{"id":134791,"date":"2019-05-17T15:39:30","date_gmt":"2019-05-17T14:39:30","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=134791"},"modified":"2019-05-17T15:39:30","modified_gmt":"2019-05-17T14:39:30","slug":"ergaenzungsbau-fuer-das-theaterhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2019\/05\/17\/ergaenzungsbau-fuer-das-theaterhaus\/","title":{"rendered":"Erg\u00e4nzungsbau f\u00fcr das Theaterhaus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Der Gemeinderat hat am 21. Februar Kenntnis vom weiterentwickelten Planungskonzept f\u00fcr den Erg\u00e4nzungsbau des Theaterhauses genommen und dem aktualisierten Raumprogramm mit einer Programmfl\u00e4che von 8070 Quadratmetern zugestimmt. Das Gremium erm\u00e4chtigte die Verwaltung, ein Vergabeverfahren f\u00fcr die Beauftragung der Planer durchzuf\u00fchren und stimmte au\u00dferdem zu, die bestehende Halle T1 zu ert\u00fcchtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Theaterhaus hat sich seit seinen Anf\u00e4ngen Mitte der 1980er-Jahre in Stuttgart- Wangen zu einem Flaggschiff der Stuttgarter Kulturszene entwickelt. 2003 ging das neue Theaterhaus auf dem Pragsattel mit der umgebauten Rheinstahlhalle als Mittelpunkt in Betrieb. Die Besucherzahlen steigen, ebenso die Zahl und Arten von Auff\u00fchrungen. Pro Jahr kommen mehr als 300.000 Besucher, und seit 2015 findet dort zus\u00e4tzlich das Colours International Dance Festival statt. Mit den bestehenden vier Hallen mit insgesamt etwa 1810 Sitzpl\u00e4tzen ist das Programm nicht mehr zu bew\u00e4ltigen. Hinzu kommt, dass die Freie Tanz- und Theaterszene eine zentrale Probe- und Spielst\u00e4tte bekommen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bisherige Planungskonzept stammt aus dem Jahr 2015. Seither haben sich nicht nur die Verh\u00e4ltnisse im Programmbereich ge\u00e4ndert. Unter anderem bedingt durch Wohnungsbau auf dem Pragsattel, m\u00fcssen Fragen des L\u00e4rmschutzes und der Parkpl\u00e4tze gel\u00f6st werden. Deshalb mussten Konzept und Raumprogramm \u00fcberarbeitet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das weitere Programmspektrum neben dem Tanz ist eine zus\u00e4tzliche gro\u00dfe Tanz- und Theaterhalle erforderlich, die als Halle T5 im neuen Erg\u00e4nzungsbau mit rund 600 Pl\u00e4tzen geplant ist. Die Freie Tanz- und Theaterszene wird mit einem organisatorisch autarken Bereich mit dem Auff\u00fchrungsraum T6 mit rund 780 Quadratmeter Fl\u00e4che (150 Pl\u00e4tze) integriert. Insgesamt arbeiten zurzeit weit \u00fcber 100 freie darstellende K\u00fcnstler in Stuttgart, in unterschiedlichen Bereichen wie Tanz, Schauspiel, Figurentheater, Performance, aber auch aus der Bildenden Kunst und Musik. Eine Spielst\u00e4tte verortet und vernetzt die vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten der freien Szene. Sie erm\u00f6glicht eine Pr\u00e4senz sowohl innerhalb der Theater- und Kulturlandschaft Stuttgarts als auch \u00fcberregional und bietet den vielseitigen Produktionsanspr\u00fcchen einen verl\u00e4sslichen Ort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pl\u00e4ne umfassen auch die baurechtlich notwendigen 220 Stellpl\u00e4tze. Die Fl\u00e4chen f\u00fcr die Werkst\u00e4tten werden erweitert, eine neue Anlieferungszone f\u00fcr die Logistik dient dem L\u00e4rmschutz, zudem wird mit dem Erg\u00e4nzungsbau auch Ersatz f\u00fcr das in absehbarer Zeit nicht mehr nutzbare Probezentrum L\u00f6wentor geschaffen. Da auf dem Baugrundst\u00fcck eine Hochspannungsleitung verl\u00e4uft, die nicht verlegt werden kann, wird der Erg\u00e4nzungsbau elf Meter k\u00fcrzer als urspr\u00fcnglich