{"id":132848,"date":"2018-12-18T18:21:21","date_gmt":"2018-12-18T17:21:21","guid":{"rendered":"http:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/?p=132848"},"modified":"2018-12-18T18:21:21","modified_gmt":"2018-12-18T17:21:21","slug":"pilotprojekt-zur-senkung-der-feinstaubbelastung-am-stuttgarter-neckartor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/stuttgart\/2018\/12\/18\/pilotprojekt-zur-senkung-der-feinstaubbelastung-am-stuttgarter-neckartor\/","title":{"rendered":"Pilotprojekt zur Senkung der Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufbau erster Filters\u00e4ulenhat begonnen<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Simulationsergebnisse werden in der Praxis \u00fcberpr\u00fcft<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Im Rahmen eines Pilotprojekts von MANN+HUMMEL, gef\u00f6rdert vom Verkehrsministerium Baden-W\u00fcrttemberg und unterst\u00fctzt von der Landeshauptstadt Stuttgart, werden in den n\u00e4chsten Wochen 17 Filters\u00e4ulen entlang eines ca. 350 Meter langen Stra\u00dfenabschnitts am Stuttgarter Neckartor installiert. Heute beginnt der Aufbau der ersten acht sogenannten Filter Cubes III des Filtrationsspezialisten MANN+HUMMEL aus Ludwigsburg. Mit dem Pilotprojekt soll erprobt werden, ob durch den Einsatz der Technologie die Feinstaubbelastung und damit gegebenenfalls auch die Tage mit Grenzwert\u00fcberschreitungen am Neckartor reduziert werden k\u00f6nnen. Die Stadt Stuttgart \u00fcbernimmt die Aufgabe, die Luftfilters\u00e4ulen rund um das Stuttgarter Neckartor aufzustellen und mit Strom zu beliefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Modellrechnungen eines unabh\u00e4ngigen Simulationsb\u00fcros auf Basis von Daten aus den Jahren 2016 und 2017 haben f\u00fcr das Stuttgarter Neckartor eine Reduzierung der Gesamtfeinstaubkonzentration gezeigt. Die theoretischen Ergebnisse werden nun in der Praxis erprobt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Filters\u00e4ulen von MANN+HUMMEL sind 3,60 Meter gro\u00df und bestehen aus jeweils drei zusammengesetzten Bauteilen, den Cubes. Ausger\u00fcstet mit Feinstaubpartikelfiltern und energieeffizienten Ventilatoren sind diese in der Lage, bei sehr geringem Energiebedarf 80 Prozent des Feinstaubs aus der angezogenen Umgebungsluft zu ziehen. \u00dcber eine Steuerungseinheit l\u00e4sst sich der Betrieb der Feinstaubpartikelfilter bedarfsgerecht einstellen und damit auf die aktuelle Luftqualit\u00e4t reagieren. Integrierte Sensoren erfassen Luft- und Wetterdaten, die in einer Cloud zusammengef\u00fchrt und analysiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kai Knickmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Erstausr\u00fcstung bei MANN+HUMMEL, erkl\u00e4rte: \u201eMit unserem neu entwickelten Filter Cube wollen wir die Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor reduzieren. Er ist Teil unserer Technologieplattform Feinstaubfresser, zu der verschiedene Filtertechnologien f\u00fcr station\u00e4re Anwendungen oder Fahrzeuge geh\u00f6ren. \u00dcberall dort, wo die Feinstaubbelastung besonders hoch ist, wollen wir mit unseren Technologien zum Schutz der Gesundheit von Menschen beitragen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter f\u00fcr Nachhaltige Mobilit\u00e4t im Verkehrsministerium Baden-W\u00fcrttemberg: \u201eUns hat an dem Projektvorschlag \u00fcberzeugt, dass die 17 Filters\u00e4ulen nicht nur an einem Punkt, sondern in einem ganzen Stra\u00dfenabschnitt eine Wirkung zeigen sollen. Damit hat das Projekt das Potential, die Anwohner zu sch\u00fctzen. Das Projekt zeigt auch: Die Landesregierung ist zwar auf den Hauptverursacher des Feinstaubs Autoverkehr fokussiert, ergreift aber erfolgversprechende Ma\u00dfnahmen in allen Bereichen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rainer Kapp, Leiter der Abteilung Stadtklimatologie bei der Landeshauptstadt Stuttgart, sagte: \u201eStuttgart hat 2018 erstmals die Chance, die Feinstaub-Grenzwerte im gesamten Stadtgebiet am Ende des Jahres einzuhalten. Das haben wir durch ein B\u00fcndel an unterschiedlichen Ma\u00dfnahmen erreicht, das jetzt Wirkung zeigt. In unseren Anstrengungen wollen wir dabei nicht nachlassen. Unser Ziel ist es weiterhin, die Feinstaub-Konzentration zu senken. Deshalb unterst\u00fctzen wir Projekte, die f\u00fcr saubere Luft in Stuttgart sorgen wollen. Die Idee von MANN+HUMMEL, die Luft mithilfe von Luftfilters\u00e4ulen zu reinigen, klingt vielversprechend. Die Wirkung der Methode wollen wir nun in einem Pilotprojekt unter realen Bedingungen und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum testen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Stuttgart konnte die Belastung mit den Luftschadstoffen Feinstaub PM10 und Stickstoffdioxid in den vergangenen Jahren reduziert werden. So treten \u00dcberschreitungen der Grenzwerte bei Feinstaub nur noch am Neckartor auf. Bei Stickstoffdioxid wird der Grenzwert f\u00fcr das Jahresmittel hingegen noch immer \u00fcberschritten \u2013 wie in vielen anderen deutschen St\u00e4dten auch.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufbau erster Filters\u00e4ulenhat begonnen Simulationsergebnisse werden in der Praxis \u00fcberpr\u00fcft Stuttgart.| Im Rahmen eines Pilotprojekts von MANN+HUMMEL, gef\u00f6rdert vom Verkehrsministerium Baden-W\u00fcrttemberg und unterst\u00fctzt von der Landeshauptstadt Stuttgart, werden in den n\u00e4chsten Wochen 17 Filters\u00e4ulen entlang eines ca. 350 Meter langen Stra\u00dfenabschnitts am Stuttgarter Neckartor installiert. 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