{"id":134317,"date":"2019-04-12T17:22:19","date_gmt":"2019-04-12T16:22:19","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2019\/04\/12\/fuer-die-wohnortwahl-ist-guter-oepnv-entscheidend\/"},"modified":"2019-04-12T17:22:19","modified_gmt":"2019-04-12T16:22:19","slug":"fuer-die-wohnortwahl-ist-guter-oepnv-entscheidend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2019\/04\/12\/fuer-die-wohnortwahl-ist-guter-oepnv-entscheidend\/","title":{"rendered":"F\u00fcr die Wohnortwahl ist guter \u00d6PNV entscheidend"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pendeln ist f\u00fcr die Menschen der Region Stuttgart Alltag. Eine gute Verkehrsanbindung ist daher ein entscheidendes Kriterium f\u00fcr die Wahl des Wohnorts. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Kantar TNS-Umfrage in Stuttgart und Umgebung im Auftrag von W\u00fcstenrot.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Arbeitnehmer in Stuttgart und Umgebung ist das Pendeln Normalit\u00e4t. 51 Prozent der Befragten halten eine Anfahrtszeit zur Arbeitsst\u00e4tte von bis zu 30 Minuten f\u00fcr zumutbar, \u00fcber ein Viertel sogar von bis zu 45 Minuten. Klar ist damit aber auch: Eine gute Verkehrsanbindung ist ein entscheidendes Kriterium f\u00fcr die Wahl des Wohnorts. F\u00fcr jeweils eine deutliche Mehrheit der Befragten sind eine gute Infrastruktur f\u00fcr \u00f6ffentliche Verkehrsmittel, eine schnelle Anbindung an Schnellstra\u00dfe oder Autobahn sowie attraktive Fu\u00df- und Radwege relevant.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Guter Anschluss an \u00f6ffentliche Verkehrsmittel wichtig<br \/>\n<\/strong>Besonders der \u00d6PNV steht dabei im Zentrum des Interesses: Eine gute S- oder U-Bahn-Anbindung ist rund acht von zehn Menschen zwischen 14 und 64 Jahren wichtig. Selbst unter den Senioren ab 65 sind es noch knapp sieben von zehn Befragten. 86 Prozent der Menschen zwischen 40 und 64 Jahren erwarten von ihrem Wohnort gute Fu\u00df- und Fahrradwege. Auff\u00e4llig ist zudem, dass der Wunsch nach guter Anbindung an Schnellstra\u00dfen oder Autobahnen f\u00fcr junge Menschen an Bedeutung verliert. Bei den Befragten zwischen 14 und 39 Jahren ist dies mit 56\u00a0Prozent nur einer knappen Mehrheit wichtig. Zwischen 40 und 64 Jahren steigt dieser Wert bereits auf 63 Prozent, w\u00e4hrend der gute Zugang zu Schnellstra\u00dfen f\u00fcr 72 Prozent der Senioren wichtig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auto verliert unter jungen Menschen an Bedeutung<br \/>\n<\/strong>Bisher ist das Auto die klare Erstwahl f\u00fcr die individuelle Fortbewegung: 61 Prozent der Befragten nennen den Pkw zuerst, wenn es um haupts\u00e4chlich genutzte Verkehrsmittel geht. Dabei zeigen sich je nach Alter deutliche Unterschiede. W\u00e4hrend unter den 14- bis 39-J\u00e4hrigen nur knapp die H\u00e4lfte das Auto als Hauptverkehrsmittel nennt, sind es unter den Menschen zwischen 40 und 64\u00a0Jahren 70 Prozent. Bei den jungen Menschen nutzen zudem fast 40 Prozent der Befragten prim\u00e4r \u00f6ffentliche Verkehrsmittel, bei den 40- bis 64-J\u00e4hrigen hingegen nur neun Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHier scheint es einen Generationenwandel zu geben. Bei jungen Leuten nimmt die Bedeutung f\u00fcr das eigene Auto offensichtlich ab. Wenn St\u00e4dte und Gemeinden diese als Einwohner halten oder gewinnen wollen, braucht es verst\u00e4rkte Investitionen in eine gute \u00d6PNV-Infrastruktur\u201c, bewertet Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der W\u00fcstenrot Bausparkasse AG, das Thema Wohnen mit Blick auf die Verkehrspolitik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Viele Menschen w\u00fcrden gerne verst\u00e4rkt \u00d6PNV nutzen<br \/>\n<\/strong>Naturgem\u00e4\u00df zeigen sich dar\u00fcber hinaus Unterschiede zwischen st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Wohnorten. In Stuttgart nutzt beispielsweise ein Drittel der Befragten prim\u00e4r die S- oder U-Bahn, in Ludwigsburg sind es noch zw\u00f6lf Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Potenziale f\u00fcr den \u00d6PNV zeigt ein Blick auf die pr\u00e4ferierten Verkehrsmittel. Wenn sich Menschen ihr Transportmittel aussuchen k\u00f6nnten, w\u00fcrden die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel (S-\/U-Bahn, Zug, Bus) mit 39 Prozent sogar knapp vor dem eigenen Pkw (38 Prozent) liegen. Auch hier zeigt sich die Jugend besonders aufgeschlossen gegen\u00fcber Bus und Bahn: 46 Prozent w\u00fcrden \u00f6ffentliche Verkehrsmittel w\u00e4hlen, nur 28 Prozent den eigenen Pkw.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fahrrad nur ein Baustein k\u00fcnftiger Verkehrskonzepte<br \/>\n<\/strong>Das Fahrrad scheint f\u00fcr die meisten Befragten nicht der Ausweg aus der Verkehrskrise. Als tats\u00e4chliches Hauptverkehrsmittel wird es nur von gut jedem Zehnten genutzt. Selbst wenn sie es sich aussuchen k\u00f6nnten, w\u00fcrden nur 18 Prozent der Befragten das Fahrrad w\u00e4hlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWenn man sich die \u00f6ffentlichen Diskussionen anschaut, erh\u00e4lt man manchmal den Eindruck, das Fahrrad sei das Allheilmittel gegen den viel zitierten Verkehrsinfarkt. Doch nur mit dem Ausbau von Fahrradwegen werden St\u00e4dte und Gemeinden als potenzieller Wohnort f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung nicht attraktiv. Es braucht vielmehr ganzheitliche Verkehrskonzepte, die Fahrrad und \u00f6ffentliche Verkehrsmittel intelligent miteinander vernetzen\u201c, sagt Hertweck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Minderheit der B\u00fcrger zu pers\u00f6nlichen Einbu\u00dfen bereit<br \/>\n<\/strong>Die Bereitschaft zu pers\u00f6nlichen Einbu\u00dfen f\u00fcr eine verbesserte Verkehrssituation am Wohnort f\u00e4llt eher gering aus. Am ehesten n\u00e4hmen die Befragten mit 41 Prozent noch Fahrverbote in Kauf. H\u00f6here Preise f\u00fcr den \u00d6PNV-Ausbau w\u00fcrden 37 Prozent der Befragten akzeptieren; zus\u00e4tzliche Geb\u00fchren f\u00fcr die Stra\u00dfennutzung sind nur f\u00fcr ein Viertel denkbar.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pendeln ist f\u00fcr die Menschen der Region Stuttgart Alltag. Eine gute Verkehrsanbindung ist daher ein entscheidendes Kriterium f\u00fcr die Wahl des Wohnorts. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Kantar TNS-Umfrage in Stuttgart und Umgebung im Auftrag von W\u00fcstenrot. 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