geplant, woraus sich wiederum Anpassungen am Raumprogramm ergeben. Die Verwaltung hat die \u00c4nderungen mit dem Theaterhaus und der Freien Tanz- und Theaterszene abgestimmt. Das aktualisierte Raumprogramm sieht eine Programmfl\u00e4che von 8070 Quadratmeter vor, was eine Fl\u00e4chenvergr\u00f6\u00dferung von 325 Quadratmetern gegen\u00fcber den fr\u00fcheren Planungen bedeutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kostensch\u00e4tzung aus dem Jahr 2015 geht von 39,83 Millionen Euro Kosten aus. Darin sind bereits 4,4 Millionen Euro Planungsmittel in den Doppelhaushalten 2016\/2017 und 2018\/2019 veranschlagt. Die weiteren Kosten von 35,43 Millionen Euro sind in der aktuellen Finanzplanung ab 2020 ber\u00fccksichtigt. Au\u00dferdem ist das Theaterhaus bem\u00fcht, Drittmittel zu organisieren. Durch die Vermehrung der Fl\u00e4che sowie Baupreissteigerungen muss gegen\u00fcber den Sch\u00e4tzungen von 2015 mit h\u00f6heren Kosten gerechnet werden. Belastbare Zahlen sollen nach dem Wettbewerb vorliegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich zum Neubau des Erg\u00e4nzungsbaus wird die bestehende Halle T1 f\u00fcr den Tanz ert\u00fcchtigt. Unter anderem wird die Trib\u00fcne als Teleskoptrib\u00fcne erneuert, es kommt ein Seitenb\u00fchnenbereich hinzu, und die B\u00fchnentechnik samt Tanzboden werden erneuert. Die erste grobe Kostensch\u00e4tzung bel\u00e4uft sich auf 6,2 Millionen Euro brutto.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zeitplan sieht vor, in diesem Fr\u00fchjahr den einphasigen, nichtoffenen hochbaulichen Planungswettbewerb auszuschreiben. Hierf\u00fcr sind 500.000 Euro veranschlagt. Das Ergebnis soll im Sommer vorliegen. Mit den Planungen k\u00f6nnte dann im Herbst 2019 begonnen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gemeinderat hat zudem beschlossen, die j\u00e4hrlich der Stiftung Theaterhaus zur Verf\u00fcgung gestellten Mittel zur Bauunterhaltung von 150.000 auf 200.000 Euro zu er- h\u00f6hen. Nach f\u00fcnf Jahren wird gepr\u00fcft, ob die Erh\u00f6hung ausreicht. \u00dcber die laufende Bauunterhaltung hinaus sind Ma\u00dfnahmen zur Erneuerung sicherheitsrelevanter Einrichtungen zwingend notwendig. Daf\u00fcr stellt der Gemeinderat in den Jahren 2020 und 2021 je 800.000 Euro zur Verf\u00fcgung. Diese Mittel sollen als Vorbelastung zum Doppelhaushalt 2020\/2021 angemeldet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Rahmenvereinbarung von 2008 zwischen dem Theaterhaus Stuttgart e.V., der damaligen Stiftung Pragsattel und der Landeshauptstadt gingen das Grundst\u00fcck und das Geb\u00e4ude des Theaterhauses am Pragsattel an die Landeshauptstadt \u00fcber. Die Stadt und die neue Stiftung Theaterhaus schlossen ein Mietverh\u00e4ltnis ab, in welcher der Stiftung eine eigent\u00fcmer\u00e4hnliche Stellung einger\u00e4umt wurde. Das bedeutet unter anderem, dass die Stiftung die Spiel- und Arbeitsst\u00e4tten an den Theaterhaus Stuttgart e.V., an Musik der Jahrhunderte und an die Institutionen der Jugendarbeit untervermietet. Au\u00dferdem hat sie die eigenst\u00e4ndige Verantwortung f\u00fcr das gesamte Geb\u00e4udemanagement. F\u00fcr den baulichen Erhalt des Hauses erh\u00e4lt die Stiftung von der Stadt j\u00e4hrliche und vertraglich abgesicherte Finanzmittel. Die Umsetzung der Arbeiten erfolgt unter der Regie des Theaterhauses. In dem Mietvertrag ist auch die Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr die laufende Bauunterhaltung geregelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart.| Der Gemeinderat hat am 21. 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