrwegbecher mit insgesamt \u00fcber 300.000 Euro. Oberb\u00fcrgermeister Fritz Kuhn hat am Montag, 7. Oktober, gemeinsam mit Ines Aufrecht, Leiterin der Abteilung Wirtschaftsf\u00f6rderung, und Fabian Eckert, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der reCup GmbH, den neuen Pfandbecher auf dem Kronprinzplatz vorgestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OB Kuhn sagte: \u201eHeute ist ein guter Tag f\u00fcr Stuttgart: Mit dem neuen Pfandbecher sorgen wir f\u00fcr weniger M\u00fcll in der Stadt und schonen gleichzeitig die Umwelt.\u201c Der OB erkl\u00e4rte, Coffee-to-go-Becher seien auf der Innenseite mit Plastik beschichtet und dadurch nicht recyclebar. Au\u00dferdem m\u00fcssten zahlreiche B\u00e4ume gef\u00e4llt werden, um sie zu produzieren. Deswegen f\u00fchre an der Einf\u00fchrung des Mehrwegbechers kein Weg vorbei. Kuhn: \u201eDas neue Pfandsystem wird in Stuttgart bereits zum Start gut angenommen, es beteiligen sich schon heute mehr als 50 Unternehmen \u2013 das ist ein starkes Signal.\u201c Der OB ist \u00fcberzeugt, dass die R\u00fcckgabe der Pfandbecher gut funktionieren wird. \u201eBei einem Pfand von einem Euro wird der Schwabe den Becher wieder zur\u00fcckgeben\u201c, so Kuhn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um m\u00f6glichst viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter f\u00fcr das neue Pfandsystem zu gewinnen, hat die Stadt auf dem Kronprinzplatz einen Aktionsstand eingerichtet. Hier k\u00f6nnen sich die B\u00fcrger am 7. Oktober noch bis 18 Uhr und am 8. Oktober von 8 bis 18 Uhr informieren. Dazu Ines Aufrecht, Leiterin der Abteilung Wirtschaftsf\u00f6rderung: \u201eJe mehr Kunden wir f\u00fcr die Alternative zu Einweg begeistern k\u00f6nnen und je mehr Partnerbetriebe sich beteiligen, desto wirksamer das gesamte Mehrwegbecher- Kreislaufsystem.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur besseren Wahrnehmung des Pfandsystems in der \u00d6ffentlichkeit startet der RECUP-Becher mit einer eigenen Stuttgart-Edition: Der Becher zeigt die Wahrzeichen der Stadt wie den Fernsehturm, die Stiftskirche oder das Mercedes- Benz- und Porsche-Museum. reCup-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Fabian Eckert erkl\u00e4rte: \u201eRECUP als offizielles Pfandsystem der Stadt Stuttgart \u2013 ein weiterer Meilenstein f\u00fcr uns auf dem Mehrweg! Als weitere gro\u00dfe Stadt in Deutschland setzt Stuttgart ein deutliches Zeichen gegen Einweg! Wir freuen uns auf den Ausbau des Pfandsystems und die Zusammenarbeit mit der Stadt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Einf\u00fchrung des Mehrwegbecherpfandsystems f\u00fcr Coffee-to-go in Stuttgart haben im Vorfeld viele Betriebe Interesse gezeigt. \u00dcber 50 Caf\u00e9s, B\u00e4ckereien, Gastronomen und andere Unternehmen haben sich bereits f\u00fcr das RECUP- Pfandsystem entschieden. Um das Pfandsystem sowohl f\u00fcr Kaffeetrinker als auch f\u00fcr Kaffeeanbieter noch attraktiver zu machen, ist es wichtig, dass sich weitere Unternehmen anschlie\u00dfen. Caf\u00e9besitzer, Kantinen oder B\u00e4ckereien k\u00f6nnen sich \u00fcber die Website recup.de informieren, registrieren und dem System selbstst\u00e4ndig anschlie\u00dfen. Alle Betriebe, in denen Kaffee im RECUP-Becher ausgeschenkt wird, sind auf einer Karte auf der Website recup.de zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So funktioniert das Pfandsystem<br \/>\n<\/strong>Wer seinen Kaffee k\u00fcnftig also unterwegs trinken m\u00f6chte, bestellt ihn, wenn m\u00f6glich, im RECUP-Mehrwegbecher. Daf\u00fcr hinterlegt man einen Euro Pfand. Ist der Kaffee ausgetrunken, gibt es den Euro gegen den leeren Becher zur\u00fcck \u2013 egal in welchem der deutschlandweit derzeit 3.000 beteiligten Betriebe. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschlie\u00dfend direkt wieder eingesetzt. F\u00fcr die Zukunft wird die Aufstellung von R\u00fcckgabeautomaten f\u00fcr die Pfandbecher gepr\u00fcft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hintergrund<br \/>\n<\/strong>Nachdem der Gemeinderat Mittel f\u00fcr das Mehrwegbecherpfandsystem bewilligt hatte, f\u00fchrte die Abteilung Wirtschaftsf\u00f6rderung ein europaweites Auswahlverfahren durch, um nach einem Betreiber f\u00fcr das Pfandsystem zu suchen. Eine Fachjury aus Vertretern von B\u00e4ckereien, Systemgastronomien, Forschung und Wissenschaft, Hochschulen und Studierendenwerk sowie der st\u00e4dtischen Abfallwirtschaft begleitete das Auswahlverfahren. Die Firma reCup GmbH konnte sich letztlich mit ihrem Konzept durchsetzen: Ihre RECUP-Becher sind aus vollst\u00e4ndig recyclebarem Polypropylen und werden im Allg\u00e4u produziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Mehrwegsystem f\u00fcr Kaffeebecher ist Teil des Konzepts \u201eSauberes Stuttgart\u201c. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Ma\u00dfnahmenpaket, mit dem die Landeshauptstadt den Kampf gegen die zunehmende Verm\u00fcllung \u00f6ffentlicher Pl\u00e4tze und Parks aufnehmen will. Die Verm\u00fcllung innerst\u00e4dtischer Bereiche ist kein Stuttgarter Ph\u00e4nomen, vielmehr steigt europaweit das M\u00fcllaufkommen in den Innenst\u00e4dten. Experten sehen den Grund in einer immer intensiveren Nutzung des \u00f6ffentlichen Raums. Das soziale Leben verlagert sich zunehmend nach drau\u00dfen, hinzu kommen l\u00e4ngere \u00d6ffnungszeiten von Handel und Gastronomie. Um dieser Entwicklung zu begegnen, investiert Stuttgart bis zum Jahr 2022 insgesamt 45,4 Millionen Euro \u2013 rund 10 Millionen Euro pro Jahr. Schwerpunkte des Konzepts \u201eSauberes Stuttgart\u201c sind umfangreichere Reinigungen, verst\u00e4rkte Pr\u00e4vention, mehr Kontrollen und eine breit angelegte \u00d6ffentlichkeitskampagne sowie die Beteiligung am Pfandsystem f\u00fcr Mehrwegbecher.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OB Kuhn: \u201eEin guter Tag f\u00fcr Stuttgart\u201c Stuttgart.| Einwegbecher f\u00fcr Hei\u00dfgetr\u00e4nke sind eine gro\u00dfe Belastung f\u00fcr die Umwelt: Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland pro Jahr etwa 2,8 Milliarden Becher verbraucht, viele davon landen auf der Stra\u00dfe. 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